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Die Fakten & rechtsextremen Hintergründe, von denen „PanoramaGate“ ablenken soll

Autor und verantwortlich für den Artikel: Volksverpetzer (siehe unten

Um was geht es eigentlich beim Thema vermeintlichen „Panoramagate“?

Es wurde vom WELT-Kolumnisten Rainer Mayer („Don Alphonso“) versucht, mit teils falschen, teils überzogenen, teils konstruierten Vorwürfen die Recherche des Teams von Panorama und die Seriosität einer nur am Rande für ihre Einschätzung befragte Extremismusexpertin in Frage zu stellen und letztere an den Pranger zu stellen, was für sie Gewaltdrohungen gegen sie und ihre Kinder durch Rechtsextreme zu Folge hatte.

Während gleichzeitig der Verdacht der Rechtsextremismusoffenheit des Oberstleutnant Marcel Bohnert, um den es eigentlich geht, der für Social Media für die Bundeswehr zuständig war, heruntergespielt und verleugnet wurde. Die Einzelheiten hat unser Kollege hier schon ausführlich dokumentiert:

Pseudo-„PanoramaGate“: Lügen, Ablenkungen & rechtsextreme Gewaltdrohungen

Anstatt sich auf die haltlosen Vorwürfe gegen Panorama und Strobl zu konzentrieren, ist es viel wesentlicher, beim Thema zu bleiben. Die Bundeswehr-Affäre, die von Meyer und Konsorten mit „nur drei Likes“ heruntergespielt wird, ist nämlich viel größer, als er und eine teils rechtsextreme Leserschaft zugeben wollen. Beschäftigen wir uns doch einfach mal mit den Tatsachen, die zur Verfügung stehen und zeigen die Fakten zur Affäre, von denen Rechte nicht wollen, dass sie öffentlich werden oder diskutiert werden.

Tatsache 1: Bundeswehr-Offizier Bohnert referierte bei der Burschenschaft Cimbria

Bild von der Webseite der Burschenschaft Cimbria München

Aussage des Bundeswehr Offiziers im Spiegel:

Spiegel Interview vom 25.07.2020: Ich habe den Hintergrund von „Cimbria“ damals über Google angesehen und keine Hinweise gefunden, dass die nicht auf dem Boden der Verfassung stehen.

Diese Aussage kann leider nicht stimmen, denn eine Recherche zur Burschenschaft Cimbria führt schon bei einer normalen Internetrecherche über Google beim dritten oder vierten Eintrag zu einem Artikel der SZ aus dem Jahre 2013 und den rechtsextremen Umtrieben der Burschenschaft Cimbria.

SZ Artikel 2013 zur Cimbria: Es ist im Moment einiges los bei den Mitgliedern der Münchner Burschenschaft Cimbria. Am vergangenen Wochenende waren sie Gastgeber für ein dreitägiges Seminar der politisch rechts außen stehenden Burschenschaftlichen Gemeinschaft (BG). Und am kommenden Wochenende geht es gleich weiter. Am Samstag findet im Haus der Cimbria, gelegen in der Cuvilliésstraße in Bogenhausen, ein weiteres Seminar statt, diesmal im Namen des Dachverbandes Deutsche Burschenschaft (DB), den inzwischen mehr als 30 Mitgliedsbünde verlassen haben, weil er ihnen unter dem Einfluss der BG politisch zu radikal wird.

Nähe zum Bundesbruder der Danubia zu München

Die Nähe zum Bundesbruder der Danubia zu München ist jederzeit ersichtlich, denn die Bogenhausener Gespräche fanden sowohl bei der Danubia statt, als eben auch bei der Cimbria. Und sowohl Danuben, als eben auch die Bundesbrüder der DG waren wechselend bei den Vorträgen und Tagungen.

Artikel 2013 zum Treffen der Cimbria und Danubia: In diesem Haus sprechen seit Jahren immer wieder rechtsextremistische Referenten bei den „Bogenhausener Gesprächen“. So 1998 und 2011 der rechte Publizist Jürgen Schwab und der Holocaust-Leugner Wilhelm Stäglich.2006 zeigte Danubia die „Kleine Deutsche Kunstausstellung“ mit Werken von NS-Künstlern wie Georg Sluyterman und Rudolf Warnecke. „Der Titel war ein unverhohlenes NS-Zitat: In München fand achtmal die ’Große Deutsche Kunstausstellung’ statt, deren Künstlerauswahl Adolf Hitler persönlich beaufsichtigte.“, schreibt der Verfassungsschutz auf AZ-Anfrage.

„Wer eine Ausstellung mit solchem Titel und solchen Exponaten veranstaltet, lässt Rückschlüsse darauf zu, dass er den Nationalsozialismus nicht nur in künstlerischer, sondern auch in politischer Hinsicht für vorbildhaft hält.“ Als Vorsitzende der BG scheint die Cimbria Nähe zu diesen Rechtsextremen nicht zu stören. Andere Burschen wollen das nicht mehr mittragen: Viele sind aus dem Dachverband ausgetreten, weil ihnen der Kurs der radikalen Burschen zu sehr nach Rechtsaußen ging.

