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Faktencheck: Die “120 Expertenstimmen zu Corona” auseinandergenommen

Autor und verantwortlich für den Artikel: Volksverpetzer (siehe unten

Von wegen Experten, von wegen Fakten

Gastbeitrag Stephan T. (schwurbler.de)

Die Internetseite „Rubikon.News“ veröffentlichte am 20. April 2020 eine Liste mit über Aussagen von Personen zu den Themen Corona-Virus sowie Pandemiemaßnahmen. Selbst wird diese Liste als „120 Expertenstimmen zu Corona – Weltweit kritisieren hochrangige Wissenschaftler, Ärzte, Juristen und andere Experten den Umgang mit dem Coronavirus.“ betitelt. Die PDF mit den Zitaten kann hier heruntergeladen werden.

In diesem Artikel gehen wir auf alle Aussagen ein, fassen diese thematisch zusammen und werden im nächsten Schritt analysieren, wer die Personen hinter den – nachgezählt – 124 Aussagen sind.

Der Zweck der „120 Expertenstimmen“ besteht ausschließlich daraus, die Gefahren des Corona-Virus zu verharmlosen, die Maßnahmen als übertrieben, unnötig und rechtswidrig hinzustellen sowie in einigen Ansätzen weitere Verschwörungsmythen (Neue Weltregierung/-ordnung) zu verbreiten. Der Rubikon-Artikel sowie die Liste wurden auch fleißig in den Netzwerken geteilt (siehe hierhierhierhierhier oder auch hier)

Da bisher bereits fünf Monate seit Veröffentlichung des Artikels vergangen sind, lassen sich die Aussagen entsprechend prüfen und auch widerlegen. Bei einigen Aussagen war dies bereits zum Zeitpunkt der Veröffentlichung durch Rubikon.News möglich – sie wurden dennoch unreflektiert übernommen.

#1

„Er untersucht mit seinem Team in Hamburg die Corona-Opfer: Nun hat der Hamburger Rechtsmediziner Klaus Püschel an Kanzlerin Angela Merkel appelliert, Deutschland langsam wieder aufzumachen. ‚Jetzt ist der richtige Zeitpunkt‘, sagt Püschel dem ‚Hamburger Abendblatt‘. Er fügte hinzu: ‚Die Zeit der Virologen ist vorbei. Wir sollten jetzt andere fragen, was in der Coronakrise das Richtige ist, etwa die Intensivmediziner.‘ Nach seinen Erkenntnissen ist Covid-19‚ eine vergleichsweise harmlose Viruserkrankung‘. Die Deutschen müssten lernen, damit zu leben, und zwar ohne Quarantäne. Die von ihm untersuchten Todesopfer hätten alle so schwere Vorerkrankungen gehabt, dass sie, ‚auch wenn das hart klingt, alle im Verlauf dieses Jahres gestorben wären‘, sagte Püschel.“

#1 Prof. Dr. Klaus Püschel (Alternative Quelle am 15.04.2020)

  • Covid-19 sei eine harmlose Erkrankung:
  • Menschen wären sowieso im Laufe des Jahres gestorben:
    • Studie widerspricht dem Hamburger Rechtsmediziner (bei Merkur.de).
    • Selbst mit Vorerkrankungen starben im Schnitt Männer 11 und Frauen 13 Jahre früher (bei heise.de).

#2 

„‚Wir kommen zu einem viel niedrigeren Wert von 1,6 Promille. Wenn wir also 1.000 Dänen haben, die diese Infektion hatten, dann gibt es ein bis zwei, die damit gestorben sind.‘ (…) Zusammen mit Kollegen führte er Blutuntersuchungen von knapp 1.500 Blutspendern durch (…) Das Blut wurde verwendet, um auf Coronavirus-Antikörper zu testen, und vorläufige Ergebnisse werfen ein neues Licht auf die Anzahl der Infizierten.“

#2 Professor Dr. Henrik Ullum (DR.DK (Dänisch) am 08.04.2020)

  • Schreibt Covid-19 eine (deutlich) geringe(re) Sterberate zu:

#3 

“’Was wir brauchen, ist die Panik zu kontrollieren‘, sagte er. Im Großen und Ganzen wird es uns gut gehen. (…) Aber er wirft den Medien auch vor, unnötige Panik zu verursachen, indem sie sich auf die unerbittliche Zunahme der kumulativen Zahl der Fälle konzentrieren und Prominente ins Rampenlicht rücken, die sich mit dem Virus infizieren. Im Gegensatz dazu hat die Grippe seit September 36 Millionen Amerikaner erkrankt und schätzungsweise 22.000 getötet, so die CDC, aber diese Todesfälle werden weitgehend nicht gemeldet.”

#3 Prof. Dr. Michael Levitt (JPost.com (Englisch) am 30.03.2020)

  • Vergleich mit Influenza:
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.
    • In Amerika sind (Stand 15.09.2020) 6,5 Millionen Menschen an Covid-19 erkrankt und 194.397 Menschen verstorben (NewYork Times (Englisch)) – ~1/6 der Infizierten im Vergleich zur Grippe, jedoch >8x so viele Todesfälle.

#4 

„Persönlich würde ich sagen, dass der beste Ratschlag ist, weniger Zeit mit dem Anschauen von Fernsehnachrichten zu verbringen, die sensationell und nicht sehr gut sind. Ich persönlich halte diesen Covid-Ausbruch für eine schlimme Wintergrippeepidemie. In diesem Fall hatten wir im letzten Jahr 8000 Todesfälle in den Risikogruppen, d.h. über 65% Menschen mit Herzkrankheiten usw. Ich glaube nicht, dass der aktuelle Covid diese Zahl überschreiten wird. Wir leiden unter einer Medienepidemie!“

#4 Prof. Dr. John Oxford (Novuscomms.com (Englisch) am 31.03.2020)

  • Vergleich mit Influenza:
  • Nicht mehr als 8.000 Sterbefälle (bezieht sich auf UK):

