[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"Article","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/bedenken-first-ist-keine-verkehrspolitik\/#Article","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/bedenken-first-ist-keine-verkehrspolitik\/","headline":"Bedenken first ist keine Verkehrspolitik","name":"Bedenken first ist keine Verkehrspolitik","description":"6 min gesch\u00e4tzte LesedauerAusgerechnet die FDP hat beim autonomen Fahren einen richtigen Punkt. 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NRW und Deutschland m\u00fcssen neue Mobilit\u00e4t endlich einfacher testen, statt sie aus Angst vor Ver\u00e4nderung zu blockieren.Es kommt nicht oft vor, dass man der FDP dieser Tage zustimmen muss. Sp\u00e4testens seit der Wahl Wolfgang Kubickis zum Bundesvorsitzenden wirkt die Partei auf mich endg\u00fcltig in Richtung Bedeutungs- und Niveaulosigkeit abgebogen. Kubicki wurde Ende Mai 2026 auf dem FDP-Bundesparteitag mit 59,27 Prozent zum Bundesvorsitzenden gew\u00e4hlt.Und trotzdem: Der aktuelle Vorsto\u00df der FDP im nordrhein-westf\u00e4lischen Landtag zum autonomen und vernetzten Fahren ist richtig. Nicht, weil die FDP pl\u00f6tzlich zur gro\u00dfen Zukunftspartei geworden w\u00e4re. Sondern weil sie in diesem Fall einen Nerv trifft. Deutschland macht es neuen Technologien zu schwer. Wir reden \u00fcber Innovation, wir beschw\u00f6ren den Automobilstandort, wir beklagen den R\u00fcckstand gegen\u00fcber den USA und China \u2014 und sobald eine neue Technik im Alltag getestet werden k\u00f6nnte, stellen wir zuerst die Bedenkentr\u00e4ger nach vorne.Genau dieses \u201eBedenken first\u201c ist beim autonomen Fahren fehl am Platz. Nat\u00fcrlich muss Sicherheit an erster Stelle stehen. Nat\u00fcrlich darf kein System ungepr\u00fcft auf Menschen losgelassen werden. Aber zwischen verantwortungsloser Freigabe und deutscher Totalverzagtheit gibt es einen breiten, vern\u00fcnftigen Raum: kontrollierte Tests, klare Haftungsregeln, transparente Daten, definierte Einsatzgebiete und schnelle Genehmigungen.Die Niederlande zeigen gerade, wie so etwas aussehen kann. Die dortige Fahrzeugbeh\u00f6rde RDW hat Teslas \u201eFull Self-Driving Supervised\u201c am 10. April 2026 mit vorl\u00e4ufiger G\u00fcltigkeit f\u00fcr die Niederlande typgenehmigt. Wichtig ist dabei die Differenzierung: Das Fahrzeug ist nicht selbstfahrend im Sinne eines fahrerlosen Roboters. Es handelt sich um ein Fahrerassistenzsystem, bei dem der Mensch verantwortlich bleibt und jederzeit die Kontrolle behalten muss.Gerade deshalb ist die reflexhafte deutsche Abwehr so falsch. Es geht nicht darum, morgen fahrerlose Autos ohne Regeln durch K\u00f6ln, D\u00fcsseldorf oder das Sauerland zu schicken. Es geht darum, neue Systeme im realen Verkehr zu erproben, Erfahrungen zu sammeln und daraus bessere Regeln zu machen. Wer immer erst wartet, bis jede theoretische Frage abschlie\u00dfend beantwortet ist, wird nie anfangen. Und wer nie anf\u00e4ngt, verliert. .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1 , .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1 .postImageUrl , .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1 .centered-text-area { min-height: 80px; position: relative; } .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1 , .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1:hover , .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1:visited , .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1:active { border:0!important; } .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1 .clearfix:after { content: \"\"; display: table; clear: both; } .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1 { display: block; transition: background-color 250ms; webkit-transition: background-color 250ms; width: 100%; opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -moz-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -o-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -webkit-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); } .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1:active , .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1:hover { opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; } .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1 .centered-text-area { width: 100%; position: relative; } .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1 .ctaText { border-bottom: 0 solid #fff; color: #000000; font-size: 16px; font-weight: bold; margin: 0; padding: 0; text-decoration: underline; } .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1 .postTitle { color: #FFFFFF; font-size: 16px; font-weight: 600; margin: 0; padding: 0; width: 100%; } .