[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/bundestagswahl-2025-warum-das-vorlaeufige-wahlergebnis-von-angaben-der-gemeinden-abweicht\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/bundestagswahl-2025-warum-das-vorlaeufige-wahlergebnis-von-angaben-der-gemeinden-abweicht\/","headline":"Bundestagswahl 2025: Warum das vorl\u00e4ufige Wahlergebnis von Angaben der Gemeinden abweicht","name":"Bundestagswahl 2025: Warum das vorl\u00e4ufige Wahlergebnis von Angaben der Gemeinden abweicht","description":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechseln Bundestagswahl 2025 Bundestagswahl 2025: Warum das vorl\u00e4ufige Wahlergebnis von Angaben der Gemeinden abweicht Nach der Bundestagswahl sorgt ein Video f\u00fcr Spekulationen \u00fcber Wahlbetrug. 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Darin zeigt ein Mann, dass sich Ergebnisse der Wahlkreise und der Bundeswahlleitung unterscheiden \u2013 angeblich vor allem zum Nachteil der Partei BSW. Ein Faktencheck zeigt, was dahinter steckt.                    von                                Sarah Thust                                , Matthias Bau12. M\u00e4rz 2025                                Eine Person hilft bei der Ausz\u00e4hlung der Stimmen zur Bundestagswahl 2025. Um Fehler zu vermeiden, werden die Ergebnisse der Ausz\u00e4hlungen mehrfach \u00fcberpr\u00fcft. (Foto: Bernd Wei\u00dfbrod \/ DPA \/ Picture Alliance)                                        Behauptung                    Bei der Bundestagswahl sei Wahlbetrug aufgeflogen, wie ein Video-Vergleich des vorl\u00e4ufigen Ergebnisses der Bundeswahlleiterin mit den Angaben von Wahlkreisen wie dem Ennepe-Ruhr-Kreis, H\u00f6xter, G\u00fctersloh, Warendorf, Wuppertal, Aschaffenburg, Bad Kissingen und Mettmann zeige. F\u00fcr das BSW und wom\u00f6glich auch f\u00fcr die AfD seien Stimmen zwar richtig ausgez\u00e4hlt worden, aber dann durch die Landeswahlleitungen vors\u00e4tzlich falsch an die Bundeswahlleiterin gemeldet worden.                        Aufgestellt von:     Anonymousnews, Beitr\u00e4gen in Sozialen Netzwerken                            Datum:                25.02.2025            Quelle            Bewertung        Falsch\u00dcber diese Bewertung                            Falsch. Dass sich die Angaben unterscheiden, ist kein Beleg f\u00fcr Wahlbetrug. Sie basieren auf unterschiedlichen Sachst\u00e4nden zu unterschiedlichen Zeitpunkten, zudem werden in den Videos teils auch Erst- und Zweitstimmen verwechselt. Das vorl\u00e4ufige Ergebnis der Bundeswahlleiterin basiert auf Schnellmeldungen durch die Wahlkreise und wird bis zur Ver\u00f6ffentlichung des endg\u00fcltigen Ergebnisses nicht mehr aktualisiert. Die Wahlkreise ver\u00f6ffentlichen dagegen Zahlen auf den Webseiten, die bereinigt wurden und aktueller sind. Wenn das BSW dort mehr Stimmen hat als bei der Bundeswahlleiterin, hei\u00dft das nicht, dass die Partei Stimmen verloren hat, sondern im Gegenteil, mehr Stimmen als bei der ersten Ausz\u00e4hlung zugesprochen bekommen hat.    