[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/3-e-auto-fakes-auf-die-gruene-hereinfallen\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/3-e-auto-fakes-auf-die-gruene-hereinfallen\/","headline":"3 E-Auto-Fakes, auf die Gr\u00fcne hereinfallen!","name":"3 E-Auto-Fakes, auf die Gr\u00fcne hereinfallen!","description":"Man w\u00fcrde ja annehmen, dass besonders AfD-W\u00e4hler Fakes \u00fcber E-Autos glauben. Und wir haben schon einige davon widerlegt. Aber die Desinformationskampagne gegen Alternativen zu fossilen Kraftstoffen zielt auch gerade auf umweltbewusste Menschen. Auch &#8220;Gr\u00fcne&#8221; glauben Dinge \u00fcber E-Autos, die nicht wahr sind. 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Und wir haben schon einige davon widerlegt. Aber die Desinformationskampagne gegen Alternativen zu fossilen Kraftstoffen zielt auch gerade auf umweltbewusste Menschen. Auch &#8220;Gr\u00fcne&#8221; glauben Dinge \u00fcber E-Autos, die nicht wahr sind.Dabei nutzen die Verbreiter derartiger Fakes &#8220;unerf\u00fcllbare Erwartungen&#8221; &#8211; das ist ein Konzept, das unseren Perfektionismus gegen uns verwendet. Sie argumentieren, dass E-Autos auch negative Umweltfolgen haben, um sie schlechtzureden. Der Denkfehler: Auch wenn du atmest, hat das negative Umweltfolgen. Die Frage ist aber immer, ob etwas besser ist, als die Alternative. Denn einfach tot umfallen und gar nicht atmen oder gar keine Fortbewegungsmittel nutzen, ist halt auch keine Option.Schaut man sich zum Beispiel den Wasserverbrauch f\u00fcr die Produktion von E-Auto-Batterien an, wird klar: Ja, die brauchen f\u00fcr die Herstellung Wasser\u00a0\u2013 aber viel weniger als beispielsweise der deutsche Fleischkonsum\u00a0\u2013 oder eben die massive Verschmutzung von Frischwasser und der Wasserverbrauch durch fossile Brennstoffe. Alles verschmutzt Wasser. Aber was ist am schlimmsten?Faktencheck Wasserverbrauch: So \u201cverarscht\u201d dich dieses Bild \u00fcber E-AutosDie unerf\u00fcllbare Erwartung suggeriert, dass das &#8220;saubere&#8221; E-Auto einfach mal gar keine negativen Umwelteinfl\u00fcsse haben d\u00fcrfe. Das ist aber gar nicht sein Zweck\u00a0\u2013 es reicht, wenn es wesentlich besser ist als Verbrenner. Und das ist es. Und zwar so viel besser, dass es sich sogar lohnt, umzusteigen, wenn der eigene Verbrenner noch einwandfrei funktioniert. Schauen wir uns ein paar Mythen an:1. Ein E-Auto \u201eamortisiert\u201c sich \u00f6kologisch sehr schnellInsbesondere die Batterie von E\u2011Autos gilt als &#8220;schmutzig&#8221; &#8211; und es stimmt, die Herstellung von E-Autos ist energieintensiver als die von Verbrennern. Was dabei aber oft verschwiegen wird: Die Herstellung eines Autos ist nur ein kleiner Teil der gesamten Emissionen \u00fcber die Laufzeit des Fahrzeugs:Aktuell amortisiert sich das E-Auto \u00f6kologisch nach nur 17 000 Kilometern. Das ist bei typischem Fahrverhalten nach 1\u20131,5\u00a0Jahren ausgeglichen. Sprich: Nach sp\u00e4testens 1,5 Jahren ist die energieintensivere Produktion der Batterie im Vergleich mit Verbrennern wieder &#8220;ausgeglichen&#8221; &#8211; danach ist der Verbrenner wieder &#8220;schmutziger&#8221;.Die Analyse geht davon aus, dass sich der Strommix in den n\u00e4chsten Jahren weiter Richtung Erneuerbare Energien bewegt, was bisher ja auch der Fall ist. Ein Auto h\u00e4lt ja hoffentlich einige Jahre, und in dieser Zeit werden die Erneuerbaren noch weiter zunehmen. 