[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"Article","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/koeln-und-duesseldorf-gehen-den-richtigen-weg\/#Article","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/koeln-und-duesseldorf-gehen-den-richtigen-weg\/","headline":"K\u00f6ln und D\u00fcsseldorf gehen den richtigen Weg","name":"K\u00f6ln und D\u00fcsseldorf gehen den richtigen Weg","description":"5 min gesch\u00e4tzte LesedauerDer Vorsto\u00df zur Tolerierung von Mikrohandel in betreuten Drogenhilfeeinrichtungen ist mutig, richtig und l\u00e4ngst \u00fcberf\u00e4llig. 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Wer Drogenpolitik ernst nimmt, darf nicht l\u00e4nger so tun, als lie\u00dfe sich Sucht mit Wegschauen, Verdr\u00e4ngung und Strafverfolgung l\u00f6sen.K\u00f6ln und D\u00fcsseldorf wollen beim Umgang mit offenen Drogenszenen neue Wege gehen. Die beiden St\u00e4dte sprechen sich daf\u00fcr aus, den sogenannten Mikrohandel mit harten Drogen in medizinisch und sozial betreuten Einrichtungen zu tolerieren \u2013 also den Verkauf oder Tausch kleinster Mengen unter schwer suchtkranken Menschen. Das klingt f\u00fcr manche zun\u00e4chst provokant. Tats\u00e4chlich ist es aber vor allem eines: realistisch.Denn die bisherige Strategie ist gescheitert. Wer offene Drogenszenen nur mit Polizeidruck beantwortet, verlagert das Problem von einem Platz zum n\u00e4chsten. Der Neumarkt wird ger\u00e4umt, die Szene wandert weiter. Am Ende ist niemandem geholfen: nicht den Anwohnerinnen und Anwohnern, nicht der Polizei, nicht der Justiz und erst recht nicht den suchtkranken Menschen, die dringend Hilfe brauchen.Der Vorsto\u00df aus K\u00f6ln und D\u00fcsseldorf ist deshalb ein guter und richtiger Schritt. Er erkennt an, dass Sucht keine moralische Verfehlung ist, sondern ein gesundheitliches und soziales Problem. Wer abh\u00e4ngig ist, braucht Zugang zu Hilfe, Beratung, medizinischer Versorgung und stabilen Strukturen. Genau das gelingt aber nur, wenn Betroffene \u00fcberhaupt in die Hilfesysteme kommen. Wer sie kriminalisiert und vertreibt, verliert sie.Das Vorbild Z\u00fcrich zeigt seit Jahren, dass eine pragmatische Drogenpolitik funktionieren kann. Dort beruht die Strategie nicht auf Naivit\u00e4t, sondern auf einer klaren Kombination aus Pr\u00e4vention, Therapie, Schadensminderung und Regulierung. Organisierte Kriminalit\u00e4t wird bek\u00e4mpft, aber schwer suchtkranke Menschen werden nicht aus dem \u00f6ffentlichen Raum gejagt, sondern in Hilfestrukturen eingebunden. Die Stadt Z\u00fcrich beschreibt ihre Drogenpolitik ausdr\u00fccklich als pragmatisch und integrativ; Ziel ist die Minimierung negativer Folgen f\u00fcr Gesellschaft und Betroffene. .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0 , .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0 .postImageUrl , .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0 .centered-text-area { min-height: 80px; position: relative; } .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0 , .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0:hover , .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0:visited , .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0:active { border:0!important; } .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0 .clearfix:after { content: \"\"; display: table; clear: both; } .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0 { display: block; transition: background-color 250ms; webkit-transition: background-color 250ms; width: 100%; opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -moz-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -o-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -webkit-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); } .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0:active , .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0:hover { opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; } .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0 .centered-text-area { width: 100%; position: relative; } .