[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/drohender-energie-deal-zwischen-usa-und-russland\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/drohender-energie-deal-zwischen-usa-und-russland\/","headline":"Drohender Energie-Deal zwischen USA und Russland","name":"Drohender Energie-Deal zwischen USA und Russland","description":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechseln Der CDU-Au\u00dfenpolitiker Norbert R\u00f6ttgen warnt eindringlich: \u201eWenn wir uns nicht ver\u00e4ndern, wenn wir ungef\u00e4hr so blieben, wie wir sind, dann wird alles \u00fcber unsere K\u00f6pfe hinweg entschieden.\u201c R\u00f6ttgen ver\u00f6ffentlichte den eigenen Redebeitrag aus einer Talkshow am 12. M\u00e4rz 2025 auf seinem&#8230;","datePublished":"2025-03-13","dateModified":"2025-03-13","author":{"@type":"Person","@id":"##Person","name":"Correctiv.org","url":"#","identifier":15,"image":{"@type":"ImageObject","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/51a6c0962ec4a7a9fff8508f3b6a21069f40fbb9a1ee7294cca7a040ced87b6c?s=96&d=monsterid&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/51a6c0962ec4a7a9fff8508f3b6a21069f40fbb9a1ee7294cca7a040ced87b6c?s=96&d=monsterid&r=g","height":96,"width":96}},"publisher":{"@type":"Person","name":"Dirk Bachhausen","image":{"@type":"ImageObject","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/dirk_profil-300x300.jpg","url":"https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/dirk_profil-300x300.jpg","width":600,"height":60}},"image":{"@type":"ImageObject","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Zeitungsleser.webp","url":"https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Zeitungsleser.webp","height":534,"width":800},"url":"https:\/\/www.bachhausen.de\/drohender-energie-deal-zwischen-usa-und-russland\/","about":["Politik"],"wordCount":1268,"keywords":["drohender","energie","russland","zwischen"],"articleBody":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechselnDer CDU-Au\u00dfenpolitiker Norbert R\u00f6ttgen warnt eindringlich: \u201eWenn wir uns nicht ver\u00e4ndern, wenn wir ungef\u00e4hr so blieben, wie wir sind, dann wird alles \u00fcber unsere K\u00f6pfe hinweg entschieden.\u201c R\u00f6ttgen ver\u00f6ffentlichte den eigenen Redebeitrag aus einer Talkshow am 12. M\u00e4rz 2025 auf seinem X-Account. F\u00fcr den CDU-Bundestagsabgeordneten hat Europa angesichts der unberechenbaren Politik des neuen US-Pr\u00e4sidenten Donald Trump und des anhaltenden russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine nur eine Chance. Europa m\u00fcsse entweder milit\u00e4rische St\u00e4rke gewinnen oder w\u00fcrde als eigenst\u00e4ndiger Akteur \u201enicht bestehen bleiben\u201c.Recherchen von CORRECTIV und Istories zeigen, wie das von R\u00f6ttgen erw\u00e4hnte \u201e\u00fcber unsere K\u00f6pfe hinweg\u201c ablaufen k\u00f6nnte. Es geht darum, unter welchen Bedingungen nach einem m\u00f6glichen Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine oder nach einem Waffenstillstand \u00d6l und Gas wieder nach Deutschland und Europa flie\u00dfen k\u00f6nnten. Im Fokus der Verhandlungen steht offenbar auch die Zukunft der Pipelines Nord Stream 1 und 2, sowie der Besitz des russischen Mineral\u00f6lkonzerns Rosneft in Deutschland: Rund 54 Prozent Anteile h\u00e4lt deren deutsche Tochter an der Raffinerie in Schwedt sowie geringere Anteile an den s\u00fcddeutschen Raffinerien Bayernoil und Miro.Es geht um den Einfluss russischer Rohstoffkonzerne und des Kreml auf die deutsche und europ\u00e4ische Energieversorgung, die m\u00f6gliche Wiederherstellung der Energieabh\u00e4ngigkeit und welche Rolle US-Firmen dabei spielen k\u00f6nnten.Die Rohstoffabh\u00e4ngigkeit Deutschlands und der drohende ZusammenbruchDie Pipelines von Nord Stream 1 