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Kreml-Propagandistin tut so, als ob sie bei uns friert – bei warmen Herbstwetter

Es sieht nicht so gut aus für das russische Regime. Der völkerrechtswidrige Angriffskrieg auf die Ukraine läuft schlecht, und Deutschland lässt sich nicht durch das von Putin abgestellte Gas erpressen. Auch treffen die gegen Russland verhängten Sanktionen das Land immer härter. Also wird die Kriegspropaganda immer dreister, um die Moral im Land aufrecht zu erhalten. Dazu muss der Zustand des Westens maximal schlecht dargestellt werden. So hat eine Putin-Propaganda-Seite zum Beispiel behauptet, wir Deutschen würden so bitterlich frieren, wir hätten den Berliner Tiergarten für Brennholz fällen müssen. Wir waren dort – und die Bäume stehen noch.

Natürlich spürt man auch in Deutschland die Folgen des Krieges. Doch wir haben erst Oktober, draußen ist es warm (15 bis 20 Grad Celsius und mehr). Wir haben gerade den wärmsten Oktober seit Jahrzehnten (Quelle). Und die Lage ist laut Bundesnetzagentur zwar angespannt, aber noch „stabil“. Der Gasspeicher liegt bei 96,49% und der Gasverbrauch ist zur Zeit wieder unterdurchschnittlich (Quelle). Der Gaspreis ist tatsächlich gerade sogar weiter stark gesunken (Quelle). Es kann durchaus noch dramatischer werden, vor allem, wenn es kälter ist, aber es ist nicht so apokalyptisch, wie man es in Putins Fernsehen sieht.

Putin-Propaganda tut so, als würden wir in Deutschland frieren

Doch es ist nicht der einzige Fall von dreisten Lügen aus Russland. Eine Sendung auf einem russischen Staatspropagandasender, deren Name schon eine Lüge ist – sie nennt sich „AntiFake“ und tut so als ob sie „Lügen“ des Westens entlarvt, kein Witz – präsentierte letzte Woche schadenfroh eine „Julia“, die bei sich zu Hause angeblich mit Wintermantel sitzen müsse, weil man in München so bitterlich frieren müsste. Letzte Woche waren es in München im Schnitt 14 Grad am Tag, diese Woche sind wir sogar bei 18 Grad (Quelle). Für die meisten kein T-Shirt-Wetter, aber Frieren sieht auch anders aus.

In dem Märchen der Pro-Putin „Faktenchecker“ (was für ein Oxymoron!) ist Julia übrigens eine geflüchtete Ukrainerin, die es jetzt bereue, nach Deutschland geflohen zu sein. Wir kennen sie aber bereits als Russin, die vor einigen Monaten ukrainische Geflüchtete in Salzburg verfolgt und beleidigt hatte. Ups:

Ob sie wirklich in München war, während sie angeblich fror, können wir leider nicht überprüfen, aber bei Pro-Putin-Propaganda ist so viel gelogen, warum nicht gleich alles? (Sie hält sich aber ziemlich sicher zumindest irgendwo in Deutschland auf, siehe weiter unten.)

Putin-Propaganda will mit dem leid von Ukraine-Geflüchteten in Russland hetzen

In der Sendung wird auch ein Geflüchtetenlager von Ukrainer:innen gezeigt und wie schlecht es den Menschen dort geht. Es sind Geflüchtete in RUSSLAND. Aber der Moderator behauptet, das sei aus Deutschland. Die Menschen in dem russischen Geflüchtetenlager müssten sich um wenig Suppe scharren, frieren. Der Moderator lügt, das seien Bilder aus Deutschland. Doch seit wann stehen in Deutschland russische Werbetafeln? Die Werbetafel wirbt für ein Motel in der russischen Stadt Opotschka. Man sieht die russische Tankstellenmarke „Surgutneftegaz“ im Hintergrund! Sind die schlecht im Lügen!

Eine Russin schauspielert also für die Kreml-Propaganda frierende Deutsche, und um zu zeigen, wie schlecht es Geflüchteten in Deutschland gehen sollte, zeigen sie Menschen aus Russland. Das Putin-Regime will lügen, aber die schlimmsten Bilder des Leids finden sie nur im eigenen Land anscheinend. Wenn das mal kein unfreiwilliges Eingeständnis ist! Ähnlich ist es übrigens oft auch mit angeblichen ukrainischen Nazis – oft präsentiert Putin-Propaganda Russen:

Julia – die in der Propagandasendung einen anderen Nachnamen bekommt, als sie wirklich hat – gibt übrigens auf Tiktok Anweisungen, wie man das Regime in Moskau bei uns in Deutschland am besten unterstützen könne. Sie fordert auf, viel Strom und Gas zu verschwenden, und den Herd aufzudrehen und überall das Licht brennen zu lassen. Sie hätte einfach auch heizen können. Wer mitdenkt: Wer umgekehrt Putin schaden will, spart Storm und Gas (und damit ja auch Geld).

Mehr als Kälte hat sie hingegen von den deutschen Behörden zu befürchten: Es wird wegen Beleidigung und des Anfangsverdachts von Billigung von Straftaten gegen sie ermittelt (Quelle).

Artikelbild: Screenshot

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