#5 

„Ich empfinde, was im Moment läuft, ist das, was wir mehr oder weniger jeden Winter erleben. (…) Die Ansteckung ist hoch. Aber die Krankheit ist aus meiner Sicht nicht so schlimm wie die Influenza. (…) Ich bin der Ansicht, dass man eigentlich hier selektiv nur eine Sache anschaut und die mit einer gewissen Panik füllt. (…) Ich bin der Ansicht, dass wir solche Situationen schon mehrfach hatten und dass jetzt in Bezug auf die Maßnahmen der Bogen überspannt wird. (…) Wir brauchen Luft und Sonne, Luft verdünnt die Viren und Sonne mit UV Licht tötet sie. Aber bloß keine Ausgangssperre! Auf der Straße steckt man sich nicht an!“

#5 Prof. Dr. Karin Mölling (Rubikon.news am 20.03.2020)

  • Vergleich mit Influenza:

#6 

„Covid-19. Scharfe Kritik an ARD und ZDF wegen Berichterstattung zum Coronavirus. (…) Dadurch inszeniere das Fernsehen zugleich Bedrohung und exekutive Macht – und betreibe ‚Systemjournalismus‘. (…) Die Chefredaktionen haben abgedankt‘, folgert Jarren. In der Berichterstattung fehlten ‚alle Unterscheidungen, die zu treffen und nach denen zu fragen wäre: Wer hat welche Expertise? Wer tritt in welcher Rolle auf?‘ Gesendet würden zudem größtenteils einzelne Statements, eine echte Debatte zwischen Expertinnen und Experten entstehe nicht, schreibt der Medienwissenschaftler.“

#6 Prof. Dr. Otfried Jarren (Quelle nicht mehr verfügbar am 27.03.2020)

Hierbei handelt es sich nicht um eine Wertung des Corona-Virus, sondern um Kritik an den Öffentlich-Rechtlichen als „Systemjournalismus“.

#7 

„Zunächst: Mit der Verdreifachung der Tests ergab sich auch etwas mehr als eine Verdreifachung der positiv Getesteten. Diese Verdreifachung wurde den Bürgerinnen und Bürgern als Verdreifachung der Infizierten vorgeführt. (…) Weitreichende Entscheidungen bedürfen gesicherter Grundlagen. Genau das ist bisher vernachlässigt worden. Die wiederholte Gleichsetzung der Zahl positiv Getesteter mit der Zahl der Infizierten vernebelt den Blick, die Zählweise bei Corona-Toten ebenfalls. (…) Der Maßstab der Regierung, ab wann eine Abschwächung der Maßnahmen geboten ist, basiert auf einer Scheinzahl von Infizierten, die aber nichts mit der Realität gemein hat.“

#7 Prof. Dr. Gerd Bosbach, Professor (Nachdenkenseiten.de am 03.04.2020)

  • Gleichbleibende Anzahl Infizierte – mehr Infizierte durch mehr Tests:
    • Die Aussage stammt aus Kalenderwoche 14. Wie hier ersichtlich, ist nicht nur die Testmenge von KW10 bis einschließlich KW14 gestiegen, sondern auch die Positivrate (dritte Spalte).

#8 

„Erste Analysen österreichischer COVID-19 Sterbezahlen nach Alter und Geschlecht: Wir analysieren die Alters- und Geschlechtsverteilung der gemeldeten COVID-19 Verstorbenen in Österreich. Übereinstimmend mit internationalen Studien legen auch die österreichischen Daten nahe, dass das Sterberisiko mit dem Alter stark ansteigt. Die beobachtete Altersabhängigkeit ist konsistent mit der des allgemeinen jährlichen Sterberisikos in Österreich.“

#8 Institut für Medizinische Statistik (IMS) (MED Uni Wien (PDF) am 21.04.2020)

  • Das Sterberisiko steigt stark mit dem Alter:
    • Keine neue Erkenntnis. Allerdings auch keine Kritik an Corona oder den Pandemie-Maßnahmen.

#9 

„‚Wer rechnen kann und ein Zahlenverständnis hat, ist dem Schwindel der Statistik nicht wehrlos ausgesetzt. Das erweist sich gerade in der Corona-Krise als nützlich.‘ Meyerhöfer sieht ‚auch eine Krise der mathematischen Bildung‘. ‚Wir sehen rasant steigende Infizierten-Zahlen, und diese Kurve ängstigt uns.‘ (…) ‚Es sind Zahlen, die Kontaktsperren und Geschäftsschließungen legitimieren‘ (…) Meyerhöfer verweist auf den statistischen Umgang mit den Verstorbenen: ‚In der statistischen Praxis wird ein Mensch, der mit Corona stirbt, als ein an Corona Gestorbener gezählt. Ob er an Corona gestorben ist, geht daraus nicht hervor.’“

#9 Prof. Dr. Wolfram Meyerhöfer (Rubikon.news am 03.04.2020)

  • Unterstellt den offiziellen Zahlen nicht korrekt zu sein, ohne genau darauf einzugehen.
  • Moniert, dass nicht erkennbar ist, ob ein Mensch „mit“ oder „an“ Corona gestorben ist:

„Die Zahl der gemeldeten Infektionen hat nur eine geringe Aussagekraft, da kein populationsbezogener Ansatz gewählt wurde, die Messung auf einen zurückliegenden Zeitpunkt verweist und eine hohe Rate nicht getesteter (v.a. asymptomatischer) Infizierter anzunehmen ist. (…) Die allgemeinen Präventionsmaßnahmen (z.B. social distancing) sind theoretisch schlecht abgesichert, ihre Wirksamkeit ist beschränkt und zudem paradox (je wirksamer, desto größer ist die Gefahr einer ‚zweiten Welle‘) und sie sind hinsichtlich ihrer Kollateralschäden nicht effizient.“

#10

#10 Prof. Dr. Matthias Schrappe, Hedwig François-Kettner, Dr. Matthias Gruhl, Franz Knieps, Prof. Dr.
Holger Pfaff, Prof. Dr. Gerd Glaeske (Schrappe.com am 05.04.2020)

  • Es würde eine „hohe“ Dunkelziffer bestehen – allerdings ohne Beleg wie hoch diese ist und ob sie sehr hoch oder nur wenig höher ist.
  • Dass asymptomatische Fälle weniger erfasst werden, ist ebenfalls keine neue Information, denn wer keine Symptome entwickelt, geht auch nicht zum Arzt um sich testen zu lassen – außer es gab Kontakt mit Infizierten.
  • Maßnahmen werden kritisiert, da sie bei bei großer Wirksamkeit eine zweite Welle verursachen würden:
    • Da eine Herdenimmunität ohne Impfstoff nicht ohne zu viele Sterbefälle erreicht werden kann, müssen die Maßnahmen effektiv sein (siehe hier).

