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title: "Drei Monate Müllberge am Lindweilerweg: Stadt Köln muss endlich handeln"
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date: 2026-09-23
modified: 2026-09-23
lang: de
author: "Dirk Bachhausen"
description: "Mehr als 30 Hinweise, erneut rund 40 Müllsäcke – Volt-Landtagskandidat Dirk Bachhausen fordert die sofortige Räumung und eine Höhenschranke Auf dem Parkplatz am Lindweilerweg zwischen Lindweiler und Longerich hat sich..."
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# Drei Monate Müllberge am Lindweilerweg: Stadt Köln muss endlich handeln

**Mehr als 30 Hinweise, erneut rund 40 Müllsäcke – Volt-Landtagskandidat Dirk Bachhausen fordert die sofortige Räumung und eine Höhenschranke**

Auf dem Parkplatz am Lindweilerweg zwischen Lindweiler und Longerich hat sich eine illegale Müllhalde entwickelt. Seit mehr als drei Monaten türmen sich dort nach Angaben von Anwohnerinnen, Anwohnern und Dirk Bachhausen Bauschutt, Sperrgut, Hausmüll, Kleidung, Altpapier und zahlreiche Müllsäcke. Hinzu kommen Kanister mit unbekannten Flüssigkeiten, von denen möglicherweise eine Gefahr für Menschen, Tiere und Umwelt ausgeht.

Der Zustand wurde nach Bachhausens Dokumentation inzwischen mehr als 30 Mal an die Stadt Köln und die Abfallwirtschaftsbetriebe Köln gemeldet. Dennoch wurde der Parkplatz bis heute nicht vollständig geräumt. Allein in dieser Woche kamen erneut mehr als 40 Müllsäcke hinzu.
> „Aus einzelnen Ablagerungen ist längst eine komplette illegale Müllhalde geworden. Die Menschen melden den Zustand immer wieder, doch sichtbar geschieht nichts. Wenn innerhalb von mehr als drei Monaten weder die Stadtverwaltung noch die zuständigen Betriebe eine Lösung finden, ist das kein kleines Organisationsproblem mehr, sondern ein Versagen der Verwaltung“, erklärt Dirk Bachhausen, Landtagskandidat von Volt im Wahlkreis Köln IV.

## Meldung abgeschlossen – Müll weiterhin vorhanden

Dass Hinweise innerhalb der Verwaltung weitergereicht werden, ohne dass das Problem vor Ort gelöst wird, zeigt auch das städtische Portal „Sag’s uns“. In einer [öffentlich einsehbaren Meldung vom Lindweilerweg 156](https://sags-uns.stadt-koeln.de/requests/20099-2026) wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass der Müllberg immer größer werde. Die AWB erklärte, sie dürfe den dort vermuteten Sondermüll nicht beseitigen und habe den Fall an das Umweltamt weitergeleitet.

Anschließend wurde die Meldung im Portal als „abgeschlossen“ gekennzeichnet – obwohl der Müll weiterhin auf dem Parkplatz liegt.
> „Eine interne Weiterleitung ist noch keine Erledigung. Ein Vorgang darf nicht als abgeschlossen gelten, solange die Müllberge weiter wachsen. Für die Menschen vor Ort zählt nicht, welches Amt gerade zuständig sein soll. Für sie zählt, ob der Müll endlich verschwindet“, kritisiert Bachhausen.

## Höhenschranke könnte weitere Ablagerungen erschweren

Die Art und die Menge der Ablagerungen lassen vermuten, dass ein Teil des Mülls mit Transportern oder Lastwagen angeliefert wurde. Bachhausen fordert deshalb neben der sofortigen Räumung eine dauerhafte bauliche Lösung. Eine geeignete Höhenschranke könnte verhindern, dass größere Lastwagen und Hochdachtransporter den Parkplatz weiterhin ungehindert anfahren. Normale Pkw sollen den Parkplatz weiterhin nutzen können.
> „Eine Höhenschranke wird nicht jede illegale Ablagerung verhindern. Sie würde es aber erheblich erschweren, ganze Wagenladungen mit Bauschutt, Sperrgut oder Dutzenden Müllsäcken dort abzuladen. Die Stadt muss nicht länger erklären, warum etwas angeblich schwierig ist. Sie muss endlich eine technisch funktionierende Lösung umsetzen“, fordert Bachhausen.

