[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/heizungsreform-2026-regierungsaussagen-im-check\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/heizungsreform-2026-regierungsaussagen-im-check\/","headline":"Heizungsreform 2026: Regierungsaussagen im Check","name":"Heizungsreform 2026: Regierungsaussagen im Check","description":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechseln Die erneute Reform des Geb\u00e4udeenergiegesetzes (GEG) markiert einen Wendepunkt in der deutschen Klimapolitik. Bereits 2023 hatte die Novelle des Gesetzes eine der heftigsten energiepolitischen Debatten der vergangenen Jahre ausgel\u00f6st. Nun flammt der Streit erneut auf. 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Bereits 2023 hatte die Novelle des Gesetzes eine der heftigsten energiepolitischen Debatten der vergangenen Jahre ausgel\u00f6st. Nun flammt der Streit erneut auf. Was Regierungsvertreter als \u201eAbschaffung des Heizungsgesetzes\u201c kommunizieren, ist in Wirklichkeit ein tiefgreifender Umbau zentraler Regelungen \u2013 mit weitreichenden Folgen f\u00fcr Investitionen, Energiepreise und Klima.Die \u00f6ffentliche Debatte ist dabei erneut gepr\u00e4gt von zugespitzten Formulierungen, verk\u00fcrzten Darstellungen und politischen Schlagworten. Zwischen Hashtags und Pressekonferenzen verschwimmen juristische Realit\u00e4t und politische Erz\u00e4hlung.\u00a0Die Heizungsfrage bleibt damit, was sie seit Jahren ist: ein politisch aufgeladenes Dauerthema \u2013 bei dem Ank\u00fcndigungen und Realit\u00e4t oft auseinanderklaffen. Statt Planungssicherheit droht ein weiteres \u00dcbergangsjahr mit offenen Fragen. CORRECTIV ordnet einige irref\u00fchrende Aussagen ein.\u00a0Wurde das Geb\u00e4udeenergiegesetz abgeschafft?Behauptung:\u00a0\u201eWir schaffen das Habecksche Heizungsgesetz ab\u201c \u2013 Jens Spahn (CDU), Fraktionsvorsitzender der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, auf einer Pressekonferenz am 24. Februar 2026\u201eDas alte Heizungsgesetz wird abgeschafft.\u201c \u2013 Matthias Miersch (SPD), Fraktionsvorsitzender der SPD, auf einer Pressekonferenz am 24. Februar 2026Fakt ist: Seit Tagen nutzen Abgeordnete der schwarz-roten Regierung vor allem zwei Hashtags: #Heizungsgesetz und #abgeschafft. Doch ein \u201eHeizungsgesetz\u201c gab es nie. Der Begriff umschreibt umgangssprachlich das Geb\u00e4udeenergiegesetz (GEG). Und vor allem: Auch mit der von der aktuellen Regierung beschlossenen Novelle bleibt das Gesetz bestehen \u2013 k\u00fcnftig blo\u00df unter dem neuem Namen Geb\u00e4udemodernisierungsgesetz. Diese Gesetzes\u00e4nderung muss allerdings noch in Absprache mit verschiedenen Ministerien ausgestaltet und vom Parlament beschlossen werden, was noch mindestens bis Juli dauern d\u00fcrfte.Was neu ist: Die Paragraphen 71 und 72 (von insgesamt 115) sollen reformiert werden. So soll die Regelung entfallen, wonach neu eingebaute Heizungen seit 2025 zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden m\u00fcssen. Diese 65-Prozent-Quote war in der Amtszeit des fr\u00fcheren Klima- und Wirtschaftsministers Robert Habeck eingef\u00fchrt worden. Experten bezeichnen die geplante Abschaffung der Regel als \u201eklimapolitischen Paukenschlag\u201c.Stattdessen wird eine sogenannte Gr\u00fcngasquote eingef\u00fchrt: Gasversorger sollen ab 2029 ihre Netze zu mindestens 10 Prozent mit \u201egr\u00fcnen Gasen\u201c speisen.