[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/buergergeld-wird-grundsicherung-und-politiker-teilen-alte-maer-von-arbeit-muss-sich-lohnen\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/buergergeld-wird-grundsicherung-und-politiker-teilen-alte-maer-von-arbeit-muss-sich-lohnen\/","headline":"B\u00fcrgergeld wird Grundsicherung \u2013 und Politiker teilen alte M\u00e4r von \u201eArbeit muss sich lohnen\u201c","name":"B\u00fcrgergeld wird Grundsicherung \u2013 und Politiker teilen alte M\u00e4r von \u201eArbeit muss sich lohnen\u201c","description":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechseln Politik B\u00fcrgergeld wird Grundsicherung \u2013 und Politiker teilen alte M\u00e4r von \u201eArbeit muss sich lohnen\u201c Nachdem die Koalition Details dazu ank\u00fcndigte, wie sie das B\u00fcrgergeld zur Grundsicherung umbauen will, jubelten manche online: Arbeit und Leistung lohne sich endlich wieder. 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Doch das war auch schon vor der Reform so.                     von                                Gabriele Scherndl15. Oktober 2025                                CSU-Chef Markus S\u00f6der, Bundeskanzler Friedrich Merz, Bundesarbeitsministerin B\u00e4rbel Bas und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (v.l.n.r.) nach dem Koalitionsausschuss am 9. Oktober 2025 (Quelle: Stefan Boness \/ Ipon \/ Picture Alliance)                            Ein menschenw\u00fcrdiges Existenzminimum ist in Deutschland ein Grundrecht. Es muss jenen, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenem Einkommen decken k\u00f6nnen, ein Mindestma\u00df an politischer und gesellschaftlicher Teilhabe erm\u00f6glichen. Das ger\u00e4t immer wieder aus dem Blick, wenn Politikerinnen und Politiker B\u00fcrgergeldbeziehende als faul oder verantwortungslos dargestellen.Am 9. Oktober einigte sich der Koalitionsausschuss aus CDU, CSU und SPD auf Details zur sogenannten Neuen Grundsicherung, sie soll das B\u00fcrgergeld abl\u00f6sen. Prompt behaupteten zahlreiche Politikerinnen und Politikern, jetzt lohne sich Arbeiten wieder. \u201eEndlich gilt wieder: Wer arbeitet, muss mehr haben als der, der nicht arbeitet\u201c, sagte etwa CSU-Chef Markus S\u00f6der nach der Einigung. \u201eIn Zukunft gilt wieder in Deutschland: Leistung lohnt sich\u201c, schrieb Christoph Plo\u00df, Bundestagsabgeordneter der CDU.Auch wenn derartige Aussagen einen anderen Eindruck erwecken: An der H\u00f6he der Unterst\u00fctzungsleistungen f\u00fcr Arbeitslose \u00e4ndert sich durch die angek\u00fcndigte Reform nichts \u2013 der Regelsatz bleibt bei maximal 563 Euro. Was sich \u00e4ndern soll, sind die Sanktionen. Sie werden sch\u00e4rfer, etwa wenn Menschen Termine nicht wahrnehmen oder nicht genug daran mitwirken, eine Arbeit zu finden, wie die Koalitionsparteien mitteilten.Arbeiten lohnt sich immer \u2013 daran r\u00fcttelt kein RechenbeispielLohnt sich Arbeit dann k\u00fcnftig wieder mehr? Vor der Reform gilt genauso wie danach: Wer arbeitet, hat immer mehr als diejenigen, die auf das B\u00fcrgergeld beziehungsweise die Grundsicherung angewiesen sind. Das zeigen etwa eine Untersuchung des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts (WSI) aus Februar 2025, eine Arbeit des Leibniz-Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung an der Universit\u00e4t M\u00fcnchen (Ifo) aus Januar 2024 und eine Analyse des WDR-Monitors aus September 2023.Gegeneinander ausgespielt werden in dieser Debatte Menschen, die B\u00fcrgergeld erhalten, und Menschen, die f\u00fcr den Mindestlohn arbeiten, sogenannte Geringverdiener. Ganz allgemein: Der Mindestlohn ist in den letzten