[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/boden-ist-keine-ware-warum-unsere-staedte-neue-spielregeln-brauchen\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/boden-ist-keine-ware-warum-unsere-staedte-neue-spielregeln-brauchen\/","headline":"Wem geh\u00f6rt K\u00f6ln? Warum die Stadt ihren Boden nicht dem Markt \u00fcberlassen darf","name":"Wem geh\u00f6rt K\u00f6ln? Warum die Stadt ihren Boden nicht dem Markt \u00fcberlassen darf","description":"9 min gesch\u00e4tzte LesedauerK\u00f6ln redet viel \u00fcber Wohnungsbau. \u00dcber Genehmigungen, Baukosten, Investoren, Nachverdichtung, neue Quartiere und den Mangel an bezahlbaren Wohnungen. Das ist verst\u00e4ndlich, denn der Druck ist real. 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Das ist verst\u00e4ndlich, denn der Druck ist real. Die Stadt rechnet bis Ende 2029 mit rund 1,161 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern und etwa 609.900 Haushalten. Der ermittelte Gesamtbedarf liegt bei rund 66.000 Wohnungen bis Ende 2029.Doch die entscheidende Frage wird in K\u00f6ln viel zu selten klar gestellt: Wem geh\u00f6rt eigentlich der Boden, auf dem diese Stadt w\u00e4chst?Denn Wohnungsnot ist nicht nur eine Baufrage. Sie ist eine Bodenfrage. Sie entscheidet sich nicht allein daran, ob irgendwo ein Kran steht. Sie entscheidet sich daran, wer \u00fcber Grundst\u00fccke verf\u00fcgt, wer von Wertsteigerungen profitiert, wer mitreden darf und ob Stadtentwicklung dem Gemeinwohl dient \u2014 oder am Ende vor allem den Renditeerwartungen einzelner Eigent\u00fcmer.K\u00f6ln kennt dieses Problem aus eigener Erfahrung. Die Angebotsmieten steigen weiter: F\u00fcr 2025 weist die Stadt eine mittlere Angebotsmiete von 14,70 Euro nettokalt pro Quadratmeter aus, ein Plus von f\u00fcnf Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahr. Gleichzeitig lag der Bau\u00fcberhang Ende 2024 bei 10.308 Wohnungen \u2014 also bei Wohnungen, f\u00fcr die Genehmigungen vorliegen, die aber noch nicht fertiggestellt sind. Die Zahl der Fertigstellungen sank 2024 auf 1.819 Wohnungen und hatte sich damit gegen\u00fcber dem Vorjahr fast halbiert. Das zeigt: Es reicht nicht, reflexhaft \u201emehr bauen\u201c zu rufen. K\u00f6ln braucht eine Bodenpolitik, die steuert, sichert und dauerhaft bezahlbare R\u00e4ume schafft.Besonders deutlich wird das bei den gro\u00dfen Stadtentwicklungsprojekten: Deutzer Hafen, Parkstadt S\u00fcd, M\u00fclheimer S\u00fcden, Kreuzfeld, Max-Becker-Areal. \u00dcberall geht es um dieselbe Grundfrage: Entstehen hier wirklich gemischte, soziale, klimaresiliente Veedel \u2014 oder entstehen teure Stadtquartiere mit ein paar sozialpolitischen Korrekturen am Rand?Der Deutzer Hafen soll ein gemischtes Quartier f\u00fcr rund 6.900 Bewohnerinnen und Bewohner sowie rund 6.000 Arbeitspl\u00e4tze werden. Kreuzfeld im Stadtbezirk Chorweiler ist mit rund 80 Hektar und mindestens 3.500 Wohneinheiten eines der gro\u00dfen Zukunftsprojekte der Stadt, wenn wir Olympia in K\u00f6ln verhindern k\u00f6nnen. Die Parkstadt S\u00fcd soll den Inneren Gr\u00fcng\u00fcrtel vollenden und zugleich ein neues Stadtviertel mit mehreren tausend Wohnungen schaffen. Im M\u00fclheimer S\u00fcden werden ehemalige Industriefl\u00e4chen zu einem neuen Stadtquartier mit Wohnen, Arbeiten, Schulen, Kitas, Kultur, sozialen Einrichtungen und Gr\u00fcnfl\u00e4chen umgebaut.Das alles sind Chancen. Aber Chancen werden nur dann zu Gemeinwohl, wenn K\u00f6ln die Bodenfrage offensiv stellt.Denn