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Die gesamte rechtsextreme Biografie von Andreas Kalbitz

Die rechtsextreme Biografie

Andreas Kalbitz darf nach einer Gerichtsentscheidung Mitglied in der AfD bleiben (Quelle). Trotzdem wird immer nur über seine Mitgliedschaft in der HDJ und bei den Republikanern berichtet. Gleichzeitig wollte die AfD ihn eben nicht wegen seiner nachgewiesenen rechtsextremen Vergangenheit ausschließen, sondern weil er diese verschwiegen hat. Ein Trick, den der noch aktuelle Bundesvorstand angewandt hat, um eben ein langes Parteiausschlussverfahren einzuleiten. Jetzt wird sich zeigen müssen, ob die AfD Rechtsextreme und Neonazis bis in den Bundesvorstand duldet oder ob sie eine demokratische Partei ist. Wir haben die gesamte rechtsextreme Biografie von Kalbitz dokumentiert.

Inhaltsverzeichnis

  1. Die Zeitachse 90er Jahre
    • Das Netzwerk des rechtsextremen Hans-Ulrich Kopp
      • Burschenschaft Danubia
      • Witikobund
        • Aktivisten in der Deutschen Nationalsozialistischen Arbeiterpartei
        • Personen in den Führungsetagen des Witikobundes mit NS-Vergangenheit
        • Verstrickung des Witikobundes in Faschistische Strukturen
        • Verbindungen zur NPD
        • Verbindungen zu anderen Rechten Parteien und Politikern
        • Beziehungen zu Rechten Publizisten und Schriftstellern
        • Gesamtdeutscher Studentenverband des Bundes der Vertriebenen
        • Verein Kultur- und Zeitgeschichte, Archiv der Zeit e.V.
        • Studienzentrum Weikersheim
        • Gesellschaft für Freie Publizistik
        • Lepanto-Verlag
      • Das neofaschistische Treffen in Diksmuide (Belgien) 1994
        • Einfluss auf die Entwicklung der „Neuen Rechten“
        • Hitlergruß als Einlass zur Veranstaltung in Diksmuide
        • Diksmuide als Versammlungsort von Rechtsradikalen
        • Rechtsextreme Bezüge eindeutig belegt
      • Kalbitz als Autor für Neonazi-Vereinsblatt
      • Heimattreue Deutsche Jugend (HDJ)
        • Die Struktur der HDJ
        • Umfassende Szeneübergreifende Kontakte ins Rechtsextremistische Spektrum
  1. Die Zeitachse 2000er
    • Rechtsextremer Verein Kultur- und Zeitgeschichte, Archiv der Zeit
    • Freundeskreis Filmkunst e.V. – Erlebnisgeneration zeigte NS-Filme
      • Gründer: Waldemare Schütz
        • Seit August 1955 war Schütz für die DRP-Parteizeitung „Der Reichsruf“ verantwortlich.
      • 2018 – Institut für Staatspolitik
      • Kalbitz und Holocaustleugner
        • Erläuterungen zum Chart
          • Der Verein “Kultur- und Zeitgeschichte –  Archiv der Zeit e.V.”
          • Vereinszweck und Ziele
          • Gründer Waldemar Schütz
          • Klaus-Christoph Marloh
          • Wolfgang Huber
          • Hans-Ulrich Kopp
          • Andreas Kalbitz wird 1. Vorsitzender
          • Karl Richter
          • Manfred Aengenvoort
          • Hartmut Höschen
          • Hans-Jochen Voß
          • Rolf Kosiek
        • Der Verein Gedächtnisstätte e.V. und die Gedächtnisstätte Guthmannshausen
          • Ursula Haverbeck-Wetzel
          • Wolfram Schiedewitz
          • Paul Latussek
          • Rigolf Hennig
        • Redner auf Tagungen und Veranstaltungen
          • Pierre Krebs
          • Udo Voigt
          • Horst Mahler
          • Nikolai Nerling
          • Björn Clemens
          • Wolfram Narath
  2. Einschätzung des Verfassungsschutzes
  3. Die Unvereinbarkeitsliste der AfD
  4. Parteiausschluss von Doris von Sayn-Wittgenstein
  5. Arnstadt
    • Kulminationspunkt der extremen Rechten in Thüringen
    • Thüringentage der Nationalen Jugend
    • Die Landesparteitage der AfD Thüringen
    • Die Wiege der “Erfurter Resolution” und des rechtsextremen Flügels der AfD
  6. Gesellschaft für Freie Publizistik
  7. Kalbitz und Götz Kubitschek
  8. Kalbitz und Wolf Saxonia/Danubia
  9. Kalbitz, Wolf, Kopp und der Republikanische Hochschulbund
  10. Kalbitz nach dem Ausschluss aus der AfD

Jahrelang hat man sich an der Person Björn Höcke abgearbeitet und dadurch geriet Andreas Edwin Kalbitz für lange Jahre aus dem Blickfeld. Obwohl gerade in der Biografie von Kalbitz viele klare rechtsextreme Stationen auftauchen. Unerklärlich ist deswegen auch, warum dieser – obwohl er schon seit Anfang der 90er Jahre in diversen rechtsextremen Vereinen tätig gewesen ist (Mitglied der verbotenen HDJ für 14 Jahre) – 12 Jahre bei der Bundeswehr dienen durfte?