Wenige Tage nach der Bundestagswahl 2025 ver\u00f6ffentlicht ein Tiktok-Nutzer eine Reihe von Videos, die angeblich zeigen sollen, dass zahlreiche Stimmen f\u00fcr die Partei B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht (BSW) \u201escheinbar nie bei der Bundeswahlleitung angekommen\u201c seien. Er zeigt f\u00fcr mehrere Wahlkreise, dass die dort angegebene Anzahl der Stimmen nicht mit dem vorl\u00e4ufigen Ergebnis der Bundeswahlleitung \u00fcbereinstimmt. Der Nutzer verweist dazu auf einen Beitrag von BSW-Politiker Fabio de Masi, der auf X ebenfalls auf teils abweichende Angaben hingewiesen hatte.\u00a0De Masi teilte sp\u00e4ter einen Zusammenschnitt der Tiktok-Videos auf X und kommentierte, dass der Nutzer die Partei auf einige F\u00e4lle von \u201e\u00dcbertragungsfehlern\u201c von der Gemeinde zur Bundeswahlleiterin aufmerksam gemacht habe. \u201eIch unterstelle \u00fcbrigens keinen Vorsatz, sondern menschliche Fehler. Aber selbstverst\u00e4ndlich pr\u00fcfen wir das systematisch.\u201c Auch der Tikok-Nutzer betont in einem Beitrag: \u201eEs wird kein Wahlbetrug behauptet.\u201c Andere stellen diesen jedoch auf Basis der Videos in den Raum.Der BSW-Politiker Fabio de Masi schreibt auf X ebenfalls \u00fcber die Abweichungen. Doch die Ergebnisse auf den unterschiedlichen Webseiten basieren auf unterschiedlichen Sachst\u00e4nden zu unterschiedlichen Zeitpunkten. (Quelle: X; Screenshots: CORRECTIV.Faktencheck)Sowohl die Profile des \u200b\u200brechtsextremen Medienprojekts Anonymousnews, als auch Profile, die zuvor Inhalte der russischen Einflusskampagne Storm-1516 verbreitet hatten, teilten das Video: Sie behaupten, damit sei ein \u201egigantischer Wahlbetrug aufgeflogen\u201c und spekulieren, davon k\u00f6nne auch die AfD betroffen sein. Auch Max Otte, ehemaliges Mitglied der CDU, sowie die AfD-Politiker Daniel Wald und Christian Abel verbreiteten das Video mit dieser Unterstellung weiter.Allerdings belegt das, was in den Videos zu sehen ist, keinen Betrug: Die vorl\u00e4ufigen Endergebnisse der Bundeswahlleiterin wurden einige Stunden nach der Wahl ver\u00f6ffentlicht und werden bis zur Ver\u00f6ffentlichung des endg\u00fcltigen Ergebnisses nicht aktualisiert. Die Angaben der Gemeinden in den Videos sind dagegen aktueller und wurden bereinigt. Doch als die Bundeswahlleiterin auf X darauf hinweist, hat sich der irref\u00fchrende Vergleich l\u00e4ngst im Netz verselbstst\u00e4ndigt, wie Beitr\u00e4ge auf X, Facebook, Telegram und Youtube zeigen.\u00a0AfD-Politiker nutzten das Video, um Wahlbetrug bei der Bundestagswahl zu unterstellen (Quelle: X; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)Bundeswahlleiterin ordnet ein: Angaben basieren unter anderem auf unterschiedlich alten Daten \u2013 Pr\u00fcfung l\u00e4uftAuf der Webseite ordnet die Bundeswahlleiterin ein: Das vorl\u00e4ufige Ergebnis der Bundestagswahl 2025 und die Ergebnisse auf den Internetseiten von Gemeinden basieren demnach auf unterschiedlichen