2030 sollen es bereits 80 % sein.2. Ein altes Auto &#8220;zu Ende fahren&#8221; hilft dem Klima nichtDein Verbrennerauto f\u00e4hrt noch\u00a0\u2013\u00a0lohnt sich trotzdem der Umstieg auf ein E-Auto? Viele hadern mit dem Umstieg, solange das alte Auto noch f\u00e4hrt. Aber das Bundesamt f\u00fcr Energie der Schweiz hat in einer Rechnung festgestellt: Der Weiterbetrieb lohnt sich f\u00fcr die Umwelt nur bei einer Fahrleistung von unter 4000 Kilometern. Egal, ob man den Verbrenner wegwirft oder weiterverkauft\u00a0\u2013 f\u00fcr die individuelle CO\u2082-Bilanz lohnt sich die Anschaffung eines E-Autos.Bemerkenswert: Das Bundesamt f\u00fcr Energie hatte die Studie zwar in Auftrag gegeben, aber sie dann bewusst zur\u00fcckgehalten. Das Ergebnis war offenbar nicht im Sinne der beauftragenden Politiker. Erst das Schweizer Magazin Republik hatte die Studie freigeklagt. Diese Fakten wollte man uns sogar verheimlichen.Warum ist die Rechnung so eindeutig? Die Herstellung der Batterie ist zwar energieaufwendig, aber der Nutzen verteilt sich auf die Lebensdauer des Fahrzeugs. Wenn man also f\u00fcnf Jahre vor &#8220;Lebensende&#8221; einen alten Verbrenner wegwirft oder weiterverkauft und durch ein E-Auto ersetzt, dann ist das zwar erstmal ein gro\u00dfer Energieaufwand, nach f\u00fcnf Jahren hat man aber immer noch einen gro\u00dfen Teil der Lebensdauer der Batterie vor sich. Und das E-Auto hat sich bereits \u00f6kologisch amortisiert.Es liegt einfach daran: Die Nutzung eines Verbrenners st\u00f6\u00dft einfach so viel mehr CO\u2082 aus als die Herstellung eines E-Autos.Es gilt also: Je fr\u00fcher man umsteigt auf ein E\u2011Auto, desto besser. Ausnahmen gibt es: N\u00e4mlich wenn der Verbrenner weniger als 3000 Kilometer im Jahr f\u00e4hrt, lohnt sich eher der Weiterbetrieb, zumindest im Moment.3. Selbst dann billiger, wenn man nur \u00f6ffentlich l\u00e4dtE-Autos sind mittlerweile bei Neuw\u00e4gen auch finanziell konkurrenzf\u00e4hig zu Verbrennern. Laut FAZ und ADAC ist ein E-Auto \u00fcber die Lebensdauer selbst dann noch g\u00fcnstiger als ein Verbrenner, wenn ausschlie\u00dflich bei \u00f6ffentlichen Lades\u00e4ulen f\u00fcr 60\u00a0ct pro\u00a0kWh geladen wird. Das sollte man bei den immer noch etwas teureren Anschaffungspreisen bedenken. Auch \u00fcberlegen sollte man sich, wie viel ein Verbrenner in 5 Jahren dann als Gebrauchtwagen noch wert ist, wenn CO\u2082-Preis und Abgasregeln den Betrieb von solchen Autos immer schwerer machen.F\u00fcr Menschen in Eigentumswohnungen ist die Entscheidung f\u00fcr ein E-Auto mittlerweile nicht nur aus Umweltgr\u00fcnden ein No-Brainer: Wer gratis mit Solarstrom vom Dach laden kann, ist unabh\u00e4ngig von allen Preisschwankungen und Kriegen. Und kommt viel g\u00fcnstiger weg als mit einem Verbrenner. Gerade heute ist Diesel so teuer wie noch nie.Auch einige Mieter k\u00f6nnten ihre E-Autos mit g\u00fcnstigerem Autostrom laden. Der ist g\u00fcnstiger als Haushaltsstrom, weil darauf weniger Netzentgelte f\u00e4llig werden. Wer einen eigenen Stellplatz f\u00fcr ein Auto mietet, der hat seit ein paar Jahren auch das Recht, dort eine Lades\u00e4ule zu installieren. Der Vermieter muss informiert werden, aber er muss es dulden\u00a0\u2013 eine \u00e4hnliche Regelung gibt es bei Balkonsolar. Der ADAC stellt daf\u00fcr zahlreiche Informationen zur Verf\u00fcgung. Immerhin hat die Mehrheit der Mietwohnungen einen privaten Stellplatz.Desinformation passt sich an uns anWir fallen eben gerade am ehesten auf Fake News herein, die unsere bestehenden Werte und Weltbilder adressieren. Rechten, die sich aus ideologischen Gr\u00fcnden eh nie ein E-Auto holen w\u00fcrden, zu erz\u00e4hlen, wie doof E-Autos sind, schw\u00e4cht nicht mehr den Absatz. Deshalb gibt es Anti-E-Auto-Fakes f\u00fcr Gr\u00fcne.Und manche Desinformationskampagnen zum E-Auto zielen eben auch gerade auf Menschen, die eigentlich umweltbewusst leben wollen. Wie du gesehen hast, werden daf\u00fcr sogar extra Studien zur\u00fcckgehalten. Mit Scheinargumenten und besonders mit der Technik der \u201eunerf\u00fcllbaren Erwartungen\u201c sollen sie noch l\u00e4nger von fossilen Brennstoffen abh\u00e4ngig gemacht werden. Zeit, das mal zu hinterfragen.\u00dcbrigens: Auf unserer neuen Wissensplattform Pr\u00fcfpunkt haben wir einen ausf\u00fchrlicheren Artikel \u00fcber den Bericht geschrieben. Wer sich tiefer einlesen m\u00f6chte: Hier entlang!Artikelbild: canva.comZur Quelle wechseln"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"3 E-Auto-Fakes, auf die Gr\u00fcne hereinfallen!","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/3-e-auto-fakes-auf-die-gruene-hereinfallen\/#breadcrumbitem"}]}]