[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/grundsteuerreform-fuehrt-sie-wirklich-zu-steuererhoehungen\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/grundsteuerreform-fuehrt-sie-wirklich-zu-steuererhoehungen\/","headline":"Grundsteuerreform: F\u00fchrt sie wirklich zu Steuererh\u00f6hungen?","name":"Grundsteuerreform: F\u00fchrt sie wirklich zu Steuererh\u00f6hungen?","description":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechseln Es ist eines der gr\u00f6\u00dften Steuerprojekte in der Geschichte der Bundesrepublik: die Grundsteuerreform. Ob Omas Nachkriegsh\u00e4uschen, das eigene Gartengrundst\u00fcck oder das Gesch\u00e4ftshaus im Stadtzentrum: F\u00fcr jedes Grundst\u00fcck im Land mussten die Abgaben neu berechnet werden. 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Ob Omas Nachkriegsh\u00e4uschen, das eigene Gartengrundst\u00fcck oder das Gesch\u00e4ftshaus im Stadtzentrum: F\u00fcr jedes Grundst\u00fcck im Land mussten die Abgaben neu berechnet werden. Schon im Vorfeld sorgte das f\u00fcr Unruhe: Drohen etwa Steuererh\u00f6hungen? Die damalige Bundesregierung unter Finanzminister Olaf Scholz hatte das ausgeschlossen. Doch erste Berichte nach Inkrafttreten der Reform im vergangenen Jahr berichteten von \u201eAbzocke\u201c und teils drastischen Preisspr\u00fcngen.Wie sieht die Lage aber nun tats\u00e4chlich aus? CORRECTIV hat die Grundsteuereinnahmen von Kommunen in Sachsen, Brandenburg und Hessen sowie \u2013 gemeinsam mit dem MDR SACHSEN-ANHALT \u2013 in Sachsen-Anhalt analysiert und mit dem Vorjahr verglichen. Im Fokus steht dabei die Grundsteuer B, die auf Wohn- und Gewerbegrundst\u00fccke anf\u00e4llt. Die Ergebnisse geben einen ersten Zwischenstand \u00fcber die finanziellen Folgen der Reform.Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Bundesl\u00e4ndern. Tats\u00e4chlich versuchten viele Kommunen, Steuererh\u00f6hungen zu vermeiden \u2013 an der Spitze Sachsen-Anhalt. Dort verzeichnete nur rund jede dreizehnte Gemeinde ein Einnahmeplus von 10 Prozent oder mehr verglichen mit dem Vorjahr. In etwa der H\u00e4lfte der Kommunen sank das Grundsteueraufkommen sogar deutlich \u2013 teils bis zu einem Drittel. Anders in Hessen: Dort nahm fast die H\u00e4lfte der St\u00e4dte und Gemeinden mindestens 10 Prozent mehr ein. In Brandenburg und Sachsen zeigt sich ein gemischtes Bild.\u00a0Wie kommen diese Unterschiede zustande?Was ist die Grundsteuer B?Bei der Grundsteuer wird im Wesentlichen zwischen Grundsteuer A und Grundsteuer B unterschieden. Grundsteuer A betrifft land- und forstwirtschaftliche Fl\u00e4chen. Grundsteuer B gilt hingegen f\u00fcr Grundst\u00fccke, die zu Wohn- oder Gewerbezwecken genutzt werden \u2013 oder etwa zur privaten Erholung. Alle Angaben zu Grundsteuereinnahmen in diesem Artikel beziehen sich auf die Grundsteuer B. Einige Bundesl\u00e4nder, darunter NRW und Sachsen-Anhalt, haben den Kommunen zudem erm\u00f6glicht, f\u00fcr Wohngrundst\u00fccke und Nicht-Wohngrundst\u00fccke (beide Grundsteuer B) unterschiedliche S\u00e4tze festzulegen. In vielen anderen Bundesl\u00e4ndern gibt es hingegen nur einen Hebesatz f\u00fcr die Grundsteuer B.Darum geht es bei der Grundsteuerreform\u00a0Jeder Haus- und Grundst\u00fccksbesitzer in Deutschland zahlt Grundsteuer. Da Eigent\u00fcmer sie auf Mieter umlegen k\u00f6nnen, trifft eine Erh\u00f6hung letztendlich\u00a0 auch diese.