Rechtsextremen Umtriebe der Danubia

Zu den rechtsextremen Umtrieben der Danubia und den Bogenhausender Gesprächen hier noch einige direkte Fakten, unterhalb ist das Thema aber sehr ausführlich beschrieben:

  • Am 5. und 6. Dezember 1998 lud die Burschenschaft Danubia München zu den »Bogenhausener Gesprächen« ein, die unter dem Motto »30 Jahre nach 68« standen. Mit dabei der Holocaustleugner Horst Mahler. (Anm. Organisiert u.a. durch Andreas Kalbitz von der AfD!)
Horst Mahler (links) und Reinhold Oberlercher (rechts) sind vom SDS in rechte und völkische Kreise gewechselt. (Bild: Christian Ditsch) – Bildquelle Artikel des Antifainfoblatts – https://www.antifainfoblatt.de/artikel/68er-vor-rechter-burschenschaft-%C2%BBdanubia%C2%AB

Die Münchner „Burschenschaft Cimbria“ lud im April 2011 zu einem „Symposion Deutschland – Land der Tabuisierung“ nach Bogenhausen ein. Referenten damals, Erik Lehnert vom „Institut für Staatspolitik“ (Kubitschek) und Felix Krautkrämer von der Wochenzeitung „Junge Freiheit“.

Aus einem Artikel von Aida 2011 – Akademische Anti-Antifa: Die Münchner „Burschenschaft Cimbria“ lud im April 2011 zu einem „Symposion Deutschland – Land der Tabuisierung“ nach Bogenhausen ein. Es referierten dort die Berliner Erik Lehnert vom „Institut für Staatspolitik“ („Der Fall Sarrazin. Ein Weckruf und die Folgen“) und Felix Krautkrämer von der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ („Das linke Netz“). Wir berichten über die bei der Cimbria geäußerten Thesen der Referenten, über die antisemitischen Töne auf der Veranstaltung und wie dort die NPD gelobt wurde.Mitten im Münchner Nobelstadtteil Bogenhausen liegt die Villa der „Burschenschaft Cimbria“.

Die „Cimbria“ gehört der „Burschenschaftlichen Gemeinschaft“ (BG) an, dem rechten Flügel der völkischen „Deutschen Burschenschaft“ (DB). „Symposion Deutschland – Land der Tabuisierung“, lautete der Titel der Veranstaltung, die am 30. April 2011 rund 35 Personen in das Anwesen lockte, vor allem Burschenschafter und „Alte Herren“ mit Band und Mütze. Als Referenten waren Erik Lehnert, Geschäftsführer des neurechten „Institut für Staatspolitik“ (IfS), zum Thema „Der Fall Sarrazin. Ein Weckruf und die Folgen“, sowie Felix Krautkrämer, Redakteur der „Jungen Freiheit“ (JF), über „Das linke Netz“ geladen. Beworben worden war die Veranstaltung auf der Website der „Cimbria“, im „Rundbrief“ des IfS sowie auf der Website der Zeitschrift „Sezession“, dem Hausblättchen des Instituts.

Anbei die Einladung zu dieser Tagung bei der Cimbria. Einfache Recherche auf Seiten der Burschenschaft Cimbria.

Einladung zur Tagung durch die Burschenschaft Cimbria: http://www.cimbria.de/termine_detail.php/symposion-deutschland-land-der-tabuisierung-2011-04-30/

Verfassungsschutz

Schon 2013 prüfte der Verfassungsschutz die Umtriebe der Burschenschaft Cimbria.

Artikel der SZ 2013: Die Münchner Burschenschaft Cimbria steht an der Spitze einer Strömung im studentischen Verbindungswesen, von der Kritiker sagen, sie bilde neue Vordenker des Rechtsextremismus aus. Nun will sie an der offiziellen Feier zum Volkstrauertag teilnehmen. Das Innenministerium prüft noch.

Zu den Vorkommnissen aus 2009 kommen wir gleich noch.

Artikel der SZ 2013: Vor zwei Jahren hatte es um die Veranstaltung ziemlichen Wirbel gegeben. Auch damals hielt Innenminister Herrmann die Rede. Im Publikum waren einige Personen, die er im Nachhinein lieber nicht dabei gehabt hätte: etwa Burschenschafter von der Münchner Danubia, deren Aktivitas, also die noch studierenden Mitglieder, der bayerische Verfassungsschutz als rechtsextremistische Organisation einstuft. Die mit der Danubia befreundete Cimbria hatte die Veranstaltung zum Volkstrauertag damals auf ihrer Homepage als „Heldengedenken“ angekündigt – und bediente sich damit nationalsozialistischer Diktion.

Hätte die Welt und Herr Meyer nur ein wenig mehr recherchiert, wäre aufgefallen, dass die Cimbria und die Danubia in einem Rechtsextremen Umfeld zu Hause sind. Aber ein Eindreschen auf Frau Strobel lenkt eben von den eigentlichen Tatsachen im Bezug auf Fakten ab.

„Zusammen mit bekannten ultrarechten Organisationen wie der „Ordensgemeinschaft der Ritterkreuzträger“ ehemaliger Wehrmachts- und Waffen-SS-Angehöriger und der völkischen „Burschenschaft Danubia“ gestalteten Bundeswehr und Bundespolizei die Veranstaltung zum Volkstrauertag im Münchner Hofgarten. Im Publikum anwesend: Bayerns Innenminister Joachim Herrmann“.

Schon 2008 referierte bei der Burschenschaft Cimbria der Geschichtsrevisionist Gerd Schultze-Rhonhof. Übrigens nicht die erste Burschenschaft, bei der Schultze-Rhonhof referierte.

