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Initiative für mehr Sicherheit: Mennweg in Fühlingen soll Tempo-30-Zone werden

Köln-Fühlingen/Chorweiler. Am Mennweg in Fühlingen soll künftig Tempo 30 gelten. Die Bezirksvertretung Chorweiler hat in ihrer jüngsten Sitzung einen entsprechenden Antrag beschlossen. Ziel ist es, den Verkehr im Bereich zwischen dem Kreisverkehr an der Industriestraße und dem Beginn des Hitdorfer Fährwegs zu beruhigen und insbesondere Kinder, Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende besser zu schützen.

Die Initiative für die Verkehrsberuhigung ging maßgeblich aus den Reihen der Grünen hervor. Offiziell eingebracht wurde der Antrag gemeinsam von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen sowie dem FDP-Vertreter Lucas Hahn und der SPD-Fraktion. Der Vorstoß fand in der Bezirksvertretung breite Unterstützung.

Der betroffene Abschnitt des Mennwegs ist verkehrlich sensibel. Während große Teile der Straße eher wie ein befestigter Feldweg wirken und nur wenig befahren werden, nimmt das Verkehrsaufkommen im südöstlichen Bereich deutlich zu. Dort trifft der Mennweg auf den Hitdorfer Fährweg, der zur Fähre zwischen Köln-Langel und Leverkusen-Hitdorf führt. Hinzu kommt der Verkehr von der Industriestraße aus Richtung Niehl.

Gerade an der Einfahrt vom Kreisverkehr aus wird die Situation von Bezirkspolitikern als problematisch eingeschätzt. Die Ausfahrt ist eng, der Straßenverlauf kurvig, die Sicht eingeschränkt. Mehrere Grundstücksausfahrten und die nahe Wohnbebauung verschärfen die Lage zusätzlich. In dem Bereich leben auch schulpflichtige Kinder, für die der Mennweg Teil des täglichen Schulwegs ist.

Julian Meyer von der SPD begründete den Antrag in der Sitzung mit wiederkehrenden gefährlichen Situationen. Besonders Kinder seien im Straßenverkehr schutzbedürftig, weil sie Gefahren oft anders einschätzen und unvorhersehbar reagieren. Eine Tempo-30-Zone könne das Unfallrisiko deutlich senken.

Auch die Grünen machten deutlich, dass es ihnen nicht nur um eine formale Geschwindigkeitsreduzierung geht, sondern um spürbar mehr Sicherheit im Alltag. Eike Danke von den Grünen wies zudem darauf hin, dass der Mennweg auch auf der Route eines Schulbusses liegt. Nach ihrer Einschätzung sollte geprüft werden, ob zusätzlich auf den Schulbusverkehr hingewiesen werden kann. Ein entsprechendes Hinweisschild war allerdings noch nicht Bestandteil des nun beschlossenen Antrags.

Beschlossen wurde der Antrag mehrheitlich mit den Stimmen von SPD, Grünen, CDU sowie den Einzelvertretern von FDP, Linke und BSW. Damit ist die Verwaltung nun aufgefordert, die Einrichtung der Tempo-30-Zone auf dem genannten Abschnitt des Mennwegs zu prüfen beziehungsweise umzusetzen.

Politisch bemerkenswert ist der Auftritt Julian Meyers auch aus einem anderen Grund. Meyer war erst vor wenigen Tagen als Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung Chorweiler abgelöst worden. Nach rund sechs Monaten an der Spitze der Fraktion übernahm Inan Gökpinar wieder den Fraktionsvorsitz. Über die internen Gründe des Führungswechsels wird in politischen Kreisen weiterhin spekuliert. Hierbei fällt oft das Wort “Arbeitsverweigerung”. Öffentlich bestätigt ist dazu jedoch nichts. Gerade deshalb wäre eine transparente Erklärung der SPD-Fraktion im Sinne der Bürgerinnen und Bürger wünschenswert. Die Homepage der SPD im Kölner Norden ist dazu seit Monaten disfunktional und wird nicht gepflegt. 

Für die Menschen am Mennweg dürfte jedoch vor allem entscheidend sein, ob der Beschluss nun schnell Wirkung zeigt. Wenn Tempo 30 kommt, wäre das ein konkreter Schritt zu mehr Sicherheit in einem Bereich, der bislang offenbar zu wenig auf die Bedürfnisse von Kindern, Schulwegen und Anwohnerinnen und Anwohnern ausgerichtet ist.

 

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