[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/koelns-geheimer-urwald-hier-leben-kleine-drachen-und-kaum-jemand-weiss-davon\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/koelns-geheimer-urwald-hier-leben-kleine-drachen-und-kaum-jemand-weiss-davon\/","headline":"K\u00f6lns geheimer Urwald: Hier leben kleine \u201eDrachen\u201c \u2013 und kaum jemand wei\u00df davon","name":"K\u00f6lns geheimer Urwald: Hier leben kleine \u201eDrachen\u201c \u2013 und kaum jemand wei\u00df davon","description":"7 min gesch\u00e4tzte Lesedauer K\u00f6lns geheimer UrwaldHier leben kleine \u201eDrachen\u201c \u2013 und kaum jemand wei\u00df davon Von Susanne Rohlfing 05.04.2026, 09:06 Uhr 5 min Eine Wasserstelle im Worringer Bruch. 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Das ist gewollt. Hier liegt K\u00f6lns gr\u00f6\u00dfter Urwald. Der Mensch soll lediglich vom Rand aus einen Blick hineinwerfen in das nat\u00fcrliche Chaos. B\u00e4ume und Str\u00e4ucher wachsen, wie sie wollen. Massenhaft Totholz in verschiedenen Verfallsstadien bietet Lebensraum f\u00fcr eine gro\u00dfe Variation an Arten. Und das aufgrund der N\u00e4he zum Rhein stark schwankende Grundwasser l\u00e4sst von Zeit zu Zeit Wasserfl\u00e4chen entstehen, die Lebensgrundlage f\u00fcr unter anderem den seltenen Kammmolch sind.\u00a0\u00a0Urwald ist ein gro\u00dfes Wort. Gedanklich sind wir schnell am Amazonas oder in der sibirischen Taiga. Vielleicht auch in den Karpaten oder in unwegsamen Teilen Skandinaviens. Echter Urwald w\u00e4chst seit eh und je ohne Einfluss des Menschen. Da kann der Worringer Bruch im Norden K\u00f6lns, zwischen Blumenberg und Worringen gelegen, nicht mithalten. In Deutschland gibt es keine gro\u00dfen, g\u00e4nzlich unber\u00fchrten Urwaldfl\u00e4chen mehr, W\u00e4lder werden hierzulande seit Jahrhunderten vom Menschen genutzt und gestutzt.K\u00f6lns Oberf\u00f6rster Michael Hundt (l.) und Stadtf\u00f6rster Daniel Zocher, der f\u00fcr den linksrheinischen st\u00e4dtischen Wald verantwortlich ist.Copyright: Alexander SchwaigerDeshalb setzt die Stadt K\u00f6ln das Wort \u201eUrwald\u201c auch in Anf\u00fchrungszeichen, wenn sie damit die Wildnis in Worringen beschreibt. Am Freitag waren B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger anl\u00e4sslich des Internationalen Tag des Waldes am Samstag (21. M\u00e4rz) eingeladen, den Worringer Bruch mit Michael Hundt, dem Leiter des st\u00e4dtischen Forstbetriebs, zu erkunden. Wir sind ein paar Tage vorher mit ihm und seinem Kollegen Daniel Zocker, Stadtf\u00f6rster f\u00fcr den linksrheinischen K\u00f6lner Wald, durch K\u00f6lns gr\u00f6\u00dften Urwald spaziert und haben viel gelernt.\u00a0\u00a0Alles zum Thema Gut LeidenhausenDer Worringer Bruch war ein M\u00e4anderbogen des Rheins, bis sich der Fluss vor rund 8000 Jahren einen k\u00fcrzeren Weg suchteDer Worringer Bruch war einst ein M\u00e4anderbogen des Rheins, der vor rund 8000 Jahren einer nat\u00fcrlichen Begradigung zum Opfer fiel. Bei einem Hochwasser nahm der Fluss den schnelleren Weg und grub sich\u00a0 ein neues Bett. Heute str\u00f6mt der Rhein rund drei Kilometer \u00f6stlich in Richtung Niederlande und der Worringer Bruch ist ein nahezu komplett verlandetes Feuchtgebiet, eine Aue. .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089 , .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089 .postImageUrl , .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089 .centered-text-area { min-height: 80px; position: relative; } .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089 , .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089:hover , .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089:visited , .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089:active { border:0!important; } .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089 .clearfix:after { content: \"\"; display: table; clear: both; } .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089 { display: block; transition: background-color 250ms; webkit-transition: background-color 250ms; width: 100%; opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -moz-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -o-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -webkit-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); } .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089:active , .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089:hover { opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; } .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089 .centered-text-area { width: 100%; position: relative; } .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089 .ctaText { border-bottom: 0 solid #fff; color: #000000; font-size: 16px; font-weight: bold; margin: 0; padding: 0; text-decoration: underline; } .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089 .postTitle { color: #FFFFFF; font-size: 16px; font-weight: 600; margin: 0; padding: 0; width: 100%; } .