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Freifunk und das Klima

Am 20.09.2019 soll die bislang größte Demonstration für Klimaschutz und gegen ein »weiter so« stattfinden; neben Fridays for Future haben u. a. der BUND und Greenpeace zur Teilnamhme aufgerufen. Und Freifunk?

Freifunk ist eine lose Initiative Freiwilliger, und in solch einer Gruppe ist die Konsensfindung alles andere als einfach — das ist auch in öffentlichen Foren sichtbar.

Lokal haben wir eine andere Sicht auf die Dinge, anstatt virtuelle Banner in die virtuelle Gegend zu hängen, möchten wir darüber informieren, wie es denn konkret bei Freifunk Kreis GT aussieht, zum Beispiel bei den Rechenzentren. Denn, Zufall oder eher nicht, am 19. September war der CO2-Fußabdruck von Internetaktivitäten eines der Hauptthemen in der ARD. Etwas cloudaffin, der Bericht, aber er wirft auch valide Fragen auf, auf die wir nach dem Video eingehen:

Ja, Datenzentren benötigen Energie. Wird dieser Bedarf allerdings aus erneuerbaren Quellen bedient, fällt dann noch eine CO2-Emission an?

Unser Mailserver, mail.4830.org aka mail.guetersloh.freifunk.net, läuft derzeit auf einem Server bei irz42, angetrieben mit Strom aus regenerativen Quellen.

Das Forum und weitere Dienste laufen, mit Ökostrom, auf unserem Server bei IPHH.

Auch unser Server am Community-IX in Berlin wird regenerativ bestromt, ebenso wie unser Server in Frankfurt.

Und auch unsere Server in Gütersloh surfen voll auf der grünen Welle (wenn auch wohl nicht betrieben mit Ökostrom).

Insofern wirkt der Bericht des Ersten seltsam überzeichnet — was der Sache schaden würde. Energiesparende Arbeitsweise ist seit nicht erst heute ein generelles Thema unter Rechenzentrums-Betreibern.

Kurzum: Die Aussagen des »tagesthemen«-Berichts können wir nicht nachvollziehen; wo möglich, setzt Freifunk Kreis GT auf nachhaltigen Serverbetrieb ohne CO2-Ausstoß.

Der Beitrag Freifunk und das Klima erschien zuerst auf Freifunk Köln, Bonn & Umgebung (KBU) Lindweiler.

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