[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"Article","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/amazon-verhindert-millionen-versenkt-fusion-cologne-ist-koelns-teures-lehrstueck\/#Article","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/amazon-verhindert-millionen-versenkt-fusion-cologne-ist-koelns-teures-lehrstueck\/","headline":"Amazon verhindert, Millionen versenkt: Fusion Cologne ist K\u00f6lns teures Lehrst\u00fcck","name":"Amazon verhindert, Millionen versenkt: Fusion Cologne ist K\u00f6lns teures Lehrst\u00fcck","description":"7 min gesch\u00e4tzte LesedauerIm K\u00f6lner Norden zeigt sich, was passiert, wenn kommunale Wirtschaftspolitik lieber politische Wunschbilder pflegt, als vorhandene Investoren klug zu binden. 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K\u00f6ln h\u00e4tte aus einem st\u00e4dtischen Grundst\u00fcck dauerhafte Einnahmen, verbindliche Standortbedingungen und Arbeitspl\u00e4tze machen k\u00f6nnen. Stattdessen steht die Stadt vor einem weiteren teuren Traumschloss.Man muss Amazon nicht lieben, um den K\u00f6lner Fehler zu erkennen. Die Stadt hatte im Industriepark Nord eine wirtschaftliche Chance auf dem Tisch. Sie h\u00e4tte diese Chance nicht blind verschenken m\u00fcssen. Sie h\u00e4tte sie gestalten k\u00f6nnen. Genau daf\u00fcr besitzt eine Stadt Grund und Boden: nicht, um ideologische Reinheitspr\u00fcfungen zu veranstalten, sondern um mit ihrem Eigentum gute Bedingungen, dauerhafte Einnahmen und verl\u00e4ssliche Entwicklung zu sichern.Schon 2018 berichtete der K\u00f6lner Stadt-Anzeiger, Amazon habe in K\u00f6ln-Niehl ein Sortierzentrum mit 950 festen Arbeitspl\u00e4tzen und einer Investition von knapp 90 Millionen Euro geplant. Die Stadt hatte Amazon damals eine zehn Hektar gro\u00dfe Fl\u00e4che im Industriepark Nord angeboten. Wenige Wochen sp\u00e4ter war das Gesch\u00e4ft geplatzt: Amazon zog dem Vernehmen nach seinen Bauantrag zur\u00fcck, weil die Stadt ihrer eigenen Tochter HGK den Zuschlag geben wollte.Das war der entscheidende Moment. K\u00f6ln hatte einen zahlungskr\u00e4ftigen Investor, ein konkretes Projekt und eine Fl\u00e4che in st\u00e4dtischer Hand. Die Stadt h\u00e4tte das Grundst\u00fcck nicht verkaufen m\u00fcssen. Sie h\u00e4tte es in Erbpacht vergeben k\u00f6nnen. Dann w\u00e4re das Eigentum bei der Stadt geblieben, w\u00e4hrend Jahr f\u00fcr Jahr verl\u00e4ssliche Einnahmen in den Stadthaushalt geflossen w\u00e4ren. Gleichzeitig h\u00e4tte K\u00f6ln vertraglich festlegen k\u00f6nnen, was ihr wichtig ist: Verkehrskonzept, Umweltstandards, Ausbildungspl\u00e4tze, lokale Besch\u00e4ftigung, soziale Standards und \u2013 soweit rechtlich belastbar m\u00f6glich \u2013 tariforientierte Arbeit.Stattdessen wurde Amazon politisch verhindert und die HGK zur besseren Alternative erkl\u00e4rt. Das Argument lautete sinngem\u00e4\u00df: Mit der st\u00e4dtischen L\u00f6sung wird alles nachhaltiger, sozialer, tarifgebundener und zukunftsfester. Heute sehen wir: Versprochen wurde viel, geliefert wurde wenig.Amazon w\u00e4re kein sozialpolitischer Musterbetrieb gewesen. Das muss man ehrlich sagen. Ver.di fordert bei Amazon seit Jahren Tarifvertr\u00e4ge und kritisiert fehlende Tarifbindung. Gerade deshalb w\u00e4re das st\u00e4dtische Grundst\u00fcck ein Hebel gewesen. Wer wirklich gute Arbeit will, muss mit Investoren hart verhandeln. Wer aber aus politischer Pose den Investor wegschickt und anschlie\u00dfend selbst nichts auf die Fl\u00e4che bekommt, hat keine soziale Wirtschaftspolitik gemacht. Er hat Gestaltungsmacht verspielt. .uffb258b65be696975c17319d7871159a , .uffb258b65be696975c17319d7871159a .postImageUrl , .uffb258b65be696975c17319d7871159a .centered-text-area { min-height: 80px; position: relative; } .uffb258b65be696975c17319d7871159a , .uffb258b65be696975c17319d7871159a:hover , .uffb258b65be696975c17319d7871159a:visited , .uffb258b65be696975c17319d7871159a:active { border:0!important; } .uffb258b65be696975c17319d7871159a .clearfix:after { content: \"\"; display: table; clear: both; } .uffb258b65be696975c17319d7871159a { display: block; transition: background-color 250ms; webkit-transition: background-color 250ms; width: 100%; opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -moz-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -o-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -webkit-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); } .uffb258b65be696975c17319d7871159a:active , .uffb258b65be696975c17319d7871159a:hover { opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; } .uffb258b65be696975c17319d7871159a .centered-text-area { width: 100%; position: relative; } .uffb258b65be696975c17319d7871159a .ctaText { border-bottom: 0 solid #fff; color: #000000; font-size: 16px; font-weight: bold; margin: 0; padding: 0; text-decoration: underline; } .uffb258b65be696975c17319d7871159a .postTitle { color: #FFFFFF; font-size: 16px; font-weight: 600; margin: 0; padding: 0; width: 100%; } .uffb258b65be696975c17319d7871159a .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; color: #000000; border: none; border-radius: 3px; box-shadow: none; font-size: 14px; font-weight: bold; line-height: 26px; moz-border-radius: 3px; text-align: center; text-decoration: none; text-shadow: none; width: 80px; min-height: 80px; background: url(https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/plugins\/intelly-related-posts\/assets\/images\/simple-arrow.png)no-repeat; position: absolute; right: 0; top: 0; } .uffb258b65be696975c17319d7871159a:hover .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; } .uffb258b65be696975c17319d7871159a .centered-text { display: table; height: 80px; padding-left: 18px; top: 0; } .uffb258b65be696975c17319d7871159a .uffb258b65be696975c17319d7871159a-content { display: table-cell; margin: 0; padding: 0; padding-right: 108px; position: relative; vertical-align: middle; width: 100%; } .uffb258b65be696975c17319d7871159a:after { content: \"\"; display: block; clear: both; } Auch interessant:&nbsp; Mit Kubicki beerdigt die FDP ihr eigenes VersprechenBesonders die SPD muss sich hier fragen lassen, was eigentlich ihr Anspruch ist. Wer sich als Partei der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer versteht, darf sich nicht damit begn\u00fcgen, Amazon als Feindbild zu pflegen. Die bessere Antwort w\u00e4re gewesen: Ja, Amazon darf kommen \u2013 aber nur zu K\u00f6lner Bedingungen. Nur mit klaren Standards. Nur mit verl\u00e4sslichen Arbeitspl\u00e4tzen. Nur mit Einnahmen f\u00fcr die Stadt. Genau das w\u00e4re kommunale St\u00e4rke gewesen.Stattdessen steht K\u00f6ln nun vor einem ern\u00fcchternden Befund. Laut aktuellem Bericht sollte auf dem Areal eigentlich l\u00e4ngst Betrieb laufen. Die Geb\u00e4ude sollten f\u00fcnf Jahre nach dem Grundst\u00fcckskauf bezugsfertig sein. Der Kauf wurde Ende 2020 abgewickelt, fast f\u00fcnfeinhalb Jahre sp\u00e4ter ist davon nichts zu sehen. Die HGK soll f\u00fcr das Grundst\u00fcck fast 19 Millionen Euro gezahlt haben. Nun kommen weitere Probleme hinzu: F\u00fcr den Ausstieg aus dem Projekt mit der Thesauros-Gruppe ist von rund f\u00fcnf Millionen Euro die Rede.Das ist der Kern des Problems: Aus einer Fl\u00e4che, die Einnahmen bringen sollte, wurde ein Zuschussgesch\u00e4ft. Aus einem Standort, der