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Die verschiedenen Extremismen des Attentäters von Hamburg – Manifest von Philipp F.

Am 9. März hat der 35-jährige Philipp F. in den Räumen der Zeugen Jehovas in Hamburg-Alsterdorf acht Menschen getötet. Der Täter soll ein ehemaliges Mitglied der Gemeinde gewesen sein. Wie so oft nach Amokläufen und Terroranschlägen begann sofort die Spekulation zum Tatmotiv. Sein letzter Post auf LinkedIn wies laut Medieninformationen auf sein Buch und Manifest hin (Ich verlinke hier bewusst nicht zu Artikeln, in denen sein vollständiger Name oder der Titel des Buchs genannt werden, um nicht zur weiteren Verbreitung beizutragen).

Kathleen Belew, Professorin und Expertin für White Supremacist-Gewalt an der Northwestern University, warnt: „Ein Manifest ist ein Dokument, das einen politischen Standpunkt vertritt, indem es eine ideologische Erklärung darlegt, häufig für einen gewaltvollen Akt. Das Manifest … ist von außerordentlicher Bedeutung für Expert*innen, die das Motiv, die Verbindung zu anderen Gewaltakten und den Kontext ergründen wollen. Jedoch ist ein Manifest … (wie bei vielen Fällen von White Power-Gewalt) dazu geschaffen, um andere zu radikalisieren. ALSO TEILT/POSTET ES BITTE NICHT.“

„TEILT/POSTET das Manifest BITTE NICHT!“

Schnell zirkulierten nach der Bluttat einige Zitate aus Philipp F.’s Buch; in zahlreichen Medienberichten finden sich Bezüge auf Teile des Textes – oft ohne Einordnung von Expert*innen, die mit der Materie von christlichem Extremismus und speziell White Supremacist Terror Manifesten vertraut sind. Das ist fatal, weil eine differenzierte Analyse des Buchs dringend nötig wäre, um die Gedankenwelt und Ideologie des Täters zu ergründen und mögliche Aufschlüsse auf seinen mentalen Zustand und seine Motivation zu geben. Das „Hamburger Abendblatt“ zitiert ganze Passagen aus dem Buch – ein No-Go auch unter Wissenschaftler*innen, die sich professionell mit Terror-Manifesten beschäftigen. Es gibt einen Unterschied zwischen beispielsweise einem gerichtlichen Gutachten und einem öffentlich zugänglichen Artikel, der Menschen informieren soll.

Ebenso irritierend ist es, dass in zahlreichen Medien fachfremde Expert*innen zitiert werden – die das Machwerk wohl teils nur überflogen haben. Die Islamwissenschaftlerin Lamya Kaddor sagte T-Online, „ein flüchtiger Blick“ genüge bereits, um das Buch als das Werk eines Extremisten zu kennzeichnen. Dabei bezieht sie sich auf eine Textstelle, die prominent in sozialen Medien kursiert. Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter des Landes Baden-Württemberg, sieht in dem Buch ein Beispiel für „christlich-apokalyptischen Dualismus“ – und dass klar sei „ohne den Ermittlungen vorzugreifen, dass sich der Autor dieses Textes sehr weit auch gegen christliche und andersglaubende Gruppen radikalisiert und eine Endzeit erwartet hat“. Meines Erachtens trifft das nicht den Kern des Manifests.

Das Manifest im Kontext anderer Terror-Manifeste

Anstatt also hier die Thesen des Attentäters wörtlich zu zitieren und somit weiter zu verbreiten, möchte ich nach meiner Lektüre des Buches meine Einschätzung auf einer Meta-Ebene anbieten – und das Manifest in die Landschaft bereits bekannter Terror-Manifeste einordnen. Philipp F.’s Buch liest sich wie eine Mischung der philosophischen Abhandlungen eines Erstsemesters, der eine Art assoziative Bibelexegese betreibt und sich an Eschatologie berauscht. Der Text hat den absoluten Anspruch, die Weltordnung, Gottes Wesen und Wirken zu erklären, und tut dies durch Diagramme, ausschweifende und teils wild zusammengewürfelte Interpretationen von Bibeltexten und Staffelungen einer vermeintlichen “Hierarchie” von Gott, Jesus, Engeln und Satan. 