#11

„Tom Jefferson, ein Epidemiologe und ehrenamtlicher Forschungsstipendiat am Zentrum für evidenzbasierte Medizin der Universität Oxford, sagte, die Ergebnisse seien ’sehr, sehr wichtig‘. Er sagte dem BMJ: ‚Die Stichprobe ist klein, und es werden mehr Daten zur Verfügung stehen.Außerdem ist nicht klar, wie diese Fälle genau identifiziert wurden. Aber sagen wir einfach, dass sie verallgemeinerbar sind. Und selbst wenn sie zu 10% ausfallen, deutet dies darauf hin, dass das Virus überall ist. Wenn – und ich betone, wenn die Ergebnisse repräsentativ sind, dann müssen wir fragen: Warum zum Teufel sperren wir uns ein?’“

#11 Tom Jefferson (epidemiologist) (BMJ.com (Englisch) am 02.04.2020)

  • Das Virus sei angeblich bereits vor dem Ausbruch überall gewesen und hätte Jahre lang inaktiv ‚geschlummert‘. Die gleiche Behauptung stellte Tom Jefferson bereits über die Spanische Grippe 1918 auf. In beiden Fällen ist es nachvollziehbar (und auch logisch), dass dies nicht der Wahrheit entspricht. (Euronews.com (Englisch)).

#12

„Sowohl in China als auch in Südkorea begann die soziale Distanzierung also erst lange, nachdem die Zahl der Infektionen bereits rückläufig war, und sie hat sich daher nur sehr wenig auf die Epidemie ausgewirkt. Das bedeutet, dass man dort bereits Herdenimmunität erreicht hatte, oder man stand kurz davor, die Herdenimmunität zu erreichen. Sie stand unmittelbar bevor. Aber durch die Anordnung der sozialen Distanzierung verhinderten sie, dass es tatsächlich zum Endpunkt kam, weshalb wir auch einige Wochen nach dem Höhepunkt noch immer neue Fälle in Südkorea sehen.“

#12 Prof. Dr. Knut Wittkowski (Vitalstoff blog am 06.04.2020)

  • Angeblich standen China und Südkorea bereits kurz vor einer Herdenimmunität:
    • Studien zeigten, dass im Juni nur eine Stadt in der Nähe einer Herdenimmunität sei und zwar eine Stadt in Italien mit >50%. Allerdings stünden weitere Tests und Bestätigungen aus (CGTN (Englisch)).
    • Aktuelle Zahlen aus Südkorea zeigen eine zweite Welle, die sehr viele Fälle bestätigt, was bei einer „beinahe erreichten Herdenimmunität“ nicht möglich wäre (CDC.GO.KR (Englisch)).
  • Zusätzliche Informationen, siehe Beiträge „Herdenimmunität„.

#13

„Nach langer Bedenkzeit wende ich mich an die verbliebenen Vernunftbegabten. Und ich möchte mir trotz möglicher Anfeindungen, Shit Storms oder Stigmatisierung das Recht nicht nehmen lassen, Kommentare von Journalisten, sogenannten Experten sowie Entscheidungen politischer Verantwortungsträger kritisch zu hinterfragen. (…) Prozentsatz von schweren Fällen und Todesraten um den Faktor 10 überschätzt. (…) Wer das aktuelle Vorgehen fälschlicherweise als angemessen bewertet, müsste dies anlässlich der jährlichen Influenza-Daten bei uns wohl jedes Jahr in der Influenza-Saison mit gleicher Konsequenz aufs Neue erfordern müssen.“

#13 Prof. Dr. Dr. Martin Haditsch (Youtube am 30.03.2020)

  • Vergleich mit Influenza:

#14

„‚Die Versorgungsqualität geht gerade in den Keller‘, sagt der Vorsitzende der Stiftung Deutsche Depressionshilfe Professor Ulrich Hegerl. ‚Das könnte Leben kosten. Die Zahl der Suizide könnte steigen.‘ Depressionen seien jährlich die Ursache für die meisten Suizide. (…) Die Deutsche Depressionshilfe empfiehlt Betroffenen, in Zeiten häuslicher Quarantäne aktiv zu bleiben und einen Tagesrhythmus zu pflegen. Schlafzeiten sollten nicht verlängert werden, weil zu viel Schlaf eine Depressionsschwere erhöhen kann.“

#14 Prof. Dr. Ulrich Hegerl (Rundschau-online am 26.03.2020)

  • Durch die Maßnahmen würden Depressionen und somit auch Suizide steigen können:
    • Ende Mai gab es diesbezüglich erste Zahlen, welche dies widerlegen (DW.com).

#15

„Früher nannte man die Lungenentzündung am Ende des Lebens den Freund des alten Menschen. Und jetzt geht man her, diagnostiziert die Corona-Infektion und macht daraus einen Intensivfall und kann die Patienten natürlich trotzdem nicht retten. Die sind einfach zu schwer krank.“

#15 Dr. Matthias Thöns (Ruhr24.de am 14.04.2020)

  • An den Folgen einer Covid-19 Infektion würden nur Menschen sterben, die schwer krank seien und/oder kurz vor dem Lebensende stehen würden:

#16

„In meinem ersten Video zu COVID-19 schlug ich vor (…), dass die Todesrate bei etwa 0,7% liegen sollte. Heute wurde mir das Gegenteil bewiesen. Die Zahl der Todesfälle liegt tatsächlich bei einem Zehntel davon. Hier ist die ungeschminkte Wahrheit: COVID-19 ist nicht viel schlimmer als eine schlimme Grippe.“

#16 Prof. Sam Vaknin (Youtube-Video ist nicht mehr verfügbar)

  • Covid-19 sei eine harmlose Erkrankung:
    • Siehe Eintrag #1.
  • Sofern sich Sam Vaknin auf die Situation in Israel bezieht, so ist dazu zu sagen, dass die Sterberate in Israel aufgrund des deutlich geringeren Altersdurchschnitts ebenfalls geringer ist als in den meisten europäischen Staaten. In diesem Fall ließe sich diese Aussage jedoch nicht auf die Situation in Deutschland anwenden und daraufhin die Maßnahmen in Deutschland nicht wegen einem anderen Verlauf in Israel kritisieren.