Schultze-Rhonhof ist Bundeswehr-Generalmajor a.D. und ehemaliger Territorialer Befehlshaber für Niedersachsen und Bremen. Er trat 1959 in die Bundeswehr ein und lehrte bis 1996 an der „Führungsakademie der Bundeswehr“.

Im Jahr 2003 veröffentlichte Schultze-Rhonhof sein geschichtsrevisionistisches Werk „Der Krieg, der viele Väter hatte“ im Münchener Olzog-Verlag.

Aida Artikel aus 2008: Die Münchner Burschenschaft Cimbria verschweigt  auf der eigenen homepage lieber den Namen ihres Referenten beim ersten „Burschenschaftlichen Abend“ im Wintersemester : Eingeladen hat sie nämlich den Geschichtsrevisionisten Gerd Schultze-Rhonhof.Am Mittwoch, 5.11.2008, veranstaltete die Burschenschaft Cimbria einen „Burschenschaftlichen Abend“ im eigenen Haus an der Cuivilliésstraße. General a. D. Gerd Schultze-Rhonhof soll zum Thema „Das Deutsch-Tschechische Drama 1918-1938“ referieren.

Zusätzlich betreibt er die Homepage „Vorkriegsgeschichte“ und trat als Referent und Redner in der extremen Rechten auf, von SS-Veteranen über Burschenschaften bis zu NPD-Nahen Organisationen.

Laut AIDA beurteilte das baden-württembergische Landesamt für Verfassungsschutz im Jahr 2007 eine Aussage von Schultze-Rhonhof („entscheidende Bemühungen der damaligen Reichsregierung, die den Frieden retten wollte und um alles in der Welt einen Krieg zu vermeiden suchte.“) zum Kriegsbeginn 1939 wie folgt:

„Die in dieser Aussage zum Ausdruck kommende, jeden seriösen Forschungsstand ignorierende Behauptung, Hitler-Deutschland habe nicht einmal den Krieg gegen Polen gewollt und sei daher ganz unschuldig am Ausbruch des Zweiten Weltkriegs gewesen, gehört zu den klassischen Konstanten in der verzerrten Realitätswahrnehmung rechtsextremer Geschichtsrevisionisten.“

Rechtsextremer Geschichtsrevisionist

Selbst der Verfassungsschutz erkennt also einen rechtsextremen Geschichtsrevisionisten. Stellt sich die Frage welcher Verlag einen solchen bei sich beheimaten würde.

Schultze-Rhonhof und sein Wirken ähneln sehr einem bereits verstorbenen Geschichtsrevisionisten. Der US-Autor David L. Hoggan (1923-1988) veröffentlichte 1961 im rechtsextremen Grabert-Verlag (Sitz: Tübingen) sein Machwerk „Der erzwungene Krieg“ (im Original: „The Forced War“), dass nur in Deutschland verlegt wurde.

Bei beiden Büchern nimmt der Titel den Inhalt vorweg. Beide leugnen die deutsche Alleinschuld am Zweiten Weltkrieg. Von der Fachwelt und der überregionalen Presse jeweils als unhistorisch abgelehnt und widerlegt erreichten beide Werke doch hohe Auflagen.

  • „Der erzwungene Krieg“ erschien kürzlich in der 15. Auflage, wie der Euro-Kurier 10/2008 des Grabert-Verlages stolz vermeldete, und erzielte bis heute über 100.000 verkaufte Exemplare. Zeitweise befand er sich sogar auf der SPIEGEL-Bestsellerliste.
  • „Der Krieg, der viele Väter hatte“ erscheint mittlerweile in der sechsten Auflage (Info 2008) erscheint und erzielte bis heute laut einer Werbe-Anzeige im Magazin „eigentümlich frei“ des Olzog-Verlages über 30.000 verkaufte Exemplare.

Hoggan, wie Schultze-Rhonhof tingelten als Referenten durch die extreme Rechte in Deutschland, deren Bedürfnis nach Entschuldung und Relativierung deutscher Geschichte sie damit bedienten. Diese Entschuldung ist die Voraussetzung für die Wiedergeburt eines völkischen und nationalistischen Deutschlands.

Geschichtsrevisionisten, oder Rechtsextreme sind eben nicht nur bei der Cimbria üblich, sondern auch bei den Bundesbrüdern der Danubia. Hier muss man klar auch auf Kalbitz und Wolf von der AfD Hinweisen, beide sind „Alte Herren“. Hans-Ulrich Kopp der mit Kalbitz eine Vita teilt, und zwar im Witikobund, JLO, Neofaschistentreffen in Diksmuide taucht eben vielfach als Referent und Leiter solcher Veranstaltung auf.

Für den 12. Juni 2009 kündigt die Bogenhausener Burschenschaft Danubia den „14. Herrschaftsfreien Dialog“ an. Hans-Ulrich Kopp (Stuttgart), Vorsitzender des Altherrenverbands der Danubia und Multifunktionär der extremen Rechten in Deutschland, will sich dabei mit dem FPÖ-Politiker Martin Graf über „freie und unfreie Rede (Martin Walser) – Das Grundrecht auf Opposition im Rechtsstaat“ unterhalten.

Weitere Veranstaltungen, an denen sowohl Danuben, als eben auch die Bundesbrüder der Cimbria teilnahmen.

