[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/irrefuehrung-bei-nachhaltigen-fonds-150-milliarden-euro-unter-falschem-etikett\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/irrefuehrung-bei-nachhaltigen-fonds-150-milliarden-euro-unter-falschem-etikett\/","headline":"Irref\u00fchrung bei nachhaltigen Fonds: 150 Milliarden Euro unter falschem Etikett","name":"Irref\u00fchrung bei nachhaltigen Fonds: 150 Milliarden Euro unter falschem Etikett","description":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechseln Fondsanbieter in Deutschland haben mindestens 150 Milliarden Euro in \u201enachhaltige\u201c Fonds und ETFs investiert, die jetzt Begriffe wie \u201eKlima\u201c oder \u201egr\u00fcn\u201c aus ihren Namen streichen m\u00fcssen \u2013 weil deren Nachhaltigkeitsversprechen nach einer neuen Leitlinie der Europ\u00e4ischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbeh\u00f6rde (ESMA) entweder&#8230;","datePublished":"2025-05-15","dateModified":"2025-05-15","author":{"@type":"Person","@id":"##Person","name":"Correctiv.org","url":"#","identifier":15,"image":{"@type":"ImageObject","@id":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/51a6c0962ec4a7a9fff8508f3b6a21069f40fbb9a1ee7294cca7a040ced87b6c?s=96&d=monsterid&r=g","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/51a6c0962ec4a7a9fff8508f3b6a21069f40fbb9a1ee7294cca7a040ced87b6c?s=96&d=monsterid&r=g","height":96,"width":96}},"publisher":{"@type":"Person","name":"Dirk Bachhausen","image":{"@type":"ImageObject","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/dirk_profil-300x300.jpg","url":"https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/uploads\/2019\/07\/dirk_profil-300x300.jpg","width":600,"height":60}},"image":{"@type":"ImageObject","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Zeitungsleser.webp","url":"https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/uploads\/2023\/09\/Zeitungsleser.webp","height":534,"width":800},"url":"https:\/\/www.bachhausen.de\/irrefuehrung-bei-nachhaltigen-fonds-150-milliarden-euro-unter-falschem-etikett\/","about":["Politik"],"wordCount":1781,"keywords":["etikett","falschem","fonds","irrefuhrung","milliarden","nachhaltigen","unter"],"articleBody":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechselnFondsanbieter in Deutschland haben mindestens 150 Milliarden Euro in \u201enachhaltige\u201c Fonds und ETFs investiert, die jetzt Begriffe wie \u201eKlima\u201c oder \u201egr\u00fcn\u201c aus ihren Namen streichen m\u00fcssen \u2013 weil deren Nachhaltigkeitsversprechen nach einer neuen Leitlinie der Europ\u00e4ischen Wertpapier- und Marktaufsichtsbeh\u00f6rde (ESMA) entweder irref\u00fchrend oder nicht eindeutig genug sind. Das zeigt eine gemeinsame Recherche von CORRECTIV und Finanztip. Wie genau das aussieht, verdeutlichen diese drei Beispiele:\u00a0Erste Fonds haben Nachhaltigkeitsbegriffe bereits komplett gestrichen oder abgeschw\u00e4cht.Grundlage der Auswertung sind Abfragen zu aktiven Fonds bei zehn der gr\u00f6\u00dften Fondsgesellschaften in Deutschland, die das meiste Geld f\u00fcr private Anleger verwalten und eine Auswertung von B\u00f6rsendaten zu ETFs. Insgesamt liegen CORRECTIV und Finanztip 281 Fonds und ETFs vor, die Nachhaltigkeitsbegriffe entweder komplett gestrichen oder abgeschw\u00e4cht haben.