[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/co2-lager-gefahr-durch-geplante-pipeline-im-rheinland\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/co2-lager-gefahr-durch-geplante-pipeline-im-rheinland\/","headline":"CO2-Lager: Gefahr durch geplante Pipeline im Rheinland","name":"CO2-Lager: Gefahr durch geplante Pipeline im Rheinland","description":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechseln Die deutsche Industrie hofft auf eine einfache L\u00f6sung zur Klimakrise: Sie will ihre Treibhausgase per Pipeline entsorgen und unterirdisch in der Nordsee einlagern, \u00e4hnlich wie beim Atomm\u00fcll-Endlager. 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So k\u00f6nnten die Konzerne weiterhin Stahl, Chemie und Zement produzieren, ohne teure Emissionszertifikate kaufen zu m\u00fcssen. Die Methode nennt sich Carbon Capture and Storage (CCS).\u00a0R\u00fcckenwind erhalten die Unternehmen von Union und SPD: Die designierte Regierungskoalition setzt bei der Energiewende auf CCS. Das aktuell gr\u00f6\u00dfte Projekt in Deutschland ist der \u201cDelta Rhine Corridor\u201d. Bis fr\u00fchestens 2033 soll abgespaltenes CO2 durch ein circa 700 Kilometer langes, grenz\u00fcberschreitendes Pipeline-Netz flie\u00dfen, das vom niederl\u00e4ndischen Rotterdam \u00fcber K\u00f6ln und Gelsenkirchen bis nach Ludwigshafen reicht. Parallel dazu soll ein Wasserstoffnetzwerk die angeschlossenen Firmen mit \u201eCO2-armen und CO2-freien\u201c Wasserstoff versorgen, wie es auf der Projektseite hei\u00dft. Das Projekt befindet sich noch in der fr\u00fchen Planung und wird mit Steuergeldern gef\u00f6rdert.Delta Rhine Corridor: Ein verlockendes Versprechen f\u00fcr Politik und IndustrieDoch ob und wann das Pipelinesystem je realisiert wird, ist ungewiss. Denn das Projekt birgt gro\u00dfe Risiken, wie gemeinsame Recherchen von CORRECTIV und dem WDR-Magazin Westpol zeigen: Die bislang unerprobte Mischung aus Gasen von den vielen beteiligten Industrien k\u00f6nnte dazu f\u00fchren, dass die Pipeline Risse bekommt und CO2 ausstr\u00f6mt. Zudem sind die technischen H\u00fcrden der gesamten CCS-Infrastruktur so hoch, dass die L\u00f6sung entweder zu sp\u00e4t kommen oder so teuer werden k\u00f6nnte, dass die Idee verworfen wird. Oder der Steuerzahler einspringen muss, wie einige der industriellen Nutzer \u00f6ffentlich einr\u00e4umen.Dabei ist die CCS-Idee ist denkbar verlockend: Ungewollte Treibhausgase k\u00f6nnten buchst\u00e4blich von der Erdoberfl\u00e4che verschwinden. Nichts m\u00fcsste sich \u00e4ndern, alle k\u00f6nnten weiter CO2 produzieren. Auch deshalb setzen CDU und SPD auch im aktuellen Koalitionsvertrag auf CCS. Es ist einer der konkretesten Punkte zum Klimaschutz. Die Abspaltung und Speicherung von CO2 aus industriellen Prozessen sei ein \u201eunerl\u00e4ssliches Instrument\u201c der Energiewende. Um das m\u00f6glichst schnell voranzubringen, werde man \u201edas \u00fcberragende \u00f6ffentliche Interesse f\u00fcr den Bau dieser CCS\/CCU-Anlagen- und Leitungen\u201c feststellen.Was ist CCS?Carbon Capture and Storage (CCS), auf Deutsch: Abscheidung und Speicherung von Kohlenstoff ist eine Technik, um klimasch\u00e4dliches Kohlendioxid (CO2) unterirdisch zu lagern. Es gilt als gro\u00dfe Hoffnung im Klimaschutz.Die CCS-Technik trennt CO2 aus industriellen Prozessen ab. Technische Verfahren filtern das CO2 aus den Emissionen heraus. Anschlie\u00dfend wird es \u00fcber Pipelines oder per Schiff transportiert und am Ende unterirdisch gespeichert. Entweder im Meeresgrund oder im Boden.CCS z\u00e4hlt neben dem Ausbau erneuerbarer Energien zu den Ma\u00dfnahmen, die die Wirtschaft dekarbonisieren sollen. Vor allem gro\u00dfe CO2-Emittenten aus der Zement-, Stahl- und