\u00a0Einordnung: Der Eindruck, die Regierung schaffe das Gesetz komplett ab, ist falsch. Es handelt sich um eine grundlegende \u00c4nderung einzelner Kernaspekte, nicht um eine Abschaffung.\u00a0Zudem k\u00f6nnten EU-Richtlinien zu erneuerbaren Energien und Geb\u00e4udestandards die geplanten \u00c4nderungen blockieren. Die Europ\u00e4ische Erneuerbaren-Richtlinie schreibt etwa vor, dass die Mitgliedstaaten ab 2030 mindestens 49 Prozent ihres Endenergieverbrauchs mit erneuerbaren Energien decken sollen. Offen bleibt somit, ob die von der Bundesregierung geplante Regelung, wonach ab 2029 nur 10 Prozent klimafreundliche Gase eingespeist werden sollen, mit den europ\u00e4ischen Vorgaben vereinbar ist.Kam das Geb\u00e4udeenergiegesetz von Robert Habeck?Behauptung:\u00a0\u201eDas Heizungsgesetz hat Robert Habeck in Kraft gesetzt\u201c \u2013 Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am 25. Februar 2026 im Interview mit dem Deutschlandfunk\u201eDie Koalition schafft Habecks Heizungsgesetz ab! (\u2026) Die Zeit der gr\u00fcnen Bevormundung beim Klimaschutz ist vorbei.\u201c \u2013 Alexander Hoffmann, parlamentarischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der CSU, am 25. Februar 2026 auf Instagram\u201eWir beseitigen die G\u00e4ngelung und unn\u00f6tige B\u00fcrokratie aus den alten Gesetzen von Robert Habeck.\u201c \u2013 Jens Spahn (CDU), Fraktionsvorsitzender der CDU\/CSU-Bundestagsfraktion, in einer Pressekonferenz am 24. Februar 2026Fakt ist: Die Eckpunkte des GEG, darunter das schrittweise Aus f\u00fcr alte \u00d6l- und Gasheizungen, wurden bereits 2020 vom Kabinett unter der damaligen Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossen. Die 65\u2011Prozent-Regel wurde dann sp\u00e4ter 2021 im Koalitionsvertrag der Ampel-Regierung vereinbart. Die Quote wurde damals zwar auf Initiative der Gr\u00fcnen festgeschrieben. Aber auch SPD und FDP stimmten der Regelung im Koalitionsvertrag zu.\u00a0Einordnung: Es ist irref\u00fchrend, das Gesetz allein Robert Habeck zuzuschreiben. Es handelte sich um eine Koalitionsentscheidung. Die Medienkampagne rund um \u201eHabecks Heiz-Hammer\u201c, vor allem von der Bild vorangetrieben, personalisierte eine komplexe Gesetzesentwicklung und verzerrt damit die Fakten.Hat die \u201eGr\u00fcngasquote\u201c eine positive Klimawirkung?Behauptung:\u201eMan kann zum Klimaschutz beitragen, indem man Gr\u00fcngas beimischt.\u201c \u2013\u00a0Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am 25. Februar 2025 im Interview mit dem DeutschlandfunkFakt ist: Auf den ersten Blick klingt \u201eGr\u00fcngas\u201c nach Klimaschutz. Doch Kritiker warnen: Das Konzept werde vor allem den Betrieb der deutschen Gasnetze verl\u00e4ngern, w\u00e4hrend Haushalte nicht auf klimafreundliche Heizsysteme wie W\u00e4rmepumpen oder Fernw\u00e4rme umsteigen. Das ist erstens fatal f\u00fcr den Klimaschutz, denn Erdgas besteht fast vollst\u00e4ndig aus Methan. Seine Klimasch\u00e4dlichkeit wird h\u00e4ufig untersch\u00e4tzt. Kurzfristig gesehen ist es rund 80-mal klimasch\u00e4dlicher als CO2. Bei den sogenannten \u201egr\u00fcnen Gasen\u201c\u00a0kommt es bei der Klimafreundlichkeit auf die Herstellung an. Beispielsweise ist Biomethan nur dann f\u00fcrs Klima unsch\u00e4dlich, wenn daf\u00fcr Reste wie Biom\u00fcll verbrannt werden. Wenn daf\u00fcr allerdings Mais angebaut werden muss, verschlechtert sich die Klima-Bilanz erheblich.