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0 .ctaText { border-bottom: 0 solid #fff; color: #000000; font-size: 16px; font-weight: bold; margin: 0; padding: 0; text-decoration: underline; } .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0 .postTitle { color: #FFFFFF; font-size: 16px; font-weight: 600; margin: 0; padding: 0; width: 100%; } .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0 .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; color: #000000; border: none; border-radius: 3px; box-shadow: none; font-size: 14px; font-weight: bold; line-height: 26px; moz-border-radius: 3px; text-align: center; text-decoration: none; text-shadow: none; width: 80px; min-height: 80px; background: url(https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/plugins\/intelly-related-posts\/assets\/images\/simple-arrow.png)no-repeat; position: absolute; right: 0; top: 0; } .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0:hover .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; } .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0 .centered-text { display: table; height: 80px; padding-left: 18px; top: 0; } .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0 .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0-content { display: table-cell; margin: 0; padding: 0; padding-right: 108px; position: relative; vertical-align: middle; width: 100%; } .u3b26b7e1ddd84bae5a10acc94ea47bb0:after { content: \"\"; display: block; clear: both; } Auch interessant:&nbsp; Populismus w\u00e4chst dort, wo demokratische Politik sich selbst kleinmachtGenau diese Ehrlichkeit brauchen wir auch in Deutschland. Nat\u00fcrlich darf der Staat den illegalen Drogenhandel nicht einfach akzeptieren. Nat\u00fcrlich m\u00fcssen organisierte Strukturen, Gewalt, Ausbeutung und kriminelle Netzwerke konsequent verfolgt werden. Aber der Mikrohandel unter schwerstabh\u00e4ngigen Menschen in betreuten R\u00e4umen ist nicht dasselbe wie organisierter Drogenhandel auf offener Stra\u00dfe. Wer beides gleichbehandelt, macht Politik an der Lebenswirklichkeit vorbei.Die Legalisierung von Cannabis hat bereits gezeigt, dass Entkriminalisierung wirken kann. Sie hat nicht alle Probleme gel\u00f6st, und sie war auch nicht frei von Umsetzungsproblemen. Aber sie hat einen wichtigen Grundsatz best\u00e4tigt: Es ist falsch, Konsumentinnen und Konsumenten pauschal mit dem Strafrecht zu verfolgen. Das Bundesgesundheitsministerium beschreibt das Cannabisgesetz als Legalisierung des privaten Eigenanbaus und des gemeinschaftlichen nicht-gewerblichen Eigenanbaus f\u00fcr Erwachsene. Die ersten Evaluationsergebnisse zeigen zudem, dass die Polizei im Jahr 2024 bei Cannabisdelikten \u00fcber 100.000 F\u00e4lle weniger verzeichnete als im Vorjahr; zugleich mahnen die Forschenden an, dass f\u00fcr abschlie\u00dfende Bewertungen noch weitere Daten n\u00f6tig sind.Das ist genau der Punkt: Entkriminalisierung entlastet nicht automatisch \u00fcber Nacht jedes System. Aber sie verschiebt den Fokus. Weg von der sinnlosen Verfolgung konsumbezogener Bagatelldelikte, hin zu Gesundheitsschutz, Pr\u00e4vention, Beratung und der Bek\u00e4mpfung wirklich gef\u00e4hrlicher krimineller Strukturen. Davon profitieren das Sozialsystem, das Justizsystem und die Gesellschaft insgesamt.K\u00f6ln und D\u00fcsseldorf gehen nun gemeinsam mutig voran. Das verdient Unterst\u00fctzung. Beide St\u00e4dte wissen, dass die Lage in den offenen Drogenszenen nicht besser wird, wenn man die Realit\u00e4t leugnet. Crack, Kokain, Heroin und synthetische Drogen verschwinden nicht, weil Politik sie nicht sehen will. Die entscheidende Frage ist deshalb nicht, ob uns diese Realit\u00e4t gef\u00e4llt. Die entscheidende Frage ist, ob wir endlich bereit sind, vern\u00fcnftig mit ihr umzugehen. .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506 , .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506 .postImageUrl , .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506 .centered-text-area { min-height: 80px; position: relative; } .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506 , .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506:hover , .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506:visited , .