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Folding@Home: Den Corona-Virus falten für die Wissenschaft

Das Coronavirus, Corona-Virus, CoVid-19, 2019-nCoV, SARS-CoV, oder wie man es nennen möchte, beschäftigt Menschen weltweit. Neben Privatpersonen, die hier und da schon in Panik geraten und Hamsterkäufe tätigen, gibt es auch Mediziner/innen und Forscher/innen, die ein Heilmittel sowie eine Impfung gegen das Virus finden wollen. Dabei helfen unter anderem Computersimulationen der Abläufe, die mit und aufgrund des Virus’ im Körper stattfinden. Um diese zu berechnen, braucht es aber viel Rechenkraft, wie unter anderem Forscher/innen der Standford University darlegen. Deshalb gibt es das Folding@Home-Programm, mit dem die ungenutzte Rechenleistung hundertausender Heim-PCs dazu genutzt wird, innerhalb kürzester Zeit Berechnungen durchzuführen, für die selbst moderne Supercomputer Jahre bräuchten.

Die Stanford Universität nutzt das Potential des verteilten Rechnens in dem im Jahr 2000 gestarteten Projekt Folding@Home, das derzeit über 5.000 PetaFLOPS leistet. Zum Vergleich: Der leistungsstärkste Supercomputer in Deutschland, der HERMIT am Höchstleistungsrechenzentrum Stuttgart schafft über 1.000 TeraFLOPS der weltweit führende K Computer in Japan schafft über 10.000 TeraFLOPS. Im Schnitt ein um den Faktor 1.000 niedrigerer Leistungsoutput.

Was ist Folding@Home und wie hilft es gegen das Coronavirus?

Möglich ist das durch das Projekt Folding@home , das bereits vor 20 Jahren an der Stanford University gestartet wurde. Es ist ein Wissenschaftsprogramm, das es ermöglicht, zu berechnende und zu analysierende Daten in Pakete aufzuspalten und auf zahlreiche einzelne Computer zu separieren, die sich dadurch die Arbeit teilen. Menschen, die zur Forschung beitragen wollen, müssen sich dafür nur ein kleines Programm auf ihren Computer laden – und dadurch ungenutzte Rechenkapazitäten zur Verfügung stellen. So kann praktisch jeder mitmachen.Bei Folding@home geht es vor allem darum, die Faltung von Proteinketten zu simulieren. Bislang wurden dadurch schon Beiträge zur Alzheimer-, Krebs- und Huntington-Forschung geleistet.

Derzeit fokussiert sich das Team von Folding@home aber auf die Erforschung des Coronavirus und eines möglichen Gegenmittels. Wie die Macher beschreiben, haben sie „eine erste Welle von Projekten veröffentlicht, die potenziell behandelbare Proteinziele des SARS-CoV-2 und des verwandte SARS-CoV simulieren“. Es soll also herausgefunden werden, wie sich das Virus an den Lungen und Atemwegen der Infizierten anhaftet und dadurch den Organismus infiziert. Die aus den Simulationen gewonnenen Informationen sollen dazu beitragen, Medikamente zu entwickeln und effektive Therapiemaßnahmen und möglicherweise auch eine Impfung zu konzipieren.

Folding@Home ist das weltweit rechenstärkste Projekt seiner Art, dass die Vorteile des verteilten Rechnens nutzt.

Keine Angst vor einer Verlangsamung des Rechners

Wer mitmachen will, kann das rund 30 Megabyte kleine Programm für Betriebssysteme wie Windows, MacOS aber auch Linux-Systeme wie Redhat, Fedora und Ubuntu direkt über die Website des Projektes herunterladen. Wer Folding@home startet, muss keine Angst haben, dass die Berechnungen den Computer unnötig verlangsamen. Das Programm erhöht zwar die Gesamtauslastung des Computers, nutzt hierbei aber lediglich Kapazitäten, die sonst ungenutzt sind. Dazu lässt sich in drei Stufen einstellen, wie sehr das Programm den Rechner belasten soll – was beispielsweise nützlich sein kann, wenn die Lüftung eines Laptops allzu laut oder der Computer selbst zu warm werden sollte.

Nach dem erstmaligen Starten arbeitet Folding@home grundsätzlich ganz automatisch – und arbeitet verschiedene Simulationen ab.

 

Team Cologne (Nr 996)

Wir haben in Köln das Team Cologne!

Insgesamt haben wir bereits über 20 Mitglieder, womit das Team Cologne im globalen Ranking derzeit einen Top 10 Platz unter den angemeldeten Teams einnimmt. Dies ist ein respektabler Wert, der aber auch noch einiges an Ausbaupotential besitzt und genau hier kann ein jeder mit seinem PC von zu Hause mithelfen.

