[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/bundestag-debattiert-ueber-correctiv-recherche\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/bundestag-debattiert-ueber-correctiv-recherche\/","headline":"Bundestag debattiert \u00fcber CORRECTIV-Recherche","name":"Bundestag debattiert \u00fcber CORRECTIV-Recherche","description":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechseln Der Bundestag hat am Donnerstagabend hitzig \u00fcber die Berichterstattung von CORRECTIV diskutiert. Die AfD hatte einen Antrag zum Entzug der Finanzierung von CORRECTIV ins Parlament eingebracht, der mit den Stimmen aller \u00fcbrigen Fraktionen abgelehnt wurde. Hintergrund ist ein Urteil der Pressekammer&#8230;","datePublished":"2026-04-24","dateModified":"2026-04-24","author":{"@type":"Person","@id":"##Person","name":"Correctiv.org","url":"#","identifier":15,"image":{"@type":"ImageObject","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/51a6c0962ec4a7a9fff8508f3b6a21069f40fbb9a1ee7294cca7a040ced87b6c?s=96&d=monsterid&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/51a6c0962ec4a7a9fff8508f3b6a21069f40fbb9a1ee7294cca7a040ced87b6c?s=96&d=monsterid&r=g","height":96,"width":96}},"publisher":{"@type":"Person","name":"Dirk Bachhausen","image":{"@type":"ImageObject","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/dirk_profil-300x300.jpg","url":"https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/dirk_profil-300x300.jpg","width":600,"height":60}},"image":{"@type":"ImageObject","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/dirk_profil-300x300.jpg","url":"https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/dirk_profil-300x300.jpg","width":100,"height":100},"url":"https:\/\/www.bachhausen.de\/bundestag-debattiert-ueber-correctiv-recherche\/","about":["Politik"],"wordCount":708,"articleBody":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechselnDer Bundestag hat am Donnerstagabend hitzig \u00fcber die Berichterstattung von CORRECTIV diskutiert. Die AfD hatte einen Antrag zum Entzug der Finanzierung von CORRECTIV ins Parlament eingebracht, der mit den Stimmen aller \u00fcbrigen Fraktionen abgelehnt wurde.Hintergrund ist ein Urteil der Pressekammer des Landgerichts Berlin vom April 2026, das einzelne Formulierungen der \u201eGeheimplan gegen Deutschland\u201c-Recherche aus dem Januar 2024 beanstandet. Das Urteil ist nicht rechtskr\u00e4ftig, CORRECTIV hat Berufung eingelegt. Die AfD forderte die Bundesregierung in Ihrem Antrag dennoch auf, jegliche Bundesf\u00f6rderung an CORRECTIV einzustellen.Der Antrag stie\u00df im Parlament auf breiten Widerstand. Viele Rednerinnen und Redner bezweifelten, dass der Bundestag der richtige Ort f\u00fcr eine solche Debatte sei. So mahnte die medienpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Ottilie Klein (CDU), zur Zur\u00fcckhaltung, bis die Gerichte rechtskr\u00e4ftig entschieden h\u00e4tten. Es sei \u201eeine rechtliche und keine politische Frage.\u201c Zudem stellte die Union klar, dass es bei CORRECTIV nie F\u00f6rderungen des Bundes f\u00fcr journalistische Inhalte gegeben habe.Die journalistische Arbeit von CORRECTIV erh\u00e4lt keine \u00f6ffentliche F\u00f6rderung, sie ist spendenfinanziert. Staatliche Mittel flie\u00dfen ausschlie\u00dflich in klar abgegrenzte Bildungsprojekte.Der stellvertretende medienpolitische Sprecher der SPD, Holger Mann, warf der AfD vor, ein nicht rechtskr\u00e4ftiges Urteil \u201eals politischen Freispruch instrumentalisieren\u201c zu wollen. Was die AfD dabei verschweige: Das Landgericht Hamburg sei im Dezember 2025\u201ezum gegenteiligen Urteil gekommen, n\u00e4mlich dass die Berichterstattungen ohne Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr zul\u00e4ssig erkl\u00e4rt wurden.