[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/gazprom-gas-von-der-zapfsaeule\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/gazprom-gas-von-der-zapfsaeule\/","headline":"Gazprom-Gas von der Zapfs\u00e4ule","name":"Gazprom-Gas von der Zapfs\u00e4ule","description":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechseln Wirtschaft Gazprom-Gas von der Zapfs\u00e4ule Das brandenburgische Unternehmen Barmalgas plant in Rostock ein LNG-Terminal. Fragen werfen dessen Russland-Verbindungen auf. Das Gas stammt bisher aus Russland \u2013 und f\u00fcllt die Kassen des staatlichen Gazprom-Konzerns. von Alexej Hock 07. 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Fragen werfen dessen Russland-Verbindungen auf. Das Gas stammt bisher aus Russland \u2013 und f\u00fcllt die Kassen des staatlichen Gazprom-Konzerns.                     von                                Alexej Hock07. Februar 2025                                K\u00fcnftig will Barmalgas LNG-Schiffe in Rostock anlanden lassen \u2013 Herkunft unklar.                            F\u00fcr die Barmalgas GmbH l\u00e4uft es nicht schlecht, dem russischen Einmarsch und den darauf folgenden Ersch\u00fctterungen auf dem Energiemarkt zum Trotz. Das Unternehmen aus Brandenburg betreibt ein deutschlandweites Tankstellennetzwerk f\u00fcr Autogas (LPG) sowie fl\u00fcssiges Erdgas (LNG) und konnte f\u00fcr 2022 einen Rekordgewinn von knapp 3 Mio. Euro vorweisen.Das Unternehmen w\u00e4chst \u2013 und profitiert von seinen fragw\u00fcrdigen Russland-Verbindungen. So hatte Business Insider berichtet, dass Barmalgas einem Putin-Freund half, Verm\u00f6gen vorSanktionen zu retten, indem es Teile seiner Infrastruktur \u00fcbernahm. Diese Verbindungen werfen Fragen auf, denn Barmalgas hat gro\u00dfe Pl\u00e4ne: Im Rostocker Hafen will das Unternehmen einen LNG-Terminal errichten.Wo das Gas dann herkommen soll, teilte Barmalgas bislang nicht mit. Recherchen von CORRECTIV zeigen nun, dass Barmalgas sein LNG bisher aus dem Reich des russischen Staatskonzerns Gazprom bezieht. Das ginge k\u00fcnftig auch per Schiff, da sich die EU auf ein generelles Verbot von Importen von verfl\u00fcssigtem Erdgas aus Russland bisher nicht einigen konnte. Gr\u00fcnen-Politiker Hannes Damm fordert ein Stopp des LNG-Terminals in Rostock und warnt: \u201eRussland darf nie wieder Zugang zu unserer kritischen Energieinfrastruktur bekommen.\u201cMehr von CORRECTIV Die Gazprom-Lobby Wodka, Scholz und Gazprom Wirkungstreffer bei GazpromNeuer Lieferant gesucht und gefundenDas Jahr 2022 erforderte auch f\u00fcr Barmalgas einige Umstrukturierungen. Bis zum russischen \u00dcberfall gegen die Ukraine arbeitete Barmalgas mit Novatek Green Energy zusammen, einer polnischen Tochterfirma des russischen Gasriesen Novatek. Barmalgas betrieb LNG-Tankstellen, Novatek lieferte das Gas. Danach brach der Lieferant weg \u2013 die polnische Regierung lie\u00df das Verm\u00f6gen Novateks und seiner Tochterfirma beschlagnahmen.\u201eDie Gasbeschaffung im Jahr 2022 erfolgte bis zur Ukraine-Krise \u00fcber den zuvor erw\u00e4hnten strategischen Partner\u201c, hei\u00dft es dazu im Gesch\u00e4ftsbericht von Barmalgas. \u201eIm Zuge der Beendigung dieser Lieferantenbeziehung musste die Gasbeschaffung komplett auf alternative Lieferanten umgestellt werden.\u201c Wer f\u00fcr Novatek in die Bresche sprang, wird nicht erw\u00e4hnt. Dies zeigen nun Zolldaten, die CORRECTIV vorliegen.Laut Daten von Importgenius, einer Firma, die Zolldaten weltweit aggregiert, taucht unter den Gasimporten von Barmalgas ab November 2022 vor allem eine Firma auf: Cryogas. Die russische Gesellschaft wurde 2011 von der Gazprombank \u00fcbernommen und konnte mit Hilfe der Bank wachsen. In Kaliningrad, wo das Gas f\u00fcr Barmal laut den Zolldaten herkommt, hat Cryogas eine Verfl\u00fcssigungsanlage f\u00fcr Erdgas gebaut.Bislang von Sanktionen verschontDemnach belief sich der Warenwert der bis April 2024 importierten mehr als 28 Tsd. Tonnen LNG auf rund 8 Mio. Euro. In