Hin und wieder finden sich entfernte Echos der Theologie der Zeugen Jehovas – etwa in der Ablehnung der Trinität (auch wenn Philipp F.’s Modell sich trotzdem insgesamt von dem der Zeugen Jehovas unterscheidet) und in der Erwartung einer Endzeit. Doch hier beginnen die Unterschiede bereits: Denn Philipp F.’s Text ähnelt in Teilen dem, was man in extremen Ecken des Internets finden kann. Bedeutet hier konkret: Eine Verschränkung von Hitlers Vorstellung eines 1000-jährigen Reiches mit religiöser Teleologie. F. war jedoch – und hier unterscheidet er sich theologisch von klassischem post- oder pre-milleniaristischem Evangelikalismus – der Ansicht, dass wir heute bereits in der Zeit des „1000-jährigen Reichs“ leben. 

Verschränkung von Hitlers Vorstellung eines 1000-jährigen Reiches mit religiöser Teleologie

F. benutzt kein leicht identifizierbares Incel-Vokabular, doch seine Frauenverachtung zieht sich durch das gesamte Manifest. Wieder und wieder betont er, dass Männer Frauen spirituell und hierarchisch übergeordnet seien, dass es die Aufgabe von Frauen sei, Kinder zu gebären und Männern zu gehorchen. Er beklagt außerdem die angebliche moralische Verkommenheit moderner Frauen, verurteilt Abtreibung als Mord, verurteilt Sex Work und äußert sich explizit LGBTQ-feindlich. Die extrem patriarchalische Ausrichtung und Weltsicht finden sich jedoch auch bei den Zeugen Jehovas – häusliche Gewalt ist dort kein ausreichender Scheidungsgrund, traditionelle Geschlechterrollen gehören fest zum Weltbild und Frauen sind Männern untergeordnet.

Auch ein interessanter Artikel:  Werkstudent*in in der Jugendredaktion Salon5 in Hamburg-Bergedorf

In diesem Themenfeld finden sich die stärksten Echos der Theologie der Zeugen Jehovas, auch was die LGBTQ-Feindlichkeit betrifft (gleichzeitig entfernt sich F. an anderen Stellen weit von der Theologie der Zeugen Jehovas). Diese extrem patriarchale Gesellschaftsordnung und Sicht auf traditionelle Gender Rollen finden sich jedoch nicht nur bei den Zeugen Jehovas, sondern auch z.B. im rechten Evangelikalismus, bekannt als Complementarianism.

Sein Gottesbild ist eines, das sich im Verlauf des Manifests zu ändern scheint. Während er zu Beginn seiner „Exegese“ noch von einigen Handlungen des biblischen Gottes in ihrer Grausamkeit schockiert scheint und mit der Lust Gottes an Bestrafung hadert, scheint er sich zum Ende des Textes mit diesem düsteren, gewaltvollen Gottesbild abgefunden zu haben und mit ihm im Reinen zu sein. Jesus und Gott sind bei ihm nicht dasselbe göttliche Wesen, sondern separate Akteure wie auch der Teufel – und sie unterscheiden sich in ihrer Rachelust und Milde. Er sieht Gott und Jesus als miteinander konkurrierende und teils im direkten Konflikt miteinander stehende Akteure an.

Das Manifest ist eine wilde theologische Assoziationskette

Den Teufel nennt Philipp F. „Iblis“ – der Name, unter dem ein mit dem Teufel vergleichbares Wesen im Islam bekannt ist – und sieht in ihm nicht wie so oft in der Endzeit-Theologie den zutiefst bösen Gegenspieler des Göttlichen, sondern einen ambivalenteren Charakter. Dass Gott und Jesus in dem Buch als separate Akteure auftreten, die auch teils im Konflikt miteinander stehen, erinnert in den Grundzügen an Elemente der Theologie der Zeugen Jehovas, erläutert der Religionswissenschaftler an der University of San Francisco und Experte für christlichen Fundamentalismus, Bradley Onishi, auf meine Anfrage.