#17

„Die Furcht vor Covid-19 basiert auf seiner hohen geschätzten Todesrate – laut Weltgesundheitsorganisation und anderen Organisationen sind 2 bis 4% der Menschen mit bestätigtem Covid-19 gestorben. (…) Wir glauben, dass diese Schätzung zutiefst fehlerhaft ist. (…) Wenn die Zahl der tatsächlichen Infektionen viel größer ist als die Zahl der Fälle – um Größenordnungen größer – dann ist auch die tatsächliche Sterblichkeitsrate viel niedriger. Das ist nicht nur plausibel, sondern nach dem, was wir bisher wissen, auch wahrscheinlich.“

#17 Prof. Dr. Eran Bendavid und Prof. Dr. Jay Bhattacharya (WSJ.com (Englisch) am 24.03.2020)

  • Verharmlosung der Todesrate mit „glauben“ und „Wenn“:
    • Siehe diesbezüglich den Artikel „Sterberate„.

#18

„In der Infektiologie wird zwischen Infektion und Erkrankung unterschieden. Es sollten also nur Patienten mit Symptomen – wie in diesem Fall Fieber oder Husten – als Neuerkrankungen in die Statistik eingehen. Mit anderen Worten: Eine Neuinfektion, festgestellt durch einen Labortest, bedeutet nicht zwangsläufig, dass wir es mit einem neu erkrankten Patienten zu tun haben, der ein Krankenhausbett benötigen wird. (…) Drakonische Maßnahmen, die die Grundrechte der Menschen auf so umfassende Weise einschränken, dürfen doch nur verhängt werden, wenn es gesicherte Hinweise dafür gibt, dass ein neues Virus überaus gefährlich ist. (…) Gab es je einen solchen wissenschaftlich begründeten Hinweis für COVID-19? Aus meiner Sicht lautet die einfache Antwort: Nein.“

#18 Prof. Dr. Sucharit Bhakdi (Youtube am 29.03.2020)

  • Fordert, dass offizielle Zahlen nicht mehr aus der Anzahl an Infizierten, sondern Anzahl an Erkrankten bestehen sollen. Dies würde zwar die Gesamtanzahl verringern, allerdings die Sterberate künstlich nach oben treiben, was am Ende nur einer Schönmalerei entspricht. Um jedoch Durchseuchungsraten, Sterberaten, den Anteil an Intensivbehandlungen/Krankenhausaufenthalten berechnen zu können, werden alle(!) Daten benötigt:
    • Wie viele Menschen sind infiziert.
    • Wie viele Menschen zeigen Symptome.
    • Wie viele Menschen zeigen starke Symptome und benötigen eine Behandlung.
    • Wie viele Menschen müssen intensiv behandelt werden.
    • Wie viele Menschen sterben.

#19

„In Heinsberg etwa ist ein 78 Jahre alter Mann mit Vorerkrankungen an Herzversagen gestorben, und das ohne eine Lungenbeteiligung durch Sars-2. Da er infiziert war, taucht er natürlich in der Covid-19-Statistik auf. Die Frage ist aber, ob er nicht sowieso gestorben wäre, auch ohne Sars-2. In Deutschland sterben jeden Tag rund 2500 Menschen, bei bisher zwölf Toten gibt es in den vergangenen knapp drei Wochen eine Verbindung zu Sars-2. Natürlich werden noch Menschen sterben, aber ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und sage: Es könnte durchaus sein, dass wir im Jahr 2020 zusammengerechnet nicht mehr Todesfälle haben werden als in jedem anderen Jahr.“

#19 Professor Dr. Hendrik Streeck (ohne „c“ im Vornamen) (FAZ am 16.03.2020)

  • Covid-19 sei eine harmlose Erkrankung:
    • Siehe Eintrag #1.
  • In Deutschland gäbe es im Jahr 2020 keine Übersterblichkeit:
    • Aufgrund der erfolgten Maßnahmen konnte die Grippesaison vorzeitig beendet werden (in KW12, siehe RKI).
    • Diese fehlende Übersterblichkeit gründet auf den Maßnahmen, so sieht es in den meisten(!) anderen Ländern nämlich komplett anders aus. Siehe Vergleich auf EC.Europa.EU (Englisch).
    • Wer die Maßnahmen aufgrund dieser Entwicklung kritisiert, unterliegt dem Präventionsparadox.

#20

„Diese schwerwiegenden gesamtgesellschaftlichen Maßnahmen [Anmerkung: Interviewfrage nach Kontaktsperren und Ausgangsbeschränkungen] müssen wir so kurz und so niedrig intensiv wie möglich halten, denn sie könnten möglicherweise mehr Krankheits- und Todesfälle erzeugen als das Coronavirus selbst. (…) Wir wissen, dass zum Beispiel Arbeitslosigkeit Krankheit und sogar erhöhte Sterblichkeit erzeugt. Sie kann Menschen auch in den Suizid treiben. Einschränkung der Bewegungsfreiheit hat vermutlich auch weitere negative Auswirkung auf die Gesundheit der Bevölkerung.“

#20 Prof. Dr. Gérard Krause (ZDF am 29.03.2020)

  • Schwerwiegende Maßnahmen müssen kurz und niedrig intensiv wie möglich gehalten werden:
    • In Deutschland gab es keine ähnlich restriktiven Maßnahmen wie beispielsweise in Italien (siehe hierhier und hier) oder Frankreich (siehe hierhier und hier) und die Maßnahmen dauerten auch nicht so lange an.
  • Maßnahmen sorgen für weitere Todesfälle:
    • Hier wird nicht auf den genauen Umstand hingewiesen. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise 2008 gab es viele Todesfälle aufgrund nicht finanzierbarer medizinischer Behandlungen. Dies lässt sich jedoch eher auf bspw die USA als auf Deutschland beziehen, da man in Deutschland auch ohne Job medizinisch versorgt wird.
    • Weitere Möglichkeit: Erhöhte Depressionen und daraus resultierende Suizidraten konnten Ende Mai 2020 nicht bestätigt werden (siehe Eintrag #14).
Auch ein interessanter Artikel:  Nein, der Corona-Sonderfonds wurde in Bayern nicht schon 2019 beschlossen