## Wilder Müll kostet Köln Millionen

Das Problem betrifft nicht nur den Lindweilerweg. Nach aktuellen Angaben der AWB wurden im Jahr 2025 in Köln bereits 28.400 Einsätze zur Beseitigung wilden Mülls registriert. Die eingesammelte Menge stieg auf knapp 2.900 Tonnen. Die jährlichen Kosten für Littering und illegale Ablagerungen belaufen sich inzwischen auf fast 16 Millionen Euro. Dafür stehen stadtweit neun Spezialfahrzeuge und rund 25 Beschäftigte zur Verfügung. [Quelle: AWB/Stadtwerke Köln](https://www.stadtwerkekoeln.de/pressemitteilungen/template_pressemitteilung-der-awbmer-dun-et-foer-uech-aber-illegaler-muell-geht-uns-alle-an_)

Wie folgenschwer unklare Zuständigkeiten sein können, zeigte sich bereits im Juli 2026 an der Militärringstraße in Longerich. Dort lagen bei großer Hitze über Wochen illegal entsorgte Fleischabfälle. Erst nach zahlreichen Anrufen und Hinweisen wurde festgestellt, dass nicht die Stadt oder die AWB, sondern Straßen.NRW zuständig war. Die Abfälle wurden schließlich am 23. Juli beseitigt. Die [Kölnische Rundschau berichtete](https://www.rundschau-online.de/koeln/nippes/longerich/militaerring-als-muellhalde-unbekannte-entsorgen-fleischabfaelle-in-longerich-1340101) außerdem, dass sich Menschen bereits seit Jahrzehnten über Müllberge am nahe gelegenen Parkplatz am Lindweilerweg beschweren.

Auch im Niehler Industriegebiet türmen sich entlang der Bernhard-Günther-Straße und der Scarletallee immer wieder Bauschutt, Mineralwolle, Küchenabfälle und anderer Unrat. Bereits 2016 beschäftigte sich die Bezirksvertretung mit der Situation. Nach einem [Bericht des Kölner Stadt-Anzeigers](https://www.ksta.de/koeln/nippes/niehl/koeln-politik-fordert-abhilfe-gegen-wilde-muellkippen-in-niehl-1291394) war fast zehn Jahre später noch immer keine nennenswerte Verbesserung erreicht worden.
> „Köln hat kein Erkenntnisproblem. Die bekannten Abladeorte, die steigenden Müllmengen und die enormen Kosten sind seit Jahren dokumentiert. Was fehlt, sind schnelle Entscheidungen, klare Zuständigkeiten und wirksame vorbeugende Maßnahmen“, stellt Bachhausen fest.

## Bachhausen fordert ein sofortiges Maßnahmenpaket

Dirk Bachhausen fordert von der Stadt Köln:

- die unverzügliche vollständige Räumung des Parkplatzes am Lindweilerweg,
- eine sofortige fachliche Untersuchung und Sicherung der Kanister mit unbekanntem Inhalt,
- die kurzfristige Installation einer geeigneten Höhenbegrenzung mit geregeltem Zugang für Rettungs-, Forst- und Reinigungsfahrzeuge,
- verbindliche Bearbeitungsfristen für gemeldeten wilden Müll,
- die Kennzeichnung eines Vorgangs als „abgeschlossen“ erst nach der tatsächlichen Beseitigung,
- regelmäßige Kontrollen an bekannten Abladeorten sowie konsequente Ermittlungen gegen die Verursacher.

**„Die Stadtverwaltung hatte mehr als genug Zeit. Jetzt muss der Müll vollständig entfernt und der Parkplatz dauerhaft gesichert werden. Jede weitere Woche des Nichtstuns lädt die nächsten Verursacher geradezu dazu ein, ihren Abfall ebenfalls dort abzuladen“, erklärt Bachhausen abschließend.**

 