Arbeitspl\u00e4tze schaffen sollte, wurde eine Baustelle der Ank\u00fcndigungen. Aus einem angeblichen Vorzeigeprojekt wurde ein politischer Problemfall.Noch absurder wird es, wenn man sich die urspr\u00fcngliche Wirtschaftlichkeitslogik anschaut. Die HGK wollte den P\u00e4chtern Infrastruktur bereitstellen und daf\u00fcr Einnahmen erzielen. Laut Bericht rechnete sie in einer Berechnung aus dem Jahr 2022 erst im zw\u00f6lften Jahr erstmals mit Gewinnen. Schon das war kein besonders sportlicher Business Case. Jetzt aber ist nicht einmal der Start gelungen. Wenn ein Projekt erst nach zw\u00f6lf Jahren Gewinne bringen soll und vorher bereits Millionenrisiken produziert, dann ist das keine solide Stadtentwicklung. Dann ist es Hoffnung auf Kredit.Auch die weiteren R\u00fcckschl\u00e4ge passen ins Bild. Die geplante zweigeschossige Logistikhalle f\u00fcr Makita l\u00e4sst sich nach Berichten wegen Statikproblemen beziehungsweise ver\u00e4nderter Anforderungen nicht wie geplant nutzen. Damit ist nicht nur das Thesauros-Projekt geplatzt, sondern auch die dritte Parzelle steht vor einer grundlegenden Umplanung.Und trotzdem wird in K\u00f6ln offenbar weiter \u00fcber neue Fl\u00e4chen gesprochen. Genau das ist die falsche Reihenfolge. Bevor die Stadt \u00fcber Erweiterungen nachdenkt, muss sie zuerst erkl\u00e4ren, warum die bestehende Fl\u00e4che nicht funktioniert. Wer ein Grundst\u00fcck dieser strategischen Qualit\u00e4t besitzt, direkt gegen\u00fcber Ford, mit Hafen, Autobahn, Schiene und Flughafen in erreichbarer N\u00e4he, der darf daraus keine politische Dauerbaustelle machen. .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175 , .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175 .postImageUrl , .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175 .centered-text-area { min-height: 80px; position: relative; } .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175 , .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175:hover , .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175:visited , .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175:active { border:0!important; } .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175 .clearfix:after { content: \"\"; display: table; clear: both; } .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175 { display: block; transition: background-color 250ms; webkit-transition: background-color 250ms; width: 100%; opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -moz-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -o-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -webkit-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); } .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175:active , .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175:hover { opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; } .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175 .centered-text-area { width: 100%; position: relative; } .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175 .ctaText { border-bottom: 0 solid #fff; color: #000000; font-size: 16px; font-weight: bold; margin: 0; padding: 0; text-decoration: underline; } .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175 .postTitle { color: #FFFFFF; font-size: 16px; font-weight: 600; margin: 0; padding: 0; width: 100%; } .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175 .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; color: #000000; border: none; border-radius: 3px; box-shadow: none; font-size: 14px; font-weight: bold; line-height: 26px; moz-border-radius: 3px; text-align: center; text-decoration: none; text-shadow: none; width: 80px; min-height: 80px; background: url(https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/plugins\/intelly-related-posts\/assets\/images\/simple-arrow.png)no-repeat; position: absolute; right: 0; top: 0; } .