Übersicht

  • Die Zeitachse 90er Jahre
  • Das Netzwerk des rechtsextremen Hans-Ulrich Kopp
  • Burschenschaft Danubia

Die rechtsextreme Vergangenheit von Kalbitz

Warum dies aber nur ein kleiner Teil seiner rechtsextremen Vergangenheit ist, wollen wir in dieser Recherche und Analyse aufzeigen:

Wie der „Spiegel“ unter Berufung auf das 258-Seiten-Gutachten des Bundesverfassungsschutzes berichtet, sei Kalbitz „über Jahrzehnte“ im „organisierten Rechtsextremismus“ verwurzelt gewesen. Und „nachweislich“ habe Kalbitz „über mindestens 14 Jahre“ mit der HDJ Kontakt gehabt und sei auch Mitglied gewesen.

Video zum HDJ-Besuch des Andreas Edwin Kalbitz:

1. Die Zeitachse 90er Jahre

Gerade die Entwicklung des Andreas Edwin Kalbitz in den 90er Jahren ist für eine weitere Einschätzung sehr wichtig. Denn aktuell ist genau dieser Herr Landesvorsitzender der AfD in Brandenburg und Fraktionsführer im Potsdamer Landtag.

Falls sich die AfD immer noch fragen sollte, warum der Flügel und Kalbitz als Führungsfigur im Flügel überwacht werden: mit einer solchen Vita, wie die des Andreas Edwin Kalbitz, erscheint eine Erklärung für die rechtsextremistische und völkisch-nationalistische Gesinnung und Programmatik nicht mehr so abwegig, sondern konsistent und konsequent.

Die Fragen nach den Netzwerken von Höcke und Heise wird uns noch länger beschäftigen. Es ist die Frage nach den Verbindungen, nach Netzwerken und Netzwerkern, die eben an der Gründung der AfD mit beteiligt waren. Oder zumindest schon 2013 eine Übernahme durch extrem rechte Personen fokussiert haben.

Völlig egal, was ein Bernd Lucke erzählt oder sich davon “freischreiben” möchte: die AfD war von Beginn der Gründung an von rechtsextremen Netzwerken und Netzwerkern unterwandert. Sie haben sich im Hintergrund gehalten und abgewartet. Bis der geeignete Zeitpunkt kam, um sich aus der Deckung hervorzuwagen.

Mit diesen vielen rechtsextremen “Bezügen” (wie Kalbitz versucht, seine rechtsextreme Biografie herunterzuspielen), für die Verfassungsschutz mittlerweile Belege hat, gerät Kalbitz mehr und mehr in Erklärungsnöte. Auch in der eigenen Partei.

2. Das Netzwerk des rechtsextremen Hans-Ulrich Kopp

Wer sich mit den einzelnen rechtsextremen “Bezügen” des Andreas Kalbitz näher beschäftigt, stößt immer wieder auf einen Namen: Hans-Ulrich Kopp. Sudetendeutscher Abstammung, Jahrgang 1962, geboren in Stuttgart. Rechtsextremer Publizist und heute Bauunternehmer. Mit dem gleichlautenden Namen Kopp, Jochen Kopp, vom KOPP-Verlag scheint er nicht verwandt zu sein. Ein Mann im Hintergrund – aber mit “Bezügen” zu den alten Rechten.

Wer also schon immer wissen wollte, warum ein Andreas Edwin Kalbitz im Witikobund Mitglied ist, für den Fritz der JLO geschrieben hat, warum er 1994 nachweislich auf dem neofaschistischen Langemark Treffen gewesen ist, der muss sich nur die Vergangenheit und die Netzwerke des rechtsextremen Hans-Ulrich Kopp genauer anschauen.

Die Verbindungen zwischen Hans-Ulrich Kopp und Andreas Edwin Kalbitz im Überblick:

Burschenschaft Danubia

Bereits als Schüler war Kalbitz in der Pennalen Burschenschaft “Saxonia-Czernowitz” aktiv, einer stramm-rechten schlagenden Schülerverbindung. Die “Saxonia” traf sich im Haus der Burschenschaft “Danubia” (Umzug der Danubia 2016). Hans-Ulrich Kopp ist Mitglied der Danubia, wurde 1987 Sprecher der Burschenschaft Danubia.

 

Verfassungsschutzbericht Bayern 2014 (Umzug der Saxonia 2016)

Die Danubia wird vom Verfassungsschutz als rechtsextrem eingestuft. Bekanntes Danubia-Mitglied ist der Ex-Republikaner Michael Paulwitz, Autor bei der Jungen Freiheit. Paulwitz war als AfD-Mitglied im Impressum des Vereins zur Erhaltung der Rechtsstaatlichkeit als Verantwortlicher genannt  – aber nur solange, bis der Verein in den Fokus wegen illegaler Parteispende für die AfD geriet.