#21

„Das ist nicht der Eindruck, den ich aus Gesprächen mit meinen Kollegen in Deutschland habe. Wir sind uns einig, etwa darin, dass es zu diesem Zeitpunkt sinnlos ist, die Grenzen zu schließen. Wir sind uns auch einig darin, dass es nötig ist, soziale Kontakte zu minimieren. Wir sind uns aber auch darin einig, dass es sehr schwer abzusehen ist, was passiert, wenn man Schulen schließt. Viele Dinge passieren, wenn man das macht: Die Kinder sind davon betroffen, die Gesellschaft, besonders die Eltern. (…) Das bedeutet, dass der Effekt dieser Maßnahme auf die öffentliche Gesundheit viel schlimmer sein wird als die Ausbreitung des Viruses in einer Schule.“

#21 Dr. Anders Tegnell (Cicero am 26.03.2020)

  • Corona ist zu harmlos, um Schulen zu schließen:

#22

„Beate Bahner, Fachanwältin für Medizinrecht aus Heidelberg, kündigt Normenkontrollklage gegen die Corona-Verordnung Baden-Württemberg an: Die Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung sind eklatant verfassungswidrig und verletzen in bisher nie gekanntem Ausmaß eine Vielzahl von Grundrechten der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. (…) Wochenlange Ausgehbeschränkungen und Kontaktverbote auf Basis der düstersten Modellszenarien (ohne Berücksichtigung sachlich-kritischer Expertenmeinungen) sowie die vollständige Schließung von Unternehmen und Geschäften ohne jedweden Nachweis einer Infektionsgefahr durch diese Geschäfte und Unternehmen sind grob verfassungswidrig.“

#22 Beate Bahner (BeateBahner.de am 03.04.2020)

  • Die Maßnahmen auf Bundes- und Landesebene seien verfassungswidrig:
    • Das BVerfG hat entschieden: Nein, die Maßnahmen sind nicht verfassungswidrig (Quelle BVerfG).

#23

„Totale algorithmische Bevölkerungskontrolle. Wer in Wuhan keinen grünen Button auf seinem Überwachungs-Smartphone vorweisen kann, der signalisiert, dass man wahrscheinlich nicht infiziert ist, der kann sich höchstens zu Fuß bewegen und darf Restaurants und ähnliches nicht betreten. In Südkorea werden Aufnahmen von Überwachungskameras, Kreditkartendaten und GPSDaten ausgewertet, um potentielle Virusträger zu identifizieren und zu verfolgen. Covid-19 ist wie ein Himmelsgeschenk für die Pläne des Weltwirtschaftsforums. (…) Und dank Covid-19 finden sehr viele Menschen diese totalitären Möglichkeiten jetzt sogar erstrebenswert.“

#23 Dr. Norbert Häring (Rubikon.news am 10.04.2020)

  • Durch Corona werden Überwachungsmechanismen ausgebaut:
    • Massivste Überwachung ist abzulehnen, hat jedoch mit der Corona-Pandemie nur wenig zu tun. Gerade in China wird die Bevölkerung bereits seit Jahren mit modernster Technik überwacht und auch manipuliert – da nutzt die chinesische Regierung gerne jeden Anlass, um dies auszuweiten.
    • Auch in Deutschland/Europa gibt es seit Jahren Bestrebungen diesbezüglich. Allerdings greifen hier Verfassungsgerichte ein und stellen sich schützend vor die Bürger*innen. Corona selbst wurde jedoch in den letzten 7 Monaten nicht als Begründung genommen. Hierfür müssen zumeist Kinder herhalten.

#24

„Schließlich ist die Anwendung der nicht-invasiven Beatmung bei Patienten mit COVID-19 auf der Intensivstation umstritten. In Anbetracht der oben genannten Faktoren werden Kliniker bei kritisch kranken Patienten mit ARDS aufgrund von COVID-19 möglicherweise nicht auf nicht-invasive Beatmung zurückgreifen, bis weitere Daten aus der COVID-19-Epidemie vorliegen.“

#24 Prof. Dr. Silvio A. Ñamendys-Silva

  • Kritik an der Nutzung von Beatmungsgeräten, da es dadurch zu Folgeschäden (inkl. dem Tod) kommen kann:
    • Da nur die Hälfte der Personen, die die notwendige Beatmung aufgrund kritischer Symptome einer Covid-19 Erkrankung überlebt (Tagespiegel.de), gibt es kaum Alternativen hierzu. Diese Personen werden aufgrund des kritischen Zustands an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

#25

„Das Robert Koch Institut ändert seine Zählweise, dadurch werden die Daten immer unsauberer. Es wird immer schwieriger, eine objektive Zusammenfassung zu erstellen. Immer mehr beängstigendere Bilder und Berichte stürmen auf uns ein, ohne, dass sich an den Zahlen erkennbar etwas ändert.“

#25 Dr. Bodo Schiffmann (Youtube am 26.03.2020)

  • Kritik an der Änderung der Zählweise des RKI:
    • Mitte März wurde die Zählweise geändert, um transparenter zu sein. Bis dahin wurden Meldungen elektronisch und telefonisch erfasst. Nach der neuen Zählweise jedoch nur noch elektronisch. (FAZ).
    • Da hier eine Möglichkeit der Übermittlung entfernt wurde, fallen die Zahlen eher geringer als höher aus. Dennoch haben sich die Fallzahlen in den kommenden Tagen nach Veröffentlichung des Videos erhöht (Quelle). Erst seit dem ~4. April verringern sich die Zahlen spürbar.