\u00a0Einordnung: Kritiker sagen, dass die Gr\u00fcngasquote vor allem ein Sieg der Gaslobby ist, denn sie sichert die Zukunft der deutschen Gasnetze. Die Nichtregierungsorganisation GermanZero schreibt zum Beispiel in einem Pressestatement von einer \u201eGreenwashing-Quote, die fossiles Gas am Leben h\u00e4lt\u201c. Im Jahr 2023 hatten zwei SPD-Politiker die Idee der Quote ins Gespr\u00e4ch gebracht: Die ehemaligen Bundestagsabgeordneten Andreas Rimkus und Bengt Bergt. Bergt arbeitet inzwischen f\u00fcr den Verband \u201eDie Gas- und Wasserstoffwirtschaft\u201c, der sich f\u00fcr die Quote einsetzt. Der Verband, ehemals \u201eZukunft Gas\u201c, ist eine der gr\u00f6\u00dften Lobbyorganisationen der Gasindustrie.\u00a0Ist es sinnvoll, private Heizungen mit Wasserstoff zu betreiben?Behauptung: Wasserstoff, egal ob gr\u00fcner, blauer, t\u00fcrkis- oder orangefarbener, sei ein \u201eklimafreundliches Gas\u201c, das Gasversorger zu steigenden Anteilen dem Erdgas beimischen k\u00f6nnen \u2013 Eckpunktepapier zum Geb\u00e4udemodernisierunggesetzAuszug aus dem Eckpunktepapier des Geb\u00e4udemodernisierungsgesetz (Screenshot: CORRECTIV)Fakt ist: Nur gr\u00fcner Wasserstoff, erzeugt mit erneuerbaren Energien, ist f\u00fcrs Klima unsch\u00e4dlich. Er ist jedoch knapp und teuer und wird in besonders energieintensiven Industrien wie dem Chemiesektor ben\u00f6tigt. Blauer und t\u00fcrkisfarbener Wasserstoff hingegen werden aus Erdgas hergestellt, weshalb die Herstellung weiterhin klimasch\u00e4dliche Emissionen verursacht. Au\u00dferdem k\u00f6nnen sogenannte \u201eH2-ready\u201c-Heizungen aktuell nur 10 bis 20\u202fProzent Wasserstoff beimischen. Um Wasserstoff einem Gasnetzabschnitt beizumischen, m\u00fcssten alle in dem Netzabschnitt angeschlossenen Anlagen sowie Bauteile gleicherma\u00dfen wasserstofff\u00e4hig sein.\u00a0Hinzu kommt, dass der Einsatz von Wasserstoff in privaten Heizungen ineffizient w\u00e4re: Erst wird mit viel Strom Wasserstoff erzeugt, der dann wieder verbrannt wird \u2013 dabei geht ein Gro\u00dfteil der Energie verloren. W\u00e4rmepumpen nutzen Strom dagegen direkt und sind deshalb deutlich effizienter und g\u00fcnstiger.\u00a0Einordnung: Haushalte zahlen f\u00fcr eine teure Technologie, die weder effizient noch verf\u00fcgbar ist. Eine schrittweise Umstellung auf Wasserstoff ist kompliziert und technisch aufw\u00e4ndig. Die Abh\u00e4ngigkeit vom klimasch\u00e4dlichen Erdgas wird auf diese Weise verl\u00e4ngert. Dass auch Wasserstoff, der nicht gr\u00fcn ist, in der \u00f6ffentlichen Wahrnehmung trotzdem als klimafreundlich gilt, ist \u00fcbrigens das Ergebnis jahrelanger Lobbyarbeit der Gasindustrie.\u00a0Wird Heizen mit Biogas teurer als nur mit Erdgas?Behauptung: \u201eDas Heizen mit Biogas wird nicht teurer\u201c \u2013 Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am 25. Februar 2026 im Interview mit dem DeutschlandfunkFakt ist: Laut dem Institut der deutschen Wirtschaft (IW), einem privaten Forschungsinstitut, sowie dem Thinktank Wuppertal Institut (WI) gibt es aktuell nicht genug Biomethan, um die geplante Gr\u00fcngasquote zu erf\u00fcllen. Das bisher verf\u00fcgbare Biomethan wird au\u00dferdem in anderen Bereichen wie dem Verkehr oder der Chemiebranche gebraucht. F\u00fcr private Verbraucher steht es also bislang ohnehin nicht wirklich zur Verf\u00fcgung. Durch die steigende Nachfrage k\u00f6nnten die Kosten daf\u00fcr explodieren. Hinzu kommt, dass auch Erdgas in den n\u00e4chsten Jahren teurer wird, weil der CO2-Preis sowie die Netzentgelte steigen. So wird Heizen mit Gas auf jeden Fall teurer als bisher.