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1 .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; color: #000000; border: none; border-radius: 3px; box-shadow: none; font-size: 14px; font-weight: bold; line-height: 26px; moz-border-radius: 3px; text-align: center; text-decoration: none; text-shadow: none; width: 80px; min-height: 80px; background: url(https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/plugins\/intelly-related-posts\/assets\/images\/simple-arrow.png)no-repeat; position: absolute; right: 0; top: 0; } .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1:hover .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; } .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1 .centered-text { display: table; height: 80px; padding-left: 18px; top: 0; } .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1 .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1-content { display: table-cell; margin: 0; padding: 0; padding-right: 108px; position: relative; vertical-align: middle; width: 100%; } .ub68d15fcb834d8b7dc2437f1b76385d1:after { content: \"\"; display: block; clear: both; } Auch interessant:&nbsp; CDU macht Druck f\u00fcr Carsharing im K\u00f6lner Norden \u2013 SPD Fraktion schweigtDeutschland hat beim autonomen Fahren auf dem Papier durchaus einen Rechtsrahmen. Das Bundesverkehrsministerium verweist darauf, dass seit 2021 Level-4-Fahrzeuge in festgelegten Betriebsbereichen grunds\u00e4tzlich \u00fcber die reine Erprobung hinaus m\u00f6glich sind. Die konkretisierende Verordnung gilt seit 2022. Aber genau hier liegt das Problem: M\u00f6glich auf dem Papier hei\u00dft noch lange nicht m\u00f6glich im Alltag. Zwischen Gesetzestext, Genehmigungsrealit\u00e4t und tats\u00e4chlicher Anwendung klafft eine L\u00fccke, die f\u00fcr ein Industrieland mit Anspruch auf technologische F\u00fchrung peinlich gro\u00df ist.Das ist umso bitterer, weil die deutsche Autoindustrie in den vergangenen Jahren schon genug Zeit verloren hat. Ein Teil dieses Problems ist hausgemacht. Die FDP hat daran selbst kr\u00e4ftig mitgewirkt. Statt die europ\u00e4ische Autoindustrie konsequent in Richtung Elektrifizierung, Softwarekompetenz und neue Mobilit\u00e4tsdienste zu treiben, hat sie sich viel zu lange an der Rettung alter Verbrenner-Illusionen festgehalten. Der E-Fuels-Streit war daf\u00fcr exemplarisch. \u00d6ffentlich gewordene SMS zwischen Christian Lindner und Porsche-Chef Oliver Blume zeigten 2025, wie eng der Austausch im Sommer 2022 zum Thema E-Fuels und Verbrenner-Aus war.Man kann das h\u00f6flich \u201eTechnologieoffenheit\u201c nennen. Man kann es aber auch als das benennen, was es in der politischen Wirkung war: eine Verz\u00f6gerung der notwendigen Modernisierung. Die viel beschworene Offenheit gegen\u00fcber Technologien wurde zu oft als Ausrede benutzt, um keine klare Richtung einzuschlagen. Wer alles offenhalten will, h\u00e4lt am Ende vor allem das Alte am Leben.Gerade deshalb ist es bemerkenswert, dass die FDP in NRW nun beim autonomen Fahren den richtigen Punkt setzt. Auf ihrer eigenen Seite argumentiert die FDP-Landtagsfraktion, deutsche Autobauer geh\u00f6rten beim autonomen Fahren technisch zur Weltspitze, k\u00f6nnten ihr Potenzial auf deutschen Stra\u00dfen aber bislang nicht aussch\u00f6pfen. Zugleich verweist sie auf den wachsenden Personalmangel im \u00d6PNV. Beides stimmt als politische Problembeschreibung: Wir haben technisches Know-how, aber zu wenig Mut zur Anwendung. Wir haben Mobilit\u00e4tsprobleme, aber zu viel Angst vor neuen L\u00f6sungen.Autonomes Fahren ist nicht nur ein Thema f\u00fcr Tesla-Fahrer in Amsterdamer Grachten. Es kann auch f\u00fcr den \u00f6ffentlichen Nahverkehr relevant werden: kleine autonome Shuttlebusse in l\u00e4ndlichen R\u00e4umen, verl\u00e4ssliche Angebote zu Randzeiten, bessere Anbindung dort, wo sich heute kaum noch ein klassischer Linienbetrieb darstellen l\u00e4sst. Niemand sollte so tun, als l\u00f6se die Technik alle Probleme. Aber sie kann ein Baustein sein. Und diesen Baustein nicht zu testen, w\u00e4re fahrl\u00e4ssig. .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf , .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf .postImageUrl , .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf .centered-text-area { min-height: 80px; position: relative; } .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf , .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf:hover , .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf:visited , .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf:active { border:0!important; } .