Boden ist keine gew\u00f6hnliche Ware. Er l\u00e4sst sich nicht vermehren. Wer Boden besitzt, besitzt in einer wachsenden Stadt nicht nur ein Grundst\u00fcck, sondern Macht: Macht \u00fcber Mieten, Nachbarschaften, Gewerbe, Freir\u00e4ume, soziale Infrastruktur und Zukunftschancen. Genau deshalb darf K\u00f6ln st\u00e4dtische Fl\u00e4chen nicht einfach behandeln wie Verm\u00f6gen, das man bei Bedarf versilbert. St\u00e4dtischer Boden ist \u00f6ffentliche Infrastruktur.Das Grundgesetz sch\u00fctzt Eigentum \u2014 aber es verpflichtet Eigentum auch auf das Wohl der Allgemeinheit. In einer Stadt wie K\u00f6ln muss dieser Satz endlich wieder praktischen Sinn bekommen. Wer aus Bodenwertsteigerungen Gewinn zieht, profitiert auch von \u00f6ffentlichen Leistungen: von Bahnanschl\u00fcssen, Schulen, Parks, Kultur, Sicherheit, Planung und st\u00e4dtischer Attraktivit\u00e4t. Dann darf die Stadt im Gegenzug erwarten, dass Boden nicht zur Spekulationsfl\u00e4che wird. .u95ade3d6236467ae1472636937cda243 , .u95ade3d6236467ae1472636937cda243 .postImageUrl , .u95ade3d6236467ae1472636937cda243 .centered-text-area { min-height: 80px; position: relative; } .u95ade3d6236467ae1472636937cda243 , .u95ade3d6236467ae1472636937cda243:hover , .u95ade3d6236467ae1472636937cda243:visited , .u95ade3d6236467ae1472636937cda243:active { border:0!important; } .u95ade3d6236467ae1472636937cda243 .clearfix:after { content: \"\"; display: table; clear: both; } .u95ade3d6236467ae1472636937cda243 { display: block; transition: background-color 250ms; webkit-transition: background-color 250ms; width: 100%; opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -moz-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -o-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -webkit-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); } .u95ade3d6236467ae1472636937cda243:active , .u95ade3d6236467ae1472636937cda243:hover { opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; } .u95ade3d6236467ae1472636937cda243 .centered-text-area { width: 100%; position: relative; } .u95ade3d6236467ae1472636937cda243 .ctaText { border-bottom: 0 solid #fff; color: #000000; font-size: 16px; font-weight: bold; margin: 0; padding: 0; text-decoration: underline; } .u95ade3d6236467ae1472636937cda243 .postTitle { color: #FFFFFF; font-size: 16px; font-weight: 600; margin: 0; padding: 0; width: 100%; } .u95ade3d6236467ae1472636937cda243 .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; color: #000000; border: none; border-radius: 3px; box-shadow: none; font-size: 14px; font-weight: bold; line-height: 26px; moz-border-radius: 3px; text-align: center; text-decoration: none; text-shadow: none; width: 80px; min-height: 80px; background: url(https:\/\/cdn.shortpixel.ai\/spai\/q_lossy+ret_img+to_auto\/www.bachhausen.de\/wp-content\/plugins\/intelly-related-posts\/assets\/images\/simple-arrow.png)no-repeat; position: absolute; right: 0; top: 0; } .u95ade3d6236467ae1472636937cda243:hover .