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089 .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; color: #000000; border: none; border-radius: 3px; box-shadow: none; font-size: 14px; font-weight: bold; line-height: 26px; moz-border-radius: 3px; text-align: center; text-decoration: none; text-shadow: none; width: 80px; min-height: 80px; background: url(https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/plugins\/intelly-related-posts\/assets\/images\/simple-arrow.png)no-repeat; position: absolute; right: 0; top: 0; } .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089:hover .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; } .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089 .centered-text { display: table; height: 80px; padding-left: 18px; top: 0; } .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089 .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089-content { display: table-cell; margin: 0; padding: 0; padding-right: 108px; position: relative; vertical-align: middle; width: 100%; } .u962e0e6b1afe131789ce59cc3d2ae089:after { content: \"\"; display: block; clear: both; } Auch interessant:&nbsp; K\u00f6ln und D\u00fcsseldorf gehen den richtigen WegAm s\u00fcd\u00f6stlichen Rand des Worringer Bruchs gibt es eine 18,6 Hektar gro\u00dfe Naturwaldzelle, die seit 1980 sich selbst \u00fcberlassen wird. Das gesamte, etwa 164 Hektar umfassende Gebiet, wurde 1991 unter Naturschutz gestellt. \u201eAber bis um die Jahrtausendwende ist der Wald hier noch relativ normal bewirtschaftet worden, trotz des Naturschutzes\u201c, sagt K\u00f6lns Oberf\u00f6rster Michael Hundt: \u201eWir haben vor allem die gro\u00dfen Pappelw\u00e4lder langsam umgebaut.\u201cViel Totholz erm\u00f6glicht im Worringer Bruch eine gro\u00dfe Biodiversit\u00e4t.Copyright: Alexander SchwaigerDiese stammten aus den 1950er Jahren. Damals habe man B\u00e4ume gesucht, die m\u00f6glichst schnell verwertbares Holz liefern, erkl\u00e4rt Hundt: \u201eAm Niederrhein auf den feuchten, n\u00e4hrstoffreichen B\u00f6den waren die Pappeln besser als Fichten.\u201c Heute stehen im Worringer Bruch wieder mehr Eschen, Eichen und Traubenkirschen. Dort, wo es besonders feucht ist, pr\u00e4gen Weiden und ihre aus umgefallenen Baumst\u00e4mmen wachsenden Spr\u00f6sslinge das Bild.\u00a0 \u00a0\u00a0Seit 2001 ist der st\u00e4dtische Forstbetrieb K\u00f6ln FSC-zertifiziert \u2013 gro\u00dfe Jubil\u00e4ums-Party im April am Gut Leidenhausen2001 lie\u00df sich der st\u00e4dtische Forstbetrieb\u00a0vom\u00a0Forest Stewardship Council (FSC) zertifizieren. Die internationale, unabh\u00e4ngige Organisation setzt Standards f\u00fcr eine verantwortungsvolle Waldwirtschaft. Daf\u00fcr habe man\u00a0sogenannte Referenzfl\u00e4chen ausweisen m\u00fcssen, sagt K\u00f6lns Oberf\u00f6rster Michael Hundt: \u201eDort verzichtet man auf die Bewirtschaftung, um einen Anhaltspunkt zu haben, wie sich die Waldfl\u00e4chen nat\u00fcrlich entwickeln.\u201c Am 21. April wird dieses Jubil\u00e4um am Gut Leidenhausen gro\u00df gefeiert.\u00a0Damals wuchs auch die nicht bewirtschaftete Fl\u00e4che im Worringer Bruch. Und 2018 beschloss der Rat der Stadt K\u00f6ln ein weiteres Naturwald-Projekt. \u201eWir haben 16 Prozent aller st\u00e4dtischen Waldfl\u00e4chen aus der Bewirtschaftung genommen und als sogenannte Naturwaldentwicklungsfl\u00e4chen ausgewiesen\u201c, sagt Hundt: \u201eDeswegen haben wir jetzt hier im Worringer Bruch K\u00f6lns gr\u00f6\u00dften zusammenh\u00e4ngenden nicht bewirtschafteten Wald.\u201c K\u00f6lns gr\u00f6\u00dften Urwald also. In der Naturwaldzelle gebe es K\u00e4fer, f\u00fcr die kein deutscher Name existiert, so selten seien diese hierzulande, sagt Hundt.\u00a0\u00a0 .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0 , .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0 .postImageUrl , .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0 .centered-text-area { min-height: 80px; position: relative; } .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0 , .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0:hover , .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0:visited , .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0:active { border:0!important; } .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0 .clearfix:after { content: \"\"; display: table; clear: both; } .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0 { display: block; transition: background-color 250ms; webkit-transition: background-color 250ms; width: 100%; opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -moz-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -o-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -webkit-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); } .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0:active , .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0:hover { opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; } .