\u00a0Die Reform sollte die Grundsteuer gerechter machen. Hintergrund war ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2018, das die bisherigen Berechnungsgrundlagen als verfassungswidrig einstufte. Die Werte, auf denen die Steuer basierte, waren teils jahrzehntealt. Der damalige Finanzminister Olaf Scholz k\u00fcndigte 2019 an, die Reform w\u00fcrde aufkommensneutral sein. Das hei\u00dft: Die Kommunen sollten nach der Reform so viel an Grundsteuer einnehmen wie zuvor.\u00a0Verbindlich\u00a0 zusagen konnte Scholz das allerdings gar nicht. Bund und L\u00e4nder sind n\u00e4mlich nur f\u00fcr die rechtlichen Rahmenbedingungen verantwortlich. Die H\u00f6he der Grundsteuer legen die Kommunen selbst\u00e4ndig fest \u2013 \u00fcber den Hebesatz. Dieser wirkt wie ein Hebel: Zeigt er nach oben, zahlen Eigent\u00fcmer mehr, und die Kommune nimmt mehr ein. Zeigt er nach unten, sinken die Einnahmen.Das bedeutet Aufkommensneutralit\u00e4tHier kommt es mitunter zu Missverst\u00e4ndnissen. Aufkommensneutral bedeutet nicht, dass es nicht einzelne Grundst\u00fccke oder auch Viertel gibt, wo Menschen jetzt deutlich mehr (oder weniger) zahlen m\u00fcssen als zuvor. Im Gegenteil: Das ist der Sinn der Reform, dort die Lasten neu und fairer zu verteilen, wo Eigent\u00fcmer bisher besonders gut oder schlecht wegkamen. Aufkommensneutralit\u00e4t bezieht sich stattdessen auf die gesamten Einnahmen einer Kommune durch die Grundsteuer. Sie soll nach der Reform nicht deutlich mehr Steuereinnahmen erzielen als vor der Reform.Hessen: Viele Kommunen erh\u00f6hen GrundsteuerIn Hessen stiegen deren Einnahmen 2025 in \u00fcber der H\u00e4lfte der Kommunen um mehr als f\u00fcnf Prozent, bei 44 Prozent sogar um \u00fcber zehn Prozent. In rund acht Prozent der Gemeinden lag der Zuwachs bei \u00fcber 50 Prozent. \u00a0 Die Gr\u00fcnde f\u00fcr h\u00f6here Einnahmen sind vielf\u00e4ltig. Nicht immer steckt eine bewusste Steuererh\u00f6hung dahinter. Nachzahlungen aus Vorjahren k\u00f6nnen ebenfalls zu Mehreinnahmen f\u00fchren. Auch neue Geb\u00e4ude haben eine solche Wirkung. Werden etwa in einer kleinen Gemeinde mehrere neue Einfamilienh\u00e4user fertiggestellt, steigt das Steueraufkommen schnell merklich an. Hinzu kommt, dass mit der Reform einigenorts die Grundst\u00fccke vollst\u00e4ndiger erfasst werden als zuvor \u2013 auch das l\u00e4sst den Betrag steigen. Dennoch zeigt sich in Hessen ein Muster, das nahelegt: Viele Kommunen erh\u00f6hten offenbar gezielt die Steuern. Das Land hatte vor der Reform \u201efaire Hebes\u00e4tze\u201c empfohlen, welche den Gemeinden als Orientierungshilfe dienten, um Steuererh\u00f6hungen zu vermeiden. Doch vier von f\u00fcnf Kommunen setzten h\u00f6here S\u00e4tze an; bei rund der H\u00e4lfte betrug die Abweichung mehr als f\u00fcnf Prozent, wie eine CORRECTIV-Recherche im Herbst 2025 zeigte.