Chemieindustrie sollen so k\u00fcnftig ihre nicht vermeidbaren Emissionen auf Null senken. Bisher ist allerdings unklar, ob das gespeicherte CO2 dauerhaft und vollst\u00e4ndig in den unterirdischen Speichern bleibt. Auch die Kosten pro Tonne CO2 sind unklar \u2013 die Betreibergesellschaft OGE kann heute keine Sch\u00e4tzung dar\u00fcber abgeben.Hinter dem Delta Rhine Corridor steht ein Zusammenschluss von Konzernen aus der Chemie- und fossilen Industrie: BASF, der niederl\u00e4ndische Stromnetzbetreiber Tennet und der Gasnetzbetreiber Gasunie, der dem niederl\u00e4ndischen Staat geh\u00f6rt. Au\u00dferdem der Gaskonzern Open Grid Europe GmbH (OGE), ein Nachfolgeunternehmen des Essener E.ON-Konzerns, das das gr\u00f6\u00dfte Gasnetz in Deutschland betreibt. Das Problem des Delta-Projekts: Die Idee, eine Pipeline f\u00fcr viele Nutzer zu \u00f6ffnen, ist Neuland. Zwar behauptet OGE, die sei bereits in den USA erprobt und daher \u201eetabliert\u201c. Doch Experten widersprechen: Gegen\u00fcber CORRECTIV und WDR erkl\u00e4ren sie, ein vergleichbares Projekt existiere nicht. Es g\u00e4be zwar bereits gro\u00dfe CCS-Projekte, vor allem in den USA. Doch im Delta Rhine Corridor sollen erstmals CO2-Str\u00f6me verschiedener Industrien zusammen flie\u00dfen. Etwa von Zementfabriken und Gaskraftwerken.Ein solches Vorhaben sei noch nie umgesetzt worden, sagt Andrew Reid, Analyst des US-amerikanischen Institute for Energy Economics and Financial Analysis (IEEFA) gegen\u00fcber CORRECTIV und WDR. Zwar existieren in den USA riesige CO2-Transportnetze, aber dabei werden die CO2-Str\u00f6me verschiedener Verbrennungsprozesse nicht vermischt. Sie lie\u00dfen sich daher nicht mit dem Delta Rhine Corridor vergleichen. Zudem fehlten Standards f\u00fcr diese Form des CO2-Transports, so Reid. Dabei seien diese unverzichtbar, da Korrosion die Pipeline besch\u00e4digen k\u00f6nnte, wenn sich das CO2 w\u00e4hrend des Transports etwa mit Wasserdampf mischt.CCS: Fehlende Standards und hohes RisikoDas Problem der verschiedenen CO2-Str\u00f6me sei \u201ehochrelevant und nicht trivial\u201c, sagt auch Karin Arnold, Co-Leiterin des Forschungsbereichs Systeme und Infrastrukturen am Wuppertal Institut. Bereits geringe Mengen an Begleitstoffen im CO2-Strom k\u00f6nnten den Zustand ver\u00e4ndern, etwa indem sich das Gas pl\u00f6tzlich ausdehne. \u201eEs kann sein, dass die Pipeline das nicht mitmacht\u201c, so Arnold gegen\u00fcber CORRECTIV und WDR. Dadurch k\u00f6nnten Risse entstehen und Gas entweichen.Die Betreibergesellschaft OGE sagt auf Anfrage von CORRECTIV und WDR, die internationalen Standards w\u00fcrden gerade weiterentwickelt. CO2 und andere Gase w\u00fcrden erst dann transportiert, wenn diese den Anforderungen entsprechen. Auf die Frage nach der Korrosion ging OGE nicht ein.CCS-Industrie setzte sich f\u00fcr niedrige Standards einDerzeit entwickelt der Deutsche Verein des Gas- und Wasserfaches (DVGW) Standards f\u00fcr die CCS-Technik. Der Verein entwickelt laut eigenen Angaben regelm\u00e4\u00dfig Regeln und Normen f\u00fcr die deutsche Gas- und Wasserwirtschaft und z\u00e4hlt auch OGE und BASF zu seinen Mitgliedern \u2013 zwei der Unternehmen, die nun den Delta Rhine Corridor planen. Laut DVGW werde ein erster Entwurf der Richtlinie aktuell \u00fcberarbeitet. Kernpunkt dabei: die Grenzwerte f\u00fcr die Begleitstoffe.\u00a0\u00a0\u00a0\u201eDie Industrie macht hier ihre eigenen Regeln\u201c, sagt Kerstin Meyer, Leiterin Wirtschaft und Finanzen beim BUND. Dass ein Interessenverband der Gasindustrie jetzt Standards festlegen d\u00fcrfe, das sei leider \u201e\u00fcblich\u201c, aber \u201enicht akzeptabel\u201c, kritisiert Meyer im Gespr\u00e4ch mit CORRECTIV und WDR.