[Meuthen betonte, der Verein habe nichts mit der AfD zu tun. Er befürchtete, die AfD könnte in ein Fahrwasser reinkommen, “wo man uns den Vorwurf macht, das wäre illegale Parteienfinanzierung.”  Meuthens Versuche der Distanzierung der “kostenlose Wahlkampfhilfe für die AfD” trieben sogar solche Stilblüten, dass sich die AfD gezwungen sah, Unterlassungserklärungen gegen den von David Bendels geführten Verein und gegen Alexander Segert von der Goal AG zu verfügen. Und die Berichte über illegale Parteienspenden bei der AfD reissen nicht ab. Zuletzt standen Spenden über den von Höcke geführten Flügel an den Verein Konservativ!, um damit AfD-Veranstaltungen (des Flügels?) zu finanzieren.]

Auch Alexander Wolf (AfD) aus der Hamburger Bürgerschaft ist Mitglied der rechtsextremen Danubia.

Taz Artikel vom 9. 1. 2020: Schon vor dem ersten Einzug der AfD in die Hamburgische Bürgerschaft bei der letzten Wahl im Jahr 2015 räumte Wolf im Gespräch mit der taz ein, Alter Herr der besagten Münchner Burschenschaft zu sein. Weiter sagte er, dass diese Mitgliedschaft in der schlagenden Verbindung für ihn „kein Skandal, keine Geschichte“ sei.

Auch andere Protagonisten aus dem extrem rechten Umfeld sind gern gesehene Redner der rechtsextremen Burschenschaft Danubia.

Vortrag von Dr. Dr. Thor von Waldstein bei der rechtsextremen Danubia.

Dr. Dr. Thor von Waldstein ebenfalls, ehemaliger NPD-Bundesvize und Autor im Antaios-Verlag und in der Sezession von Kubitschek.

Blick nach Rechts Artikel vom 20.11.2019: Der neurechte Jurist und Publizist wird bei der „Danubia“ am 21. November (gemeint ist 2018) zu dem Thema „Volk. Ein deutscher Begriff“ referieren. Bayerische Verfassungsschützer bewerten die Aktivitas der „Danubia“ seit Jahren als rechtsextrem.

Verfassungsschutzbericht Bayern 2013

 

Querverbindung Danubia -Hans-Ulrich Kopp – Horst Mahler – Email in 2008 an Kalbitz :

Kalbitz Kontakte zur (in Verfassungsschutzberichten erwähnten) Münchner Burschenschaft Danubia, die zeitweise an derselben Adresse residierte wie die Pennale Burschenschaft Saxonia-Czernowitz.

Ende 2000 und Anfang 2001 soll Kalbitz zwei Veranstaltungen für die JLO mitorganisiert haben. Dabei dürfte es sich um die Veranstaltungen mit dem Holocaustleugner Horst Mahler handeln, über die schon das AntifaInfoblatt 2000/2001 berichtet hatten.

Hier fragen nicht nur wir uns, wie kam es zu einem Kontakt zwischen Kalbitz und dem rechtsextremen Holocaustleugner Horst Mahler? Hier könnte der VS in Bayern wohl Informationen liefern, wenn er denn wollte. Wir halten fest: Netzwerke um die  Burschenschaft Danubia-Saxonia und eben um Kalbitz, Kopp und Mahler:

Tagesspiegel Artikel zur Email von Horst Mahler an Kalbitz

Bereits in einem Artikel aus 2001 wurde darauf hingewiesen, dass Horst Mahler des öfteren Vorträge bei der Danubia abhielt.

Tagesspiegel Artikel: Rechtsextremismus: Bayern warnt vor Neonazis an Unis

Schon 1999 hat das AntifaInfoBlatt auf eine Veranstaltung mit Horst Mahler in den Räumen der Danubia hingewiesen. Also genug Gelegenheiten, bei denen sich Kalbitz und Mahler begegnet sind und kennengelernt haben …

Antifainfoblatt 1999 zum Vortrag von Horst Mahler bei der rechtsextremen Burschenschaft Danubia

Weitere Querverbindung hier:

Danubia-Kopp-Republikaner-Jungefreiheit (Mahler Kontakt)-JLO (Junge Landmannschaft Ostpreußen) Kalbitz schrieb für die JLO im Fritz.

Antifainfoblatt 1999 zu Horst Mahler und der rechtsextremen Burschenschaft Danubia

Ein Name taucht immer wieder auf: Hans-Ulrich Kopp. In dessen Schlepptau: Andreas Edwin Kalbitz.

(Information AntifaInfoblatt): Kurz nach der Trennung von der Landsmannschaft Ostpreußen vereinbarte der Witikobund eine enge Zusammenarbeit mit der JLO. Schon früher pflegte man Kontakte zu dieser »nationalen Gesinnungsgemeinschaft« innerhalb der revanchistischen Sudetendeutschen Landsmannschaft (SL).