\u00a0Manche Kommunen rechtfertigten das gegen\u00fcber CORRECTIV damit, dass sie die Empfehlungen f\u00fcr zu niedrig hielten. Andere r\u00e4umten hingegen ein, die Steuern bewusst angehoben zu haben \u2013 oft aus finanzieller Not.\u00a0Kritiker wie der Verband \u201eHaus und Grund\u201c werfen den Kommunen vor, die Reform zur Haushaltskonsolidierung zu nutzen. Auch Ex-Kanzler Scholz \u00e4u\u00dferte sich im November 2025 kritisch.\u00a0Doch gegen\u00fcber CORRECTIV gaben viele Kommunen an, angesichts der Haushaltsnot kaum eine Wahl zu haben. Denn viele Gemeinden k\u00e4mpfen mit steigenden Kosten und stagnierenden Einnahmen. H\u00e4lfte der Kommunen in Sachsen-Anhalt mit weniger Einnahmen\u00a0In Sachsen-Anhalt zeigt sich dagegen ein anderes Bild. Lediglich acht Prozent der Kommunen nahmen 2025 \u00fcber die Grundsteuer B ab zehn Prozent mehr ein als zuvor.\u00a0Auff\u00e4llig ist der Blick in die Gegenrichtung. Bei \u00fcber der H\u00e4lfte der Kommunen in Sachsen-Anhalt ist das Aufkommen gegen\u00fcber 2025 deutlich gesunken \u2013 also um mehr als f\u00fcnf Prozent. Insgesamt summiert sich das Minus auf \u00fcber 13 Millionen Euro f\u00fcr das gesamte Bundesland.\u00a0Zwar gab es auch in Vorjahren in einigen Kommunen in Sachsen-Anhalt immer mal wieder Mindereinnahmen \u2013 etwa durch ausbleibende oder aufgeschobene Zahlungen. Doch das Ausma\u00df nach der Reform ist ungew\u00f6hnlich hoch. CORRECTIV und der MDR SACHSEN-ANHALT haben deshalb betroffene Kommunen nach den Gr\u00fcnden befragt. \u00a0\u00a0Ein Grund f\u00fcr die Mindereinnahmen ist demnach die organisatorische \u00dcberforderung vieler Kommunen. Ihnen fehlten oftmals schlicht die Daten, um die Reform wirklich in ihrem Sinne umzusetzen. In einer MDR-Umfrage Mitte letzten Jahres gab \u00fcber ein Drittel der antwortenden Kommunen an, dass sie erst gar keinen neuen Hebesatz verabschiedet h\u00e4tten. Das Problem: Die Berechnungsgrundlagen durch die Finanz\u00e4mter waren noch nicht vollst\u00e4ndig eingegangen.\u00a0Um eine Besteuerung nicht auf Basis von \u201evagen Sch\u00e4tzungen\u201c festzulegen oder gegen das Prinzip der Steuergerechtigkeit zu versto\u00dfen, blieben sie bei den alten S\u00e4tzen \u2013 und nahmen Mindereinnahmen in Kauf. Diese sollen in den Folgejahren ausgeglichen werden.\u00a0In Sachsen-Anhalt gab es \u2013 anders als in Hessen \u2013 keine vom Bundesland berechneten aufkommensneutralen Hebes\u00e4tze, an denen sich die Kommunen orientieren konnten. Viele tasten sich daher nun offenbar schrittweise an den passenden Satz heran.Bekenntnis zur Aufkommensneutralit\u00e4t\u00a0\u00a0Doch auch eine andere Ursache f\u00fcr das Minus tauchte immer wieder auf: Viele Gemeinden haben sich explizit dem Ziel der Aufkommensneutralit\u00e4t verpflichtet. Das mag angesichts der \u00dcberschuldung vieler Kommunen \u00fcberraschen. Doch in den Antworten nannten Gemeindevertreter das immer wieder als Hauptmotiv.