und 2 und die Raffinerie Schwedt bildeten bis zum Beginn des russischen Angriffskrieges im Februar 2022 die Achse der Rohstoffversorgung aus Russland. Zwei Tage vor dem Einfall in die Ukraine verweigerte Deutschland die Zertifizierung von Nord Stream 2, sp\u00e4ter drosselte Russland die Gaszufuhr durch die R\u00f6hren von Nord Stream 1. Die Rohstoffabh\u00e4ngigkeit von Russland brachte Deutschland fast an den Rande des Zusammenbruchs. Das Handelsblatt zeigte 2023, wie Russland nach dem Beginn des Angriffskrieges versuchte, \u00fcber die von ihnen kontrollierten Firmen in Deutschland einen Blackout zu provozieren.Im Herbst 2022 wurde die Gas-Pipeline in der Ostsee gesprengt, von insgesamt vier Str\u00e4ngen ist nur ein Strang von Nord Stream 2 noch intakt. Die T\u00e4ter und Auftraggeber der Sprengung sind noch nicht gekl\u00e4rt. Medienberichten zufolge gehen deutsche Ermittler von ukrainischen Saboteuren aus.Auch bei \u00d6l waren die Abh\u00e4ngigkeiten zu Russland vor Beginn des Kriegs hoch. Die Raffinerie in Schwedt wird seit ihrer Gr\u00fcndung in der DDR von der Druschba-Pipeline aus Russland mit \u00d6l versorgt. Gut 20 Jahre nach der Wiedervereinigung wurde der russische \u00d6lkonzern Rosneft \u00fcber dessen deutsche Tochter Rosneft Deutschland GmbH Anteilseigner von Schwedt und Bayernoil.\u00a0Nach dem Krieg \u00fcbernahm die Bundesregierung die Treuh\u00e4nderschaft von Rosneft Deutschland. \u00d6l f\u00fcr Schwedt kommt nicht mehr aus Russland, sondern vor allem \u00fcber die H\u00e4fen Rostock und Danzig. \u00d6llieferungen per Schiff erweisen sich jedoch als schwierig, die Infrastruktur nicht f\u00fcr ausreichende Mengen ausgelegt. Daher sicherte sich die Bundesregierung weitere Lieferungen \u00fcber die Druschba-Pipeline \u2013 allerdings mit kasachischem \u00d6l.\u00a0Woidke und die R\u00fcckkehr des russischen \u00d6lsDie anderen Anteilseigner an der Raffinerie in Schwedt wie der britische Erd\u00f6l-Konzern Shell verlieren das Interesse an der Raffinerie in Ostdeutschland. Sie wollen offenbar nicht mehr investieren, am liebsten ihre Anteile loswerden \u2013 zuletzt platzte der Verkauf an den britischen \u00d6lkonzern Prax jedoch.Nicht nur die AfD und BSW, sondern auch Ministerpr\u00e4sident Dietmar Woidke (SPD) w\u00fcnschen sich nach einem m\u00f6glichen Kriegsende, dass russisches \u00d6l wieder nach Schwedt flie\u00dft. \u201eWoidke w\u00fcrde eine R\u00fcckkehr zu \u00d6l aus Russland f\u00fcr die Raffinerie begr\u00fc\u00dfen\u201c, schrieb der Tagesspiegel am 3. M\u00e4rz. Und der Wunsch k\u00f6nnte in Erf\u00fcllung gehen.Seit Monaten gibt es Hinweise, dass seit Donald Trumps Wahlsieg in den USA Emiss\u00e4re aus den USA und Deutschland Kontakte mit Russland und den USA kn\u00fcpfen. Bereits im vergangenen November hatte das Wall Street Journal berichtet, dass der US-amerikanische Investor und Trump-Unterst\u00fctzer Stephen P. Lynch sich darum bem\u00fchte, bei Nord Stream 2 einzusteigen.Nach der Amtseinf\u00fchrung von Trump im Februar wurde es konkreter. Auch die Unterlagen des Insolvenzverfahrens der Nord Stream 2 AG in der Schweiz weisen auf Verhandlungen hin. Man stehe \u201ein intensivem Kontakt mit den Finanzinvestoren\u201c, argumentierte das Unternehmen Anfang des Jahres vor dem Kantonsgericht Zug, das den Verhandlern letztlich weitere Zeit verschaffte.Nord Stream und das Interesse der USAEine Rolle in diesem Deal soll auch der Ex-Stasi Mann Matthias Warnig spielen, der als Vertrauter von dem russischen Pr\u00e4sidenten Wladimir Putin gilt, wie die Financial Times Anfang M\u00e4rz schrieb. Die Bild berichtete am 3. M\u00e4rz, dass auch der ehemalige US-Botschafter Richard Grenell dabei mitverhandeln soll, was dieser jedoch bestritt. Trump beauftragte Grenell mit speziellen Aufgaben.CORRECTIV