Sachst\u00e4nden zu unterschiedlichen Zeitpunkten.Die vorl\u00e4ufigen Ergebnisse ver\u00f6ffentlicht die Bundeswahlleiterin einige Stunden nach der Wahl: Sie basieren auf Schnellmeldungen, die in der Wahlnacht \u00fcbermittelt und mit Stand 24. Februar 2025, 4.10 Uhr bekannt gemacht wurden. Bis zur Feststellung des endg\u00fcltigen Ergebnisses (voraussichtlich am 14. M\u00e4rz 2025) werden sie auf der Webseite der Bundeswahlleitung nicht aktualisiert.\u00a0Die Ausz\u00e4hlungsergebnisse werden von mehreren Wahlleitungen und Aussch\u00fcssen \u00fcberpr\u00fcft. Gemeinden, Kreise und L\u00e4nder ver\u00f6ffentlichen im Verlauf dieses Prozesses zum Teil aktualisierte Ergebnisse. \u201eIn der Regel wird der aktualisierte Stand mit einem neuen Zeitstempel ausgewiesen. Kleinere Abweichungen in den Ergebnissen nach oben oder unten sind auf die Pr\u00fcfschritte anhand der Niederschriften, etwaige Nachz\u00e4hlungen und Korrekturen zur\u00fcckzuf\u00fchren. Diese treten bei jeder Wahl auf\u201c, schreibt die Bundeswahlleiterin.Vergleich verzerrt: Wer im Video scheinbar schlecht abschneidet, hat in der Realit\u00e4t Stimmen gewonnen\u00a0CORRECTIV.Faktencheck hat exemplarisch die Angaben f\u00fcr sieben Wahlkreise \u00fcberpr\u00fcft, die in den Videos in Sozialen Netzwerken genannt werden: Ennepe-Ruhr-Kreis I in der Stadt Hagen; Wahlkreis 135 H\u00f6xter \u2013 G\u00fctersloh III \u2013 Lippe II; Kreis Warendorf; Wahlkreis 101 Wuppertal I; Wahlkreis 246 Aschaffenburg; Bad Kissingen und Wahlkreis 103 Mettmann I.Eine Stichprobe am 11. M\u00e4rz zeigt: Bei mehreren Wahlkreisen steht mittlerweile ein anderer Ausz\u00e4hlungsstand als in den Videos, weil die Daten weiter bereinigt wurden. In einigen der Wahlkreise hat das BSW nun noch mehr Zweitstimmen, in allen mehr als auf der Seite der Bundeswahlleitung. In den Wahlkreisen wurden also im Zuge der Pr\u00fcfungen weitere Stimmen an das BSW zugeteilt, die in den Schnellmeldungen (und damit im vorl\u00e4ufigen Ergebnis der Bundeswahlleiterin) noch nicht enthalten waren. Das BSW hat, je aktueller die Zahlen wurden, also keine Stimmen verloren, sondern dazugewonnen \u2013 also das Gegenteil dessen, was der Tiktok-Nutzer behauptet.\u00a0Tiktok-Videos zeigen, dass es bei mehreren Parteien\u00a0 leichte Abweichungen gabHinzu kommt, dass in den Videos manches durcheinander geworfen wird: Zum Beispiel verrutscht der Mann an einer Stelle in den Spalten \u2013 und vergleicht Erst- und Zweitstimmen statt nur die Zweitstimmen. F\u00fcr den Wahlkreis 135 H\u00f6xter \u2013 G\u00fctersloh III \u2013 Lippe II vergleicht er die Zweitstimmen der SPD im Kreis (aktuell 23.881) mit den Erststimmen laut Bundeswahlleiterin (26.204). Er vergleicht also nicht nur den Ausz\u00e4hlungsstand vom 24. Februar um 15.35 Uhr mit den vorl\u00e4ufigen Ergebnissen vom 24. Februar, 4.10 Uhr, sondern auch Erst- mit Zweitstimmen. So entsteht der falsche Eindruck, die SPD habe mehr als 2.300 Stimmen dazu gewonnen. Was die Daten wirklich zeigen: Die SPD hatte in den \u00e4lteren Daten der Bundeswahlleiterin 49 Zweitstimmen mehr als in den aktuelleren Daten des Wahlkreises \u2013 sie hat damit nach neuem Stand Stimmen verloren und nicht dazugewonnen.