Für den 1. Juli 2009 kündigt die Danubia einen „Burschenschaftlichen Abend“ mit dem extrem rechten Publizisten Richard Melisch (Wien) an. Der bekannte Antisemit soll ausgerechnet zum Thema „Der Untergang des osmanischen Reiches und die Gründung des Staates Israel“ referieren.Melisch ist einer der beliebtesten Referenten im neonazistischen Spektrum: Am 6. Januar 2009 trat Richard Melisch zusammen mit dem NPD-Landespressesprecher und stellvertetenden „Bürgerinitiative Ausländerstopp München“-Vorsitzenden Roland Wuttke beim „5. Nationalen Drei-Königs-Treffen der DVU Schwaben“ in Augsburg auf.
Im Oktober 2008 sprach Melisch bei der „Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik“ (AFP), der im österreichischen Verfassungsschutzbericht 2007 eine „ausgeprägte Affinität zum Nationalsozialismus“ attestiert wurde. Neben Melisch waren bei der sogenannten „43. Politischen Akademie“ im oberösterreichischen Offenhausen auch Neonazi Rigolf Hennig („Der Reichsbote“) und Holocaustleugnerin Ursula Haverbeck vom verbotenen „Collgium Humanum (Vlotho) dabei. Mit dem NPD-Funktionär Olaf Rose trat Melisch im August 2008 bei den „Zeitgesprächen“ der extrem rechten Zeitschrift „Deutsche Geschichte“ des „Druffel und Vowinckel-Verlags (Gerd Sudholt, Inning am Ammersee) in Dresden auf, neben u. a. Jürgen Schwab vom neonazistischen „Freien Netz Süd“ sprach Melisch beim extrem rechten „Kulturwerk Österreich“ im September 2007.
Und, neben Wolfram Nahrath (aus der 1994 verbotenen Wiking-Jugend), war Melisch zur „31. Gästewoche“ des extrem rechten „Deutschen Kulturwerks“ (DKG) im Jahr 2007 eingeladen. Melisch wirkt als Autor u. a. in der holocaustleugnenden Zeitschrift „Deutschland in Geschichte und Gegenwart“ und in der baden-württembergischen Neonazizeitschrift „Volk in Bewegung“, in deren „Schriftleitung“ Andreas Thierry und Roland Wuttke sitzen. Für die extrem rechte „Arbeitsgemeinschaft für demokratische Politik“ (AFP) verfasste Melisch die antisemitische Agitationsschrift „Krisengebiet Nahost“.

Auch Sonnenwendfeiern stehen bei der Cimbria und Danubia auf dem Semesterplan.

Ausflug: Innsbruck:Am 19. Juni 2009 fahren die Danuben aus München zu einer „Sonnwendfeier“ am Patscherkofel nach Tirol. Am darauffolgenden Samstag wollen sie am „Totengedenken“ deutscher und österreichischer Burschenschafter am Innsbrucker Bergisel und am „Festkommers ‚200 Jahre Tiroler Freiheitskampf’“ in der Innsbrucker Messehalle teilnehmen. Der Ausflug soll am Sonntag, 21. Juni 2009, mit einem „Sonnwendfrühschoppen“ bei der Burschenschaft Brixia in Innsbruck enden. Die dreitägige Fahrt nach Tirol steht übrigens nicht nur bei der Danubia, sondern auch bei den Münchner Burschenschaften Sudetia, Cimbria, Stauffia, Elektra Teplitz und Arminia-Rhenania im Semesterprogramm!
Die Nähe zur rechtsextremen Danubia Bundesbruder der Burschenschaft Cimbria besteht ja nicht erst seit gestern. Auch  dies wäre durch eine maximal 30 minütige Recherche des BW-Offiziers sofort einsehbar gewesen.

5. Juni 2002: Die Burschenschaft Danubia München veranstaltet in ihrem Haus gemeinsam mit den Burschenschaften Alemannia, Arminia-Rhenania und Cimbria einen Vortragsabend mit Heinrich Lummer, der zum Thema „Das konservative Lager und die Union“ sprechen soll.

Besagter Heinrich Lummer war sehr verwoben mit rechtsextremen Organisationen und Strukturen.

Der Spiegel berichtete 1989, Lummer habe 1971 einer rechtsradikalen Gruppierung 2000 DM gezahlt, damit sie Wahlplakate der SPD überklebte. 1999 erschien im rechtsextremen Hohenrain-Verlag sein Buch Deutschland soll deutsch bleiben: kein Einwanderungsland, kein Doppelpaß, kein Bodenrecht. In diesem Buch warnte Lummer vor einer „Überfremdung“ Deutschlands und sprach sich für eine „Erhaltung des deutschen Volkes und der deutschen Kultur“ aus. Dort verwendete er auch den umstrittenen Begriff „Holocaust-Industrie“.

Als Ehrenpräsident der als rechtsextrem eingestuften Vereinigung „Die Deutschen Konservativen e. V.“ schrieb Lummer regelmäßig für deren Konservative Zeitung. Außerdem war Lummer zeitweise Autor der neurechten Wochenzeitung Junge Freiheit und trat als Referent für die dem Rechtsextremismus zugeordnete, pflichtschlagende Burschenschaft Danubia München auf.

Noch 2015 hat bei der Cimbria in München Udo Ulfkotte referiert.