Hier muss erneut betont werden: Ein Manifest muss nicht kohärent sein, um als solches zu gelten. Das Buch liest sich streckenweise wie eine wilde theologische Assoziationskette. Ich bin keine ausgebildete Psychologin, aber es liegt nahe, dass hier jemand schreibt, der sich in einem psychischen Ausnahmezustand befand. Hier ist es wichtig, darauf hinzuweisen: Eine psychische Erkrankung und ein politisches Motiv müssen sich nicht ausschließen. Um beides abschließend zu ergründen, werden genauere Untersuchungen nötig sein, darunter die Einbeziehung sachkundiger Gutachter. Trotzdem ist es wichtig, in der Berichterstattung die zusätzliche Stigmatisierung psychischer Erkrankungen zu vermeiden. Die Fragen, die sich jetzt stellen, sind komplex und schnelle Antworten werden ihnen oft nicht gerecht.

Bewunderung für Trump und Putin

Die Psychologin und Expertin für Verschwörungsdenken Pia Lamberty warnt:

„Die Analyse der Tatmotivation bei Amoktaten oder Terroranschlägen ist komplex und bedarf Zeit. Es ist mit einer oberflächlichen Analyse der Manifeste nicht getan. Oft erlischt das gesellschaftliche Interesse aber sehr schnell, weswegen Analysen, die in die Tiefe gehen, nicht mehr die mediale Aufmerksamkeit erfahren. Viele Fragen lassen sich aber erst nach einiger Zeit, manche nie beantworten: Welche Rolle die Ideologie für die Tat spielte, wie das Verhältnis von psychischer Erkrankung und Ideologie für die Tat selbst aussah.“

Pia Lamberty auf Anfrage der Autorin

Präzision und Anerkennung der Komplexität der Beantwortung dieser Fragen befriedigen zwar nicht unbedingt den 24/7 News-Zyklus, sind aber für die Aufarbeitung der Tat unerlässlich.

Philipp F. belässt es nicht bei Theologie, sondern äußert sich auch explizit politisch (wobei natürlich auch Theologie politische Schlüsse nach sich zieht). Er nennt Hitler und Putin Instrumente Gottes, drückt seine Bewunderung für Donald Trump und Ron DeSantis aus, die er ebenfalls aus Instrumente eines göttlichen Willens sieht, und prophezeit einen baldigen Sieg der Republikaner. Diesen Sieg sieht er als von Gott angetriebene Rückkehr zu einer alten Ordnung. Er verwendet hier die in der Rechten gern genutzte Terminologie von „Familie“ – gemeint ist eine heterosexuelle Ehe zwischen cis Mann und cis Frau. Für Philipp F. hatte Trump Gottes Segen, als er den Obersten Gerichtshof mit genügend Anti-Abtreibungsrichter*innen besetzte, um das Urteil im Fall Roe v. Wade zu kippen. 

Antisemitismus im Manifest

Besonders auffällig ist der Antisemitismus, der sich durch das gesamte Buch zieht. F. verbreitet klassische christlich-antisemitische Mythen wie beispielsweise, dass Juden sich des Gottesmordes schuldig gemacht hätten – nur um daraufhin zu behaupten, das sei Absicht gewesen, weil die brutale Hinrichtung Jesu nötig gewesen sei, um die Menschheit zu retten. Auch hier gilt: Kohärenz ist kein Kriterium, das zu erwarten ist, die fehlende Kohärenz kann jedoch ausgebildeten Psychologen einen Hinweis auf den Geisteszustand des Mörders geben.