\u00a0CORRECTIV.Faktencheck fragte dazu bei dem Tiktok-Nutzer nach: Er best\u00e4tigt, dass er an der Stelle nicht akkurat gewesen sei und stellte klar: Seine Intention war zu zeigen, dass es \u00fcberall leichte Schwankungen gebe, aber die Tendenz beim BSW augenscheinlich st\u00e4rker ins Gewicht falle.\u00a0Auf Anfrage, wie er dazu stehe, dass andere Nutzerinnen und Nutzer das Video mit der Behauptung verbreiten, es habe Wahlbetrug gegeben, antwortete er: \u201eDavon m\u00f6chte ich mich komplett distanzieren. Das ist nie meine Intention gewesen. Auch deshalb habe ich aufgeh\u00f6rt, Videos zu produzieren. Ich habe gemerkt, dass die Dinge in Teilen anders aufgenommen wurden als sie angedacht waren.\u201c Stattdessen habe er mit den Videos deutlich machen wollen, dass es in einigen Gemeinden zu Irritationen zwischen dem B\u00fcndnis Deutschland und dem BSW gekommen sei, die auf Ausz\u00e4hlungslisten untereinander aufgef\u00fchrt wurden. Dass die Zahlen der Bundeswahlleitung nur vorl\u00e4ufig sind, sei ihm nicht bewusst gewesen.In der Zeile verrutscht, neu im Team: So kann es bei Ausz\u00e4hlungen zu kleineren Abweichungen kommenWir haben die jeweils zust\u00e4ndigen Beh\u00f6rden um eine Einordnung der Behauptungen im Netz gebeten \u2013 die Antworten im Detail k\u00f6nnen Sie hier herunterladen. Im Gro\u00dfen und Ganzen wiederholen sie die Angaben der Bundeswahlleiterin. So schrieb uns Michael Kaub, Pressesprecher der Stadt Hagen, die Abweichungen auf der Webseite seien einfach erkl\u00e4rt: Bei den Zahlen der Bundeswahlleiterin handele es sich um ein vorl\u00e4ufiges Ergebnis. \u201eDieses Ergebnis wird \u2013 wie bei allen Wahlen \u2013 im Nachgang fortlaufend korrigiert, weil sich bei der \u00dcberpr\u00fcfung der Schnellmeldungen noch \u00c4nderungen ergeben k\u00f6nnen\u201c, so Kaub.\u00a0Manche der Kontaktierten erkl\u00e4ren auch, wie es zu den \u00c4nderungen im Zuge der Korrektur kam. Felix H\u00f6ltmann, Sprecher des Kreises Warendorf, schreibt: Dem BSW seien im Wahlkreis zum Beispiel 17 Zweitstimmen zugesprochen und MERA25 17 Zweitstimmen abgezogen worden, da die Zahlen am Wahlabend aus den Zeilen vertauscht abgelesen wurden. Das sei keine \u201eUnregelm\u00e4\u00dfigkeit, sondern das normale Verfahren im Rahmen der Pr\u00fcfung der Wahlergebnisse\u201c. Vergleicht man das vorl\u00e4ufige Ergebnis der Bundeswahlleiterin mit den Angaben des Kreises Warendorf wird klar, dass sich die Zweitstimmen-Ausz\u00e4hlungsergebnisse f\u00fcr die AfD, aber auch f\u00fcr die anderen in den Bundestag gew\u00e4hlten Parteien bis zum 6. M\u00e4rz 2025 nicht ver\u00e4ndert haben. Bei kleineren Parteien gab es geringe Abweichungen.