So war Hans-Ulrich Kopp, langjähriger Verantwortlicher des Verbandsorgans Witiko-Briefe, Anfang 1998 ein gern gesehener Referent bei der JLO Bayern. Inzwischen ist es dem elitären Zirkel Witikobund mit der offiziellen »Inkorpierung« der JLO gelungen, eine tatsächlich neue Generation an Gesinnungsvertriebenen in die eigene, überalterte Struktur einzubinden.

Der führende JLO-Funktionär Stefan Rochow vertritt beispielsweise als Witikone im Vorstand der SL-Hessen die Interessen des Witikobundes. Die Einbindung in den Witikobund dokumentiert, dass die Bestrebungen der JLO nicht nur auf die Re-Germanisierung Ostpreußens abzielen, sondern dass die JLO vielmehr den »Kampf um alle ehemaligen Ostgebiete« führt.

Und hier ist die Querverbindung zwischen Kalbitz und Kopp-Danubia-Republikaner-Witikobund-Witikobriefe-JLO-Jungefreiheit sehr wichtig und zu hinterfragen. Schon 1993 nahm Kalbitz nachweislich an einer Podiumsdiskussion Kopps teil.

 

Kalbitz und Wolf Saxonia/Danubia

Alexander Wolf ist Alter Herr der völkischen Burschenschaft Danubia. Dies ist seit 2015 bekannt. Und es ist auch bekannt, dass der bayrische Verfassungsschutz die aktiven Mitglieder dieser schlagenden Verbindung seit Jahren als rechtsextremistisch einstuft. Wolf betonte bisher, dass er ja nicht mehr zur Aktivitas gehöre und zu seiner studentischen Zeit die Danubia noch unterhalb der Beobachtungsgrenze agierte.

Einschätzung des Verfassungsschutz: Die Aktivitas der Münchener Burschenschaft Danubia und die Aktivitas der Erlanger Burschenschaft Frankonia sind dagegen seit dem Jahr 2015 Beobachtungsobjekte des Bayerischen Landesamtes für Verfassungsschutz (BayLfV)

Nicht nur Marcus Pretzell sondern auch Götz Kubitschek schrieben in der letzten Woche zum Thema Wolf und Kalbitz, und deren Verbindung innerhalb der Danubia. Kubitschek wollte in der Sezession eher wohl eine Abrechnung mit Wolf schreiben, da dieser im Bundesvorstand für den vermeintlichen “Rauswurf” von Kalbitz gestimmt hatte.

 

Marcus Pretzell über die Verbindung von Kalbitz und Wolf zur Danubia

Schon vor dem ersten Einzug der AfD in die Hamburgische Bürgerschaft bei der Wahl im Jahr 2015 räumte Wolf im Gespräch mit der taz ein, Alter Herr der Danubia zu sein. Weiter sagte er, dass diese Mitgliedschaft in der schlagenden Verbindung für ihn „kein Skandal, keine Geschichte“ sei. Problem nur und dies ist Wolf genauso wie Kalbitz klar, ist die Danubia nicht eine “normale” Burschenschaft, sondern extrem tief in der Rechtsextremen Szene verwurzelt.

Wolf finanziert rechtsextreme Danubia: Die Alten Herren finanzieren also Immobilien, über die Mitglieder der rechtsextremen Szene verfügen. Wolf engagiert sich seit Jahren in einem Verein, der die Förderung und Finanzierung einer Immobilie, die Rechte nutzen, zum Ziel hat.

In Bayern stuft der Verfassungsschutz die Danubia allerdings als rechtsextrem ein. Die entsprechenden Vorfälle, die zu dieser Einschätzung führten, seien aber, so sagte es Wolf, alle nach seiner aktiven Zeit als Burschenschafter vorgefallen. Wolf wurde nach dem Ende seines Studiums, das war 1994, Alter Herr. „Mit gutem Gewissen kann ich sagen, kein Mitglied einer beobachteten Struktur zu sein“, sagte Wolf.

Auch ein interessanter Artikel:  Das gesamte Neonazi-Netzwerk hinter der AfD: Verbindungen zu NSU, NPD & dem Lübcke-Mörder

Andreas Kalbitz, gebürtiger Münchner, ist seit seiner Schulzeit Mitglied der schlagenden Schüler-Burschenschaft „Saxonia-Czernowitz“, die eine lebenslange Zugehörigkeit ermöglicht. „Deutsch, war, treu. Seit 1906!“ heißt es auf deren Facebookseite, einen regelmäßigen Treffpunkt pflegte sie in der Münchner Möhlstraße. Dort hatte die als rechtsextrem eingestufte Burschenschaft „Danubia“ bis 2016 ihre Residenz – „Danubia“ ist seit 2006 Beobachtungsobjekt des bayrischen Verfassungsschutzes.

“Motto” der Pennalen Burschenschaft Saxonia-Czernowitz zu München/ Quelle Facebookseite der Saxonia

Die „Danubia“ besteht aus „jungen Bundesbrüdern“, denen sogenannte „Alte Herren“ zur Seite stehen. Einer der „Alten Herren“, Fred Duswald, wurde dem Verfassungsschutz aufgrund antisemitischer Aussagen bekannt.