Jahren st\u00e4rker angestiegen als der Regelsatz vom B\u00fcrgergeld. Auch 2026 soll der Mindestlohn im Gegensatz zum Regelbedarf ansteigen.Im Unterschied zum B\u00fcrgergeld gehen zwar von einem Einkommen nach Mindestlohn noch Steuern und Sozial- und Krankenversicherung ab. Doch das B\u00fcrgergeld mit einem solchen Netto-Einkommen zu vergleichen, ist irref\u00fchrend. Was n\u00e4mlich h\u00e4ufig \u00fcbersehen wird: Auch Geringverdiener haben Anspruch auf Sozialleistungen, wie Wohngeld, Kindergeld, Unterhaltsvorschussleistungen oder Kinderzuschl\u00e4ge, unter Umst\u00e4nden sogar auf aufstockendes B\u00fcrgergeld.Das WSI errechnete Anfang des Jahres f\u00fcr verschiedene Haushalt-Konstellationen, wie viel Einkommen ein Haushalt zur Verf\u00fcgung hat. In keiner der betrachteten Konstellationen hatten B\u00fcrgergeld-Beziehende mehr Einkommen als Menschen, die zum Mindestlohn arbeiten.Mehr Geld f\u00fcr \u201eAufstocker\u201c durch Freibetr\u00e4geWer trotz Arbeit und Sozialleistungen nicht genug verf\u00fcgbares Einkommen hat, hat Anspruch auf B\u00fcrgergeld. Umgangssprachlich werden solche Menschen \u201eAufstocker\u201c genannt. Nicht alle nehmen diesen Anspruch jedoch wahr. Eine Studie \u00fcber Deutschland aus 2019 sch\u00e4tzte, dass mehr als ein Drittel der erwerbst\u00e4tigen Menschen ihren eigentlichen Anspruch auf Arbeitslosengeld II (heute B\u00fcrgergeld) nicht geltend machen.\u00a0Dass erwerbst\u00e4tige B\u00fcrgergeldempf\u00e4nger \u2013 die sogenannten Aufstocker \u2013 mehr Geld zur Verf\u00fcgung haben als nicht-erwerbst\u00e4tige, ist durch Freibetr\u00e4ge gesichert. Denn erst ab bestimmten Betr\u00e4gen wird das Einkommen auf die Sozialleistungen angerechnet. Wer arbeitet, hat also immer mehr als der, der nicht arbeitet, daran wird kein Rechenbeispiel r\u00fctteln.\u00a0Nicht immer lohnt es sich jedoch, mehr zu arbeiten, also Stunden aufzustocken, wie eine Ifo-Studie aus 2023 gezeigt hat. Das liegt aber nicht am B\u00fcrgergeld, sondern an den hohen Abz\u00fcgen der Transferleistungen, wie dem Kinderzuschlag oder Wohngeld. So kann es passieren, dass in bestimmten Familiensituationen und an Orten mit hohen Mieten ein h\u00f6herer Verdienst durch den Verlust staatlicher Unterst\u00fctzung aufgehoben wird.\u00a0Mehr dar\u00fcber \u2013 und welche weiteren Narrative und Falschbehauptungen \u00fcber das B\u00fcrgergeld im Umlauf sind \u2013 steht in unserer Hintergrundrecherche.Redigatur: Paulina Thom, Matthias BauDie wichtigsten, \u00f6ffentlichen Quellen f\u00fcr diesen Faktencheck:Die Bundesregierung: Ergebnisse der Beratungen im Koalitionsausschuss, 9. Oktober 2025: Link (archiviert)\u201eDie B\u00fcrgergeld-Reform von 2023 \u2013 Quelle allen \u00dcbels?\u201c, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut, Februar 2025: Link (archiviert)\u201e\u2019Lohnt\u2019 sich Arbeit noch? Lohnabstand und Arbeitsanreize im Jahr 2024\u201c, Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung, Januar 2024: Link (archiviert)\u201eUngel\u00f6ste Probleme der Grundsicherung\u201c, Institut f\u00fcr Wirtschaftsforschung, M\u00e4rz 2023: Link (archiviert)Bundesministerium f\u00fcr Arbeit und Soziales: Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns zum 1. Januar 2026, 27. Juni 2025: Link (archiviert)Zur Quelle wechselnAuthor: Gabriele Scherndl"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"B\u00fcrgergeld wird Grundsicherung \u2013 und Politiker teilen alte M\u00e4r von \u201eArbeit muss sich lohnen\u201c","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/buergergeld-wird-grundsicherung-und-politiker-teilen-alte-maer-von-arbeit-muss-sich-lohnen\/#breadcrumbitem"}]}]