manchen F\u00e4llen floss das Geld offenbar auch direkt an Gazprom, als Zahlungsempf\u00e4nger taucht mehrfach die russische Firma Gazprom Export auf, die allerdings vom wahrscheinlichen Transitland Polen mit Sanktionen belegt worden ist.Die Gazprombank wurde im vergangenen November wegen ihrer Rolle bei der Finanzierung des russischen Angriffskrieges von den USA sanktioniert. In der EU blieb sie bislang verschont, auch weil Russland bis zuletzt vorschrieb, dass Zahlungen an den Gasriesen Gazprom direkt in Rubel \u00fcber Konten bei der Gazprombank erfolgen mussten.Die Handelsbeziehung zwischen Barmalgas und Cryogas hat sich offenbar eingespielt. \u201eDie Zusammenarbeit mit den neuen Lieferanten funktioniert verl\u00e4sslich, sodass wir unsere Lieferverpflichtungen einhalten konnten\u201c, hei\u00dft es dazu im Gesch\u00e4ftsbericht von Barmalgas.Per LKW nach DeutschlandVon dem neuen Handel profitiert auch eine weitere Firma. Die BL Trade GmbH mit Sitz in Berlin wurde erst im April 2023 gegr\u00fcndet und hat sich auf den LNG-Transport per LKW spezialisiert \u2013 \u201eaus dem Baltikum nach Deutschland und in andere zentraleurop\u00e4ische L\u00e4nder\u201c, so das Unternehmen auf seiner Website. Kaliningrad wird dabei nicht genannt, allerdings taucht BL Trade in den Zolldaten als Warenempf\u00e4nger im Auftrag von Barmalgas auf.In der EU und in den USA geraten Schiffe, die f\u00fcr Russland \u00d6l und Gas transportieren, immer mehr in den Fokus von Sanktionen. W\u00e4hrenddessen versucht die BL Trade den Transport auf dem Landweg zu etablieren \u2013 wenngleich mit deutlich geringeren Mengen. Man wolle in den s\u00fcd\u00f6stlichen europ\u00e4ischen Markt expandieren; bestehende Gesch\u00e4ftsbeziehungen erm\u00f6glichten \u201eflexible Preisgestaltung\u201c und \u201egarantiert verl\u00e4ssliche Lieferung\u201c, hei\u00dft es weiter.Mit Dzhamil Bulgakov steht hinter der Firma ein erfahrener Manager, der sowohl den deutschen Markt als auch die russischen Lieferanten gut kennt. In Deutschland hat er sowohl f\u00fcr Gazprom als auch f\u00fcr Rosneft gearbeitet, berichtete Reuters.Am Rostocker Hafen hat Barmalgas Gro\u00dfes vorBarmalgas w\u00e4chst weiter: 2023 hat das Unternehmen die Planung eines LNG-Terminals im Rostocker Hafen \u00fcbernommen \u2013 ein Projekt, das von Novatek initiiert worden war. Geht es nach Barmalgas, sollen in dem Terminal j\u00e4hrlich rund 800.000 Tonnen LNG verschiedener Art umgeschlagen werden. Laut einer Pr\u00e4sentationsfolie des Betreiberunternehmens, die CORRECTIV einsehen konnte, rechnet man mit bis zu 60 mittelgro\u00dfen LNG-Schiffstankern pro Jahr.Mit dem Projekt wolle man die \u201esichere Versorgung der maritimen Wirtschaft, der Industrie und der Energiewirtschaft in der Region Rostock\u201c gew\u00e4hrleisten. Ob die Schiffe, die am Terminal anlanden sollen, aus Russland kommen sollen, beantwortete Barmalgas wie auch wie weitere Fragen von CORRECTIV nicht.In Mecklenburg-Vorpommern sind die Bef\u00fcrchtungen aber da. \u201eEs w\u00e4re ein schwerer Fehler, erneut auf Gas aus Russland zu setzen\u201c, sagte Gr\u00fcnen-Politiker Hannes Damm CORRECTIV. Russland nutze Energie als geopolitische Waffe und schaffe gezielt Abh\u00e4ngigkeiten, so der Landtagsabgeordnete.Ein Nachspiel vor GerichtDerweil hat das Vorgehen von Barmalgas bei der \u00dcbernahme der Verm\u00f6gensanteile der polnischen Novatek-Tochter kurz vor der Beschlagnahmung ein Nachspiel. Der russische Mutterkonzern versucht, offene Rechnungen von Barmalgas an die polnische Tochter vorbei an den Sanktionen direkt an sich auszahlen zu lassen \u2013 ein Gerichtsverfahren dazu l\u00e4uft am Oberlandesgericht Brandenburg.Text &amp; Recherche: Alexej HockRedaktion &amp; Faktencheck: Marcus Bensmann Bildredaktion: Ivo MayrZur Quelle wechselnAuthor: Alexej Hock"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Gazprom-Gas von der Zapfs\u00e4ule","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/gazprom-gas-von-der-zapfsaeule\/#breadcrumbitem"}]}]