Verbindungen der Saxonia zur Danubia München bestehen bis heute – Quelle Facebookseite der Saxonia

Und jener Duswald war im August 2013 Gastredner bei „Saxonia-Czernowitz“ – übrigens ebenso wie 2014 der für seine Hetzschriften bekannte, und wegen Volksverhetzung vorbestrafte Autor Akif Pirinçci.

Und Hans-Ulrich Kopp? Der gehört „Danubia“ seit 1985 an und war von 1993 bis 1998 Vorsitzender der „Alten Herren“. „Alter Herr“ dürfte er in seiner Verbindung nach wie vor sein, ebenso wie Andreas Kalbitz bei „Saxonia-Czernowitz“.

Wolf, Kopp und der Republikanische Hochschulbund

Am 16. Mai 1989 gründete Alexander Wolf zusammen mit Danuben-Bruder Hans-Ullrich Kopp den Republikanischen Hochschulverein (RHV), den offiziellen Studentenverband der Partei Republikaner (REP).

Die Gründungsversammlung fand in Wolfs Burschenschaft statt, bei der ersten öffentlichen Versammlung war REP-Vorsitzender Franz Schönhuber anwesend, der ein Jahr zuvor sein apologetisches Buch „Ich war dabei“ über seine Zeit bei der verbrecherischen Waffen-SS veröffentlicht hatte.

Schönhuber hatte den RHV als offiziellen Studentenverband der Republikaner anerkannt.Noch 1989 gründeten sich in Freiburg, Kiel und München sowie in zehn weiteren Hochschulen Regionalgruppen u. a. in Frankfurt und Marburg.Die Ortsgruppen des extrem rechten Verbandes traten in der Öffentlichkeit mitunter „unabhängig und basisdemokratisch“ auf.Der Verband blieb unter seinen selbstgesetzten Zielen und hatte zuletzt 250 Mitglieder.

Kurze Zeit (1989/90) war Alexander Wolf auch Mitglied der Mutterorganisation REP. Wolf rechtfertigt sich  gegenüber dem Abendblatt, dass er REP und RHV im Frühjahr 1990 verlassen habe, um nicht als „liberal-konservatives Feigenblatt“ missbraucht zu werden.

Der RHV wurde am 16. Mai 1989 in München im Verbindungshaus der Burschenschaft Danubia München von 40 Studenten gegründet. Zu den drei Vorsitzenden wurden Alexander von Schrenck-Notzing (Sohn von Caspar von Schrenck-Notzing), Hans-Ulrich Kopp und Alexander Wolf gewählt.Die erste öffentliche Sitzung des RHV fand im Juli 1989 im Löwenbräukeller in München unter der Teilnahme des Vorsitzenden der Republikaner Franz Schönhuber statt.

Der Republikanische Hochschulbund stand in direkter Konkurrenz zum rechtsextremen Ring freiheitlicher Studenten (rfs).Die „inhaltlichen Zielsetzungen [Republikanischen Hochschulverbandes] unterschieden sich kaum von denen des RFS“.

Enge Kontakte bestanden zum rechtsextremistischen Gesamtdeutschen Studentenverband (GDS) des Bundes der Vertriebenen sowie zu den Republikanern und anderen Burschenschaften.Vereinzelt liefen rechtskonservative Mitglieder des Rings Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) zum RHV über.

Vor allem deutschnational gesinnte Studierende aus adligen Akademikerfamilien sprach der RHV an.Politisch-inhaltlich verfolgte der Verband nationale Interessen und stand im Gegensatz zu den Zielen der Lesben- und Schwulen- sowie der Friedensbewegung.

Längerfristig sollten die angehenden Akademiker eine Koalition der Republikaner als Vierte Partei mit der CSU vorbereiten, was jedoch am Widerstand der CSU scheiterte.Da der Studentenverband in keine Studierendenschaft einziehen konnte, löste er sich im April 1990 mit Zweidrittelmehrheit wieder selbst auf.

Vor allem die rechtsextreme Ausrichtung der Republikaner unter Schönhuber war unter den Mitgliedern umstritten.Der Bundesverband blieb zwar formal erhalten, die einzelnen Ortsgruppen wurden hingegen abgewickelt.Eine Neugründung des Verbandes fand in den 1997 Jahren durch die Burschenschaft Normannia-Leipzig zu Marburg statt, die mit zwei Kandidaten 1997 und 1998 den Sprung in das Studentenparlament (StuPa) an der Philipps-Universität Marburg schaffte.In Berichten des Verfassungsschutzes wird der RHV bis 2005 als Unterorganisation der Republikaner gelistet.

Witikobund

Der Witiko-Bund wurde von ehemaligen führenden Nationalsozialisten aus dem Sudetenland gegründet. 1947 eine Vorläuferorganisation “Sudetendeutsche Landsmannschaft) und 1950 als Witiko-Bund. Er hat seinen Sitz in München. Kalbitz wurde übrigens in München geboren, in der auch die Himmler-Tochter, Gudrun Burwitz, lebte, die als Mitglied die Wiking-Jugend unterstützte.