16. Juni 2015: Die Münchner Rechtsaußen-Burschenschaft „Cimbria“ hat den rechtspopulistischen Autoren Udo Ulfkotte zu einem „Burschenschaftlichen Abend“ eingeladen. Dieser spricht ab 20.00 Uhr im „Cimbernhaus“ (Cuvilliésstraße 29) in einem gut gefüllten Saal vor Mitgliedern der „Cimbria“ und anderer Korporationen zum Thema „Gekaufte Journalisten“.

Von Freitag, 15. Juli, bis Sonntag, 17. Juli 2011 feierte die „Burschenschaftliche Gemeinschaft“ (BG) zu der die Danubia als eben auch die Cimbria gehört, in München das 50-jährige Bestehen des Verbands.

Aida Artikel 2011: Von Freitag, 15. Juli, bis Sonntag, 17. Juli 2011 feierte die „Burschenschaftliche Gemeinschaft“ (BG) in München das 50-jährige Bestehen des Verbands. Höhepunkt der Feierlichkeiten war ein „Festkommers“ der ca. 150 Teilnehmenden am Samstag Abend in München-Pasing. Die Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München (firm) und a.i.d.a. fassen die Ereignisse des Wochenendes zusammen.

Weitere Belege nach 2015 im Umfeld Rechtsextremer Oganisationen:

Die „Cimbria“ fiel in der Vergangenheit als Teil des extrem rechten Flügels der Burschenschaften auf. Neben dem DB ist sie in der noch rechteren BG, die auch Mitglieder aus Österreich aufnimmt. 2016 rief ein Nachbar die Polizei – wegen „Sieg heil“-Rufen könne er nicht schlafen.

Die Burschenschaft Cimbria gehört ebenso wie die befreundete Danubia (beide sind in der Deutschen Burschenschaft) zu den weißen Burschenschaften. Zu diesem Thema empfehlen wir u.a. auch untere Zusammenfassung am Ende dieses Teilbereiches. Wer dem „germanischen Prinzip“ verpflichtet ist, ist geistig und moralisch in rechtsextremen Denkweisen verwurzelt.

Auch ein interessanter Artikel:  Drohungen & Nazis: So sehr war die Corona-Demo von Rechtsextremen unterwandert
Grundsätze der Weißen Burschenschaften – Quelle Cimbria Webpräsenz

Burschenschaft Cimbria München und die Kontakte zur AfD

Initiative der Korporierten in der AfD

Matthias Reiter von der notorischen Münchener Burschenschaft Cimbria ist ebenfalls an der Initiative der Korporierten in der AfD beteiligt. Reiter kommtaus völkischen Kreisen, war bei der JLO involviert und fungierte in der Deutschen Burschenschaft als Kassenprüfer.

Reiter gehört dem AfD-Kreisverband Hersfeld-Rotenburg an. Bevor er in Hessen bei der AfD andockte, war Reiter im NPD-Kreisverband Hersfeld-Rotenburg aktiv. Der „Beirname“ von Matthias Reiter ist„Steiner“, vermutlich in Anspielung auf den General der Waffen-SS Felix Steiner?

Antifainfoblatt Artikel Die „Korporierten in der AfD“: In der „Alternative für Deutschland“ (AfD) spielen Korporierte und insbesondere Burschenschafter seit der Grün­dung der Partei eine prägende Rolle. Ihre Erfahrungen mit Organisierung und mit Machtkämpfen innerhalb hierarchischer Strukturen sowohl auf Verbindungs- als auch auf Dachverbandsebene, ihre Ressourcen in Form von Verbindungshäusern und langjährigen Netzwerken wurden vielfach für Parteikarrieren nutzbar gemacht.

Nicht nur unter Parteifunktionären, sondern auch unter Mandatsträgern und in ihren Büros finden sich erstaunlich viele Verbindungsstudenten. Ihr Ziel ist nicht nur parlamentarische Macht, sondern ein reaktionäres Rollback. Ihre strukturelle Bedeutung für die Partei macht eine nähere Beschäftigung mit den Protagonisten und ihren Vernetzungen notwendig.

Von der Cimbria München findet sich noch ein weiterer „Alter Herr“ in den Reihender Korporierten in der AfD:Frank „Franky“ Hansen,  seines Zeichens Fregattenkapitän und Kreisvorsitzender des AfD-Kreisverbands Flensburg-Schleswig.

Hansen ist neben der Cimbria auch „Alter Herr“ der Gymnasialen Burschenschaft Virtus zu Kaltenkirchen und bei der Vereinigung Alter Burschenschafter Flensburg aktiv. Er war vor seinen Aktivitäten bei der AfD Mitglieder Kleinstparteien Bund Freier Bürger und Die Freiheit.

Burschenschaft Danubia

In unser Recherche zu Andreas Edwin Kalbitz haben wir uns natürlich auch seine Verbindungen zur rechtsextremen Danubia aufgezeigt.

Die gesamte rechtsextreme Biografie von Andreas Kalbitz

Nicht die einzige Verbindung zur Deutschen Burschenschaft, wenn man sich die Kontakte zur AfD anschaut. Dazu aber gleich mehr im Bereich Deutsche Burschenschaften.

Bereits als Schüler war Kalbitz in der Pennalen Burschenschaft „Saxonia-Czernowitz“ aktiv, einer stramm-rechten schlagenden Schülerverbindung. Die „Saxonia“ traf sich im Haus der Burschenschaft „Danubia“ (Umzug der Danubia 2016). Hans-Ulrich Kopp ist Mitglied der Danubia, wurde 1987 Sprecher der Burschenschaft Danubia.