\u00a0Lieber verzichteten die Gemeinder\u00e4te auf Einnahmen, als ihre B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger mehr zu belasten. Auch, weil die gesamte Diskussion um die Grundsteuer bereits zu sehr viel Verunsicherung unter den Menschen gef\u00fchrt habe, begr\u00fcndete etwa eine K\u00e4mmerin aus Sachsen-Anhalt im Gespr\u00e4ch.\u00a0Wom\u00f6glich hat auch die Sorge, dass die AfD Steuererh\u00f6hungen bei der n\u00e4chsten Landtagswahl populistisch f\u00fcr ihre Zwecke nutzen k\u00f6nnte, eine Rolle gespielt.\u00a0Zahlen dort jetzt alle weniger Grundsteuer?\u00a0Das l\u00e4sst sich mit der Hilfe der Einnahmedaten nicht ermitteln \u2013 ist aber nicht zu erwarten. Denn die Reform sollte durchaus die Lasten neu und fairer verteilen: Diejenigen, die bisher besonders gut bei der Besteuerung wegkamen, sollten nun mehr zahlen \u2013 und umgekehrt.\u00a0Hinzu kommt: Das von Sachsen-Anhalt gew\u00e4hlte \u201eBundesmodell\u201c f\u00fchrt tendenziell zu niedrigeren Steuern f\u00fcr Gewerbeimmobilien. Zwar erlaubte das Land differenzierte Hebes\u00e4tze f\u00fcr Wohn- und Nicht-Wohngrundst\u00fccke, um das ausgleichen zu k\u00f6nnen. Doch viele Kommunen wendeten diese Option nicht an. Teils aus Zeitmangel, da die Grundlagen daf\u00fcr erst im Herbst 2024 verabschiedet wurden. Teils aus Sorge vor rechtlichen Unsicherheiten.\u00a0F\u00fcr die Gemeinden kann das dazu f\u00fchren, dass zwar das Aufkommen insgesamt sinkt, aber Eigenheimbesitzer etwas schlechter wegkommen als Eigent\u00fcmerinnen von Gewerbeimmobilien. F\u00fcr Kommunen mit differenziertem Hebesatz ist hingegen das Gegenteil m\u00f6glich: mehr Einnahmen, obwohl der Gutteil der Hausbesitzenden eher entlastet wurde.\u00a0 \u00a0 Brandenburg und Sachsen: Im Mittelfeld\u00a0Auch in Brandenburg, und \u2013 weniger stark \u2013 in Sachsen und Hessen gibt es Kommunen mit einem deutlichen Minus gegen\u00fcber dem Vorjahr. Aus einigen ihrer Antworten gegen\u00fcber CORRECTIV l\u00e4sst sich ein weiterer Grund erkennen: die schiere Gr\u00f6\u00dfenordnung der Reform. Aufgrund des gro\u00dfen Bearbeitungsaufwandes h\u00e4tten 2025 nicht alle Grundsteuerbescheide erstellt werden k\u00f6nnen. Das werde im Laufe dieses Jahres nachgeholt und so die Mindereinnahmen kompensiert. Das schreiben beispielsweise das brandenburgische Oranienburg (minus 54 Prozent) und die s\u00e4chsische Landeshauptstadt Dresden (minus 11 Prozent). Beide St\u00e4dte gehen davon aus, danach etwa so viel einzunehmen wie zuvor.\u00a0Brandenburg liegt ansonsten zwischen den Extremen Sachsen-Anhalt und Hessen. Rund ein Drittel der brandenburgischen Gemeinden nahm 2025 \u00fcber f\u00fcnf Prozent mehr ein, bei etwa jeder f\u00fcnften Gemeinde lag der Zuwachs \u00fcber zehn Prozent. In Sachsen liegen die Zahlen bei den Zuw\u00e4chsen deutlich h\u00f6her. Fast die H\u00e4lfte der Kommunen hat ihre Einnahmen um mindestens f\u00fcnf Prozent gesteigert, ein Drittel sogar 10 Prozent oder mehr.\u00a0Dabei hatte auch Sachsen \u2013 im Gegensatz zu Sachsen-Anhalt \u2013 seinen Kommunen vorab faire Hebes\u00e4tze vorgeschlagen. Zwar gab es auch hier Orte, die sich nicht daran hielten \u2013 allerdings deutlich weniger als etwa in Hessen. Rund 20 Prozent \u00fcberschritten die Empfehlungen damals um mehr als f\u00fcnf Prozent. Mitte 2025 folgerte auch das ifo-Institut in Dresden, dass der Gro\u00dfteil der s\u00e4chsischen Kommunen die Reform aufkommensneutral umgesetzt habe.