Natürlich ist München eine Millionenstadt – aber wie wahrscheinlich ist es, dass ehemalige Nazigrößen und der junge Kalbitz sich nicht über den Weg gelaufen sein sollen? Wo es Gemeinsamkeiten oder personelle Überschneidungen bei diversen “Bezügen” gab? Für das quartalsweise erscheinende Periodikum “Witikobriefe” verfasste Kalbitz Texte.

Die Ausrichtung des Witiko-Bundes ist völkisch-nationalistisch und knüpft personell und inhaltlich an die Tradition des Nationalsozialismus an. Bereits 1967 wurde der Witiko-Bund als rechtsextrem eingestuft – aber noch nie verboten. Akademische Alt- und Neonazis sind halt keine “Schlägernazis” und wohl deshalb in den Augen der Sicherheitsbehörden keine “Gefahr” für Leib und Leben. Jedenfalls keine unmittelbare. Die Mitglieder des Witiko-Bundes können verschiedenen Parteien, Organisationen, Medienverbänden und Wirtschaftsunternehmen angehören.

Ihr Ziel ist es, diese zu “infiltrieren, zu radikalisieren und zu einer völkisch-nationalistischen Linie zu führen”.  Deswegen finden sich ihre Mitglieder beispielsweise in der NPD, bei den Republikanern, in der CDU oder in der AfD wieder.

Neurechte Netzwerke der AfD Teil 5: Die Witiko-Bund-Affären des Alexander Gauland

Dass die ehemaligen Sudetendeutschen wollen, dass das Sudetenland wieder Teil von Deutschland werden soll – und in den Grenzen von 1939 – ist ebenfalls Teil ihrer Zielsetzung, wie sich gegenseitig zu unterstützen und in einflussreiche Positionen zu befördern. Die Witikonen sind allesamt elitäre Führungskader – und eben keine unteren Chargen. Ihre Mitglieder haben und bekommen einflussreiche Positionen in Politik und Wirtschaft. Auch heute noch.

Der Witiko-Bund ist trotz seiner rechtsextremistischen Ausrichtung immer noch nicht verboten. Ein unverzeihlicher Fehler. In den 70iger Jahren nahmen Aktivisten des Witiko-Bundes und der mittlerweile verbotenen Wiking-Jugend an gemeinsamen “Reichsgründungsfeiern” teil.

Das neurechte Netzwerk der AfD Teil 1: Die Verbindungen von Kalbitz & Höcke

 

Wir gehen nicht auf alle Namen, die im obigen Übersichtschart aufgeführt sind, ein, dann würde der Text noch länger. Man kann sie nachlesen, aber sollte sich nicht wundern, welche Nazi-Größen der Alten und Neuen Rechten sich die Klinken in die Hand geben.

Erwähnen wollen wir noch den Witikonen Manuel Ochsenreiter. Seine Führungspersönlichkeiten rekrutier(t)en sich zu beträchtlichen Teilen aus alten NS-Strukturen. Der Witiko-Bund ist eine völkische Traditionsgemeinschaft der ehemaligen Funktionäre der NSDAP und der Sudendeutschen Partei (SdP).

Diese NS-Strukturen, aus denen der Witiko-Bund entstand, waren schon aktiv, als die ehemaligen CSR noch bestand, d.h. sie engagierten sich bereits vor der Annektion der CSR durch Deutschland in Folge des Münchener Abkommens von 1938 und anschließender Besetzung der sog. “Resttschechei” durch die Wehrmacht in der CSR als fünfte Kolonne Nazi-Deutschlands.

AKTIVISTEN IN DER DEUTSCHEN NATIONALSOZIALISTISCHEN ARBEITERPARTEI

Einige der Aktivisten waren gar schon in der Deutschen Nationalsozialistische Arbeiterpartei, die bereits vor der NSDAP gegründet wurde, und von der die NSDAP ihren Namen ableitete, aktiv.

Nach deren Verbot engagierten sie sich in der Sudetendeutsche Partei unter ihrem Führer Konrad Henlein. Daneben bestanden Massenorganisationen, wie die Sudetendeutsche Turnerschaft , die sich nahtlos in die Terrorstrukturen des NS eingliederten und zur SA und SS in der ehemaligen CSR mutierten.