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175:hover .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; } .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175 .centered-text { display: table; height: 80px; padding-left: 18px; top: 0; } .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175 .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175-content { display: table-cell; margin: 0; padding: 0; padding-right: 108px; position: relative; vertical-align: middle; width: 100%; } .u722256060e8c26016a159dbaf89ac175:after { content: \"\"; display: block; clear: both; } Auch interessant:&nbsp; Wenn Sozialdemokratie Mobilit\u00e4t zum Luxus machtK\u00f6ln hat kein Fl\u00e4chenproblem, wenn es vorhandene Fl\u00e4chen so behandelt. K\u00f6ln hat ein Entscheidungsproblem. Es fehlt nicht an gro\u00dfen Worten, sondern an wirtschaftlicher Disziplin. Es fehlt nicht an Konzeptpapieren, sondern an Verantwortung. Es fehlt nicht an Visionen, sondern an der Bereitschaft, n\u00fcchtern zu rechnen.Die Lehre aus Fusion Cologne ist einfach: St\u00e4dtisches Eigentum ist kein Spielmaterial f\u00fcr politische Selbstdarstellung. Es ist Verm\u00f6gen der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger. Dieses Verm\u00f6gen muss Ertr\u00e4ge bringen, Arbeitspl\u00e4tze sichern und die Stadt handlungsf\u00e4higer machen. Wenn private Investoren kommen, muss K\u00f6ln nicht devot sein. Aber K\u00f6ln muss professionell sein.Bei Amazon h\u00e4tte die Stadt sagen k\u00f6nnen: Wir behalten das Grundst\u00fcck. Ihr bekommt Erbpacht. Ihr zahlt dauerhaft. Ihr erf\u00fcllt Bedingungen. Ihr schafft Arbeitspl\u00e4tze. Ihr liefert ein Verkehrskonzept. Ihr bekennt euch zu Standards. So h\u00e4tte K\u00f6ln Einnahmen, Kontrolle und Entwicklung verbinden k\u00f6nnen.Stattdessen hat die Politik Amazon verhindert, das eigene Modell \u00fcberh\u00f6ht und steht nun vor einer brachliegenden Fl\u00e4che, geplatzten Vertr\u00e4gen und m\u00f6glichen Millionenbelastungen. Das ist kein Betriebsunfall. Das ist das Ergebnis einer Politik, die Haltung mit Handwerk verwechselt.K\u00f6ln braucht keine neuen Traumschl\u00f6sser. K\u00f6ln braucht Vertr\u00e4ge, Fristen, Verantwortung und Einnahmen. Und es braucht Politiker, die verstehen: Eine Stadt wird nicht dadurch sozialer, dass sie Investoren vertreibt. Sie wird sozialer, wenn sie ihre Verhandlungsmacht nutzt, um gute Arbeit, gute Infrastruktur und gute Einnahmen zu sichern.Fusion Cologne h\u00e4tte ein Erfolgsprojekt werden k\u00f6nnen. Heute ist es ein Mahnmal daf\u00fcr, wie K\u00f6ln wirtschaftliche Chancen verspielt. Amazon ist weg, die Millionen sind in Gefahr, und die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger d\u00fcrfen wieder einmal zuschauen, wie aus gro\u00dfen Ank\u00fcndigungen kleine Ergebnisse werden.\u00c4hnliche Beitr\u00e4ge:Wem geh\u00f6rt K\u00f6ln? Warum die Stadt ihren Boden nicht dem Markt \u00fcberlassen darfK\u00f6ln fehlen bis 2029 fast 250 Millionen Euro \u2013 f\u00fcr Lindweiler und Chorweiler ist das ein AlarmsignalK\u00f6ln w\u00e4chst \u2014 Kreuzfeld muss Wohnquartier werden, nicht Olympia-Kulisse"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Amazon verhindert, Millionen versenkt: Fusion Cologne ist K\u00f6lns teures Lehrst\u00fcck","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/amazon-verhindert-millionen-versenkt-fusion-cologne-ist-koelns-teures-lehrstueck\/#breadcrumbitem"}]}]