[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/drohnen-start-ups-in-deutschland-im-visier-russlands-verfassungsschutz-warnt\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/drohnen-start-ups-in-deutschland-im-visier-russlands-verfassungsschutz-warnt\/","headline":"Drohnen-Start-Ups in Deutschland im Visier Russlands \u2013 Verfassungsschutz warnt","name":"Drohnen-Start-Ups in Deutschland im Visier Russlands \u2013 Verfassungsschutz warnt","description":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechseln Das russische Verteidigungsministerium hat am Mittwoch eine Liste mit 21 Unternehmen ver\u00f6ffentlicht, die in Europa an der Produktion von Drohnen f\u00fcr die Ukraine beteiligt sein sollen. Darunter finden sich zwei in M\u00fcnchen ans\u00e4ssige ukrainische Drohnenproduzenten und ein Zulieferer aus Hanau. 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Darunter finden sich zwei in M\u00fcnchen ans\u00e4ssige ukrainische Drohnenproduzenten und ein Zulieferer aus Hanau.Das russische Ministerium spricht in der Ver\u00f6ffentlichung von einer \u201edrastischen Eskalation der milit\u00e4rischen und politischen Lage auf dem gesamten europ\u00e4ischen Kontinent\u201c, die die gelisteten L\u00e4ndern zum \u201estrategischen Hinterland der Ukraine\u201c umwandelten. Der fr\u00fchere russische Premier Dmitrij Medwedjew sprach gar von einer \u201eListe potenzieller Ziele f\u00fcr die russischen Streitkr\u00e4fte\u201d.Das Bundesamt f\u00fcr Verfassungsschutz (BfV) \u00e4u\u00dfert sich gegen\u00fcber CORRECTIV nicht zu den konkreten Firmen, warnt jedoch grunds\u00e4tzlich: R\u00fcstungsunternehmen \u201ebesonders mit Beziehungen zur Ukraine\u201c st\u00fcnden \u201eauch in Deutschland im Fokus russischer Geheimdienste\u201c.Der Inlandsnachrichtendienst rechnet demnach mit \u201erealweltlichen Aktivit\u00e4ten und mit Cyberangriffen\u201c \u2013 wie Phishing-Angriffen, Spionage oder Desinformation bis hin zu Sabotage gegen betroffene Unternehmen.Deutsche Unternehmen in M\u00fcnchen und Hanau auf der russischen ListeAuf der russischen Liste findet sich etwa das ukrainische Unternehmen Airlogix, das in einer Unternehmenskooperation mit der Schweizer Firma Auterion in Deutschland schwere autonome Kampfdrohnen produzieren will.Erst vor wenigen Tagen hat Deutschland mit der Ukraine eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die dem Joint Venture den Auftrag zur Serienproduktion der KI-gesteuerten Drohnen erteilt. Sie sollen zun\u00e4chst den ukrainischen Streitkr\u00e4ften f\u00fcr den Kampf gegen die russischen Angreifer zur Verf\u00fcgung gestellt werden.F\u00fcr das neu gegr\u00fcndete Joint Venture gibt das russische Ministerium allerdings eine M\u00fcnchner Adresse an, die zu einem Wohnhaus geh\u00f6rt. Die Adressen der beiden anderen gelisteten deutschen Unternehmen stimmen indes.Eines davon ist die ebenfalls in M\u00fcnchen ans\u00e4ssige Da Vinci Avia, das nach eigener Beschreibung \u201eKI-gest\u00fctzte autonome Systeme\u201c herstellt. Es handelt sich um ein Tochterunternehmen des ebenfalls gelisteten niederl\u00e4ndischen R\u00fcstungskonzerns Destinus.Ein Vertreter des Unternehmens wollte den Schritt der russischen Regierung gegen\u00fcber CORRECTIV nicht kommentieren. Er r\u00e4umte jedoch ein, dass Unternehmen im europ\u00e4ischen Verteidigungs- und Sicherheitssektor in einem Umfeld agieren, das von \u201eDruck, Einsch\u00fcchterung und Informationsaktivit\u00e4ten\u201c gepr\u00e4gt ist.Als deutscher Zulieferer f\u00fcr ukrainische Drohnen ist der Hanauer Motorenbauer 3W-Modellmotoren Weinhold genannt. Der Einsatz von Motoren der deutschen Firma in Drohnen verschiedener Streitkr\u00e4fte und Gruppierungen ist weltweit dokumentiert. So wurden sie in Drohnen der Huthi-Rebellen im Jemen und der libanesischen Hisbollah-Miliz entdeckt \u2013 