\u00a0F\u00fcr Anleger, die ihr Geld bereits nachhaltig anlegen, hei\u00dft das: Sie erhalten nun mehr Klarheit dar\u00fcber, ob ihr Fonds oder ETF tats\u00e4chlich so \u201egr\u00fcn\u201c ist, wie es der Name suggeriert \u2013 oder nicht.\u00a0Hintergrund der Umbenennungen sind neue EU-Leitlinien, die im vergangenen Jahr in Kraft getreten sind und f\u00fcr bereits bestehende Fonds und ETFs bis zum 21. Mai umgesetzt werden m\u00fcssen. Die Kommission sieht nun strengere Auflagen f\u00fcr Fonds und ETFs vor, die sich als nachhaltig bezeichnen wollen. Gerade wenn diese Begriffe wie \u201eNachhaltigkeit\u201c oder \u201eKlima\u201c im Namen tragen.Methodik der AuswertungGrundlage der Auswertung sind Abfragen zur Umsetzung der neuen Leitlinien bei der Allianz, Deka, Union Investment, Hansainvest, Black Rock, DWS, Universal Investment, Amundi, Flossbach von Storch und Franklin Templeton. Bis Redaktionsschluss lagen nur Fonds-Daten der Allianz, Deka, Union Investment und Black Rock vor. Die Berechnung der Fondsvolumen bezieht sich auf Daten von Urgewald und Facing Finance (Stand August 2024).F\u00fcr die Auswertung der ETFs wurden die ETFs ber\u00fccksichtigt, die am 30. November 2024 an der B\u00f6rse Xetra gelistet waren und Nachhaltigkeitsbegriffe im Namen trugen \u2013 so wie es die ESMA-Verordnung beschreibt. Am 7. Mai wurde gepr\u00fcft, welche dieser ETFs umbenannt wurden. Die Berechnung der Fondsvolumen bezieht sich auf Daten von Xetra (Stand M\u00e4rz 2025).EU will Anleger vor \u00fcbertriebenen Nachhaltigkeitsaussagen sch\u00fctzenSo m\u00fcssen nachhaltige Fonds und ETFs k\u00fcnftig mindestens 80 Prozent ihres Kapitals in Wertpapiere investieren, die \u00f6kologische oder soziale Kriterien ber\u00fccksichtigen oder nachhaltige Ziele \u2013 zum Beispiel die Reduktion von CO2 Emissionen \u2013 verfolgen. Investitionen in fossile Energieunternehmen wie Shell oder Total, die einen Gro\u00dfteil ihrer Ums\u00e4tze mit \u00d6l, Gas oder Kohle machen, werden erschwert oder komplett verboten. \u201eZiel der Leitlinien ist es, sicherzustellen, dass Anleger vor unbegr\u00fcndeten oder \u00fcbertriebenen Nachhaltigkeitsaussagen in Fondsnamen gesch\u00fctzt werden\u201c, so die ESMA in einer Erkl\u00e4rung dazu.Konkret hei\u00dft das: Um die neuen Auflagen zu erf\u00fcllen, m\u00fcssen Fondsanbieter entweder ihre Investitionen anpassen \u2013 und fossile Kapitalanlagen verkaufen \u2013 oder sie streichen die Umweltbegriffe aus den Fondstiteln. Europaweit k\u00f6nnten laut der US-amerikanischen Ratingagentur Morningstar etwa 1.600 Fonds und ETF sowie Investitionen im Wert von 40 Milliarden Dollar von den neuen Richtlinien betroffen sein.