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; } .u95ade3d6236467ae1472636937cda243 .centered-text { display: table; height: 80px; padding-left: 18px; top: 0; } .u95ade3d6236467ae1472636937cda243 .u95ade3d6236467ae1472636937cda243-content { display: table-cell; margin: 0; padding: 0; padding-right: 108px; position: relative; vertical-align: middle; width: 100%; } .u95ade3d6236467ae1472636937cda243:after { content: \"\"; display: block; clear: both; } Auch interessant:&nbsp; Stadt K\u00f6ln tritt das Ehrenamt mit F\u00fc\u00dfen und l\u00e4sst die Villa Afra bewusst verkommenK\u00f6ln hat daf\u00fcr bereits erste Ans\u00e4tze. Beim Max-Becker-Areal in Ehrenfeld soll das Kooperative Baulandmodell greifen: 30 Prozent der Wohnungen m\u00fcssen \u00f6ffentlich gef\u00f6rdert entstehen; zus\u00e4tzlich sollen 20 Prozent des Wohnraums f\u00fcr Mietwohnungsbau, Genossenschaften, gemeinschaftliche Wohnformen oder Baugruppen zur Verf\u00fcgung stehen. Au\u00dferdem sind \u00f6ffentliche Freifl\u00e4chen, Spielpl\u00e4tze und soziale Infrastruktur vorgesehen. Das ist richtig. Aber es muss zur Regel werden, nicht zur Ausnahme.Noch wichtiger ist der Umgang mit st\u00e4dtischem Eigentum. Die Stadt K\u00f6ln hat 2024 vorgeschlagen, das Erbbaurecht \u00fcber den Wohnungsbau hinaus auch f\u00fcr soziokulturelle Nutzungen zu \u00f6ffnen. St\u00e4dtische Objekte, die ihren urspr\u00fcnglichen Zweck verloren haben und oft sanierungsbed\u00fcrftig sind, sollen so dauerhaft im kommunalen Verm\u00f6gen bleiben und f\u00fcr gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung nutzbar gemacht werden. Der regul\u00e4re Erbbauzins kann f\u00fcr gemeinn\u00fctzige Nutzungen deutlich reduziert werden. Genau hier liegt ein Schl\u00fcssel.K\u00f6ln braucht solche Modelle nicht nur f\u00fcr einzelne Projekte, sondern als strategische Linie: Kein Verkauf st\u00e4dtischer Grundst\u00fccke ohne zwingenden Grund. Vorrang f\u00fcr Erbbaurecht, Konzeptvergabe, Genossenschaften, soziale Tr\u00e4ger, Kultur, gemeinschaftliches Wohnen und Nachbarschaftsprojekte.Denn eine Stadt besteht nicht nur aus Wohnungen. Sie besteht auch aus Orten, an denen Menschen einander begegnen. Aus selbstverwalteten Kulturorten, Nachbarschaftsk\u00fcchen, offenen Werkst\u00e4tten, sozialen Zentren, Musikr\u00e4umen, Gemeinschaftsg\u00e4rten, Jugendorten, Initiativen gegen Einsamkeit und Projekten, die Menschen auffangen, bevor Beh\u00f6rden \u00fcberhaupt zust\u00e4ndig werden.Solche Orte sind in K\u00f6ln keine Nebensache. Sie sind das, was viele Veedel lebendig h\u00e4lt. In Ehrenfeld, Kalk, M\u00fclheim, Nippes, der S\u00fcdstadt oder Chorweiler zeigt sich immer wieder: Wo R\u00e4ume bezahlbar und zug\u00e4nglich sind, entsteht Stadtgesellschaft. Wo jeder Quadratmeter nur noch verwertet wird, verschwinden genau jene Orte, die K\u00f6ln menschlich machen.Deshalb sollte K\u00f6ln den Gedanken der Commons-Public-Partnerships ernst nehmen. Gemeint sind Partnerschaften zwischen Stadt und gemeinwohlorientierten Initiativen. Nicht als klassisches Investorenmodell, bei dem Private \u00f6ffentliche Aufgaben \u00fcbernehmen und Rendite erwarten. Sondern als demokratisches Gegenmodell: Die Stadt beh\u00e4lt Boden und Geb\u00e4ude. Initiativen erhalten langfristige Nutzungsrechte. Im Gegenzug verpflichten sie sich zu Gemeinwohl, Transparenz, \u00f6ffentlicher Zug\u00e4nglichkeit, sozialer Wirkung und \u00f6kologischer Verantwortung.Das w\u00e4re f\u00fcr K\u00f6ln keine Utopie, sondern die konsequente Weiterentwicklung dessen, was bereits begonnen wurde. Das B\u00fcro f\u00fcr gemeinschaftliche Wohnbauprojekte der Stadt arbeitet seit 2022 und begleitet partizipative, fl\u00e4chensparende Wohnprojekte; am Poller Damm sollen st\u00e4dtische Grundst\u00fccke per Konzeptvergabe im Erbbaurecht an ein genossenschaftliches Projekt gehen, und am Petershof entsteht ein soziokulturelles Zentrum mit gemeinschaftlichem Wohnen. Genau solche Ans\u00e4tze geh\u00f6ren ins Zentrum der