Personen in den Führungsetagen des Witikobundes mit NS-Vergangenheit:

  • Stain, Walter:
  • Seiboth, Frank:
  • Zoglmann, Siegfried:
    • stellvertretender Bundesvorsitzender des Witikobundes (1984)
    • Landesobmann der SL Bayern
    • Stellvertretender Bundesvorsitzender der SL
    • Mitglied in der Bundesversammlung der SL
    • Bundesfinanzreferent der SL
    • ex-FDP, jetzt CSU-Mitglied
    • ab 1934 Mitglied der NSDAP
    • ehem. HJ-Bannführer
    • Beauftragter des Reichsjugendführers beim Reichsprotektorat Böhmen und Mähren
    • HJ-Gebietsleiter im Protektorat Böhmen und Mähren
    • Leiter der Auslandspressestelle der Reichsjugendführung der HJ
    • 1942 freiwillige Meldung zu Waffen SS
  • Lange,Heinz:
    • 1959-83 Vorsitzender des Witikobundes
    • Mitglied in der Jungturnerschaft
    • ehem. HJ-Gebietsführer im NS-Gau-Sudetenland
    • “hochausgezeichneter Soldat einer Ausleseeinheit des Deutschen Reiches”
  • Pachta, Adolf:
    • führendes Mitglied des Witikobundes
    • 1931 Reichsführerschule der SA
    • bis 1934 führendes Mitglied der SA
    • Arbeit für die Gestapo in der CSR
    • Leiter von Einsatzkommandos in der Sowjetunion und Norwegen
    • bis 1945 SS-Sturmbannführer
    • nach 1945 Referent im Landesamt für Verfassungsschutz Bayern
  • Becher, Walter:
    • 1956-58 Vorsitzender des Witikobundes
    • verantwortlicher Redakteur für Kunst, Wissenschaft und Unterhaltung beim NSDAP-Gauorgan Die Zeit
    • führendes Mitglied des KAMERADENBUNDES in der ehem. CSR (extreme Rechte der bürgerlichen Jugendbewegung in der ehem. CSR)
    • von der Gründung bis 1982 Sprecher der SL
    • BHE später CSU Mitglied
  • Brand, Walter:
    • 1950-52 Vorsitzender des Witikobundes
    • Hauptleitungsmitglied der Sudetendeutsche Partei
    • Leiter der Kanzlei Konrad Henleins
    • führendes Mitglied des KAMERADENBUNDES in der ehem. CSR
    • stellvertretender Bundesvorsitzender der SL
Beurteilung des „Witikobundes“ und des „Witikobriefes“ durch die Bundesregierung

VERSTRICKUNG DES WITIKOBUNDES IN FASCHISTISCHE STRUKTUREN

Wie zu erwarten setzt sich diese Verstrickung des Witikobundes in faschistische Strukturen nach 45 fort. Dies zu dokumentieren, dazu mag die folgende kleine Aufzählung genügen. Multifunktionäre in der (neo)-faschistischen Szene und Witikonen sind u.a.:

  • Kosiek, Rolf
  • Staffa, Walter
  • Thomas, Harald:
  • Baßler, Karl:
    • Autor und Mitarbeiter der Huttenbriefe des Deutsches Kulturwerk Europäischen Geistes
    • Mitglied desFreundeskreis Ulrich von Hutten
    • Autor in der Zeitschrift SIEG des österreichischen Neofaschisten Walter Ochsenberger (Deutsch- Österreichisches Institut für Zeitgeschichte; Volkstreuen Grünen Bewegung)
    • Bürgerinitiative Deutscher Patrioten gegen die Wiederwahl des Herren von Weizsäcker zum Bundespräsidenten
    • ex-NPD-MdL
    • Vortragender bei der Gesellschaft für freie Publizistik(GfP)
  • Kopp, Hans Ulrich:
    • ex Bundesvorstandssprecher der Republikaner
    • stellvertretender Chefredakteur der Jungen Freiheit
    • Schriftleiter des Witiko Briefes
    • Teilnehmer des internationalen Treffens von (Neo)faschisten in Diksmulde
    • Mitglied der rechtsextremen Burschenschaft Danubia München
    • Autor in den Weikersheimer Blättern
  • Eichler, Richard W.:
    • Generalsekretär und Gründungsmitglied der Sudetendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste
    • Mitglied der Bundesversammlung der SL
    • Träger des Schillerpreises der Deutsches Kulturwerk Europäischen Geistes(DKEG)
    • Referent beim Deutschen Seminar (1986)
    • Referent beim Nordischen Ring (Rieger) und der Northern Leage
    • Ebenfalls Referent bei der Artgemeinschaft (Rieger)
    • Mitglied der Deutsche Unitarier Religionsgemeinschaft (DUR)
    • Referent an der Unitarischen Akademie
    • Vielschreiber in Deutschland in Geschichte und Gegenwart (GRABERT-VERLAG)
    • Autor im Buch des Thule-Seminars Das Unvergängliche Erbe (Hg.: Piere Krebs)
  • Ardelt, Alfred:
    • Mitglied der Bundesversammlung der SL
    • Mitglied des Stiftungsrates der Stiftung Deutschland, die siedlungswillige Deutsche bei ihrer Übersiedelung nach Tschechien unterstützt.
    • Schiedsgerichtsmitglied des Witikobundes
    • stellvertretender Landesvorsitzender des Bundes der Vertriebenen Landesverband Niedersachsen
    • Unterzeichner des Aufrufes zu 8.5. “Gegen das Vergessen”
    • engagiert in der Staats- und Wirtschaftspolitische Gesellschaft
  • Böhme, Herbert:
    • ehem. Hauptschriftleiter der NSDAP
    • Gründer des Deutschen Kulturwerk Europäischen Geistes (DKEG)
    • Gründer der Gesellschaft für freie Publizistik (GfP)
  • Fleißner, Herbert:
    • Inhaber des drittgrößten Verlagsimperiums in der BRD mit den Verlagen: Ullstein, Langen-Müller, Herbig-Verlag, Amalthea-Verlag, Limes-Verlag, Universitas-Verlag
    • gründete in München den Grenzlandausschuß der deutschen Burschenschaften

