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title: "Köln zeigt Solidarität und Haltung – ich bin beim Kölner Queer March dabei"
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date: 2026-07-31
modified: 2026-07-31
author: "Dirk Bachhausen"
description: "Nach dem tödlichen Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day ruft die queere Community Kölns gemeinsam mit zahlreichen Organisationen, Vereinen und Verbündeten zu einem Queer March durch die Kölner Innenstadt..."
categories:
  - "Köln"
  - "Meinung"
  - "Queer"
  - "Volt"
tags:
  - "pressemitteilung"
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# Köln zeigt Solidarität und Haltung – ich bin beim Kölner Queer March dabei

Nach dem tödlichen Anschlag auf den Berliner Christopher Street Day ruft die queere Community Kölns gemeinsam mit zahlreichen Organisationen, Vereinen und Verbündeten zu einem Queer March durch die Kölner Innenstadt auf. Als Landtagskandidat für Volt werde ich am Sonntag, dem 9. August 2026, selbstverständlich dabei sein.

Der mutmaßlich islamistisch motivierte und queerfeindliche Anschlag in Berlin galt nicht nur den unmittelbar betroffenen Menschen. Er war ein Angriff auf die Sichtbarkeit, die Freiheit und die Würde queerer Menschen – und damit auf die Grundwerte unserer offenen und demokratischen Gesellschaft. Meine Gedanken sind bei den Opfern, ihren Angehörigen und allen, die durch diese Tat verletzt, traumatisiert oder verunsichert wurden.

Unsere Antwort auf Gewalt und Einschüchterung darf weder Angst noch Rückzug sein. Unsere Antwort muss Solidarität sein. Sie muss demokratisch, friedlich und sichtbar sein. Deshalb ist es wichtig, dass wir am 9. August gemeinsam durch Köln ziehen und deutlich machen: Queeres Leben gehört zu unserer Stadt und zu unserer Gesellschaft. Es ist nicht verhandelbar.

Dabei ist ebenso klar: Wir dürfen nicht zulassen, dass Rechtsextremist:innen und andere menschenfeindliche Kräfte den Anschlag instrumentalisieren, um pauschal gegen Muslim:innen, Menschen mit Migrationsgeschichte oder Geflüchtete zu hetzen. Islamistischer Extremismus muss entschieden bekämpft werden. Genauso entschieden müssen wir uns jedoch gegen antimuslimischen Rassismus, Rechtsextremismus und jede andere Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit stellen. Menschenrechte sind unteilbar.

Solidaritätsbekundungen allein reichen nicht aus. Das Land Nordrhein-Westfalen muss queere Strukturen dauerhaft absichern, Beratungs- und Schutzangebote stärken und Präventionsarbeit verlässlich finanzieren. Polizei, Justiz, Schulen und öffentliche Verwaltungen müssen noch besser für queerfeindliche Gewalt und Diskriminierung sensibilisiert werden. Hasskriminalität muss konsequent erfasst, verfolgt und geahndet werden. Menschen müssen sich im öffentlichen Raum frei und sicher bewegen können – unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung oder geschlechtlichen Identität.

Als Landtagskandidat für Volt stehe ich für ein Nordrhein-Westfalen, in dem Vielfalt nicht nur bei Festreden beschworen, sondern politisch geschützt wird. Eine freie Gesellschaft beweist ihre Stärke gerade dann, wenn einzelne Gruppen angegriffen werden. Wer die Freiheit queerer Menschen verteidigt, verteidigt die Freiheit von uns allen.

Ich rufe deshalb alle Kölner:innen sowie Unterstützer:innen aus ganz Nordrhein-Westfalen dazu auf, sich dem Kölner Queer March anzuschließen:

**Sonntag, 9. August 2026**
**Beginn: 14:00 Uhr**
**Start: Deutzer Werft**
**Abschluss: Friesenplatz**

Köln zeigt Solidarität. Köln zeigt Haltung. Und ich werde dabei sein.