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Der gescheiterte Traum von Olympia

Im heutigen Plenum hat der Ministerpräsident erwartungsgemäß alle Verantwortung für das frühzeitige Scheitern der Olympiabewerbung Rhein-Ruhr 2032 von sich gewiesen. Anstatt Fehler einzuräumen hat dem Ministerpräsidenten zufolge die Entscheidung zu Gunsten Brisbanes „andere Gründe“. Damit reiht sich die Landesregierung in die Schuldzuweisungen ein, welche sich die verantwortlichen Akteure nun gegenseitig zuschieben, anstatt ihr eigenes Vorgehen kritisch zu reflektieren.
Seitdem die SPD-Fraktion im November 2019 gemeinsam mit allen demokratischen Parteien für eine Bewerbung gestimmt hat, ist nicht mehr viel passiert außer ein paar medienwirksame Auftritte des Ministerpräsidenten. Wir haben ein Budget für eine Machbarkeitsstudie beantragt, wir haben ein transparentes Konzept mit konkreter Kostenkalkulation gefordert und die Idee einer Bürger:innenbeteiligung im Rahmen der Landtagswahlen eingebracht. Keine dieser eminenten Forderungen wurde aufgegriffen und so ist es nicht verwunderlich, dass der Traum von Olympia trotz guten Grundkonzepts der Privatinitiative an der Umsetzung erster Planungsschritte gescheitert ist.
Im Gegensatz zur Landesregierung bleibe ich, genauso wie meine Fraktion, realistisch und sehe diese Bewerbung als gescheitert an, weil der DOSB nicht länger an der Bewerbung festhalten will. Auch eine mögliche Bewerbung für die historisch belasteten Spiele 2036 sehen wir äußerst kritisch.

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