VERBINDUNGEN ZUR NPD

In den 1960er Jahren hatte der Witiko-Bund enge Beziehungen zur NPD, und mehrere Parteimitglieder wie Heinz Flöter und Ernst Anrich gehörten 1967 dem Vorstand des Witikobundes an. Einige dieser Verbindungen bestehen bis heute.

Der NPD-Bundespressesprecher und ehemalige Bundesvorsitzende des “Nationaldemokratischen Hochschul-Bundes” (NHB) und der “Jungen Nationaldemokraten”, Karl-Heinz Sendbühler, und der ehemalige NHB-Bundesgeschäftsführer Günter Schwemmer sind “Witikonen”, ebenso wie die beiden ehemaligen NPD-Abgeordneten im baden-württembergischen Landtag Rolf Kosiek und Karl Baßler.

VERBINDUNGEN ZU ANDEREN RECHTEN PARTEIEN UND POLITIKERN

Neben der NPD  waren mehrere Witikonen ehemalige Kandidaten der Partei “Die Republikaner” für den bayerischen Landtag, darunter Henning Lenthe, Carl-Wolfgang Holzapfel (*1944), Horst Rudolf Übelacker (*1936) und Hellmut Diwald (1924-1993). Alfred Ardelt, Publizist und Funktionär des Bundes der Vertriebenen, war lange Jahre Mitglied der CDU, die er in den 1990er Jahren verließ.

Mehrere im bürgerlichen Lager anerkannte Personen sind oder waren WB-Mitglieder, wie der langjährige CDU-Funktionär Rüdiger Goldmann (1965 bis Mitte der 1990er Jahre), der ehemalige CDU-Fraktionsvorsitzende im Hessischen Landtag Wolfgang Egerter (1930-2008) (stellvertretender Bundesvorsitzender der WB) und Herbert Fleissner (1928 -2016). Egerter wechselte nach dem Eklat um Gauland und Wirtz nach Thüringen, wo er politischer Berater von Ministerpräsident Bernhard Vogel (CDU) war.

BEZIEHUNGEN ZU RECHTEN PUBLIZISTEN UND SCHRIFTSTELLERN

Im Witikobund und vor allem in seinem Vorstand waren und sind zahlreiche rechte und rechtsextreme Schriftsteller und Publizisten, wie z.B:

Alfred Ardelt (1931-2011)
Ernst Frank (1900-1982)
Wigbert Grabert (geb. 1941)
Bernd Kallina (geboren 1950)
Günther Kissel (1917-2011)
Hans-Ulrich Kopp (geb. 1962)
Walter Staffa (1917-2011)

Viele Witiko-Bund-Mitglieder haben in der Wochenzeitung Junge Freiheit veröffentlicht. Der ehemalige stellvertretende Chefredakteur der Jungen Freiheit und Organisator der Sommeruniversität der Jungen Freiheit 1993, Hans-Ulrich Kopp, ist seit 1983 Witiko-Bund-Mitglied und seit 1992 Herausgeber des Witikobriefes, der Publikation des Witikobundes.

Ein Witikobund-Mitglied, das eine recht eindrucksvolle redaktionelle Laufbahn einschlug, ist der rechtsextreme “Neo-Eurasianist” Manuel Ochsenreiter, der Herausgeber der Deutschen Militärzeitschrift und später von Zuerst! wurde, einem Nachfolger von Nation Europa (1951-2009), einem zentralen Organ der nationalsozialistischen Diaspora nach dem Zweiten Weltkrieg.

Seine Mitglieder unterstützen sich gegenseitig und verhelfen einander in einflussreiche Positionen in Politik und Wirtschaft. Mit Wolfgang Egerter und Andreas Kalbitz gerät nun Alexander Gauland in den Fokus, ob er nicht auch Witikone ist. Hans-Ulrich Kopp wurde 2006 in den Vorstand des Witikobundes gewählt. Zuvor wurde Kopp 1983 Witikone und war seit 1992 Schriftleiter des Mitteilungsorgan des Witikobundes, dem Witikobrief , in dem 2001 Andreas Kalbitz einen Artikel veröffentlichte.

2001 stellte das Bundesamt für Verfassungsschutz fest: Die Autoren der Witikobundbriefe sind antisemitisch, haben rechtsextreme Tendenzen – (Zu finden in der Drucksache 14/7560) – Kalbitz war Autor der Witikobriefe eben in 2001

Drucksache 14/7560

“Kampf gegen den volklichen Tod”

2001 gratul

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