\u00a0Einordnung: \u00a0Wie die Produktion von Biogas in ausreichendem Ma\u00dfe angekurbelt werden kann, ist mit viel Unklarheit verbunden. Weder ist klar, ob die deutsche Landwirtschaft ihre Kapazit\u00e4ten steigern k\u00f6nnte, noch ob ausreichend Biomethan importiert werden kann, wie es zum Beispiel der Lobbyverband \u201eDie Gas und Wasserstoffwirtschaft\u201c vorschl\u00e4gt. Veit B\u00fcrger vom \u00d6ko-Institut h\u00e4lt den Vorschlag deshalb f\u00fcr eine Strategie mit \u201ehohen Risiken\u201c.\u00a0Werden Mieterinnen und Mieter im Geb\u00e4udemodernisierunggesetz benachteiligt?Behauptung:\u00a0\u201eDer Schutz der Mieterinnen und Mieter ist ein zentraler, und deshalb haben wir ihn auch im Papier adressiert.\u201c \u2013 Matthias Miersch, Fraktionsvorsitzender der SPD, auf einer Pressekonferenz am 24. Februar 2026\u00a0\u201eWir wollen Mieterinnen und Mieter nicht schwierigen Situationen ausliefern.\u201c \u2013 Alexander Hoffmann, parlamentarischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der CSU, in einer Pressekonferenz am 24. Februar 2026\u00a0\u201eWir stellen sicher, dass Mieter nicht durch unwirtschaftliche Entscheidungen \u00fcberfordert werden \u2013 Klimaschutz muss sozial ausgewogen bleiben.\u201c \u2013 Hendrik Hoppenstedt, parlamentarischer Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der CDU, am 25. Februar 2026 auf InstagramFakt ist: Vermieterinnen und Vermieter k\u00f6nnen nach wie vor im Einbau g\u00fcnstige Gasheizungen einbauen. Mieterinnen und Mieter entscheiden \u00fcblicherweise nicht \u00fcber die Art ihrer Heizungsanlage. Sie m\u00fcssen die Energiekosten bezahlen, auch wenn \u00d6l- und Gaspreise steigen.\u00a0Einordnung: Martin Pehnt vom Institut f\u00fcr Energie- und Umweltforschung Heidelberg warnt vor einer sozialen Schieflage: \u201eOhne starke Anpassungen im Mietrecht, der F\u00f6rderung und der W\u00e4rmeregulierung droht eine Versch\u00e4rfung sozialer Ungleichgewichte.\u201c\u00a0Zu diesem Ergebnis kommt auch eine Studie der European Climate Foundation und der Caritas, die vorab von Table Briefings ver\u00f6ffentlicht wurde: Demnach k\u00f6nnten die neuen Regelungen soziale Ungleichheiten versch\u00e4rfen, statt sie auszugleichen. Denn w\u00e4hrend Haushalte mit niedrigen Einkommen f\u00fcr teures Heizen mit fossilen Energietr\u00e4gern immer mehr zahlen, h\u00e4tten wohlhabendere Haushalte die finanziellen M\u00f6glichkeiten, ihre Heizungen fr\u00fcher umzubauen \u2013 und m\u00fcssten dann nicht die steigenden Preise zahlen, wenn die Gr\u00fcngasquote greift.\u00a0Haben in den vergangenen Jahren weniger Hausbesitzer Heizungen gekauft?Behauptung:\u201eEs wurden in den vergangenen Jahren kaum neue Heizungen eingebaut\u201c \u2013 Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am 25. Februar 2026 im Interview mit dem DeutschlandfunkFakt ist: Laut dem Bundesverband der deutschen Heizungsindustrie erreichten die Absatzzahlen aller Heizungsarten im vergangenen Jahr den niedrigsten Stand seit 2010. Besonders stark war der R\u00fcckgang bei \u00d6l- und Gasheizungen, w\u00e4hrend W\u00e4rmepumpen im Vergleich zu 2024 deutlich zulegten. Vor Inkrafttreten der GEG-Novelle im Jahr 2024 stieg ihr Absatz laut dem Bundesverband W\u00e4rmepumpe zwei Jahre in Folge um jeweils \u00fcber 50\u202fProzent gegen\u00fcber dem jeweiligen Vorjahr. 