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf .clearfix:after { content: \"\"; display: table; clear: both; } .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf { display: block; transition: background-color 250ms; webkit-transition: background-color 250ms; width: 100%; opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -moz-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -o-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -webkit-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); } .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf:active , .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf:hover { opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; } .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf .centered-text-area { width: 100%; position: relative; } .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf .ctaText { border-bottom: 0 solid #fff; color: #000000; font-size: 16px; font-weight: bold; margin: 0; padding: 0; text-decoration: underline; } .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf .postTitle { color: #FFFFFF; font-size: 16px; font-weight: 600; margin: 0; padding: 0; width: 100%; } .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; color: #000000; border: none; border-radius: 3px; box-shadow: none; font-size: 14px; font-weight: bold; line-height: 26px; moz-border-radius: 3px; text-align: center; text-decoration: none; text-shadow: none; width: 80px; min-height: 80px; background: url(https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/plugins\/intelly-related-posts\/assets\/images\/simple-arrow.png)no-repeat; position: absolute; right: 0; top: 0; } .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf:hover .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; } .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf .centered-text { display: table; height: 80px; padding-left: 18px; top: 0; } .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf-content { display: table-cell; margin: 0; padding: 0; padding-right: 108px; position: relative; vertical-align: middle; width: 100%; } .uc19b88f7cb1c6eb32c7a2bdbcb9830cf:after { content: \"\"; display: block; clear: both; } Auch interessant:&nbsp; New leadership of Volt Europa dares governments to initiate treaty changes.NRW m\u00fcsste daf\u00fcr eigentlich ein ideales Labor sein. Wir haben dichte St\u00e4dte, schwierige Verkehrsr\u00e4ume, l\u00e4ndliche Regionen, Pendlerachsen, Industrie, Hochschulen, Zulieferer und Verkehrsunternehmen. Wenn autonomes Fahren irgendwo unter realistischen europ\u00e4ischen Bedingungen erprobt werden kann, dann hier. K\u00f6ln, D\u00fcsseldorf, das Ruhrgebiet, der l\u00e4ndliche Raum in S\u00fcdwestfalen oder Ostwestfalen: All das sind keine kalifornischen Testkulissen, sondern echte Verkehrswirklichkeit. Genau dort muss sich Technik beweisen.Der Staat muss dabei nicht naiv sein. Er muss Standards setzen, Datenzugang sichern, Haftungsfragen kl\u00e4ren und Missbrauch verhindern. Aber er darf nicht l\u00e4nger so tun, als sei Nichtstun die sichere Option. Nichtstun hat auch Risiken: wirtschaftlichen R\u00fcckstand, verlorene Wertsch\u00f6pfung, weniger attraktive Mobilit\u00e4tsangebote und eine Autoindustrie, die wieder einmal merkt, dass andere schneller waren.Die richtige Lehre aus Amsterdam lautet daher nicht: Alles sofort freigeben. Die richtige Lehre lautet: Endlich anfangen. Testen. Lernen. Verbessern. Skalieren, wo es funktioniert. Stoppen, wo es nicht funktioniert. Das w\u00e4re eine moderne Innovationspolitik.Ausgerechnet die FDP erinnert NRW jetzt daran. Man muss diese Partei daf\u00fcr nicht m\u00f6gen. Man muss auch nicht vergessen, wie sehr sie in der Vergangenheit selbst Teil des Problems war. Aber ein richtiger Antrag bleibt ein richtiger Antrag, auch wenn er von der FDP kommt.Deutschland braucht weniger Angst vor dem Ausprobieren. Und NRW braucht mehr Mut, neue Mobilit\u00e4t nicht nur in Sonntagsreden zu feiern, sondern im Alltag m\u00f6glich zu machen. Bedenken sind wichtig. Aber sie d\u00fcrfen nicht l\u00e4nger unser Gesch\u00e4ftsmodell sein.\u00c4hnliche Beitr\u00e4ge:Mit Kubicki beerdigt die FDP ihr eigenes VersprechenUnfall in Richtung K\u00f6ln: Motorradfahrer f\u00e4hrt in Mercedes \u2013 A57 wieder freiNeue Fraktion f\u00fcr K\u00f6ln-Ehrenfeld: Volt und FDP b\u00fcndeln ihre Kr\u00e4fte in der  Bezirksvertretung"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Bedenken first ist keine Verkehrspolitik","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/bedenken-first-ist-keine-verkehrspolitik\/#breadcrumbitem"}]}]