Stadtentwicklung.Auch klimapolitisch f\u00fchrt kein Weg daran vorbei. K\u00f6ln wird hei\u00dfer, dichter und verletzlicher. Die st\u00e4dtische Planungshinweiskarte Klima-Hitze zeigt Hitzebelastungen und Kaltluftentstehungsgebiete; besonders belastete R\u00e4ume sind stark versiegelt, haben wenig Gr\u00fcn und ein hohes Risiko f\u00fcr gesundheitliche Belastungen. Der Masterplan Stadtgr\u00fcn soll K\u00f6lns Gr\u00fcnfl\u00e4chen sichern, weiterentwickeln und gerechter verteilen; zudem sollen Potenzialfl\u00e4chen und Entsiegelungsm\u00f6glichkeiten in den Stadtbezirken sichtbar werden. .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe , .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe .postImageUrl , .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe .centered-text-area { min-height: 80px; position: relative; } .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe , .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe:hover , .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe:visited , .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe:active { border:0!important; } .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe .clearfix:after { content: \"\"; display: table; clear: both; } .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe { display: block; transition: background-color 250ms; webkit-transition: background-color 250ms; width: 100%; opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -moz-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -o-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -webkit-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); } .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe:active , .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe:hover { opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; } .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe .centered-text-area { width: 100%; position: relative; } .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe .ctaText { border-bottom: 0 solid #fff; color: #000000; font-size: 16px; font-weight: bold; margin: 0; padding: 0; text-decoration: underline; } .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe .postTitle { color: #FFFFFF; font-size: 16px; font-weight: 600; margin: 0; padding: 0; width: 100%; } .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; color: #000000; border: none; border-radius: 3px; box-shadow: none; font-size: 14px; font-weight: bold; line-height: 26px; moz-border-radius: 3px; text-align: center; text-decoration: none; text-shadow: none; width: 80px; min-height: 80px; background: url(https:\/\/cdn.shortpixel.ai\/spai\/q_lossy+ret_img+to_auto\/www.bachhausen.de\/wp-content\/plugins\/intelly-related-posts\/assets\/images\/simple-arrow.png)no-repeat; position: absolute; right: 0; top: 0; } .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe:hover .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; } .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe .centered-text { display: table; height: 80px; padding-left: 18px; top: 0; } .