2024 wurden dann 46\u202fProzent weniger W\u00e4rmepumpen verkauft. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr diesen R\u00fcckgang waren laut Malte Bei der Wieden vom Institut f\u00fcr angewandte \u00d6kologie die verz\u00f6gerte Umsetzung der F\u00f6rderprogramme, b\u00fcrokratische H\u00fcrden und Verunsicherung durch Falschmeldungen in der anhaltenden Debatte um \u201eHabecks Heizungsgesetz\u201c.\u00a02025 erholte sich der Markt wieder: Im Vergleich zum Vorjahr wurden wieder \u00fcber 50\u202fProzent mehr W\u00e4rmepumpen installiert \u2013 das waren knapp weniger als im Rekordjahr 2023.\u00a0Einordnung: Die Behauptung, es seien kaum neue Heizungen eingebaut worden, greift zu kurz. 2023 schnellten die Verk\u00e4ufe von \u00d6l- und Gasheizungen auf ein historisches Hoch, um die danach greifenden Regelungen der GEG-Novelle zu umgehen. Das ist ein Grund, weshalb die Zahl fossiler Heizungen danach sank, w\u00e4hrend der Markt f\u00fcr erneuerbare Heizsysteme stark wuchs \u2013 ein Hinweis darauf, dass der Umbau hin zu klimafreundlichen Heizungen l\u00e4ngst im Gang ist.Herrscht Planungssicherheit auf dem Heizungsmarkt?Behauptung: \u201eWir geben den Kommunen mit dem Geb\u00e4udemodernisierungsgesetz Planungssicherheit\u201c \u2013 Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) am 25. Februar 2026 im Interview mit dem Deutschlandfunk\u201eWir stellen f\u00fcr Verbraucherinnen und Verbraucher die Planungssicherheit sicher.\u201c \u2013 Matthias Miersch (SPD), Fraktionsvorsitzender der SPD, auf einer Pressekonferenz am 24. Februar 2026Fakt ist: Kommunen sind gesetzlich verpflichtet, eine sogenannte W\u00e4rmeplanung zu erstellen. Darin legen sie fest, wie Geb\u00e4ude in Zukunft beheizt werden sollen \u2013 etwa \u00fcber Fernw\u00e4rme, W\u00e4rmepumpen oder weiterhin \u00fcber Gasnetze. Diese Pl\u00e4ne sind die Grundlage f\u00fcr Investitionen von Stadtwerken, Unternehmen und Hauseigent\u00fcmern.Genau hier liegt das Problem: Lange war unklar, wie die neue Regierung das Geb\u00e4udeenergiegesetz ver\u00e4ndern will. Das hat in der\u00a0 Heizungsbranche sowie bei Hausbesitzern und Kommunen f\u00fcr Verunsicherung gesorgt.Nun soll die 65-Prozent-Regel fallen \u2013 also ein zentraler Baustein des bisherigen Gesetzes. Bis die Neuregelung verabschiedet ist, k\u00f6nnen Monate vergehen. Kommunen mit mehr als 100.000 Einwohnern m\u00fcssen ihre W\u00e4rmeplanung allerdings bis zum 30. Juni 2026 vorlegen. Ob zu diesem Zeitpunkt bereits neue Regeln gelten oder noch die alten Vorgaben greifen, ist offen. Auch Details zu F\u00f6rdermitteln und konkreten Bedingungen fehlen bislang.Einordnung: Ein D\u00e9j\u00e0-vu der Ampel-Jahre droht: Gesetz verabschieden und F\u00f6rderdetails erst sp\u00e4ter festlegen. Hausbesitzer k\u00f6nnten deshalb Modernisierungen ihrer Heizungen aufschieben, auch Kommunen, Stadtwerke und Investoren bleiben in Unsicherheit.\u00a0Redaktion und Faktencheck: Ulrich Kraetzer und Marius M\u00fcnstermannZur Quelle wechselnAuthor: Elena Kolb"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Heizungsreform 2026: Regierungsaussagen im Check","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/heizungsreform-2026-regierungsaussagen-im-check\/#breadcrumbitem"}]}]