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title: "Bachhausen zum Aus des Abendmarkts: „Die Stadt darf die Kölner Innenstadt nicht kaputtregulieren“"
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date: 2026-09-17
modified: 2026-09-17
lang: de
author: "Dirk Bachhausen"
description: "Volt-Landtagskandidat kritisiert das Verhalten der Verwaltung und fordert unverzüglich ein tragfähiges Konzept für den Rudolfplatz Köln, 17. September 2026 – Nach nur knapp fünf Monaten muss der „Markt-Treff“ auf dem..."
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# Bachhausen zum Aus des Abendmarkts: „Die Stadt darf die Kölner Innenstadt nicht kaputtregulieren“

Volt-Landtagskandidat kritisiert das Verhalten der Verwaltung und fordert unverzüglich ein tragfähiges Konzept für den Rudolfplatz

Köln, 17. September 2026 – Nach nur knapp fünf Monaten muss der „Markt-Treff“ auf dem Rudolfplatz seinen Betrieb einstellen. Zuvor hatte die Stadt bereits den beliebten Feierabendmarkt „Meet and Eat“ nach mehr als zehn Jahren auslaufen lassen. Der Volt-Landtagskandidat Dirk Bachhausen kritisiert das Vorgehen der Kölner Verwaltung scharf.

„Erst wird ein über viele Jahre gewachsener und von den Menschen angenommener Feierabendmarkt beendet. Dann setzt die Stadt auf ein Nachfolgemodell, das an denselben lebensfremden Vorgaben scheitert. Das ist keine verantwortungsvolle Stadtentwicklung. Das ist ein bürokratischer Kreislauf, der einen lebendigen Ort Schritt für Schritt kaputtreguliert“, erklärt Bachhausen.

Das Verwaltungsgericht hat festgestellt, dass der Markt in seiner bisherigen Form nicht die gesetzlichen Voraussetzungen eines klassischen Wochenmarkts erfüllt. Zugleich bewertete es die von der Stadt verlangte Quote von mindestens 50 Prozent unverarbeiteter Lebensmittel als zu unpräzise. Für Bachhausen liegt genau darin das grundsätzliche Problem:

„Niemand verlangt von der Verwaltung, geltendes Recht zu ignorieren. Ihre Aufgabe besteht aber nicht nur darin, Vorschriften anzuwenden und anschließend den Betrieb einzustellen. Sie muss rechtssichere Wege eröffnen. Wenn ein moderner Abendmarkt nicht in das Korsett eines traditionellen Wochenmarkts passt, dann braucht Köln ein geeignetes Veranstaltungsformat und ein angepasstes Vergabekonzept.“

Die geltenden Regelungen führen nach Ansicht Bachhausens zu kaum vermittelbaren Ergebnissen. Ein Winzer darf auf einem Wochenmarkt Wein aus eigener Herstellung ausschenken, während ein Händler dort keinen Aperol Spritz anbieten darf. Diese rechtliche Unterscheidung mag sich aus der Gewerbeordnung ergeben. Sie zeigt aber, wie wenig die gewählte Einordnung als klassischer Wochenmarkt zu einem modernen Feierabendmarkt passt.

„Wein ist erlaubt, Aperol Spritz nicht – und am Ende gibt es überhaupt keinen Abendmarkt mehr. Darin soll noch jemand einen Sinn erkennen. Die Verwaltung muss aufhören, ein zeitgemäßes Angebot in Vorschriften zu pressen, die an der Wirklichkeit eines solchen Marktes vorbeigehen“, so Bachhausen.

Die Kölner Innenstadt lebt seit Jahrzehnten vom Miteinander von Handel, Gastronomie, Kultur, Anwohnerschaft und Besucherinnen und Besuchern. Solche gewachsenen Strukturen und Orte der Begegnung müssten geschützt und weiterentwickelt werden.

„Was hier geschieht, wirkt inzwischen systematisch: Funktionierende Angebote werden mit immer neuen Auflagen, Zuständigkeitsfragen und ungeeigneten Regelungen belastet, bis sie nicht mehr weitergeführt werden können. Die Kapazitäten der Verwaltung sollten nicht dafür eingesetzt werden, das Leben der Menschen in der Innenstadt noch schwieriger und unattraktiver zu machen. Sie sollten dafür eingesetzt werden, Lösungen zu finden“, fordert Bachhausen.

Dass nun auch der Nachfolgemarkt scheitert, sei ein deutliches Warnsignal. Bereits 2025 hatten sich Grüne, CDU, SPD, Linke, FDP und Volt gemeinsam für den Fortbestand eines wöchentlichen Abendmarkts ausgesprochen. Trotzdem ist es der Verwaltung bis heute nicht gelungen, dafür einen dauerhaft tragfähigen Rahmen zu schaffen.

Bachhausen fordert deshalb kurzfristig einen runden Tisch mit den bisherigen Betreibern, den Händlerinnen und Händlern, der Bezirksvertretung und den zuständigen Ämtern. Das Platzvergabekonzept müsse so angepasst werden, dass ein regelmäßig stattfindender Abend- und Genussmarkt rechtssicher möglich wird. Zudem brauche es eine verantwortliche Ansprechperson innerhalb der Verwaltung und einen verbindlichen Zeitplan.

„Die Stadt kündigt jetzt erneut an, alternative rechtliche und organisatorische Möglichkeiten prüfen zu wollen. Geprüft wurde lange genug. Die Menschen erwarten eine konkrete Lösung. Der Rudolfplatz braucht schnellstmöglich wieder einen lebendigen Abendmarkt – und Köln braucht eine Verwaltung, die ermöglicht, statt zu verhindern“, erklärt Bachhausen abschließend.