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506:active { border:0!important; } .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506 .clearfix:after { content: \"\"; display: table; clear: both; } .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506 { display: block; transition: background-color 250ms; webkit-transition: background-color 250ms; width: 100%; opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -moz-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -o-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -webkit-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); } .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506:active , .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506:hover { opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; } .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506 .centered-text-area { width: 100%; position: relative; } .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506 .ctaText { border-bottom: 0 solid #fff; color: #000000; font-size: 16px; font-weight: bold; margin: 0; padding: 0; text-decoration: underline; } .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506 .postTitle { color: #FFFFFF; font-size: 16px; font-weight: 600; margin: 0; padding: 0; width: 100%; } .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506 .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; color: #000000; border: none; border-radius: 3px; box-shadow: none; font-size: 14px; font-weight: bold; line-height: 26px; moz-border-radius: 3px; text-align: center; text-decoration: none; text-shadow: none; width: 80px; min-height: 80px; background: url(https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/plugins\/intelly-related-posts\/assets\/images\/simple-arrow.png)no-repeat; position: absolute; right: 0; top: 0; } .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506:hover .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; } .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506 .centered-text { display: table; height: 80px; padding-left: 18px; top: 0; } .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506 .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506-content { display: table-cell; margin: 0; padding: 0; padding-right: 108px; position: relative; vertical-align: middle; width: 100%; } .ue56132fa202defa72ae8745e1001e506:after { content: \"\"; display: block; clear: both; } Auch interessant:&nbsp; Neues Quartier geplant: Mehr Wohnraum und eine Kita f\u00fcr K\u00f6ln-MerkenichDer geplante Umgang mit Mikrohandel in betreuten Einrichtungen ist kein Freifahrtschein f\u00fcr Drogen. Er ist ein Instrument, um Menschen aus unkontrollierten Szenen herauszuholen. Er schafft Kontaktpunkte, an denen Sozialarbeit, medizinische Hilfe, Beratung und Ausstiegsperspektiven \u00fcberhaupt erst greifen k\u00f6nnen. Wer das ablehnt, muss erkl\u00e4ren, welche Alternative er anbietet \u2013 und warum die bisherigen Antworten offenkundig nicht ausgereicht haben.Nordrhein-Westfalen und der Bund sollten diesen Vorsto\u00df deshalb nicht ausbremsen, sondern rechtlich erm\u00f6glichen. Es braucht klare Regeln, eng begrenzte Modellprojekte, wissenschaftliche Begleitung und eine deutliche Trennung zwischen toleriertem Mikrohandel unter Schwerstabh\u00e4ngigen in betreuten Einrichtungen und konsequenter Strafverfolgung organisierter Drogenkriminalit\u00e4t.K\u00f6ln und D\u00fcsseldorf wollen Pionierst\u00e4dte sein. Das ist gut so. Drogenpolitik braucht nicht mehr Symbolpolitik, sondern mehr Realit\u00e4tssinn. Sie braucht Mut, Menschlichkeit und den Willen, aus Erfahrungen zu lernen. Dieser Weg ist richtig. Und er muss weiter gegangen werden.\u00c4hnliche Beitr\u00e4ge:Unfall in Richtung K\u00f6ln: Motorradfahrer f\u00e4hrt in Mercedes \u2013 A57 wieder freiVolt Europa to Elect New Leadership at General Assembly in Bratislava June 13\/14Why We Need to Embrace a Multi-Speed Europe"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"K\u00f6ln und D\u00fcsseldorf gehen den richtigen Weg","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/koeln-und-duesseldorf-gehen-den-richtigen-weg\/#breadcrumbitem"}]}]