\u00a0F\u00fcr Wuppertal berichtete Kathrin Petersen, dass von insgesamt 256 Wahlbezirken drei nachgez\u00e4hlt werden mussten \u2013 davon sei nicht nur die BSW betroffen gewesen. Es sei normal, dass es zu Abweichungen komme. Zum Beispiel, weil ehrenamtliche Mitarbeitende die Ausz\u00e4hlungen machen, von denen manche neu oder noch nicht als Team eingespielt sind. Hier zeigt ein Vergleich des vorl\u00e4ufigen Ergebnisses mit den Angaben der Stadt Wuppertal vom 27. Februar um 10.55 Uhr, dass im Zuge der Korrektur neben dem BSW auch die Gr\u00fcnen, die CDU und die AfD mehr Zweitstimmen gewannen \u2013 die SPD dagegen verlor rund 20 Stimmen.BSW hofft nach Bundestagswahl auf Neuausz\u00e4hlung, bevor das amtliche Endergebnis ver\u00f6ffentlicht wirdBeim BSW h\u00e4lt man f\u00fcr m\u00f6glich, dass es bereits beim Ausz\u00e4hlen zu Verwechslungen gekommen sein soll \u2013 vor allem zum Nachteil des BSW. Unabsichtlich, wie De Masi  betonte: \u201eIch habe nie gesagt: Bei der Wahl wurde manipuliert.\u201c Da die Partei bei der Bundestagswahl jedoch so knapp an der 5-Prozent-H\u00fcrde gescheitert ist, fordert sie inzwischen eine Pr\u00fcfung. Am 11. M\u00e4rz berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung, dass das BSW das Wahlergebnis vom Bundesverfassungsgericht pr\u00fcfen lassen will und auf eine Neuausz\u00e4hlung hofft. Die m\u00fcsse durchgef\u00fchrt werden, bevor die Bundeswahlleiterin das amtliche Endergebnis ver\u00f6ffentlicht.\u00a0De Masi ordnet auch gegen\u00fcber CORRECTIV.Faktencheck ein, es sei ihm nicht um den Vorwurf einer bewussten Manipulation gegangen, sondern um eventuelle Fehlerquellen bei der Ausz\u00e4hlung. Er habe lediglich darauf aufmerksam machen wollen, dass in den vorl\u00e4ufigen Wahlergebnissen der Bundeswahlleiterin auff\u00e4llig h\u00e4ufig BSW-Stimmen fehlten, die sp\u00e4ter in der Regel bereinigt w\u00fcrden.\u00a0Um zu pr\u00fcfen, ob dies h\u00e4ufiger zu Gunsten oder zu Ungunsten des BSW geschehen sei, habe das BSW selbst eine Stichprobe von Wahlkreisdaten aus 173 Wahlkreisen statistisch ausgewertet: Diese soll 91 Diskrepanzen ergeben haben, 82 davon zu Ungunsten des BSW \u2013 und 20 zu Gunsten der Partei. Mit \u201ezu Ungunsten\u201c meint De Masi, dass die Zahl im vorl\u00e4ufigen Endergebnis niedriger ist als im Wahlkreis \u2013 also eine BSW-Stimme zun\u00e4chst nicht f\u00fcr das BSW gez\u00e4hlt, sondern dem erst in der \u00dcberpr\u00fcfung zugerechnet wurde.\u00a0Auf Grundlage dieser Auswertung, die CORRECTIV.Faktencheck nicht vorliegt, ist De Masi der Ansicht, dass Wahlhelferinnen und Wahlhelfer beim Ausz\u00e4hlen der Stimme teils in der Zeile verrutscht sein k\u00f6nnten. Das BSW habe zum Beispiel in einigen Wahlkreisen beobachtet, dass dort zun\u00e4chst 0 Stimmen gemeldet wurden \u2013 f\u00fcr das B\u00fcndnis Deutschland dagegen, eine rechtskonservative Kleinstpartei, die in der Tabelle \u00fcber dem BSW steht, gab es zun\u00e4chst mehr Stimmen. hat dazu einige Tage nach der Wahl nachgerechnet und berichtet, dass es tats\u00e4chlich vereinzelt Hinweise auf Ungereimtheiten gebe. Hochgerechnet auf Deutschland sei jedoch schwer