\u00a0F\u00fcr Anleger bedeutet das: Sie k\u00f6nnen jetzt besser erkennen, wie ernst es ein Fondsanbieter mit dem Thema Nachhaltigkeit meint \u2013 ob er tats\u00e4chlich problematische Anlagen verkauft oder nur den Fondsnamen \u00e4ndert. Bei ETFs wird nun deutlicher, welche Nachhaltigkeitskriterien der zugrunde liegende Index erf\u00fcllt.Die neuen Leitlinien f\u00fcr Fondsanbieter seien grunds\u00e4tzlich begr\u00fc\u00dfenswert, sagt Anna Martin, die im europ\u00e4ischen Verbraucherverband (BEUC) f\u00fcr Finanz-Dienstleistungen zust\u00e4ndig ist, gegen\u00fcber CORRECTIV und Finanztip: \u201eHier wird die Kluft zwischen dem Nachhaltigkeitsversprechen eines Fonds und der Realit\u00e4t seiner Inhalte zumindest verringert\u201c. Das sei auch dringend n\u00f6tig: \u201eWenn Fonds Sustainable hei\u00dfen, aber weiterhin in Kohle, Gas und \u00d6l investieren oder nur 15 Prozent des Portfolios tats\u00e4chlich nachhaltig angelegt sind, dann ist das aktive Verbrauchert\u00e4uschung.\u201cDass nicht \u00fcberall Nachhaltigkeit drin steckt, wo es drauf steht, zeigt auch eine Studie der Ratingagentur Morningstar: So legt nur etwa die H\u00e4lfte der europ\u00e4ischen Fonds, die das Wort \u201enachhaltig\u201c im Titel tragen, mehr als 40 Prozent des Kapitals auch nachhaltig an.Wie weit Realit\u00e4t und Nachhaltigkeitsversprechen in manchen F\u00e4llen auseinandergehen, zeigt auch ein Blick in die Portfolios der Fonds, die CORRECTIV und Finanztip vorliegen. Grundlage der Auswertung sind Daten der Organisationen Urgewald und Facing Finance (Stand August 2024).\u00a0Aus diesen Fonds ist das Wort \u201enachhaltig\u201c verschwundenSo finden sich im Portfolio des \u201eBlackRock Systematic ESG World Equity\u201c \u2013 ESG steht auf Deutsch f\u00fcr Umwelt, Soziales und Unternehmensf\u00fchrung \u2013 einige der gr\u00f6\u00dften CO2-Emittenten weltweit: die US-amerikanischen Energiekonzerne Shell und Exxon Mobil sowie das norwegische Unternehmen Equinor. Weiter finden sich dort Unternehmen, die ihr Geld mit Kohle machen. Insgesamt investiert der Fonds \u00fcber 75 Millionen Euro in fossile Unternehmen. Trotzdem ist der Fonds nach der EU-Offenlegungsverordnung (SFDR) als \u201enachhaltig\u201c klassifiziert. Aufgrund der neuen Leitlinien hat Black Rock das ESG jetzt aus dem Fondsnamen gestrichen.Was ist die EU-Offenlegungsverordnung (SFDR)?Die EU-Offenlegungsverordnung (Sustainable Finance Disclosure Regulation, kurz SFDR) ist eine Verordnung der Europ\u00e4ischen Union, trat 2021 in Kraft und ist Teil der \u201eSustainable Finance\u201c Initiative der Europ\u00e4ischen Kommission.Die Verordnung verpflichtet Finanzmarktteilnehmer wie Fondsanbieter oder Versicherungsunternehmen, nachhaltigkeitsbezogene Informationen offenzulegen. Das Ziel: mehr Transparenz f\u00fcr Verbraucherinnen und Verbraucher sowie die F\u00f6rderung einer nachhaltigen Wirtschaft.Nach der SFDR werden Fonds in drei Kategorien eingeteilt:Artikel 6 Fonds: Fonds ohne Ber\u00fccksichtigung von NachhaltigkeitskriterienArtikel 8 Fonds: Fonds, die \u00f6kologische und soziale Merkmale bewerben, oft als hellgr\u00fcn bezeichnetArtikel 9 Fonds: Fonds, die ein explizites Nachhaltigkeitsziel verfolgen, oft als dunkelgr\u00fcn bezeichnetEine gro\u00dfe Kritik an der bestehenden SFDR ist die fehlende Definition von nachhaltigen Investitionen und eine gro\u00dfe Bandbreite an Auslegungen seitens der Fondsmanager.Ein weiteres Beispiel: Ein Fonds der Deka Bank, dem Fondsanbieter der Sparkassen. Der \u201eDeka-Nachhaltigkeit Kommunal CF\u201c investiert zwar nicht in Kohle, daf\u00fcr aber rund 20 Millionen Euro in \u00d6l und Gas. \u00dcber 8 Millionen Euro davon in den Energieriesen Total