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Hilfsprojekt: Millionen für den Aufbruch in Lindweiler

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Vor etwas mehr als vier Jahren beschloss der Rat, dass die Lebensqualität in Lindweiler weiter gesteigert werden muss. Der Stadtteil besteht zum einen aus gepflegten Einfamilienhäusern, in der Ortsmitte überwiegen jedoch Mehrfamilienhäuser und soziale Probleme. Mit Hilfe eines Integrierten Handlungskonzepts (IHK) entwickelte die Stadtverwaltung gemeinsam mit Anwohnern deshalb elf Projekte, die helfen sollen, dieses Umfeld aufzuwerten - Vorhaben städtebaulicher Art genauso wie solche mit sozialer Zielrichtung. Nun informierte die Stadt über den aktuellen Stand. Mehrere Projekte wurden bereits abgeschlossen, andere stehen kurz vor der Umsetzung oder verzögern sich. Insgesamt kostet die Stadtteil-Erneuerung rund 4,7 Millionen Euro und wird zum großen Teil aus Fördermitteln finanziert. -> Wohnumfeld: Die Spielplätze am Pingenweg und Hartenfelsweg wurden ausgebaut und neugestaltet. Kinder und Eltern planten mit, nun steht dort neues Gerät. Am Pingenweg installierte die Stadt unter anderem eine 30 Meter lange Seilbahn, das Areal soll kleinere und jüngere Kinder gleichermaßen anziehen. Am Hartenfelsweg entstand eine Strandlandschaft mit Kletter-Leuchtturm, Hängematte, Wippen, einer Drehscheibe und einer Boule-Bahn. Die kleine und triste Ortsmitte soll voraussichtlich im Herbst umgestaltet werden. Ziel ist es, eine modernes und angenehmes Zentrum zu schaffen, wo sich Anwohner gerne aufhalten. Auch geht es darum, das einzige noch bestehende Geschäft zu erhalten. -> Verkehr: Der Pingenweg zwischen Unnauer und Volkhovener Weg soll voraussichtlich ab dem kommenden Herbst verkehrssicherer, heller und schöner werden. Der südliche Gehweg wird auf 1,75 Meter verbreitert und die Kanalentwässerung erneuert. Die Unterführung erhält neue Leuchten und eine Wandbemalung. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis 2020 an. Viele Anwohner empfinden die Unterführung gerade am Abend als Angstraum.

-> Soziale Projekte: Der Umbau des sozialen Zentrums Lino-Club zu einem generations-übergreifenden Bürgerhaus verzögert sich. Bei einer ersten europaweiten Ausschreibung fand sich kein passendes Angebot. Daraufhin überarbeitete die Stadt die Pläne, derzeit erfolgt eine erneute Ausschreibung. Die Stadt rechnet damit, dass im August ein entsprechendes Büro beauftragt werden kann, der Förderantrag soll Ende des Jahres gestellt werden. Baubeginn: Eventuell Ende 2019.

Das soziale "Quartiers-Management" wird seit 2016 gemeinsam mit dem Lino-Club betrieben. Es soll bei der Umsetzung der Projekte helfen, dient als Schnittstelle zwischen Anwohnern und Institutionen, vernetzt und fördert den Dialog untereinander. Die "Praxiswerkstatt Lindweiler - berufliche Qualifizierung benachteiligter Jugendlicher insbesondere mit Migrationshintergrund" und das Programm "Gesund in Lindweiler - fit machen für die Zukunft" werden nach Aussagen der Stadt vollständig vom Lino-Club konzipiert und umgesetzt - und teils durch Eigenmittel des Sozialen Zentrums sowie durch Förderung Dritter finanziert. Die Berufsbegleitung etwa soll arbeitslose Jugendliche unterstützen - und auch Jugendliche schon vor dem Schulende. Allerdings werden dafür Räume benötigt, die in dem dann umgebauten Lino-Club zur Verfügung stehen sollen.

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Brach liegt derzeit dagegen das Projekt "Ahoj - Alt holt Jung". Eigentlich sollten zum Beispiel Senioren in Einfamilienhäusern unterstützt werden, die einen altengerechten Umbau planen bzw. den Verkauf der Immobilie oder nach altersgerechtem neuen Wohnraum suchen. So ließen sich eventuell mehr junge Leute in den Ortsteil holen, die in die Häuser einziehen könnten. Derzeit prüft die Stadt, ob ältere Menschen überhaupt an dem Projekt interessiert sind und ob es vielleicht mit städtischen Mitteln umgesetzt werden kann.

-> Verfügungs-Fonds: Der Geldtopf steht seit September 2015 für kleinere Projekte im Stadtteil bereit. Alle in Lindweiler tätigen Einrichtungen, Vereine und auch sozial engagierte Anwohner können Fördermittel beantragen - pro Quartal sind das 4600 Euro. Bislang wurden elf Projekte vom Veedelsbeirat Lindweiler beschlossen.

Die Aktionen sind vielfältig. So organisierte unter anderem der SC Lindweiler Ende 2016 einen Kinderadvent, im vergangenen Sommer fand ein Stadtteilfest statt. Im Mai 2017 malten Schüler der GGS Soldiner Straße ihre Lieblingsmotive für ein Plakat zum Thema "Leben in Lindweiler", das auf dem Stadtteilfest verteilt wurde. Zudem wurden zwei Schaukästen angeschafft und am Lindweiler Treff sowie am Lino-Club installiert, um Bewohner über aktuelle Ereignisse in Lindweiler zu informieren. Bis zum vergangenen Oktober, für insgesamt ein Jahr, fand zudem ein Alphabetisierungskurs im Lindweiler Treff statt. Die Wohnungsgesellschaft GAG organisierte zudem Mal-Aktionen.

– Quelle: https://www.ksta.de/29798790 ©2018

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