erhielt Hinweise aus dem Kreis der Verhandler, dass dieses System offenbar auch f\u00fcr Schwedt geplant ist. Demnach ist offenbar geplant, dass US-Firmen die deutschen Rosneft-Beteiligungen \u00fcbernehmen. Dann h\u00e4tten sie die Mehrheit an der Raffinerie Schwedt sowie Anteile an Bayernoil und Miro. Zuletzt waren vor allem Qatar, das bereits am russischen Rosneft-Konzern beteilig ist, sowie Kasachstan als potenzielle K\u00e4ufer im Gespr\u00e4ch. Letztere Option, von Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin erst Ende November 2024 \u00f6ffentlich ins Spiel gebracht, scheint nicht mehr weiterverfolgt zu werden.\u00a0Auch die Verhandlungen zur PCK Schwedt finden im Verborgenen statt. Aus den Kreisen der Boten und Emiss\u00e4re hei\u00dft es, die Gespr\u00e4che zwischen US-amerikanischen und russischen Vertretern laufen, das Bundeskanzleramt und das Bundeswirtschaftsministerium seien eingebunden. Das Ausw\u00e4rtige Amt soll bei den Verhandlungen jedoch keine Rolle\u00a0 spielen. Es wird von einer Person, die an den Verhandlungen beteiligt ist, als \u201eamerikanische Agenda\u201c beschrieben, und \u201eje weniger deutsche Stellen involviert\u201c seien, desto h\u00f6her sei die Wahrscheinlichkeit, dass das Projekt klappen k\u00f6nnte.\u201eBeide verdienen und die Europ\u00e4er zahlen\u201cDas Kalk\u00fcl der Trump-Administration k\u00f6nnte eine Zangenbewegung sein: Die Autoindustrie in Deutschland und Europa soll durch geplante Z\u00f6lle geschw\u00e4cht werden, w\u00e4hrend Gas und \u00d6l aus Russland \u00fcber US-R\u00f6hren wieder flie\u00dfen soll. \u201eDa klatschen sich zwei in die H\u00e4nde, die Russen und Amerikaner. Der eine verkauft Rohstoffe, der andere transportiert. Beide kriegen Geld daf\u00fcr, und die Europ\u00e4er zahlen die Zeche\u201c, so die Quelle aus dem Verhandlerkreis.Nach CORRECTIV-Recherchen k\u00f6nnte sich das vielleicht gerade in diesen Wochen sogar entscheiden. W\u00e4hrend die USA in Saudi-Arabien von der Ukraine die Zusage zu einem sofortigen Waffenstillstand erhalten, befindet sich nach CORRECTIV-Informationen ein hochrangiger deutscher Regierungsbeamter in den USA. Der Grund der Reise ist unbekannt.Vielleicht ist es Teil des Deals: Russland stimmt der Waffenruhe zu und bekommt die Option, wieder \u00d6l und Gas nach Europa zu liefern, aber durch R\u00f6hren, die US-Firmen geh\u00f6ren. Damit w\u00fcrde die Lieferung der Rohstoffe vom Besitz des Transportnetzes getrennt. Diese so genannte \u201eEntkoppelung\u201c ist eine Vorgabe der EU an gro\u00dfe Versorgungsunternehmen, um Energiegesch\u00e4fte in Europa \u00fcberhaupt zu erlauben. Die EU-Sanktionen gegen Russland w\u00fcrden bei Verhandlungen auf den Tisch kommen, sagte der US-Au\u00dfenminister Marco Rubio nach seiner R\u00fcckkehr aus Saudi Arabien.Das k\u00f6nnte bedeuten: Die Europ\u00e4er sollen russische fossile Energietr\u00e4ger kaufen, sonst wird der Krieg fortgesetzt. Das ist nicht ungef\u00e4hrlich. Mit den Erl\u00f6sen k\u00f6nnten die Russen ihre Kriegswirtschaft stabilisieren und eine erneute Aufr\u00fcstung bezahlen, um den Krieg in Zukunft fortzusetzen. Und die USA w\u00fcrden profitieren, zudem hat Trump das Druckmittel der Z\u00f6lle im Arsenal.Das w\u00fcrde das Szenario von CDU-Abgeordnete R\u00f6ttgen wahr werden lassen: \u201eDann wird alles \u00fcber unsere K\u00f6pfe hinweg entschieden.\u201cMitarbeit: Sven Niederh\u00e4user, Marc EngelhardtFaktencheck: Marie Br\u00f6cklingRedigatur: Justus von DanielsTitelgrafik: Ivo MayrZur Quelle wechselnAuthor: Marcus Bensmann"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Drohender Energie-Deal zwischen USA und Russland","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/drohender-energie-deal-zwischen-usa-und-russland\/#breadcrumbitem"}]}]