[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/der-russische-militaerattachestab-russland-schickt-top-spione-nach-deutschland\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/der-russische-militaerattachestab-russland-schickt-top-spione-nach-deutschland\/","headline":"Der russische Milit\u00e4rattach\u00e9stab: Russland schickt Top-Spione nach Deutschland","name":"Der russische Milit\u00e4rattach\u00e9stab: Russland schickt Top-Spione nach Deutschland","description":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechseln Russland\/Ukraine Der russische Milit\u00e4rattach\u00e9stab: Russland schickt Top-Spione nach Deutschland Einem Milit\u00e4rattach\u00e9 an der russischen Botschaft wird Spionage vorgeworfen. Recherchen von CORRECTIV und iStories zeigen: Er ist nicht der einzige Stabsmitarbeiter mit bemerkenswertem Geheimdiensthintergrund. 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Recherchen von CORRECTIV und iStories zeigen: Er ist nicht der einzige Stabsmitarbeiter mit bemerkenswertem Geheimdiensthintergrund. Russland hat offenbar mindestens einen weiteren Top-Agenten unter falscher Identit\u00e4t nach Deutschland geschickt.                    von                                Alexej Hock                                , Silvia St\u00f6ber23. Januar 2026                                Mindestens zwei zuletzt im Milit\u00e4rattach\u00e9stab der russischen Botschaft t\u00e4tige Diplomaten sind in Wahrheit GRU-Agenten. Nach au\u00dfen hin treten sie unter anderem auf Gedenkveranstaltungen auf, wie hier im April 2025 in Torgau. Foto: picture alliance\/dpa | Hendrik Schmidt                            Nach der Ausweisung eines stellvertretenden Milit\u00e4rattach\u00e9s der russischen Botschaft wegen Spionage-Verdachts haben CORRECTIV und das russische Investigativmedium iStories einen weiteren russischen Diplomaten mit einer hochkar\u00e4tigen Ausbildung beim milit\u00e4rischen Geheimdienst GRU ausgemacht.Der Milit\u00e4rattach\u00e9 Alexej Klimow, Vorgesetzter des am Donnerstag ausgewiesenen Andrej Majorow, arbeitet in Deutschland offenbar unter falschem Namen und hat eine milit\u00e4risch-geheimdienstliche Ausbildung durchlaufen. Er war zuvor in den Niederlanden t\u00e4tig, als dort eine Reihe von GRU-Operationen aufgeflogen waren.Geheimdienstliche T\u00e4tigkeiten in Deutschland seien \u201ev\u00f6llig inakzeptabel\u201c, erkl\u00e4rte Au\u00dfenminister Johann Wadephul (CDU) nach der Ausweisung von Majorow am Donnerstag, \u201einsbesondere unter dem Deckmantel der Diplomatie\u201c. Wie ernst meint die Bundesregierung diese Aussage?CORRECTIV-Recherchen zeigen, dass Russland mit Klimow offenbar mindestens einen weiteren Top-Spion nach Deutschland geschickt hat.Entsendung unter falschem NamenNach der russischen vollumf\u00e4nglichen Invasion in die Ukraine im Jahr 2022 war das russische Botschaftspersonal in den meisten europ\u00e4ischen L\u00e4ndern stark reduziert worden. 40 russische Staatsangeh\u00f6rige mit Diplomatenstatus mussten Deutschland verlassen.Der nun ausgewiesene stellvertretende Milit\u00e4rattach\u00e9 Andrej Majorow sowie sein Vorgesetzter Alexej Klimow haben ihre Dienstposten an der russischen Botschaft erst nach dieser Ausweisungswelle ab 2023 angetreten.Recherchen von CORRECTIV und iStories auf Basis von geleakten russischen Daten zu Grenz\u00fcbertritten und mit Hilfe von Gesichtserkennungssoftware weisen darauf hin, dass der neue Milit\u00e4rattach\u00e9 Klimow unter Decknamen