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0 .centered-text-area { width: 100%; position: relative; } .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0 .ctaText { border-bottom: 0 solid #fff; color: #000000; font-size: 16px; font-weight: bold; margin: 0; padding: 0; text-decoration: underline; } .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0 .postTitle { color: #FFFFFF; font-size: 16px; font-weight: 600; margin: 0; padding: 0; width: 100%; } .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0 .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; color: #000000; border: none; border-radius: 3px; box-shadow: none; font-size: 14px; font-weight: bold; line-height: 26px; moz-border-radius: 3px; text-align: center; text-decoration: none; text-shadow: none; width: 80px; min-height: 80px; background: url(https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/plugins\/intelly-related-posts\/assets\/images\/simple-arrow.png)no-repeat; position: absolute; right: 0; top: 0; } .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0:hover .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; } .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0 .centered-text { display: table; height: 80px; padding-left: 18px; top: 0; } .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0 .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0-content { display: table-cell; margin: 0; padding: 0; padding-right: 108px; position: relative; vertical-align: middle; width: 100%; } .u6d272bdc8ad8c920ef6a8ba71b80b5a0:after { content: \"\"; display: block; clear: both; } Auch interessant:&nbsp; Unterst\u00fctzung bei Parkpflege gesucht: B\u00fcrgerverein Volkhoven\/Weiler k\u00e4mpft gegen VandalismusDie Kammmolch-Population im Worringer Bruch ist eine der gr\u00f6\u00dften in DeutschlandDie gr\u00f6\u00dfte Besonderheit im Worringer Bruch ist die vom Grundwasserstand abh\u00e4ngige tempor\u00e4re Wasserfl\u00e4che. \u201eSie f\u00e4llt immer wieder trocken, deshalb gibt es hier dauerhaft keine Fische\u201c, erkl\u00e4rt K\u00f6lns Oberf\u00f6rster. Das ist gut f\u00fcr den streng gesch\u00fctzten Kammmolch, dessen Population im Worringer Bruch eine der gr\u00f6\u00dften in Deutschland darstellt. Zur Paarungszeit tragen die M\u00e4nnchen einen gezackten R\u00fcckenkamm, sie werden mehr als zehn Zentimeter lang und sehen aus wie kleine Drachen.An einem Gew\u00e4sser mit Fischen \u00fcberlebt der Kammmolch nicht, da seine Larven schneller gefressen w\u00fcrden, als sie sich entwickeln k\u00f6nnten. In Gew\u00e4ssern, die nur tempor\u00e4r auftreten, breiten sich jedoch keine Fische aus. \u201eDer Kammmolch kann sich bis zu zehn, 15 Jahre in der Laubstreu verstecken und warten, bis es wieder nass wird\u201c, sagt Hundt: \u201eDann freut er sich \u00fcber das Wasser und marschiert los, um sich zu paaren.\u201c An diesem Tag im M\u00e4rz ist vom Senfweg aus allerdings weit und breit kein Kammmolch zu entdecken.Ein Kammmolch-P\u00e4rchenCopyright: dpa picture alliance \/ Arco Images GDie beste Zeit, um die kleinen Schwanzlurche zu beobachten, sei im Sommer, wenn die Jungtiere das Wasser verlassen, sagt Hundt. Daf\u00fcr muss sich die Wasserfl\u00e4che allerdings lang genug halten, und das ist im Zuge des Klimawandels bei immer w\u00e4rmeren und trockeneren Sommern ein Problem. In den vergangenen zehn Jahren haben sich die K\u00f6lner Kammmolche nur zweimal reproduziert. \u201eDas ist nicht toll, aber das ist auch noch kein Drama\u201c, sagt Hundt: \u201eIn den 70er Jahren war es hier auch mal f\u00fcr 15 Jahre trocken, und der Kammmolch hat es \u00fcberstanden.\u201cMichael Hundt hat 1993 als F\u00f6rster in K\u00f6ln seine Arbeit aufgenommen. Dass die aktuell laufenden Naturwaldumgestaltungen zu langsam vorankommen, um mit dem fortschreitenden Klimawandel mitzuhalten, bereitet ihm Sorgen. Aber zumindest kann er sich in K\u00f6ln auf eine baumfreundliche Bev\u00f6lkerung verlassen. \u201eDie Bereitschaft, f\u00fcr Baumpflanzungen zu spenden, \u00fcbersteigt die Verf\u00fcgbarkeit an freien Fl\u00e4chen\u201c, sagt Hundt. Dennoch habe die st\u00e4dtische K\u00f6lner Waldfl\u00e4che in den vergangenen zehn Jahren durch Zuk\u00e4ufe und Anpflanzungen um insgesamt 100 Hektar zugenommen.\u00a0\u00a0\u00c4hnliche Beitr\u00e4ge:Tankrabatt ad\u00e9 \u2013 aber wann investieren wir endlich in die Zukunft?50-j\u00e4hriges Jubil\u00e4um: Wie die Jugendfeuerwehr Worringen die Zukunft der L\u00f6schgruppe sichert100 Jahre Karneval in Worringen: \u201eDie Grosse\u201c feiert ihren runden Geburtstag"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"K\u00f6lns geheimer Urwald: Hier leben kleine \u201eDrachen\u201c \u2013 und kaum jemand wei\u00df davon","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/koelns-geheimer-urwald-hier-leben-kleine-drachen-und-kaum-jemand-weiss-davon\/#breadcrumbitem"}]}]