Auch ein interessanter Artikel:  Höhere Kassenkredite wegen Corona?

Dabei ist die Leistung jedes bestehenden Mitglieds, das sich wieder aktiver beteiligen möchten, als auch die Leistung eines jeden Neueinsteigers, der sich zum ersten Mal mit dem Thema beschäftigt, wertvoll!

Für das Team Cologne (Nr. 996) falten

Bei Folding@Home mitzumachen ist ganz einfach. Zunächst einmal benötigt man einen zum verwendeten System passenden Client. Dabei bietet Folding@Home sowohl Clients für unterschiedliche Systeme und CPUs, als auch Clients an, die die Kraft von GPUs verwenden. Sogar eine PlayStation 3 lässt sich zum Falten nutzen. Du kannst sie hier kostenlos runterladen.

Um dabei für das Team Cologne zu falten, müsst ihr bei der Installation die Teamnummer 996 eingeben. Dadurch werden die von euch erzielten Punkte auch dem Team Cologne zugerechnet.

Wie viel ihr zum Projekt beiträgt ist euch natürlich wie immer selbst überlassen. Ob eine WU (WorkUnit = Arbeitseinheit) am Tag, in der Woche oder im Monat. Jeder Beitrag ist willkommen und unterstützt die Forschung. Die Arbeit an eurem Computer wird dadurch nicht beeinträchtigt! Der Client macht seine Arbeit komplett im Hintergrund und nutzt die nicht von dir benutze Rechnerleistung deines Rechners.

Clients für FaH

Folding@Home wird für eine Vielzahl von Plattformen angeboten, darunter Windows, Linux, Mac und die PlayStation 3. Im Folgenden wird der Windowsclient in den Grundzügen vorgestellt.

Eine Liste mit entsprechenden Downloadlinks aller verfügbaren Clients ist auf der offiziellen Folding@Home-Seite aufgeführt.

Passkey

Während der Installation kann der Nickname, die Teamnummer des Teams, für das man falten möchte, sowie ein Passkey eingegeben werden. Der Nick kannst ist frei wählbar, die Teamnummer vom Team Cologne ist 996.

Das dritte Eingabefeld bietet die Möglichkeit, einen Passkey einzugeben. Dieser wurde eingeführt, um die errechneten Punkte und Leistungen eindeutig einem Nick zuzuordnen. Des Weiteren schützt der Passkey vor Missbrauch, der in eurem Namen durchgeführt werden könnte.

Einen Passkey zu erhalten ist dabei ganz einfach. Auf der Passkey-Seite  kann der Nick auf eine E-Mailadresse registriert werden, woraufhin man einen 32-stelligen Schlüssel zugeschickt bekommt, der während der Installation eingegeben wird.

Ein weiterer Vorteil des Passkeys ergibt sich daraus, dass nur mit eingetragenem Schlüssel Bonuspunkte für die berechneten WUs vergeben werden.

Wer genau steckt hinter Projekt und Software?

Gegründet wurde Folding@Home, kurz auch einfach FAH genannt, vom Pande Lab. Dieses wird von Prof. Vijay Pande geführt und ist Teil der Chemie- und Strukturelle-Biologie-Abteilung der Stanford University und des Stanford University Medical Center. Die Arbeit der Forscher/innen besteht daraus, Theorien und Simulationen zu Falt-Verhalten von Proteinen, RNA und Polymeren in Nano-Größe zu erstellen. Weitere Informationen, ein erklärendes Video sowie ein Interview findet ihr auf der About-Seite des Projekts sowie auf den weiteren Unterseiten. Und falls ihr einen Mac, iMac, Mac Pro, Mac mini oder einen PC rumstehen habt, der noch Leistung abzugeben hat, könnt ihr diese ja mit der oben verlinkten Software der Coronavirus-Forschung zur Verfügung stellen

LADE DIR JETZT DAS PROGRAMM RUNTER UND HILF MIT!

Folding@Home Teamstatistik Team Cologne
Gesamtpunkte 33,987,718
Fertige Einheiten 5,620
Team Ranking 4,097 von 253,643 Teams
Letzer eingereichter Beitrag 28 May 2020, 7:55 am
Report erstellt am 28 May 2020, 8:14 am
Cologne Aktivste Team-Mitglieder (Top 5 von 74)
nicolonia 5,620,234
FrankCGN 5,507,427
LeDoc 4,944,759
Pre4cher 2,456,840
Nas 2,017,255

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