in Deutschland arbeitet. Demnach reiste Klimow in den Jahren 2023 und 2024 unter dem Namen Alexander Pawlenko. Der Abgleich mit anderen geleakten russischen Datenbanken best\u00e4tigt die mutma\u00dfliche Personengleichheit.Pawlenko-Klimow diente in einer Ingenieurs- und Pioniertruppe im Altai in Sibirien und in Nachabino bei Moskau, wo das zentrale Forschungs- und Testinstitut der russischen Pioniertruppen liegt. Sp\u00e4ter absolvierte er eine Akademie der Streitkr\u00e4fte und wurde f\u00fcr die Milit\u00e4rakademie des Verteidigungsministeriums ausgew\u00e4hlt, eine Ausbildungsst\u00e4tte des Milit\u00e4rgeheimdienstes GRU. Das ergibt sich aus fr\u00fcheren Meldedaten.Dienst in den Niederlanden und mehrere Spionagef\u00e4lleFr\u00fchere Grenz\u00fcbertritte zeigen, dass Pawlenko-Klimow von 2017 bis 2020 in den Niederlanden t\u00e4tig war. In diese Zeit, als der russische Milit\u00e4rgeheimdienstler dort offenbar im diplomatischen Korpus t\u00e4tig war, fallen mehrere Operationen des GRU.Im April 2018 waren nach Angaben des niederl\u00e4ndischen Verteidigungsministeriums vier russische Agenten mit diplomatischen P\u00e4ssen eingereist. Drei Tage sp\u00e4ter wurden sie auf frischer Tat ertappt und festgenommen. Sie sollen versucht haben, sich von einem gemieteten Kleinwagen und mit Spionage-Equipment in die Organisation f\u00fcr das Verbot chemischer Waffen (OPCW) einzuhacken, so die sp\u00e4ter pr\u00e4sentierten Ermittlungsergebnisse.OPCW-Experten besch\u00e4ftigten sich zu diesem Zeitpunkt mit den Vorw\u00fcrfen, im syrischen B\u00fcrgerkrieg seien Chemiewaffen eingesetzt worden.Die Auswertung der Ger\u00e4te ergab laut dem niederl\u00e4ndischen Ministerium, dass auch Hackerattacken auf die Untersuchungen zum Abschuss des Passagierflugzeuges MH17 geplant waren. Das Flugzeug der Malaysia Airlines war im Juli 2014 \u00fcber dem Kriegsgebiet im Osten der Ukraine abgeschossen worden, 298 Menschen starben. Die Untersuchung kam inzwischen zu dem Schluss, dass die Rakete, die das Flugzeug zerst\u00f6rte, zu einer russischen Luftabwehreinheit geh\u00f6rte.Klimow-Pawlenko verlie\u00df die Niederlande im September 2020, wie aus der Datenbank der Grenz\u00fcbertritte hervorgeht. Einen Monat zuvor hatte das russische Au\u00dfenministerium bekannt gegeben, dass in einem Dienstwagen des russischen Milit\u00e4rattach\u00e9s in den Niederlanden eine Wanze entdeckt worden sei.Eine Anfrage von CORRECTIV zu Klimow und Majorow lie\u00df die russische Botschaft bis zur gesetzten Frist unbeantwortet.Nicht der erste Spionage-Fall mit Beteiligung von BotschaftsmitarbeiternEs gilt als offenes Geheimnis, dass alle Angeh\u00f6rigen des Milit\u00e4rattach\u00e9stabes an den Vertretungen Russlands in Deutschland hauptamtliche Mitarbeiter des GRU sind. Selten erf\u00e4hrt die \u00d6ffentlichkeit \u00fcber die konkreten T\u00e4tigkeiten der Geheimdienstleute. Ermittlungen und Gerichtsprozesse erlauben aber immer wieder einen Einblick in die russischen Geheimdienstoperationen unter Beteiligung solcher Botschaftsmitarbeiter.Berlin war in den vergangenen Jahren h\u00e4ufig Tatort f\u00fcr Zutr\u00e4ger russischer Geheimdienste.So wurde der Brite David Smith 2023 zu 13 Jahren Gef\u00e4ngnis verurteilt, der als Wachmann der britischen Botschaft nur wenige Gehminuten entfernt von der russischen Botschaft arbeitete. Er gab jahrelang geheime Dokumente weiter, bis er ertappt wurde und 2020 in eine Falle des britischen Geheimdienstes MI5 ging. Eine seiner Kontaktpersonen