 

Verfassungsschutzbericht Bayern 2014 (Umzug der Saxonia 2016)

Die Danubia wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. Bekanntes Danubia-Mitglied ist der Ex-Republikaner Michael Paulwitz, Autor bei der Jungen Freiheit. Paulwitz war als AfD-Mitglied im Impressum des Vereins zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit als Verantwortlicher genannt  – aber nur solange, bis der Verein in den Fokus wegen illegaler Parteispende für die AfD geriet.

[Meuthen betonte, der Verein habe nichts mit der AfD zu tun. Er befürchtete, die AfD könnte in ein Fahrwasser reinkommen, „wo man uns den Vorwurf macht, das wäre illegale Parteienfinanzierung.“  Meuthens Versuche der Distanzierung der „kostenlose Wahlkampfhilfe für die AfD“ trieben sogar solche Stilblüten, dass sich die AfD gezwungen sah, Unterlassungserklärungen gegen den von David Bendels geführten Verein und gegen Alexander Segert von der Goal AG zu verfügen.

Und die Berichte über illegale Parteispenden bei der AfD reißen nicht ab. Zuletzt standen Spenden über den von Höcke geführten Flügel an den Verein Konservativ!, um damit AfD-Veranstaltungen (des Flügels?) zu finanzieren.]

Auch Alexander Wolf (AfD) aus der Hamburger Bürgerschaft ist Mitglied der rechtsextremen Danubia.

Taz Artikel vom 9. 1. 2020: Schon vor dem ersten Einzug der AfD in die Hamburgische Bürgerschaft bei der letzten Wahl im Jahr 2015 räumte Wolf im Gespräch mit der taz ein, Alter Herr der besagten Münchner Burschenschaft zu sein. Weiter sagte er, dass diese Mitgliedschaft in der schlagenden Verbindung für ihn „kein Skandal, keine Geschichte“ sei.

Auch andere Protagonisten aus dem extrem rechten Umfeld sind gern gesehene Redner der rechtsextremen Burschenschaft Danubia.

Vortrag von Dr. Dr. Thor von Waldstein bei der rechtsextremen Danubia.

Dr. Dr. Thor von Waldstein ebenfalls, ehemaliger NPD-Bundesvize und Autor im Antaios-Verlag und in der Sezession von Kubitschek.

Blick nach Rechts Artikel vom 20.11.2019: Der neurechte Jurist und Publizist wird bei der „Danubia“ am 21. November (gemeint ist 2018) zu dem Thema „Volk. Ein deutscher Begriff“ referieren. Bayerische Verfassungsschützer bewerten die Aktivitas der „Danubia“ seit Jahren als rechtsextrem.

Verfassungsschutzbericht Bayern 2013

 

Querverbindung Danubia -Hans-Ulrich Kopp – Horst Mahler – Email in 2008 an Kalbitz :

Kalbitz Kontakte

Kalbitz Kontakte zur (in Verfassungsschutzberichten erwähnten) Münchner Burschenschaft Danubia, die zeitweise an derselben Adresse residierte wie die Pennale Burschenschaft Saxonia-Czernowitz.

Ende 2000 und Anfang 2001 soll Kalbitz zwei Veranstaltungen für die JLO mitorganisiert haben. Dabei dürfte es sich um die Veranstaltungen mit dem Holocaustleugner Horst Mahler handeln, über die schon das AntifaInfoblatt 2000/2001 berichtet hatten.

Hier fragen nicht nur wir uns, wie kam es zu einem Kontakt zwischen Kalbitz und dem rechtsextremen Holocaustleugner Horst Mahler? Hier könnte der VS in Bayern wohl Informationen liefern, wenn er denn wollte. Wir halten fest: Netzwerke um die  Burschenschaft Danubia-Saxonia und eben um Kalbitz, Kopp und Mahler:

Tagesspiegel Artikel zur Email von Horst Mahler an Kalbitz

Bereits in einem Artikel aus 2001 wurde darauf hingewiesen, dass Horst Mahler des öfteren Vorträge bei der Danubia abhielt.

Tagesspiegel Artikel: Rechtsextremismus: Bayern warnt vor Neonazis an Unis

Schon 1999 hat das AntifaInfoBlatt auf eine Veranstaltung mit Horst Mahler in den Räumen der Danubia hingewiesen. Also genug Gelegenheiten, bei denen sich Kalbitz und Mahler begegnet sind und kennengelernt haben …

Antifainfoblatt 1999 zum Vortrag von Horst Mahler bei der rechtsextremen Burschenschaft Danubia

Weitere Querverbindung hier:

Danubia-Kopp-Republikaner-Jungefreiheit (Mahler Kontakt)-JLO (Junge Landmannschaft Ostpreußen) Kalbitz schrieb für die JLO im Fritz.

Antifainfoblatt 1999 zu Horst Mahler und der rechtsextremen Burschenschaft Danubia

Ein Name taucht immer wieder auf: Hans-Ulrich Kopp.

In dessen Schlepptau: Andreas Edwin Kalbitz.

(Information AntifaInfoblatt): Kurz nach der Trennung von der Landsmannschaft Ostpreußen vereinbarte der Witikobund eine enge Zusammenarbeit mit der JLO. Schon früher pflegte man Kontakte zu dieser »nationalen Gesinnungsgemeinschaft« innerhalb der revanchistischen Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL).