\u00c4hnlich hatte sich bereits die Deutsche Umwelthilfe (DUH) im M\u00e4rz 2024 ge\u00e4u\u00dfert: \u201eF\u00fcr die Gew\u00e4hrleistung der technischen Sicherheit\u201c sei fachliche Neutralit\u00e4t erforderlich, hei\u00dft es in einer Stellungnahme der Organisation. Daher sei der DVGW \u201edurch die Interessenvertretung seiner Mitglieder aus der Gaswirtschaft denkbar ungeeignet\u201c.Risiken sind gewaltig \u2013 das wei\u00df auch die CCS IndustrieDie Industrie setzt sich f\u00fcr niedrige Standards ein. Bei einer Veranstaltung der Europ\u00e4ischen Kommission im Oktober, dem \u201eIndustrial Carbon Management Forum\u201c, erkl\u00e4rt ein Vertreter der europ\u00e4ischen Zementindustrie unverbl\u00fcmt, man sollte auf m\u00f6glichst niedrige Standards f\u00fcr den CO2-Transport hinarbeiten. Im Kern geht es darum, ob die verschiedenen Industrien ihr CO2 von Beiprodukten reinigen m\u00fcssen, etwa von Schwefeloxiden. Denn genau in einem bislang unbekannten Chemiecocktail besteht die Gefahr. \u201eDas ist noch Neuland\u201c, sagt Martijn Smit vom norwegischen \u00d6l- und Gaskonzern Equinor.In der Diskussion bei der Veranstaltung im franz\u00f6sischen Pau zeigt sich zudem: Auch f\u00fcr die Industrie sind die finanziellen Risiken gewaltig. Einige Konzerne vermuten sogar so gewaltig, dass Versicherungen aussteigen k\u00f6nnten \u2013 und dann die \u00f6ffentliche Hand einspringen m\u00fcsse.\u00a0Nach Pl\u00e4nen des Gaskonzerns OGE k\u00f6nnten im Jahr 2030 rund 16 Millionen Tonnen CO2 aus NRW durch die Pipelines Richtung Nordsee transportiert werden. Das entspr\u00e4che rund \u201e2,5 Prozent der CO2-Emissionen Deutschlands im Jahr 2023\u201c. Das Delta-Projekt macht deutlich, wie schwer die CCS-Ziele zu erreichen sind: Die EU will bis 2050 rund zehn Prozent aller Emissionen durch diese und verwandte Techniken unsch\u00e4dlich machen. Die Rhein-Ruhrpipeline w\u00fcrde also, selbst wenn alles glatt l\u00e4uft, nur ein Viertel der CCS-Ziele erf\u00fcllen.\u00a0Die D\u00fcsseldorfer Wirtschafts- und Klimaministerin Mona Neubauer (Gr\u00fcne) pl\u00e4diert gegen\u00fcber CORRECTIV und WDR daf\u00fcr, m\u00f6glichst wenig CO2 zu produzieren. Dort, wo es unvermeidlich sei, sollte es aber bestenfalls wiederverwendet und mit der notwendigen Infrastruktur abtransportiert werden.Welche Risiken mit solch einer Infrastruktur verbunden sind, zeigt ein Blick in die USA: Dort explodierte im Jahr 2020 eine CO2-Pipeline in einem Dorf im Bundesstaat Mississippi. Das ausstr\u00f6mende Gas vergiftete Anwohner. 45 Menschen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden, weitere 200 wurden vorsorglich evakuiert.\u00a0Delta Rhine Corridor: Bisher unklar, welche Kommunen betroffen sein k\u00f6nntenLaut den Pl\u00e4nen des Firmen-Konsortiums um OGE soll die Pipeline komplett neu verlegt werden und teilweise durch das dicht besiedelte Ruhrgebiet f\u00fchren. Die genaue Strecke ist noch nicht bekannt.\u201eDerzeit l\u00e4uft noch keine Raumvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung f\u00fcr den Delta Rhine Corridor\u201c, teilt das Ministerium f\u00fcr Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie Nordrhein-Westfalen (MWIKE) auf Anfrage von CORRECTIV und WDR mit. Diese Pr\u00fcfung ist der erste Schritt vor einer m\u00f6glichen Zulassung.\u00a0Klar sind hingegen die Industriestandorte, die an die Pipeline angeschlossen werden sollen. Dazu schreibt das MWIKE: \u201eIn Nordrhein-Westfalen plant der Gaskonzern OGE eine CO2-Transportleitung von K\u00f6ln-Wesseling \u00fcber Kempen nach Gelsenkirchen-Scholven.\u201c Auch eine Verbindung von Gelsenkirchen-Scholven nach Duisburg sei geplant.