und selbst in einer russischen Drohne, die bereits 2017 \u00fcber der Ukraine abgeschossen wurde.Weitere Unternehmen auf der Liste des russischen Verteidigungsministeriums sitzen in Gro\u00dfbritannien, D\u00e4nemark, Litauen, Lettland, Niederlande, Polen, Spanien, Italien, Tschechien, T\u00fcrkei und Israel. Airlogix und Auterion sowie 3W-Modellmotoren \u00e4u\u00dferten sich auf CORRECTIV-Anfrage bis zum Ver\u00f6ffentlichungszeitpunkt nicht.F\u00fcr CDU-Politiker Henrichmann ist die Liste Teil der hybriden Kriegsf\u00fchrung RusslandsF\u00fcr den CDU-Politiker Marc Henrichmann, der im Bundestag dem f\u00fcr die Kontrolle der deutschen Nachrichtendienste zust\u00e4ndigen Parlamentarischen Kontrollgremium (PKGr) vorsteht, ist das Vorgehen Russlands Teil einer Strategie. \u201eDie Ver\u00f6ffentlichung solcher Listen und die offenen Drohungen aus Moskau sind Teil der hybriden Kriegsf\u00fchrung Russlands\u201c, sagte der Innenpolitiker CORRECTIV.Die Bedrohung f\u00fcr deutsche Unternehmen, insbesondere im sicherheitsrelevanten Bereich, ist laut Henrichmann real und nehme weiter zu. \u201eDas betrifft nicht nur klassische Spionage, sondern auch Cyberangriffe, Sabotage bis hin zu Angriffsversuchen\u201c, so der Innenpolitiker.Henrichmann fordert einen verst\u00e4rkten Schutz der kritischen Infrastruktur und der Industrie und eine Sensibilisierung der Beteiligten f\u00fcr die Gefahren. \u201eZudem brauche es unbedingt eine enge Zusammenarbeit zwischen Staat und Wirtschaft und einen klaren politischen Kurs: Wir lassen uns von solchen Einsch\u00fcchterungsversuchen nicht beeindrucken\u201c, sagte der Bundestagsabgeordnete.Gr\u00fcnen-Politiker von Notz mahnt \u201e\u00fcberf\u00e4llige Reformen\u201c anDer Gr\u00fcnen-Fraktionsvize im Bundestag, Konstantin von Notz, sagte CORRECTIV: \u201eDeutlich wird einmal mehr, dass Russland immer aggressiver vorgeht und bei seinen geheimdienstlich gesteuerten Einflussnahmeoperationen in Deutschland kaum noch Skrupel kennt\u201c.Laut von Notz, der ebenfalls Teil des Parlamentarischen Kontrollgremiums des Bundestages ist, werden Unternehmen dabei nicht nur auf Sanktionslisten gesetzt, sondern deren F\u00fchrung gezielt in den Fokus genommen, um Angst und Verunsicherung zu sch\u00fcren.Der Gr\u00fcnen-Politiker sagte, durch den j\u00fcngsten Schritt Russlands werde erneut deutlich, \u201ewie dringend notwendig es ist, endlich die \u00fcberf\u00e4lligen Reformen im Bereich des Nachrichtendienstrechts anzugehen\u201c. Trotz \u201ezig \u00f6ffentlicher Ank\u00fcndigungen\u201c seien sowohl das Kanzleramt als auch das Innenministerium entsprechende Gesetzesentw\u00fcrfe bis heute schuldig geblieben, so von Notz.Hybride Attacken, politische Morde, Propaganda und Schmiergelder \u2013 das alles im neuen CORRECTIV-Buch \u201eEuropas Brandstifter: Putins Krieg gegen den Westen\u201c\t\t\t\t\tJetzt bestellen\t\t\t\tDie Bundesregierung plant, die deutschen Nachrichtendienste mit neuen Befugnissen auszustatten. Konkrete Pl\u00e4ne sind bisher allerdings nur beim Bundesnachrichtendienst (BND) bekannt geworden, nicht beim Inlandsnachrichtendienst BfV.Update 14:34 Uhr: Wir haben Stellungnahmen der Politiker Marc Henrichmann (CDU) und Konstantin von Notz (Gr\u00fcne) erg\u00e4nzt.Redigatur: Lena K\u00f6psell, Elena M\u00fcllerFaktencheck: Lena K\u00f6psellCORRECTIV im PostfachLesen Sie von Macht und Missbrauch. Aber auch von Menschen und Momenten, die zeigen, dass wir es als Gesellschaft besser k\u00f6nnen. T\u00e4glich im CORRECTIV Spotlight.Zur Quelle wechselnAuthor: Alexej Hock"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Drohnen-Start-Ups in Deutschland im Visier Russlands \u2013 Verfassungsschutz warnt","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/drohnen-start-ups-in-deutschland-im-visier-russlands-verfassungsschutz-warnt\/#breadcrumbitem"}]}]