#26

„Coronaviren sind uns bekannt aus der Vergangenheit (…) Die Daten aber sprechen dafür, dass diese Erkrankung weniger gefährlich ist als Influenza. (Bei) Influenza können wir uns doch noch alle gut daran erinnern, wie es 2017 zu einer schweren Ausbruchsituation kam. letztendlich mit 27000 Toten in Deutschland und diese 27000 Tote, die scheinen Manche verdrängt zu haben. (…) Es kann nicht sein, dass wir uns nur noch um Corona kümmern und dass irgendwo die Gefahr besteht, dass irgendwelche anderen Keimausbrüche zum Beispiel resultieren.“

#26 Prof. Dr. Jochen A. Werner (Youtube am 05.03.2020)

  • Vergleich mit Influenza, speziell mit dem Ausbruch 2017/2018:
    • Das RKI schätzte die Anzahl an Toten auf 25.100 (Quelle / Nicht 27.000). Bei Corona zählen ausschließlich laborbestätigte Fälle. Hier sind wir bei aktuell 9.368 Todesfällen (Quelle) – im Vergleich zu 1.674 laborbestätigten Fällen durch die Influenza 2017/2018 (Quelle).
    • Durch die Maßnahmen konnten viele Todesfälle in Verbindung mit einer COVID-19 Erkrankung vermieden werden. Dies sieht bei anderen europäischen Staaten (Italien 35.633 / UK 41.664 / Frankreich 30.999 – Quelle) trotz einer jeweils geringeren Bevölkerungszahl anders aus.

#27

„Angesichts der bekannten Tatsache, dass bei jeder ‚Grippe-Welle‘ auch immer 7-15% der akuten Atemwegserkrankungen (ARE) auf das Konto von Coronaviren gehen, liegen die jetzt laufend addierten Fallzahlen immer noch völlig im Normbereich. Es sterben bei den allwinterlichen Infektionswellen auch immer etwa einer von je tausend Erkrankten. Durch selektive Anwendung von Nachweisverfahren – zum Beispiel nur in Kliniken und medizinischen Ambulanzen – lässt sich diese Rate natürlich leicht in beängstigende Höhe treiben, denn jenen, die dort Hilfe brauchen, geht es meistens schlechter als jenen, die sich zu Hause auskurieren.“

#27 Dr. Wolfgang Wodarg (Wodarg.com PDF Datei am 25.02.2020)

  • Verharmlosung des Corona-Virus / Vergleich mit der Grippe. Die Sterberate liegt nur bei 0,1% (1/1000):
    • Siehe Eintrag #1.

#28

„Ist unser Kampf gegen den Coronavirus schlimmer als die Krankheit? (…) Mögliche Anwendung eines ‚Herdenimmunitäts‘-Ansatzes (…) Die Daten aus Südkorea (…) zeigen, dass 99 Prozent der aktiven Fälle in der generellen Population ‚mild‘ sind und keine spezifische medizinische Behandlung brauchen. (…) Die Todesfälle sind vor allem bei älteren Menschen, bei Menschen mit schweren chronischen Krankheiten wie Diabetes und Herzkrankheiten sowie bei Menschen in beiden Gruppen zu finden. Dies gilt nicht für infektiöse Geißeln wie die Grippe. Die Grippe trifft ältere und chronisch kranke Menschen ebenfalls hart, aber sie tötet auch Kinder.“

#28 Dr. David Katz (New York Times (Englisch) am 20.03.2020)

  • Spricht von Herdenimmunität:
  • Nur ältere Menschen und/oder Menschen mit schweren Vorerkrankungen würden sterben:
    • Siehe Eintrag #15.
    • Studie aus Italien widerlegt diese These.
    • Studie aus UK widerlegt diese These.

#29

„Es ist in der Regel so, dass die Menschen ihre Freiheit bereitwillig aufgeben, wenn sie sich gegen eine äußere Bedrohung schützen wollen. Und die Bedrohung ist in der Regel eine echte Bedrohung, die aber meist übertrieben ist. Ich fürchte, das ist es, was wir jetzt sehen. (…) Und jeder, der die Geschichte studiert hat, wird hier die klassischen Symptome einer kollektiven Hysterie erkennen. Hysterie ist ansteckend (…) ob die Kur vielleicht schlimmer ist als die Krankheit.“

#29 Jonathan Sumption (Spectator.co.uk (Englisch) am 30.03.2020)

  • In dem Artikel bezieht sich Sumption auf Großbritannien. Hysterie sowie Verharmlosung der Krankheit:
    • Großbritannien wurde besonders hart getroffen. Stand Heute (16.09.2020) haben 41.664 Menschen bereits ihr Leben verloren und das Land befindet sich aktuell am Beginn einer zweiten Welle. (Quelle in Englisch).

#30

„Daraus lässt sich ableiten, dass die Letalitätsrate von COVID 19 deutlich unter 1% liegt: Dieser Befund wurde auch in eine Studie des Kollegen Anthony Fauci vom US National Institute of Allergy and Infectious Diseases aufgenommen, die auf einem Bericht basiert, der sich auf 1099 im Labor bestätigte COVID-19-Patienten aus 552 chinesischen Krankenhäusern konzentriert. Dies lässt vermuten, dass die klinischen Gesamtfolgen von COVD-19 letztlich ähnlich sein könnten wie die schwere saisonale Grippe, die eine Letalität von etwa 0,1% aufweist, oder eine pandemische Grippe wie die von 1957 oder 1968, und nicht wie die von SARS oder MERS, die durch eine Letalität von 10% bzw. 36% gekennzeichnet sind und die, unglaublich zu sagen, keine Panikmache in unserem Land hervorgerufen haben.“

#30 Prof. Dr. Giulio Tarro (Cybermednews (in Englisch) am 16.03.2020)

  • Verharmlosung der Letalitätsrate von COVID-19 („Deutlich unter 1%“ bzw. ähnlich der von Influenza):
    • Siehe Eintrag #1 / #27.
  • Vergleich mit SARS / MERS, wo eine deutlich(!) höhere Letalität v. 10% bzw. 36% vorliegt:
    • Die Ansteckungsraten unterscheiden sich extrem (RKI). Dies ist ein typischer Vergleich von Äpfeln und Birnen.