So war Hans-Ulrich Kopp, langjähriger Verantwortlicher des Verbandsorgans Witiko-Briefe, Anfang 1998 ein gern gesehener Referent bei der JLO Bayern. Inzwischen ist es dem elitären Zirkel Witikobund mit der offiziellen »Inkorpierung« der JLO gelungen, eine tatsächlich neue Generation an Gesinnungsvertriebenen in die eigene, überalterte Struktur einzubinden.

Der führende JLO-Funktionär Stefan Rochow vertritt beispielsweise als Witikone im Vorstand der SL-Hessen die Interessen des Witikobundes. Die Einbindung in den Witikobund dokumentiert, dass die Bestrebungen der JLO nicht nur auf die Re-Germanisierung Ostpreußens abzielen, sondern dass die JLO vielmehr den »Kampf um alle ehemaligen Ostgebiete« führt.

Und hier ist die Querverbindung zwischen Kalbitz und Kopp-Danubia-Republikaner-Witikobund-Witikobriefe-JLO-Jungefreiheit sehr wichtig und zu hinterfragen. Schon 1993 nahm Kalbitz nachweislich an einer Podiumsdiskussion Kopps teil.

Kalbitz und Wolf Saxonia/Danubia

Alexander Wolf ist Alter Herr der völkischen Burschenschaft Danubia. Dies ist seit 2015 bekannt. Und es ist auch bekannt, dass der bayrische Verfassungsschutz die aktiven Mitglieder dieser schlagenden Verbindung seit Jahren als rechtsextremistisch einstuft. Wolf betonte bisher, dass er ja nicht mehr zur Aktivitas gehöre und zu seiner studentischen Zeit die Danubia noch unterhalb der Beobachtungsgrenze agierte.

Einschätzung des Verfassungsschutz: „Die Aktivitas der Münchener Burschenschaft Danubia und die Aktivitas der Erlanger Burschenschaft Frankonia sind dagegen seit dem Jahr 2015 Beobachtungsobjekte des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz (BayLfV).“

Nicht nur Marcus Pretzell, sondern auch Götz Kubitschek, schrieb in der letzten Woche zum Thema Wolf und Kalbitz und deren Verbindung innerhalb der Danubia. Kubitschek wollte in der Sezession wohl eine Abrechnung mit Wolf schreiben, da dieser im Bundesvorstand für den vermeintlichen „Rauswurf“ von Kalbitz gestimmt hatte.

 

Marcus Pretzell über die Verbindung von Kalbitz und Wolf zur Danubia

Schon vor dem ersten Einzug der AfD in die Hamburgische Bürgerschaft bei der Wahl im Jahr 2015 räumte Wolf im Gespräch mit der taz ein, Alter Herr der Danubia zu sein. Weiter sagte er, dass diese Mitgliedschaft in der schlagenden Verbindung für ihn „kein Skandal, keine Geschichte“ sei. Das Problem ist nur, und dies ist Wolf genauso wie Kalbitz klar, dass die Danubia nicht eine „normale“ Burschenschaft ist, sondern sie ist extrem tief in der Rechtsextremen Szene verwurzelt.

Wolf finanziert rechtsextreme Danubia: Die Alten Herren finanzieren also Immobilien, über die Mitglieder der rechtsextremen Szene verfügen. Wolf engagiert sich seit Jahren in einem Verein, der die Förderung und Finanzierung einer Immobilie, die Rechte nutzen, zum Ziel hat.

In Bayern als rechtsextrem eingestuft

In Bayern stuft der Verfassungsschutz die Danubia allerdings als rechtsextrem ein. Die entsprechenden Vorfälle, die zu dieser Einschätzung führten, seien aber, so sagte es Wolf, alle nach seiner aktiven Zeit als Burschenschafter vorgefallen. Wolf wurde nach dem Ende seines Studiums, das war 1994, Alter Herr. „Mit gutem Gewissen kann ich sagen, kein Mitglied einer beobachteten Struktur zu sein“, sagte Wolf.

Andreas Kalbitz, gebürtiger Münchner, ist seit seiner Schulzeit Mitglied der schlagenden Schüler-Burschenschaft „Saxonia-Czernowitz“, die eine lebenslange Zugehörigkeit ermöglicht. „Deutsch, wahr, treu. Seit 1906!“ heißt es auf deren Facebookseite, einen regelmäßigen Treffpunkt pflegte sie in der Münchner Möhlstraße. Dort hatte die als rechtsextrem eingestufte Burschenschaft „Danubia“ bis 2016 ihre Residenz – „Danubia“ ist seit 2006 Beobachtungsobjekt des bayrischen Verfassungsschutzes.

„Motto“ der Pennalen Burschenschaft Saxonia-Czernowitz zu München/ Quelle Facebookseite der Saxonia

Die „Danubia“ besteht aus „jungen Bundesbrüdern“, denen sogenannte „Alte Herren“ zur Seite stehen. Einer der „Alten Herren“, Fred Duswald, wurde dem Verfassungsschutz aufgrund antisemitischer Aussagen bekannt.

Verbindungen der Saxonia zur Danubia München bestehen bis heute – Quelle Facebookseite der Saxonia

Und jener Duswald war im August 2013 Gastredner bei „Saxonia-Czernowitz“ – übrigens ebenso wie 2014 der für seine Hetzschriften bekannte und wegen Volksverhetzung vorbestrafte Autor Akif Pirinçci.

