[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/kommentar-zum-wohnungsbau-in-koeln-first-things-first-und-machen-statt-reden\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/kommentar-zum-wohnungsbau-in-koeln-first-things-first-und-machen-statt-reden\/","headline":"Kommentar zum Wohnungsbau in K\u00f6ln: First things first und machen statt reden","name":"Kommentar zum Wohnungsbau in K\u00f6ln: First things first und machen statt reden","description":"Report-K Symbolbild Bau K\u00f6ln | KOMMENTAR | Mehr als 28.000 Wohnungen m\u00fcssten nach Berechnungen des Pestel-Instituts in K\u00f6ln errichtet werden, um den Bedarf zu decken. Vier Jahre lang jedes Jahr 7.040 Wohnungen. Das d\u00fcrfte nicht gelingen, kommentiert Andi Goral. 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Vier Jahre lang jedes Jahr 7.040 Wohnungen. Das d\u00fcrfte nicht gelingen, kommentiert Andi Goral.Ok, das Pestel-Institut hat im Auftrag des Bundesverbandes Deutscher Baustoff-Fachhandel (BDB) f\u00fcr K\u00f6ln eine Regionalanalyse erstellt. Klar ist, dieser Verband will eine rege Baut\u00e4tigkeit, die sein Gesch\u00e4ft belebt und verschweigt nat\u00fcrlich, dass die Preise im Zuge der Inflation saftig gestiegen sind. Das geh\u00f6rt zur Wahrheit. Aber die Regionalanalyse legt den Finger in die Wunde der Wohnungsbaupolitik der Kommunalpolitik und Stadtverwaltung in K\u00f6ln. Report-K berichtete \u00fcber die Regionalanalyse: Pestel-Institut fordert j\u00e4hrlichen Neubau von 7.040 Wohnungen in K\u00f6lnWiderspruch aufl\u00f6senZur Wahrheit geh\u00f6ren aber auch die Zahlen der Stadt K\u00f6ln und deren Leistungsf\u00e4higkeit etwa bei Baugenehmigungen. Aber das alleine ergibt nicht das gesamte Bild. Das gesamte Bild f\u00e4ngt weiter vorne an, bei der Frage: Wer beantragt denn \u00fcberhaupt eine Baugenehmigung? Es macht nur Sinn bei der Stadt K\u00f6ln eine Baugenehmigung zu beantragen, wenn ich \u00fcber ein Grundst\u00fcck verf\u00fcge, auf dem ich bauen darf. Und hier muss die Debatte ansetzen. Hier divergieren zudem die politischen Auffassungen im Rat der Stadt K\u00f6ln. Stichworte sind Regionalplan oder Masterplan Gr\u00fcn. Hier folgen einige Parteien dem \u201eWeniger ist mehr\u201c. Das mag nicht nur seine Berechtigung haben, sondern richtig sein. Andersherum ist auch richtig: Mehr Gr\u00fcn bedeutet weniger Fl\u00e4che f\u00fcr einen Wohnungsbau, wie ihn K\u00f6ln bisher etwa in der Geschossigkeit pflegt.Eine L\u00f6sung k\u00f6nnte sein: h\u00f6her bauen, damit weniger versiegeln. Auch hier wird seit Jahren intensiv gestritten und es gibt Verfechter:innen des \u201eWeniger ist mehr\u201c. Also eben nicht hochbauen. Bringt man diese beiden Punkte zusammen mit mehr Stadtgr\u00fcn, weniger Versiegelung und dann nicht hochbauen, dann schr\u00e4nke ich die Fl\u00e4che ein, auf der gebaut werden kann. Um eine Baugenehmigung zu stellen, muss ein Investor gleich welcher Art, aber ein Grundst\u00fcck, also eine Fl\u00e4che besitzen. Diesen Widerspruch muss die Stadtpolitik aufl\u00f6sen, wenn sie will, dass mehr Wohnungen in K\u00f6ln gebaut werden k\u00f6nnen. \u00a0Kapazit\u00e4ten erh\u00f6hen?Die Zahlen der Stadt K\u00f6ln zu Baugenehmigungen und fertig gestellten Wohnungen seit 2015, also dem Amtsantritt von Henriette Reker und dem B\u00fcndnis aus CDU, Gr\u00fcnen, FDP und sp\u00e4ter Gr\u00fcnen, CDU und Volt zeigen ein ziemlich einheitliches Bild. Die Stadt schafft es in der Regel bis zu maximal 4.000 Baugenehmigungen und