vorstellbar, dass mit solchen Einzelf\u00e4llen die rund 13.400 Stimmen zusammenkommen, die das BSW ben\u00f6tigen w\u00fcrde, um doch noch in den Bundestag einzuziehen. Realistischer sei ein Wert im niedrigen vierstelligen Bereich. Der Spiegel errechnete, dass bei der Europawahl, wo BSW und B\u00fcndnis Deutschland ebenfalls untereinander standen, bei 1.600 Stimmen theoretisch der Grund zur Annahme bestehen k\u00f6nnte, dass es dabei zu einer Verwechslung kam.Fazit: Die Zahlen zeigen, dass die Theorie der falsch zugeordneten BSW-Stimmen nicht v\u00f6llig aus der Luft gegriffen ist \u2013 sie sagt aber erstmal nichts dar\u00fcber aus, ob die Kontrollmechanismen bei Wahlen funktionieren. Von Wahlbetrug kann dagegen keine Rede sein \u2013 die Vergleiche sind mit dieser Behauptung irref\u00fchrend. In den Videos allein finden sich keine Belege, dass das BSW oder die AfD systematisch benachteiligt wurden.\u00a0Beitr\u00e4ge im Netz, die pauschal unterstellen, dass das BSW oder andere Parteien Stimmen verloren h\u00e4tten, wenn im vorl\u00e4ufigen Endergebnis der Bundeswahlleiterin weniger Stimmen stehen, sind falsch: Wenn im ersten \u00dcbertrag ein Fehler passiert ist, greifen mehrere Pr\u00fcfmechanismen, durch die ein solcher Fehler in der Regel auff\u00e4llt und infolge korrigiert werden kann. So ist das in etlichen F\u00e4llen passiert. Auch andere Parteien hatten mal mehr, mal weniger Stimmen. Insgesamt sind die untersuchten Schwankungen gering.\u00a0\u00a0Alle Faktenchecks rund um die Bundestagswahl 2025 lesen Sie hier.Mitarbeit: Johannes Gille, Max BernhardRedigatur: Gabriele Scherndl, Paulina ThomDie wichtigsten, \u00f6ffentlichen Quellen f\u00fcr diesen Faktencheck:Antwort zur Bundestagswahl auf die Frage: \u201eWieso k\u00f6nnen die vorl\u00e4ufigen Ergebnisse der Bundeswahlleiterin von Ergebnisdarstellungen der Gemeinden abweichen?\u201c, Bundeswahlleiterin: Link (archiviert)Vorl\u00e4ufige Ergebnisse nach Wahlkreisen, Bundeswahlleiterin, Stand 24. Februar 2025 um 4.10 Uhr: Link (archiviert)Wahlkreis Ennepe-Ruhr-Kreis I in der Stadt Hagen, Stand 26. Februar 2025 um 11.40 Uhr: Link (archiviert)Wahlkreis 135 H\u00f6xter \u2013 G\u00fctersloh III \u2013 Lippe II, Stand 26. Februar 2025 um 13.55 Uhr: Link (archiviert)Wahlkreis Warendorf, Stand 6. M\u00e4rz 2025 um 8.34 Uhr: Link (archiviert)Wahlkreis 101 Wuppertal I, Stand 27. Februar 2025 um 10.55 Uhr: Link (archiviert)Wahlkreis 246 Aschaffenburg, Stand 25. Februar 2025 um 9.38 Uhr: Link (archiviert)Wahlkreis Bad Kissingen, Stand 26. Februar 2025 um 8.03 Uhr: Link (archiviert)Wahlkreis 103 Mettmann I, Stand 6. M\u00e4rz 2025 um 7.19 Uhr: Link (archiviert)Zur Quelle wechselnAuthor: Sarah Thust"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Bundestagswahl 2025: Warum das vorl\u00e4ufige Wahlergebnis von Angaben der Gemeinden abweicht","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/bundestagswahl-2025-warum-das-vorlaeufige-wahlergebnis-von-angaben-der-gemeinden-abweicht\/#breadcrumbitem"}]}]