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Ich bin ein Optimist

Heute hat mich echt jemand zum Nachdenken gebracht...Er kritisierte, dass die Politik nicht ausschließlich die Probleme und negativen Dinge aufnimmt, bzw. behandelt.Er fragte mich, wie ich es wagen könne, in Köln auch immer wieder auf positive Dinge hin zu weisen.Da wo was nicht in Ordnung ist, sei es die Aufgabe der Politik das auch schonungslos zu benennen.

Weiß nicht, ob es gesundheitlich fördernd ist, diesem Wunsch konsequent nach zu kommen.

Bei der Einladung zum 100 jährigen Chrojubiläum weise ich in meiner Laudatio dann drauf hin, dass die Mitglieder ja schon so alt sind, dass der Chor wohl keine Zukunft mehr habe... außerdem würden viele Töne gar nicht getroffen.

Bei der Aufstiegsfeier der ersten Mannschaft des Sportvereins weise ich natürlich hauptsächlich auf das schlechte Abschneiden der Jugendmannschaft hin.

Bei jedem Neugeborenen wäre es sicher meine Pflicht zu fragen, wie die Familie den Zuwachs denn überhaupt ernähren will-und vor allem, warum man in diese Welt noch ein Kind setzt.

Beim Mieterfest prangere ich dann alles an, was nicht genau den Vorschriften entspricht.

Jeden Bürgerbrief schicke ich erst mal rechtschreibkorrigiert zurück.

Bei der Abifeier wird der Hauptschwerpunkt der Rede dann darauf liegen, dass diese Schule ja nur auf Platz 9 aller Kölner Gymnasien liegt.

Beim Kleingartenjubiläum bringe ich dann die aktuelle Schadstoffkarte mit und frage, ob das Essen, welches kredenzt wird etwa von den Kleingärtnern selbst geerntet ist.

Klar muss man alles ansprechen, was nicht funktioniert... Nur ich denke, es gibt Situationen, wo man sich auch mal über einen noch so kleinen Erfolg freuen muss.Man muss auch Hoffnung geben, dass etwas funktionieren kann, auch wenn es aktuell nicht so aussieht.

Wie sagte schon mein Uropa: Der Pessimist ist der einzige Mist auf dem nichts wächst.

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