\u201c \u201eSie klagen halt, bis die Urteile in Ihr Bild passen\u201c, sagte Mann.SPD-Abgeordneter Rabanus verteidigt die CORRECTIV-RechercheAuch sein Parteikollege, der medienpolitische Sprecher Martin Rabanus, verteidigte die Recherche. CORRECTIV habe \u201enichts erfunden, sondern nach meinem Daf\u00fcrhalten sehr sauber recherchiert\u201c. An die AfD gerichtet sagte er: \u201eSie sind nicht Opfer, Sie sind hier T\u00e4ter.\u201c Die Partei bewege \u201enationalv\u00f6lkisches Gedankengut\u201c und habe \u201ehinter verschlossenen T\u00fcren\u201c mit Rechtsextremen \u201eRemigrationskonzepte\u201c verhandelt.Auch die Gr\u00fcnen-Abgeordnete und Obfrau im Kultur- und Medienausschuss, Awet Tesfaiesus, betonte, dass die Teilnehmenden des Treffens \u201ewussten, worum es geht und wen sie dort treffen w\u00fcrden.\u201c Der rechtsextreme Aktivist Martin Sellner sei den Organisatoren so wichtig gewesen, dass er bereits in der Einladung angek\u00fcndigt worden sei. Die AfD wolle f\u00fcr sie \u201eunbequemen Journalismus zum Schweigen bringen\u201c.Die innenpolitische Sprecherin der Linken, Clara B\u00fcnger, bezeichnete den Antrag als \u201eAngriff auf die unabh\u00e4ngige Presse\u201c und warf der AfD vor, Redaktionen \u201esystematisch mit Klagen zu \u00fcberziehen, um sie in den Ruin zu treiben.\u201c Den Vorsto\u00df ordnete sie in eine gr\u00f6\u00dfere Strategie ein: Die AfD mache Journalisten \u201ever\u00e4chtlich, um die rechten Reihen zwischen Ihnen und der Union zu schlie\u00dfen.\u201cUnion kritisiert Recherche als \u201eInszenierung\u201cPascal Reddig (CDU), Obmann im Kultur- und Medienausschuss, hingegen bem\u00fchte sich in seiner Rede um Abgrenzung zur AfD. W\u00e4hrend seine Partei Migration \u201esteuern und ordnen\u201c wolle, gehe es der AfD darum, \u201ekeine Menschen mit anderer Hautfarbe in diesem Land haben\u201c zu wollen. Gleichzeitig kritisierte er, CORRECTIV habe \u201emit der Berichterstattung die Grenze des Journalismus verlassen\u201c. Als Beleg verwies er auf Lesungen und Theaterst\u00fccke nach der Ver\u00f6ffentlichung, die er als \u201eInszenierung\u201c wertete.Dennoch stellte Reddig\u00a0 klar, dass das Berliner Gericht zwar eine bestimmte Tatsachenbehauptung beanstandet habe, dies aber nicht bedeute, dass die im Kern besprochenen Inhalte nicht stattgefunden h\u00e4tten, so etwa die Frage, ob rechtliche Rahmenbedingungen so verengt werden sollten, dass Menschen das Land \u201efreiwillig verlassen\u201c.Die AfD ihrerseits nutzte die Debatte, um die Arbeit von CORRECTIV zu diskreditieren. Der kulturpolitische Sprecher G\u00f6tz Fr\u00f6mming nannte CORRECTIV ein \u201eDenunziationsportal\u201c und sagte \u00fcber die Recherche: \u201ejournalistisch gesehen war das Ganze ein Fiasko.\u201cKern der Recherche bleibt unangefochtenDer Kern der Recherche, in der CORRECTIV 2024 ein Vernetzungstreffen zwischen Vertreterinnen und Vertretern der AfD, finanzstarken Unternehmern und Rechtsextremen offenlegte, bleibt unangefochten. Im Mittelpunkt stand das \u201eRemigrationskonzept\u201c des Rechtsextremisten Martin Sellner.Zuletzt hatte das Landgericht Hamburg im Dezember 2025 geurteilt, dass \u201evor dem Hintergrund dieser detaillierten Wiedergabe des Gespr\u00e4chsverlaufs, mit einer Vielzahl w\u00f6rtlicher Zitate und der Verwendung indirekter Rede\u201c, Leser erkennen, \u201edass andere Passagen des Artikels wertende Zusammenfassungen oder Kommentierungen des Geschehens darstellen.\u201c Das Berliner Landgericht h\u00e4lt zwei Passagen dagegen f\u00fcr unzul\u00e4ssig.Redigatur: Alexandra Ringendahl, Justus von DanielsFaktencheck: Alexandra RingendahlZur Quelle wechselnAuthor: Lena K\u00f6psell"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Bundestag debattiert \u00fcber CORRECTIV-Recherche","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/bundestag-debattiert-ueber-correctiv-recherche\/#breadcrumbitem"}]}]