#31

„Aber Prof. Ricciardi fügte hinzu, dass Italiens Todesrate auch aufgrund der Art und Weise, wie Ärzte die Todesfälle melden, hoch sein kann. (…) ‚Eine Re-Evaluation des Nationalen Gesundheitsinstituts zeigte, dass nur 12 Prozent der Todeszertifikate einen direkten Zusammenhang zum Coronavirus zeigten, während 88 Prozent der gestorbenen Patienten mindestens eine Vorerkrankung hatten – viele hatten zwei oder drei‘, sagte er.“

#31 Prof. Dr. Walter Ricciardi (Telegraph (in Englisch) am 23.03.2020)

  • Der Großteil (88%) hatte mind. eine Vorerkrankung:
    • Dass 12% ohne Vorerkrankung und somit ausschließlich an den Folgen der Covid-19 Infektion gestorben sind, ist eine beunruhigende Menge.
    • In Deutschland haben knapp 22 Millionen Menschen eine Vorerkrankung, was mehr als 1/4 der Bevölkerung entspricht (Quelle).
    • Im Anschluss an dieses Zitat sagt er:

„This does not mean that Covid-19 did not contribute to a patient’s death, rather it demonstrates that Italy’s fatality toll has surged as a large proportion of patients have underlying health conditions.“

Prof. Dr. Walter Ricciardi (Telegraph (in Englisch) am 23.03.2020)

„Dies bedeutet nicht, dass Covid-19 nicht zum Tode eines Patienten beigetragen hat, sondern zeigt, dass die Zahl der Todesopfer in Italien gestiegen ist, da ein großer Teil der Patienten unter gesundheitlichen Problemen leidet.“ Übersetzung

#32

„Dieses Beweisfiasko schafft eine enorme Unsicherheit über das Risiko, an Covid-19 zu sterben. Gemeldete Todesfälle, wie die offizielle Rate von 3,4% der Weltgesundheitsorganisation, sind entsetzlich – und bedeutungslos. Patienten, die auf SARS-CoV-2 getestet wurden, sind unverhältnismäßig viele mit schweren Symptomen und schlechten Ergebnissen. Da die meisten
Gesundheitssysteme nur über begrenzte Testkapazitäten verfügen, könnte sich die Selektionsverzerrung in naher Zukunft sogar noch verstärken. (…) Eine bevölkerungsweite Todesfallrate von 0,05% ist niedriger als die der saisonalen Grippe. Wenn dies die tatsächliche Rate ist, kann die Abriegelung der Welt mit potenziell enormen sozialen und finanziellen Folgen völlig irrational sein.“

#32 Prof. Dr. John Ioannidis (Statnews.com (in Englisch) am 17.03.2020)

  • Die Sterberate liegt bei 0,05%:
  • Auf Basis der Sterberate i.H.v. 0,05% werden die Maßnahmen als unverhältnismäßig dargestellt:
    • Die 0,05% werden ohne Belege in den Raum geworfen und daraufhin die Maßnahmen in Frage gestellt.
  • In den USA leben 328.200.000 Menschen (Quelle) und es haben bereits 196.676 Menschen ihr Leben in Verbindung mit einer Covid-19 Infektion verloren (Stand 17.09.2020 – Quelle). Würde die Sterberate bei nur 0,05% liegen, hätten sich bereits alle US-Einwohner anstecken müssen (0,05% von 328.200.000 = 164.100).

#33

„Corona: Eine Massenpanik-Epidemie. (…) Die WHO schätzt, dass eine Grippesaison etwa 500.000 Menschen tötet, d.h. etwa 50 Mal mehr als diejenigen, die bisher während der mehr als dreimonatigen Coronavirus-Epidemie gestorben sind. (…) Während der Influenzapandemie 2009 wurden keine solch drakonischen Maßnahmen ergriffen, und sie können natürlich nicht jeden Winter, der das ganze Jahr über andauert, angewandt werden, da es irgendwo immer Winter ist. Wir können nicht die ganze Welt dauerhaft abschalten.“

#33 Prof. Dr. Peter C. Gøtzsche (DeadlyMedicines.dk (in Englisch) am 21.03.2020)

  • Vergleich mit Influenza / Verharmlosung gegenüber dieser:
    • Auch hier hat die Realität diese These widerlegt. Seit Beginn der Pandemie sind bereits 939.473 Personen nachweislich an den Folgen einer Covid-19 Infektion gestorben (Quelle in Englisch). Ohne die weltweiten Maßnahmen zur Eindämmung wären noch mehr Menschen gestorben.

#34

„Die Medien schüren zum Coronavirus die Angst (…) Wir haben jeden Winter eine Virus-Epidemie mit Tausenden von Todesfällen und mit Millionen Infizierten auch in Deutschland. Und immer haben Coronaviren ihren Anteil daran. (…) Wer nur wegen eines positiven Coronavirus-PCR-Tests Quarantänemaßnahmen ausgesetzt wird und finanzielle Schäden erleidet, hat unter Umständen nach Paragraph 56 des Infektionsschutzgesetzes Anspruch auf Entschädigung. Aber auch gegen einen unsinnigen Freiheitsentzug sollte man sich zur Wehr setzen.“

#34 Dr. Wolfgang Wodarg (Rubikon.news am 14.03.2020)

  • Verharmlosung des Corona-Virus / Vergleich mit Influenza:
    • Siehe Eintrag #1 / #27.
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.

#35

„SARS-CoV-2, das neuartige Coronavirus aus China, breitet sich weltweit aus und löst trotz seiner derzeit geringen Inzidenz außerhalb Chinas und des Fernen Ostens eine enorme Reaktion aus. Vier verbreitete Coronaviren sind derzeit im Umlauf und verursachen weltweit Millionen von Fällen. Dieser Artikel vergleicht die Inzidenz- und Sterblichkeitsraten dieser vier häufigen Koronaviren mit denen von SARS-COV-2 (…) Er kommt zu dem Schluss, dass das Problem von SARS-CoV-2 wahrscheinlich überschätzt wird, da jedes Jahr 2,6 Millionen Menschen an Atemwegsinfektionen sterben, verglichen mit weniger als 4000 Todesfällen bei SARS-CoV-2 zum Zeitpunkt der Abfassung dieses Artikels.“

#35 Yanis Roussel, Audrey Giraud-Gatineau, Marie-Thérèse
Jimenoe, Jean-Marc Rolain, Christine Zandotti, Philippe Colson und Didier Raoult (Sciencedirect.com (in Englisch) am 19.03.2020)

  • Verharmlosung des Corona-Virus / Vergleich mit Influenza:
    • Die Zahl „2,6 Millionen“ beinhaltet viele unterschiedliche Krankheiten, die nicht nur durch Viren, sondern auch Bakterien ausgelöst werden. Auch wird nicht auf die Sterberate eingegangen, welche sich bei herkömmlichen Grippeviren im Promillebereich befindet, bei Corona jedoch bei über 2%.