ebenso viele Wohnungen als fertiggestellt zu melden. Nie dar\u00fcber hinaus. So als w\u00e4re dort seit mehr als 9 Jahren eine gl\u00e4serne Decke.W\u00e4re hier mit den aktuellen Kapazit\u00e4ten in der Stadtverwaltung und deren von der Stadtspitze gew\u00e4hlten Organisation mehr m\u00f6glich? Dies erscheint zweifelhaft. Kommunalpolitiker:innen sagen heute dann immer gerne: Fachkr\u00e4ftemangel. Haben wir wirklich seit mehr als 9 Jahren einen dauerhaften Fachkr\u00e4ftemangel? \u00a0Hier stellt sich zudem die Frage: War da nicht einmal was mit einer Verwaltungsreform?Und es gibt weitere Fragen an Stadtverwaltung und Kommunalpolitik: Ist \u00fcberhaupt mehr gewollt? Hat der Wohnungsbau f\u00fcr die Stadtverwaltung und Kommunalpolitik wirklich die Priorit\u00e4t, die in Wahlkampfzeiten gerne postuliert werden? Wird die Digitalisierung hier wirklich helfen, dass mehr Baugenehmigungen gelingen, wenn der politische Wille fehlt? Die bisherige Historie der letzten mehr als 9 Jahre l\u00e4sst nicht auf ein Mehr beim Neubau in K\u00f6ln hoffen. \u00a0Alternativen auslotenBliebe die Alternative: Sanierung. Die Wissenschaft kommt zu dem Ergebnis, dass es an Geld mangelt und bei manchen Hauseigent\u00fcmern am guten Willen und politischer Verl\u00e4sslichkeit. Verl\u00e4sslichkeit w\u00e4re f\u00fcr die Politik ein Heimspiel. Daher muss die Forderung lauten: machen. Auch der fehlende gute Wille bei Hauseigent\u00fcmern ist mit den probaten Mitteln der Stadtverwaltung, zur Not auch repressiv, l\u00f6sbar. Also sprechen wir \u00fcber Geld f\u00fcr Sanierungen. Hier m\u00fcssen Kommune, Land und Bund, sowie die Sparkassen ihre Hausaufgaben machen. F\u00f6rdermittel, die nicht f\u00fcr den Neubau abgerufen werden, k\u00f6nnten neu allokiert werden f\u00fcr Sanierungen, und die energetische Sanierung braucht unabh\u00e4ngig vom Alter der Hauseigent\u00fcmer ein neues Rahmenwerk f\u00fcr Kreditvergaben. Gerade hier hat die Kommune mit den Sparkassen als \u00f6ffentlich-rechtlichen Kreditinstituten in kommunaler Tr\u00e4gerschaft ein Pfund in der Hand.\u00a0Dazu KfW und NRW.Bank. Warum sollten Menschen in Rente f\u00fcr die Sanierung eines vermieteten Mehrfamilienhauses in K\u00f6ln nicht einen Kredit f\u00fcr die Sanierung einer Wohnung erhalten? Sanierung hat noch ein weiteres Gutes: es ist ein nachhaltigerer Umgang mit den Ressourcen, Stichwort: Graue Energie.Die schlechteste aller AlternativenDie Stadt K\u00f6ln und diejenigen, die in ihr Verantwortung tragen, reden und wursteln weiter, ohne die Rahmenbedingungen zu \u00e4ndern. Dann werden die Menschen ins Umland ziehen und pendeln. Mit all den Folgen f\u00fcr Umwelt und Klima.MachenEs braucht klare Linien f\u00fcr mehr Wohnungsbau und mehr Sanierung in K\u00f6ln. Das ist Aufgabe einer verantwortungsvollen Politik in Kommune, Land und Bund. \u00a0Also First Things first:Beim Neubau:Grundst\u00fccke freigeben oder h\u00f6her bauen (eventuell Landesgesetz \u00e4ndern)Effizienz bei BaugenehmigungenBauenVermietenMietenWohnenOder sanieren:Bedarf feststellen, Beratung in Anspruch nehmenKredit beantragen und bekommenSanierenVermietenMietenWohnenOder ganz einfach: Das Fundament muss stimmen. Zur Quelle wechseln"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Kommentar zum Wohnungsbau in K\u00f6ln: First things first und machen statt reden","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/kommentar-zum-wohnungsbau-in-koeln-first-things-first-und-machen-statt-reden\/#breadcrumbitem"}]}]