Und Hans-Ulrich Kopp? Der gehört „Danubia“ seit 1985 an und war von 1993 bis 1998 Vorsitzender der „Alten Herren“. „Alter Herr“ dürfte er in seiner Verbindung nach wie vor sein, ebenso wie Andreas Kalbitz bei „Saxonia-Czernowitz“.

Wolf, Kopp und der Republikanische Hochschulbund

Am 16. Mai 1989 gründete Alexander Wolf zusammen mit Danuben-Bruder Hans-Ullrich Kopp den Republikanischen Hochschulverein (RHV), den offiziellen Studentenverband der Partei Republikaner (REP).

Die Gründungsversammlung fand in Wolfs Burschenschaft statt, bei der ersten öffentlichen Versammlung war REP-Vorsitzender Franz Schönhuber anwesend, der ein Jahr zuvor sein apologetisches Buch „Ich war dabei“ über seine Zeit bei der verbrecherischen Waffen-SS veröffentlicht hatte.

Schönhuber hatte den RHV als offiziellen Studentenverband der Republikaner anerkannt.Noch 1989 gründeten sich in Freiburg, Kiel und München sowie in zehn weiteren Hochschulen Regionalgruppen u. a. in Frankfurt und Marburg.Die Ortsgruppen des extrem rechten Verbandes traten in der Öffentlichkeit mitunter „unabhängig und basisdemokratisch“ auf.Der Verband blieb unter seinen selbstgesetzten Zielen und hatte zuletzt 250 Mitglieder.

Kurze Zeit (1989/90) war Alexander Wolf auch Mitglied der Mutterorganisation REP. Wolf rechtfertigt sich  gegenüber dem Abendblatt, dass er REP und RHV im Frühjahr 1990 verlassen habe, um nicht als „liberal-konservatives Feigenblatt“ missbraucht zu werden.

Der RHV wurde am 16. Mai 1989 in München im Verbindungshaus der Burschenschaft Danubia München von 40 Studenten gegründet. Zu den drei Vorsitzenden wurden Alexander von Schrenck-Notzing (Sohn von Caspar von Schrenck-Notzing), Hans-Ulrich Kopp und Alexander Wolf gewählt.Die erste öffentliche Sitzung des RHV fand im Juli 1989 im Löwenbräukeller in München unter der Teilnahme des Vorsitzenden der Republikaner Franz Schönhuber statt.

Republikanischer Hochschulbund

Der Republikanische Hochschulbund stand in direkter Konkurrenz zum rechtsextremen Ring freiheitlicher Studenten (rfs).Die „inhaltlichen Zielsetzungen [Republikanischen Hochschulverbandes] unterschieden sich kaum von denen des RFS“.

Enge Kontakte bestanden zum rechtsextremistischen Gesamtdeutschen Studentenverband (GDS) des Bundes der Vertriebenen sowie zu den Republikanern und anderen Burschenschaften.Vereinzelt liefen rechtskonservative Mitglieder des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) zum RHV über.

Vor allem deutschnational gesinnte Studierende aus adligen Akademikerfamilien sprach der RHV an.Politisch-inhaltlich verfolgte der Verband nationale Interessen und stand im Gegensatz zu den Zielen der Lesben- und Schwulen- sowie der Friedensbewegung.

Längerfristig sollten die angehenden Akademiker eine Koalition der Republikaner als Vierte Partei mit der CSU vorbereiten, was jedoch am Widerstand der CSU scheiterte.Da der Studentenverband in keine Studierendenschaft einziehen konnte, löste er sich im April 1990 mit Zweidrittelmehrheit wieder selbst auf.

Vor allem die rechtsextreme Ausrichtung der Republikaner unter Schönhuber war unter den Mitgliedern umstritten.Der Bundesverband blieb zwar formal erhalten, die einzelnen Ortsgruppen wurden hingegen abgewickelt.Eine Neugründung des Verbandes fand in den 1997 Jahren durch die Burschenschaft Normannia-Leipzig zu Marburg statt, die mit zwei Kandidaten 1997 und 1998 den Sprung in das Studentenparlament (StuPa) an der Philipps-Universität Marburg schaffte.In Berichten des Verfassungsschutzes wird der RHV bis 2005 als Unterorganisation der Republikaner gelistet.

Die Deutsche Burschenschaft

Sowohl die Burschenschaft Cimbria als eben auch die Burschenschaft Danubia sind Mitglieder der Deutschen Burschenschaft, dessen Sprecher Phillip Stein ist. Daher macht es uns fassungslos, dass einerseits ein Social-Media Manager der Bundeswehr, dies nicht „ergooglen“ kann, noch ein Kolumnist der WELT. Die Faktenlage ist doch eindeutig!

Sprecher Phillip Stein

Phillip Stein – Eisenach Mai 2018

Philip Stein (geboren 1991 in Fritzlar) ist ein deutscher Verleger und Aktivist der Neuen Rechten, der sowohl der Identitätsbewegung als auch der rechtsextremen Partei Alternative für Deutschland (AfD) verbunden ist. Er gilt als „ultra-rechter Burschenschafter“, „nationalistischer Stratege“ und „rechter Netzwerker“.

Der „neurechte“ Aktivist Philip Stein(links) von der Burschenschaft Germania Marburg mit Sebastian Spah

Andreas Kossiski - Oberbürgermeister für Köln

Black Lives Matter