Außerdem hängt der Attentäter einem zutiefst antisemitischen Verschwörungsmythos an, den ich hier nicht im Detail wiedergeben werde, aber nach dessen Erzählung Russland als Werkzeug Gottes handelt und die Ukraine bestraft wird. Die Interpretation von Kriegen als Zeichen einer herannahenden Endzeit ist typisch in christlich-fundamentalistischen Kreisen, die oft verschwörungsgläubig geprägt sind, und findet sich auch in extremistische Online Spaces

Der Ukraine-Krieg und Befürwortung von Russland

Überhaupt äußert sich F. explizit positiv über Russland und wünscht sich eine Annäherung Europas an Russland. Der Ukraine-Krieg taucht, neben anderen Ereignissen des Zeitgeschehens, wieder und wieder im Text auf und wird in F.’s extremes Weltbild eingearbeitet.

Während klassische „White Power“-Manifeste sich durch expliziten Rassismus, Anti-Immigrations-Rhetorik und offene White Supremacy auszeichnen, ist das hier nicht der Fall. Der Autor bezeichnet sich als „multikulturell“. Zudem fehlt die Islamfeindlichkeit, die diese Texte sonst zeigen. Philipp F. sieht sich als die Person, die Christentum und Islam vereinen könne. Den Teufel bezeichnet er auch als „Iblis” – dieser Name findet sich im Koran, er verkündet gar, er wolle einen neuen gemeinsamen Nenner zwischen beiden Religionen finden. Anders als in Manifesten zu anderen Bluttaten wie zum Beispiel denen von Christchurch oder Halle finden sich keine offenen Bezüge oder Zitate aus den Manifesten anderer Terroristen – eigentlich ein relevantes Kriterium in White Power-Terror-Manifesten. 

Immer wieder „die Juden“

Ben Lorber, Senior Research Analyst bei Political Research Associates, der zu Antisemitismus und Extremismus forscht, erklärt die wilde Mischung an Extremismen in F.’s Buch:

„Während einige rechtsextreme Massenmörder sich ausdrücklich White-Nationalist Ansichten über Vorherrschaft der weißen ‘Rasse’ und Verschwörungstheorien über die „Umvolkung“ von Weißen durch nicht-weiße Einwanderer anschließen, ist dies nicht immer der Fall. Einige Shooter gehören eher male supremacist und ‘Incel’-Ideologien; einige zu christlicher Apokalyptik und manichäischen Erzählungen eines immanenten Krieges zwischen Gut und Böse; einige kombinieren all dies; und wieder andere bekennen sich zu einer heterogenen Mischung von Ideologien und Narrativen.

In unserer Ära der Online-Radikalisierung können Mass Shooters von diesen und anderen Ideologien profitieren, die alle aus den Tiefen eines verschwörungsgläubigen Weltbilds stammen. Antisemitismus ist für viele Massenschützen typisch, da ‘die Juden’ eine bequeme Folie bieten, die in ihrem Weltbild einen immens mächtigen, teuflischen Feind darstellt, der hinter den Problemen steht, die der Schütze in der Welt für korrekturbedürftig hält.“

Ben Lorber auf Anfrage der Autorin

Komplexer als nur: Rechtsradikal

Es wäre falsch, davon auszugehen, dass verschiedene Extremismen immer Teil eines rechtsradikalen Weltbilds sein müssen. Stattdessen ist die Realität deutlich komplizierter, erklärt auch Cynthia Miller-Idriss auf meine Anfrage. Sie forscht zu Extremismus und Radikalisierung und ist unter anderem Expertin für White Supremacist Terror. Miller-Idriss ist Professorin an der American University in Washington, D.C. und die Gründerin der dort angesiedelten Polarization and Extremism Research & Innovation Labs (PERIL).

Miller-Idriss erklärt in Bezug auf Philipp F.’s Buch: „Eine Sache, die mir oft auffällt, ist, dass verschiedene Formen von Suprematismus miteinander verwoben sind und sich gegenseitig verstärken. Daher ist es nicht so überraschend, dass manche Formen darin dominieren (Antisemitismus/Christliche Supremacy), selbst wenn manche weiter verbreiteten Formen (White Supremacy) nicht explizit präsent sind.“ Miller-Idriss betont die Wechselwirkung von verschiedenen Extremismen:

