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title: "Zwölf Jahre Schließung des Römisch-Germanischen Museums: Köln bestätigt einmal mehr seine ungeschriebenen Gesetze"
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date: 2026-08-31
modified: 2026-08-31
lang: de
author: "Dirk Bachhausen"
description: "Köln, 31. August 2026 – Die Stadt Köln hat heute mitgeteilt, dass die Sanierung des Römisch-Germanischen Museums (RGM) erneut verschoben wird. Statt Ende 2029 wird nun frühestens im dritten Quartal..."
categories:
  - "Köln"
  - "Meinung"
tags:
  - "pressemitteilung"
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# Zwölf Jahre Schließung des Römisch-Germanischen Museums: Köln bestätigt einmal mehr seine ungeschriebenen Gesetze

Köln, 31. August 2026 – Die Stadt Köln hat heute mitgeteilt, dass die Sanierung des Römisch-Germanischen Museums (RGM) erneut verschoben wird. Statt Ende 2029 wird nun frühestens im dritten Quartal 2030 mit einer Wiedereröffnung gerechnet – zwölf Jahre nach der Schließung Ende 2018. Die Kosten sollen bei den zuletzt genannten 177 Millionen Euro bleiben, nachdem sie 2022 noch mit 91 Millionen Euro veranschlagt waren.

„In Köln gelten zwei eiserne Gesetze, an die sich wirklich niemand hält – außer alle“, kommentiert Dirk Bachhausen, Landtagskandidat von Volt in Köln. „Das erste: Kölsch trinkt man ausschließlich aus der Stange. Das zweite, mindestens ebenso unumstößlich: Kein städtisches Projekt bleibt jemals im Zeit- oder Kostenrahmen. Das RGM ist dafür nur das jüngste und zugleich eindrücklichste Beispiel.“

## Von drei auf zwölf Jahre

Ursprünglich war die Schließung des RGM für rund drei Jahre geplant. Daraus wurden sechs, dann Ende 2025 als Sanierungsbeginn mit einer Eröffnung „im ersten Quartal 2028“, zuletzt Ende 2029 – und nun Ende 2030. „Eine Verzögerung von zwölf Jahren bei der Sanierung eines einzigen Gebäudes ist keine Petitesse, das ist ein strukturelles Versagen im städtischen Baumanagement“, so Bachhausen. „Wer glaubt, das sei Pech, hat die letzten acht Jahre Kölner Kommunalpolitik nicht verfolgt.“

Bachhausen verweist darauf, dass der Fall des RGM kein Einzelfall sei, sondern exemplarisch für den Umgang der Stadt mit Großprojekten stehe – von der Tiefgarage am Dom bis zur Zentralbibliothek. „Zwölf Jahre Schließung eines der bedeutendsten archäologischen Museen Deutschlands sind schlicht indiskutabel. Das RGM gehörte vor der Schließung zu den meistbesuchten archäologischen Häusern des Landes, mit bis zu 185.000 Besucherinnen und Besuchern im Jahr. Diese Strahlkraft verschenkt Köln seit fast einem Jahrzehnt.“

## Warnung mit Blick auf Olympia

Mit Blick auf mögliche olympische Ambitionen der Stadt findet Bachhausen deutliche Worte: „Wir können nur hoffen, dass auch das Internationale Olympische Komitee diese Nachricht zur Kenntnis nimmt. Denn wer erlebt, dass Köln nicht einmal die Sanierung eines einzelnen Museums in einem überschaubaren Zeitrahmen hinbekommt, kann sich lebhaft ausmalen, wie es aussähe, würde man dieser Stadt tatsächlich die Austragung Olympischer Spiele anvertrauen. **Es ist keine Übertreibung zu sagen: Sollte Köln den Zuschlag erhalten, müssten die Athletinnen und Athleten am Ende mit hoher Wahrscheinlichkeit auf der Baustelle antreten.“**

Volt Köln fordert von der Stadtverwaltung eine grundlegende Reform des Projektmanagements bei Bauvorhaben, verbindliche und realistische Zeit- und Kostenpläne von Beginn an sowie eine transparente, regelmäßige Berichterstattung an Rat und Öffentlichkeit über den Fortschritt zentraler Sanierungsprojekte.

**„Ein Gesetz kann Köln offensichtlich zuverlässig einhalten: das mit der Kölsch-Stange“, so Bachhausen abschließend. „Beim zweiten – Termine und Budgets einzuhalten – wird es höchste Zeit, dass sich das ändert.“**