Energies. Seine Einnahmen generiert der Konzern laut einer Studie der Organisation Urgewald fast ausschlie\u00dflich aus Aktivit\u00e4ten mit fossilen Energien und treibt weltweit den Ausbau von \u00d6l- und Gasfeldern voran. Auch aus dem Titel des Deka-Fonds ist das Wort \u201enachhaltig\u201c mittlerweile verschwunden.Klimabewusste Anleger werden in die Irre gef\u00fchrtWie massiv als \u201enachhaltig\u201c klassifizierte Fonds in \u00d6l, Gas und Kohle investieren, zeigt auch eine umfangreiche . Demnach investieren mehr als 4.700 europ\u00e4ische ESG Fonds 123 Milliarden Euro in Wertpapiere von Unternehmen, \u201edie fossile Expansionsprojekte vorantreiben oder aber keinen glaubhaften und Paris-konformen Ausstiegsplan aus Kohle vorgelegt haben.\u201cEs sei erschreckend, \u201ewie viele Fonds f\u00fcr ihre Performance sogar die Expansionsprojekte gro\u00dfer \u00d6l- und Gaskonzerne in Kauf nehmen\u201c, sagt Julia Dubslaff, Finanz-Analystin bei Urgewald, gegen\u00fcber CORRECTIV und Finanztip. Klimabewusste Anleger w\u00fcrden so in die Irre gef\u00fchrt: \u201eSolche fossilen Unternehmen versto\u00dfen massiv gegen den Nachhaltigkeitsgedanken und haben eigentlich in keinem Fonds etwas verloren. Aber schon gar nicht in solchen Fonds, die den Verbrauchern, auf welche Weise auch immer, suggerieren, einen Nachhaltigkeitsanspruch zu haben.\u201c Bisher war das auch aufgrund der laxen EU-Regeln m\u00f6glich.Irref\u00fchrende Nachhaltigkeitsversprechen: Verantwortlich sind nicht nur Fondsanbieter, sondern auch die EU-PolitikAnbieter von Fonds und ETFs konnten ihre Nachhaltigkeitsversprechen so gro\u00dfz\u00fcgig auslegen, sagt Ulrike Lohr, wissenschaftliche Mitarbeiterin am S\u00fcdwind-Institut f\u00fcr \u00d6konomie und \u00d6kumene, weil die EU-Offenlegungsverordnung bisher nicht klar genug definiert, was genau eine \u201enachhaltige Investition\u201c zu erf\u00fcllen habe. \u201eDa haben Fondsanbieter bisher zu viel Spielraum. Es gibt Nachhaltigkeitsfonds, die in \u00d6l- und Gasmultis investieren oder die Unternehmen im Portfolio haben, die grundlegende Arbeitsrechte verletzen oder sogar Kinder- oder Zwangsarbeit bei Zulieferern ignorieren.\u201cWeiter seien die bestehenden EU-Vorgaben f\u00fcr nachhaltige Investitionen nicht genug aufeinander abgestimmt: \u201eManche Regulierungen sind sehr streng, andere wie die EU-Offenlegungsverordnung dagegen sehr weit auslegbar \u2013 zum Nachteil von Verbrauchern. F\u00fcr Laien ist mit den derzeitigen EU-Regeln nicht erkennbar, ob ein Fonds \u201edunkelgr\u00fcn\u201c oder \u201ehellgr\u00fcn\u201c ist.\u201cBegriff der Nachhaltigkeit bleibt vermutlich auch k\u00fcnftig vageGeht es nach der EU-Kommission, soll sich das \u00e4ndern. Bis zum Jahresende soll die EU-Offenlegungsverordnung reformiert werden. F\u00fcr mehr Transparenz, \u00dcbersicht und bessere Abstimmung zwischen den verschiedenen EU-Regularien.\u00a0Ob das klappt, ist allerdings fraglich. Zwar will die EU-Kommission klare Regeln f\u00fcr nachhaltige Fonds aufsetzen, doch der Begriff der Nachhaltigkeit wird vermutlich auch k\u00fcnftig vage und umstritten bleiben: Mehrere Fondsgesellschaften haben bereits angek\u00fcndigt, ihre nachhaltigen Fonds k\u00fcnftig f\u00fcr bestimmte R\u00fcstungsunternehmen zu \u00f6ffnen. Darunter Allianz Global Investors und DWS.