„So viele Massenmörder (von denen viele gar kein Manifest hinterlassen), sind online tief in Propaganda und Verschwörungstheorien versunken, oder sie geben Anzeichen, dass sie sich online mit antisemitischen und rassistischen (Highland Park Shooter) oder zutiefst misogynen Inhalten (Uvalde Shooter) beschäftigt haben, aber diese Online-Interaktion scheint nicht mit den tatsächlichen Zielen, die sie auswählen zusammenzuhängen.“

Miller-Idriss auf Anfrage der Autorin

Bedeutet: Radikalisierung von Individuen, die schreckliche Gewalttaten begehen, hat zahlreiche Ursachen und Anzeichen, viele treffen auch auf Philipp F. zu. Trotzdem ist ein persönlicher Konflikt mit Mitgliedern der Gemeinde ebenfalls eine Möglichkeit, die nicht außer Acht gelassen werden darf. 

die Tatenlosigkeit der Hamburger Polizei

Weiteren Grund zur Sorge gibt die Tatenlosigkeit der Hamburger Polizei, erklärt CEMAS-Experte Miro Dittrich:

„Mir ist schlecht. Der Zustand von OSINT durch die deutsche Polizei ist nur … . Sie haben einen anonymen Tipp zu jemandem bekommen. Der Hinweisgeber behauptet, der Betreffende sei psychisch krank und hege Aggressionen gegen religiöse Gruppen und seinen ehemaligen Arbeitgeber. Seine psychischen Probleme spiegeln sich angeblich in einem von ihm veröffentlichten Buch wider.

Die Person besitzt einen Waffenschein. Die Polizei macht einen unangekündigten Kontrollbesuch in seiner Wohnung und sucht im Internet nach weiteren Hinweisen auf psychische Auffälligkeiten, findet aber nichts, was einen Waffenschein-Entzug rechtfertigen würde. Das genannte Buch finden sie nicht, weil das Googeln von „Buch“ und dem Namen des Angeklagten zu keinem Ergebnis führt. Sie finden zwar seine Website, aber nicht die dort sehr prominent beworbenen Amazon-Links zu seinem Buch. Er bewirbt das Buch auch auf seinem LinkedIn-Profil.”

Miro Dittrich auf Anfrage der Autorin

Ein fataler Fehler seitens der Polizei, der aufzeigt, in welchem erschreckenden Zustand die OSINT Kenntnisse zumindest bei der Hamburger Polizei sind. 

Analysen und Ermittlungen abwarten, bevor man Schlüsse zieht

Das Buch von Philipp F. bietet Expert*innen in den Bereichen des politischen und christlichen Extremismus einen Einblick in die Gedankenwelt des Täters. Zum Entstehungszeitraum verrät es uns beispielsweise, dass Teile davon innerhalb der jüngsten Invasion Russlands geschrieben worden sein müssen, da F. den Krieg in der Ukraine mehrfach und zentral in seinen wüsten Thesen erwähnt. Gleichzeitig scheint – hier muss die Bewertung von Psycholog*innen abgewartet werden – auch ein psychischer Ausnahmezustand zusätzlich zu politischem und religiösen Extremismus eine mögliche Facette des Tathintergrundes zu sein.

Ebenso bleiben die Ermittlungen bezüglich F.’s Beziehung zu seiner ehemaligen Gemeinde abzuwarten. Abschließend lässt sich zusammenfassen: F.’s Buch ist nicht das „klassische“ Manifest eines rechtsextremen Massenmörders, aber es gibt Hinweise auf ideologische Einflüsse und Einblick in das extreme Weltbild eines Mannes, der sich immer weiter radikalisiert hat.

Auch wenn (noch) kein direkter Hinweis auf die Bluttat aus dem Text abgeleitet werden kann, zeigt sich hier deutlich ein verschwörungsgläubiges, antisemitisches Weltbild, verbunden mit extrem patriarchalischen Ansichten, christlich geprägtem Extremismus und Frauenverachtung, sowie einem düsteren, blutrünstigen Gottesbild – Charakteristika, die auf Gewaltpotential hinweisen und von der Polizei bemerkt hätten, werden müssen. 

Artikelbild: Christian Charisius/dpa

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