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe-content { display: table-cell; margin: 0; padding: 0; padding-right: 108px; position: relative; vertical-align: middle; width: 100%; } .u69b2677e0c7762d26e832cfaa648bbbe:after { content: \"\"; display: block; clear: both; } Auch interessant:&nbsp; Warum ich den SPD-Antrag zum Satellitenplatz-Modell f\u00fcr nicht zustimmungsf\u00e4hig halteDas ist wichtig, weil K\u00f6ln die Wohnungsfrage nicht gegen die Klimafrage ausspielen darf. Wer heute jede Freifl\u00e4che zubaut, schafft morgen neue Hitzeinseln. Wer Nachverdichtung nur als Betonprogramm versteht, versch\u00e4rft die Probleme, die er l\u00f6sen will. Gute Innenentwicklung hei\u00dft nicht: jeden Hof zubauen. Gute Innenentwicklung hei\u00dft: bestehende Fl\u00e4chen kl\u00fcger nutzen, Geb\u00e4ude umbauen, Leerstand aktivieren, Parkpl\u00e4tze entsiegeln, D\u00e4cher aufstocken, Erdgeschosse beleben, Gr\u00fcn sichern und soziale Infrastruktur mitplanen.K\u00f6ln braucht also nicht einfach mehr Stadt. K\u00f6ln braucht eine bessere Stadt.Eine Stadt, in der Bodenpolitik nicht hinter verschlossenen T\u00fcren zwischen Verwaltung, Eigent\u00fcmern und Investoren verhandelt wird. Eine Stadt, in der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger nicht erst beteiligt werden, wenn die wesentlichen Entscheidungen l\u00e4ngst gefallen sind. Eine Stadt, die gemeinwohlorientierte Tr\u00e4ger nicht als Bittsteller behandelt, sondern als Partner.Der entscheidende Ma\u00dfstab darf nicht der H\u00f6chstpreis sein. Der entscheidende Ma\u00dfstab muss der h\u00f6chste \u00f6ffentliche Nutzen sein.Das bedeutet konkret: St\u00e4dtische Grundst\u00fccke sollen grunds\u00e4tzlich im Besitz der Stadt bleiben. Bei neuen Quartieren m\u00fcssen dauerhaft bezahlbare Wohnungen, Genossenschaften, soziale Einrichtungen, Kultur, Gr\u00fcnfl\u00e4chen und gemeinschaftliche Nutzungen verbindlich gesichert werden. Leerstehende oder untergenutzte Geb\u00e4ude sollten systematisch erfasst und f\u00fcr gemeinwohlorientierte Nutzungen ge\u00f6ffnet werden. Und \u00fcberall dort, wo K\u00f6ln ohnehin neue Planungsrechte schafft, muss die Stadt konsequent Bodenwertsteigerungen f\u00fcr die Allgemeinheit absch\u00f6pfen.K\u00f6ln kann sich nicht aus der Wohnungsnot herausverkaufen. Und es kann sich auch nicht aus der Klimakrise herausbauen, wenn jedes Projekt am Ende mehr Versiegelung, mehr Verkehr und h\u00f6here Bodenpreise erzeugt.Die Alternative ist eine Stadtentwicklung, die Boden als Gemeingut begreift. Nicht im Sinne einer Abschaffung privaten Eigentums, sondern im Sinne einer klaren politischen Priorit\u00e4t: Boden ist zu wichtig, um ihn allein Marktlogiken zu \u00fcberlassen.K\u00f6ln ist stolz auf seine Veedel. Aber Veedel entstehen nicht durch Investorenbrosch\u00fcren. Sie entstehen durch bezahlbare Mieten, kurze Wege, Gr\u00fcn, Schulen, Kultur, Kneipen, Werkst\u00e4tten, soziale Orte, Nachbarschaft und die M\u00f6glichkeit, mitzugestalten. Wenn K\u00f6ln diese Mischung erhalten will, muss die Stadt mutiger werden.Die Frage lautet also nicht nur: Wie viele Wohnungen entstehen?Die Frage lautet: F\u00fcr wen entsteht K\u00f6ln?F\u00fcr die, die am meisten zahlen k\u00f6nnen \u2014 oder f\u00fcr die Menschen, die hier leben, arbeiten, alt werden, Kinder gro\u00dfziehen, Nachbarschaft organisieren und diese Stadt jeden Tag tragen?K\u00f6ln sollte sich f\u00fcr Letzteres entscheiden. Und zwar nicht irgendwann, sondern jetzt.teilen&nbsp;&nbsp;teilen&nbsp;teilen&nbsp;teilen&nbsp;teilen&nbsp;teilen&nbsp;E-Mail&nbsp;\u00c4hnliche Beitr\u00e4ge:Tankrabatt ad\u00e9 \u2013 aber wann investieren wir endlich in die Zukunft?B\u00fcrokratieabbau ja. Demokratieabbau nein.Wohneigentum darf kein Privileg f\u00fcr Kapitalanleger sein"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Wem geh\u00f6rt K\u00f6ln? 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