war Generalmajor Sergej Chuchrow, der vor Klimow-Pawlenko Milit\u00e4rattach\u00e9 an der russischen Botschaft war.2022 wurde der Ex-Reserveoffizier Ralph G. wegen geheimdienstlicher T\u00e4tigkeit zu einer Bew\u00e4hrungsstrafe verurteilt. Er hatte sich mehreren Milit\u00e4rattach\u00e9s der russischen Botschaft in Berlin angedient und damit nach Feststellung des D\u00fcsseldorfer Oberlandesgerichts dem GRU \u00fcber Jahre Informationen geliefert.Zu Oberst Michail Starow, von 2010 bis 2017 Luftwaffen- und Marineattach\u00e9 an der russischen Botschaft in Berlin, unterhielt der Ex-Reserveoffizier einen geradezu freundschaftlichen Kontakt. Als Zeuge in dem Prozess sagte Brigadegeneral a.D. Reiner Schwalb aus, dass der Bundesverfassungsschutz die Milit\u00e4rattach\u00e9s funktional dem GRU zuordne. Diese nutzten ihren Diplomatenstatus als Tarnung, erl\u00e4uterte die Bundesanwaltschaft als Ankl\u00e4gerin in dem Fall.2021 wurde bekannt, dass die deutschen Beh\u00f6rden Kenntnis \u00fcber die Entsendung eines Geheimdienstmitarbeiters an die russische Botschaft in Berlin erlangt hatten, der Spezialist f\u00fcr Desinformation und die Durchsetzung russischer Interessen war. Er war f\u00fcr eine Abteilung im Einsatz, deren Aufgaben unter anderem getarnte Einflussoperationen im Ausland sowie die Destabilisierung von Staaten war.Der zweite hervorragend ausgebildete Milti\u00e4rattach\u00e9Im j\u00fcngsten Spionage-Verdachtsfall steht Klimows Stellvertreter Andrej Majorow im Verdacht, F\u00fchrungsoffizier der deutsch-Ukrainerin Ilona W. gewesen zu sein. Der Generalbundesanwalt, der die Frau am Mittwoch festnehmen lie\u00df, wirft ihr vor, Informationen \u00fcber Teilnehmer politischer Veranstaltungen sowie \u00fcber Standorte der R\u00fcstungsindustrie und Drohnentests an ihren Kontaktmann \u00fcbergeben zu haben.Recherchen von CORRECTIV und iStories hatten ergeben, dass es sich bei Andrej Majorow um einen gut ausgebildeten Oberstleutnant des Milit\u00e4rgeheimdienstes GRU handelt. In Russland durchlief er eine hochkar\u00e4tige Ausbildung an einer Milit\u00e4rschule in Nowosibirsk, wo Spezialkr\u00e4fte der milit\u00e4rischen Aufkl\u00e4rung ausgebildet werden. Er diente bei Luftlandetruppen der Armee und absolvierte dann eine GRU-Akademie in Moskau.Den Recherchen zufolge war Majorow in Russland zuletzt in einer GRU-Einheit der milit\u00e4risch-technischen Weltraumaufkl\u00e4rung eingesetzt. In Berlin war er offenbar unter seinem echten Namen t\u00e4tig.Wie der Spiegel unter Berufung auf Sicherheitskreise berichtete, soll der russische Milit\u00e4rgeheimdienst in der Botschaft zwischenzeitlich nur noch mit zwei M\u00e4nnern vertreten gewesen sein. Inzwischen habe Russland die Zahl wieder auf f\u00fcnf Personen aufgestockt.Mit Majorow und Klimow-Pawlenko hat Russland zwei gut ausgebildete Oberstleutnante nach Berlin entsandt, was die strategische Bedeutung des Operationslandes Deutschland f\u00fcr Russland unterstreicht. Deutschland gilt als Drehscheibe f\u00fcr die NATO und wichtiges Transitland f\u00fcr den Transport von Milit\u00e4rtechnik in die Ukraine.Redigatur und Faktencheck: Anette DowideitZur Quelle wechselnAuthor: Alexej Hock"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Der russische Milit\u00e4rattach\u00e9stab: Russland schickt Top-Spione nach Deutschland","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/der-russische-militaerattachestab-russland-schickt-top-spione-nach-deutschland\/#breadcrumbitem"}]}]