#36

„Am Jahresende werden aber alle Staaten mit Wohlstand unrettbar verschuldet, alle Menschen mit materiellem Wohlstand enteignet, die mittelständische Wirtschaft dezimiert, die großen Banken dank ihrer Kredite für Staaten saniert, der sogenannte Gesundheitssektor noch aufgeblasener und Big Pharma noch reicher geworden sein. (…) Jeder wird vor jedem in Ansteckungsangst leben und sozial isoliert arbeitslos oder im ‚Home Office‘ mit Online-Bestellungen dahinvegetieren. Alles über dem nackten Existenzminimum werden die Überlebenden benötigen, um das Schutzgeld für Banken und Big Pharma aufzubringen.“

#36 Dr. Gerd Reuther (Rubikon.News am 31.03.2020)

  • Prophezeit:
    • Enteignung aller Menschen mit materiellem Wohlstand:
      • In Europa hat sich 6 Monate nach Beginn der Pandemie und 3 Monate vor Jahresende nichts dergleichen angekündigt.
    • Dezimierung der mittelständischen Wirtschaft:
      • Es gab wirtschaftliche Folgen, doch gerade in Deutschland sind die Auswirkungen vergleichbar gering (siehe hier).
    • Sanierung der Banken durch Kredite für Staaten.
    • einen noch aufgeblaseneren Gesundheitssektor:
      • Dies impliziert, dass der Gesundheitssektor in Deutschland bereits aufgeblasen war, was jedoch so nicht stimmt. Deutschlands Ausgaben belaufen sich auf 11,2% des BIP (Platz #2 in Europa) – Die mitteleuropäischen Länder investieren circa 9 bis 11% des BIP, die Schweiz sogar 12,1% (Quelle).
    • Reichtumsanhäufung der „Big Pharma“:
      • Bereits lange vor und auch lange nach Ende dieser Pandemie wollten und wollen Pharmakonzerne ihre Gewinne maximieren. Dies trifft auch auf jedes andere Unternehmen zu, egal in welcher Branche.
    • Alle Menschen leben sozial isoliert von einander in Ansteckungsangst oder „Home Office“:
      • Das Leben in Deutschland hat sich seit Monaten bereits wieder normalisiert. Es wird gereist. Lockerungen werden bundesweit vorgenommen. Alle wollen und gehen wieder in die Normalität über. Es gibt nur noch wenige Einschränkungen im Alltag – MNS-Pflicht im ÖPNV sowie in Geschäften sind hierbei die offensichtlichsten.

#37

„Die Zahlen zu den jungen Coronavirus-Erkrankten sind irreführend (…) Vernazza fordert deshalb, alle teilweise überstürzt getroffenen Entscheidungen in den letzten Wochen nun zu reflektieren. Wenn fast 90 Prozent der Infektionen unbemerkt bleiben, mache es keinen Sinn alle Leute zu testen. (…) Aufgrund der neuen Erkenntnisse zeige sich, dass viele der Maßnahmen vielleicht sogar kontraproduktiv seien. Vor allem die Schulen zu schließen, hält er für falsch wie auch eine Ausgangssperre im epidemiologischen Sinn nicht das Richtige wäre.“

#37 Prof. Dr. Pietro Vernazza (Watson.ch am 22.03.2020)

  • 90% der Infizierten zeigen keine Symptome:
    • Circa 40 bis 45% der Fälle sind asymptomatisch. Dementsprechend zeigen 55 bis 60% der Infizierten Symptome (FAZ).
  • Erwähnt Ausgangssperre:
    • Nicht ersichtlich, ob Bezug auf Schweiz (da schweizer Website) oder Deutschland. In beiden Ländern gab es keine Ausgangssperre!

#38

„Während der Coronavirus in aller Munde ist, hört man von der Grippewelle derzeit allerdings wenig. Dabei sind Ansteckungsgefahr und Sterblichkeit bei Influenzaviren nach Experten-Einschätzung etwa gleich hoch wie beim Coronavirus. ‚Corona ist auf keinen Fall gefährlicher als Influenza‘, sagt Chefarzt Clemens Wendtner von der Schwabinger Klinik für Infektiologie, wo sieben der dreizehn Corona-Infizierten in Deutschland in Behandlung sind. ‚Wir gehen davon aus, dass die Sterblichkeit deutlich unter einem Prozent liegt, eher sogar im Promillebereich‘, erklärt Wendtner. Das sei eine ähnliche Größe wie bei der Influenza.“

#38 Prof. Dr. Clemens Wendtner (Focus am 07.02.2020)

  • Vergleich mit Grippe:
    • Siehe Eintrag #1 / #27.
    • Mortalitätsvergleich Grippe <-> Covid-19 bei Anaesthesie.news.

#39

„Die Virologen, die jetzt das politische Geschehen maßgeblich beeinflussen, machen sich für ihre Form der Panikmache eine Neudefinition von ‚Pandemie‘ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zunutze. Während zuvor eine Pandemie erst dann ausgerufen wurde, wenn ein Virus weltweit erhebliche Erkrankungsraten bewirkt, ist seit 2017 bereits die alleinige Verbreitung von Viren ein Grund dafür, einen Stufenplan des Monitorings und der Virusbekämpfung in Gang zu setzen. Da sich aber aufgrund der Globalisierung alle Formen von Viren schnell über die Welt verbreiten, ist im Grunde stets der Zustand einer Pandemie gegeben. Und jedes Jahr gi