\u00a0In K\u00f6ln-Wesseling hat Shell einen Sitz, aber auch der Chemiekonzern Evonik. In Gelsenkirchen-Scholven betreibt unter anderem der \u00d6lkonzern BP eine Erd\u00f6lraffinerie. Unklar ist, ob und inwieweit all diese Unternehmen k\u00fcnftig auch an den Delta Rhine Corridor angeschlossen werden.\u00a0CCS galt bisher als L\u00f6sung f\u00fcr Unternehmen, die ihre Emissionen aufgrund ihrer Produktionsprozesse nicht auf Netto null reduzieren k\u00f6nnen. Das ist vor allem in der Zement- und Kalkindustrie der Fall. Der Koalitionsvertrag sieht vor, CCS k\u00fcnftig \u201einsbesondere f\u00fcr schwer vermeidbare Emissionen des Industriesektors und f\u00fcr Gaskraftwerke\u201c zu erm\u00f6glichen. Auch die Stahlindustrie wird ausdr\u00fccklich genannt. Praktisch steht die Technologie damit allen Industriebranchen offen, die sie nutzen wollen.\u00a0F\u00fcr Greenpeace ist die Technik hingegen keine Klimaschutzl\u00f6sung, \u201esondern eine teuer erkaufte Illusion.\u201c Laut der Umweltschutzorganisation scheiterten bislang rund 90 Prozent aller CCS-Projekte weltweit. Besser sei es, Emissionen direkt zu vermeiden.\u00a0EU f\u00f6rdert Delta Rhine Corridor mit neun Millionen EuroTrotz dieser Bedenken und offenen Fragen unterst\u00fctzt die Europ\u00e4ische Union den Delta Rhine Corridor gro\u00dfz\u00fcgig mit Steuergeld: Im Januar genehmigte die Europ\u00e4ische Kommission eine F\u00f6rderung in H\u00f6he von neun Millionen Euro. Das Geld flie\u00dft im Rahmen der \u201eProjects of Common Interest\u201c (PCI), einem F\u00f6rderprogramm f\u00fcr grenz\u00fcberschreitende Infrastruktur- und Energieprojekte.\u00a0Laut dem Gaskonzern und Initiator des Delta-Projekts, OGE, plant das Konsortium, mit dem EU-Geld die Raumvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung zu kofinanzieren. Beantragt hatte die F\u00f6rderung der Energiekonzern Shell, der urspr\u00fcnglich Teil des Firmen-Konsortiums war. Mittlerweile aber nur noch ein wichtiger Kunde des Projekts sei, wie Shell gegen\u00fcber CORRECTIV und WDR angibt.\u00a0Zuspruch bekam das Projekt dabei auch von der bisherigen Bundesregierung. Das BMWK hat f\u00fcr das Projekt einen \u201eLetter of Support\u201c f\u00fcr den Antrag auf EU-Gelder ausgestellt.Kritik an der F\u00f6rderung kommt von Michael Bloss, Abgeordneter der Gr\u00fcnen im EU-Parlament. Es sei nicht nachvollziehbar, warum \u00f6ffentliche Gelder in so ein Projekt fl\u00f6ssen, so Bloss gegen\u00fcber CORRECTIV und WDR. \u201eDas ist eine gro\u00dfe Verschwendung von Steuergeld und ein Versuch, klimasch\u00e4dlichem Gas und \u00d6l das Leben zu verl\u00e4ngern.\u201c\u00a0Dabei g\u00e4be es g\u00fcnstigere und effizientere Alternativen wie den Ausbau erneuerbarer Energien.Mit den Pl\u00e4nen, CCS k\u00fcnftig auch in Gaskraftwerken einzusetzen, mache sich die neue Bundesregierung zum \u201eErf\u00fcllungsgehilfen der fossilen Industrie\u201c, so Bloss weiter. Gaskraftwerke seien auch mit CCS nicht klimaneutral. \u201eDas Vorhaben der Bundesregierung ist extrem teuer und ineffizient.\u201c\u00a0Update, 11. April 2025: Nach der Ver\u00f6ffentlichung hat Shell uns mitgeteilt, nicht mehr Teil des Firmen-Konsortiums um den Delta Rhine Corridor zu sein. Das Unternehmen sei nur noch ein wichtiger Kunde. Wir haben das im Text korrigiert.\u00a0Redigat: Marie Br\u00f6ckling und Justus von DanielsDesign: Ivo MayrFaktencheck: Marie Br\u00f6cklingDie Recherche wurde gef\u00f6rdert und unterst\u00fctzt von Netzwerk Recherche und Ecosia. Weitere Informationen finden Sie hierZur Quelle wechselnAuthor: Gesa Steeger"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"CO2-Lager: Gefahr durch geplante Pipeline im Rheinland","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/co2-lager-gefahr-durch-geplante-pipeline-im-rheinland\/#breadcrumbitem"}]}]