\u00a0 Der Abgleich mit den reellen Einnahmeentwicklungen zeigt allerdings eine h\u00f6here Einnahmesteigerung bei etwas mehr Kommunen, als auf der Basis dieser Hebesatz-Auswertungen zu erwarten gewesen w\u00e4re. Zur RechercheUm zu \u00fcberpr\u00fcfen, wo die Steuern tats\u00e4chlich gestiegen sind, hat CORRECTIV die Gesamteinnahmen der Grundsteuer B der Kommunen ausgewertet und mit dem Vorjahr verglichen. Die Daten stammen von den Statistischen Landes\u00e4mtern. Daraus l\u00e4sst sich ersehen, ob die Einnahmen tats\u00e4chlich etwa gleich blieben \u2013 oder gestiegen sind, was ein Indiz f\u00fcr m\u00f6gliche Steuererh\u00f6hungen liefert. Einen Teil der Kommunen mit deutlich h\u00f6heren oder niedrigeren Steuereinnahmen hat CORRECTIV im Anschluss kontaktiert, um die Ursachen daf\u00fcr zu erfahren, und die Ergebnisse von Fachleuten einsch\u00e4tzen lassen.F\u00fcr die Interpretation ist wichtig: Die Ursachen f\u00fcr Abweichungen nach unten oder oben sind vielf\u00e4ltig. Nicht automatisch geht also mit einer h\u00f6heren Einnahme der Grundsteuer B auch eine Steuererh\u00f6hung einher. Es kann beispielsweise auch mit neu ausgewiesenen Grundst\u00fccken (etwa einem Gewerbegebiet) oder Nachzahlungen zusammenh\u00e4ngen.Auch in den Vorjahren gab es in einzelnen Kommunen Schwankungen \u2013 allerdings bei weitem nicht so gro\u00dfe wie im Zuge der Reform. Zudem schlie\u00dft die Auswertung lediglich die Jahre 2024 und 2025 ein. Kommunen, die bereits in den Vorjahren ihre Hebes\u00e4tze (und damit auch die Steuern) angehoben haben, werden dar\u00fcber nicht sichtbar. Analysen \u2013 etwa von Ernst &amp; Young \u2013 zeigen, dass es solche Erh\u00f6hungen vielerorts bereits im Vorfeld der Grundsteuerreform gab.Der Bedarf zur Nacharbeit ist hoch\u00a0Die Kommunen sollten \u2013 das war das Versprechen vor der Reform \u2013 durch die neue Grundsteuer nicht mehr Einnahmen erzielen als zuvor. Diese Analyse liefert einen ersten \u00dcberblick, wie dieses Ziel in den Kommunen verfolgt wird. Sie zeigt: Das h\u00e4ngt ma\u00dfgeblich von lokalen Entscheidungen und landesspezifischen Rahmenbedingungen ab. Breite, fl\u00e4chendeckende Steuererh\u00f6hungen bleiben aber in den meisten untersuchten Bundesl\u00e4ndern aus.\u00a0Die bisherigen Zahlen sind allerdings nur eine Momentaufnahme. In vielen Kommunen stehen weitere Anpassungen noch aus, etwa wenn fehlende Daten nachgeliefert oder Hebes\u00e4tze neu festgelegt werden. Die Grundsteuerreform d\u00fcrfte die kommunalen Haushalte damit noch l\u00e4nger besch\u00e4ftigen.Redigatur und Faktencheck: Alexandra RingendahlZur Quelle wechselnAuthor: Sebastian Haupt"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Grundsteuerreform: F\u00fchrt sie wirklich zu Steuererh\u00f6hungen?","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/grundsteuerreform-fuehrt-sie-wirklich-zu-steuererhoehungen\/#breadcrumbitem"}]}]