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Betreuungs-Not: Chorweiler braucht mehr Kita-Plätze

Eltern, die im Bezirk Chorweiler einen Kitaplatz für ihren Nachwuchs suchen, haben es schwer. Das gilt besonders für Kinder unter drei Jahren - wie jetzt der 13. Statusbericht zum Ausbau der Kindertagesbetreuung erneut zeigt. Der Bezirk Chorweiler rangiert bei Kita-Plätzen für Jungen und Mädchen unter drei Jahren auf dem letzten Platz, mit dem Bezirk Mülheim.

Gerade mal 26 Prozent aller Kinder in dem Alter haben einen Platz. Der niedrigste Wert liegt in Heimersdorf mit 15 Prozent, gefolgt von Chorweiler und Pesch mit 16 Prozent. Der städtische Durchschnitt liegt bei 29 Prozent, in der Innenstadt sind es 36 Prozent. Insgesamt liegt die Versorgung im Bezirk Chorweiler bei 32 Prozent - dabei werden Plätze in Kitas und bei der Tagespflege zusammengerechnet - und auf dem vorletzten Platz.

In Zahlen heißt das: Am 31. Dezember 2016 lebten 2757 Unter-Dreijährige in Chorweiler. 723 Plätze stehen in Kitas zur Verfügung, 149 weitere in der Tagespflege, also etwa bei einer Tagesmutter.

Bei den Kindern über drei Jahre sehen die Zahlen besser aus: 92 Prozent aller 2572 Jungen und Mädchen haben einen Platz in einer städtischen oder privaten Kita. Dennoch rangiert auch dort Chorweiler auf dem vorletzten Platz, diesmal vor Kalk.

Elf neue Kitas geplant

Vergangenes Jahr, sagt die Stadt, sei die Zahl der Unter-Dreijährigen stadtweit „extrem gestiegen“. Sie übertreffe schon den Wert für das Jahr 2020, der auf der Bevölkerungsprognose basiert. Derzeit aktualisiert die Verwaltung ihre Prognose. Sie wird im Frühjahr/Sommer veröffentlicht und dient als Grundlage für den weiteren Ausbau. Ungeachtet dessen plant die Stadt in Köln elf neue Kitas.

Chorweiler ist einer der Bezirke, der leer ausgeht. Zwar öffnete 2016 die Step-Kids-Kita in Roggendorf/Thenhoven ihre Türen, vor einigen Monaten aber schloss eine eingruppige Einrichtung an der Causemannstraße in Merkenich. Dort sucht die Stadt nach einer geeigneten Fläche für drei Gruppen. In zwölf Monaten soll zudem die neue Kita an der Berrischstraße in Worringen starten - sie vereint allerdings die beiden städtischen Kitas Gutnick- und Further Straße, die sich auflösen.

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Bezirksvertreter sind frustriert

Die Chorweiler Bezirksvertreter reagieren frustriert. „In Roggendorf/Thenhoven und Lindweiler soll kein Bedarf sein, aber dort ziehen bald Flüchtlinge hin“, sagt Eike Danke (SPD). „Wir brauchen in Chorweiler zusätzliche 16 Gruppen“, klagt Klaus Roth von der Linken. „Die Stadt nimmt das Thema nicht ernst.“ Wilfried Neumann (CDU) hofft, dass die aktualisierte Bevölkerungsprognose positiven Einfluss auf den Kita-Ausbau hat. „Die Betreuung reicht derzeit und zukünftig nicht aus und kann so nicht akzeptiert werden.“

Die Stadt ist sich des Problems bewusst. „Die Situation in Chorweiler ist alles andere als zufriedenstellend“, sagt Jugendhilfe-Planer Frank Pfeuffer. "Es ist kein böser Wille, Geld ist da, aber uns fehlen Flächen." Es sei schwierig, im Bezirk geeignete Grundstücke zum Kita-Bau zu finden. Etwa elf Einrichtungen benötigt Chorweiler, kalkuliert Pfeuffer. Das gehe aus einer Elternbefragung hervor.

Derzeit sondiert die Stadt, dass am Neubaugebiet Damiansweg in Volhoven-Weiler eine viergruppige Kita mit entsteht. Eine weitere Möglichkeit: die Großtagespflege. Dort betreuen mindestens zwei Tagesmütter und ein Träger maximal neun Kinder. Pfeuffer: „Das könnte ein Mosaiksteinchen sein, das uns etwas weiter hilft.“...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta

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