\u00a0Ulrike Lohr begr\u00fcndet diesen Schritt vor allem mit Renditeerwartungen. Nachhaltige Fonds h\u00e4tten fr\u00fcher meist genauso gut oder sogar besser abgeschnitten als konventionelle \u2013 bis zum Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine. \u201eDann sind die R\u00fcstungsunternehmen und Gaskonzerne hochgeschossen. Nachhaltigkeitsfonds, die das ausgeschlossen haben, haben daran nicht mitverdient.\u201c Inzwischen habe sich das allerdings wieder angeglichen. \u201eAber die alte Geschichte, dass nachhaltige Fonds im Schnitt schlechter abschneiden, weil sie ihr Universum einschr\u00e4nken, geht wieder um.\u201cNachhaltige Fonds, die neben fossilen Unternehmen nun auch Waffen aufnehmen wollen, was sich in Europa langsam entwickelt, spitzt sich in den USA schon seit l\u00e4ngerem zu. Dort tobt bereits ein regelrechter Kampf um das Thema Nachhaltigkeit.\u00a0\u201eEuropa muss sich nun entscheiden\u201c, sagt Ulrike Lohr. Entweder setze man auf Krieg und eine Politik wie in den USA, die Nachhaltigkeit zum Feindbild mache \u2013 oder man f\u00f6rdere eine Wirtschaft, die tats\u00e4chlich nachhaltig sei.Ihr Fonds ist weniger nachhaltig als angenommen? Das k\u00f6nnen Sie jetzt tun:Wer einen Fonds oder ETF im Depot hat, der aufgrund der neuen Verordnung umbenannt wurde, sollte sich die Anlagebedingungen des Fonds genau anschauen, r\u00e4t Timo Halbe, Experte f\u00fcr Geldanlage bei Finanztip. Genauso sei ein Blick auf die Nachhaltigkeitskriterien sinnvoll, die f\u00fcr den gestrichenen Begriff eingehalten werden m\u00fcssten und die der Fonds somit nicht erf\u00fcllt.\u201eEntsprechen die Kriterien des Fonds nicht den eigenen Erwartungen an Nachhaltigkeit, bleibt Anlegern nur die M\u00f6glichkeit, die Anteile zu verkaufen. Haben Sie damit Gewinne erzielt, m\u00fcssen Anleger darauf in der Regel Steuern zahlen\u201c, sagt Halbe. Eine Alternative sei es, in den Fonds investiert zu bleiben und ab sofort Investitionen \u2013 zum Beispiel eines Sparplans \u2013 in einen passenden Fonds zu stecken. \u201eDamit investiert man wenigstens k\u00fcnftig in eine Anlage, die den eigenen Vorstellungen an Nachhaltigkeit entspricht.\u201c Zuletzt hat Finanztip im April 2025 \u00fcber 2.300 ETFs untersucht und sich dabei die genauen Anlagebedingungen f\u00fcr die Verbraucher angeschaut.Eine weitere Hilfe f\u00fcr Anleger kann die Webseite Faire Fonds sein. Dort kann das gesamte Portfolio eines Fonds abgerufen werden. So k\u00f6nnen Anleger \u00fcberpr\u00fcfen, ob ihre Fonds tats\u00e4chlich nachhaltig sind oder m\u00f6glicherweise in Branchen wie fossile Energien, R\u00fcstung oder Unternehmen mit Menschenrechtsverletzungen investieren.Redigatur: Elena Kolb und Justus von DanielsFaktencheck: Elena KolbDesign: Mohamed Anwar und Ivo MayrKommunikation: Esther EckeZur Quelle wechselnAuthor: Gesa Steeger"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Irref\u00fchrung bei nachhaltigen Fonds: 150 Milliarden Euro unter falschem Etikett","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/irrefuehrung-bei-nachhaltigen-fonds-150-milliarden-euro-unter-falschem-etikett\/#breadcrumbitem"}]}]