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title: "Kreuzfeld nach dem glücklichen Olympia-Aus: 3.830 Wohnungen geplant – Baustart bleibt offen"
url: https://www.bachhausen.de/kreuzfeld-nach-dem-gluecklichen-olympia-aus-3-830-wohnungen-geplant-baustart-bleibt-offen/
date: 2026-11-04
modified: 2026-11-04
lang: de
author: "Dirk Bachhausen"
description: "Im Kölner Norden soll mit Kreuzfeld ein neues Veedel für rund 8.800 Menschen entstehen. Nach dem Ende der Olympiabewerbung rückt die eigentliche Stadtteilentwicklung wieder in den Mittelpunkt. Die technische Masterplanung..."
categories:
  - "Meinung"
  - "Stadtbezirk Chorweiler"
tags:
  - "bleibt"
  - "Kölner Norden"
  - "Kreuzfeld"
  - "Wohnungen"
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# Kreuzfeld nach dem glücklichen Olympia-Aus: 3.830 Wohnungen geplant – Baustart bleibt offen

Im Kölner Norden soll mit Kreuzfeld ein neues Veedel für rund 8.800 Menschen entstehen. Nach dem Ende der Olympiabewerbung rückt die eigentliche Stadtteilentwicklung wieder in den Mittelpunkt. Die technische Masterplanung ist abgeschlossen. Wann die ersten Wohnungen gebaut werden können, bleibt allerdings offen.

Wie eine [aktuelle städtische Mitteilung](https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=130076) berichtet, sieht die Planung inzwischen rund 3.830 Wohnungen vor. Durch eine moderate Nachverdichtung wurde die Zahl gegenüber früheren Entwürfen erhöht. Kreuzfeld soll neben Blumenberg im Stadtbezirk Chorweiler auf einer Fläche von etwa 80 Hektar entstehen.

Grundlage bleibt der [Entwurf „The Woodhood – Kreuzfeld Gartenstadt 2.0“](https://www.stadt-koeln.de/artikel/68620/index.html). Er verbindet fünf Nachbarschaften mit einer gemeinsamen grünen Mitte. Zum neuen Veedel sollen neben Wohnungen auch Schulen, Kitas, Geschäfte und Arbeitsplätze gehören. Vorgesehen sind außerdem Angebote für ältere Menschen, Pflegeeinrichtungen und generationenübergreifende Wohnformen. Ein medizinisches Versorgungszentrum soll die Versorgung vor Ort ergänzen.

Bei der Mobilität setzt die Planung auf einen autoarmen Stadtteil. Sieben Quartiersgaragen sollen den ruhenden Verkehr bündeln und die Wohnbereiche entlasten. Ergänzend sind Sharing-Angebote und Fahrradstellplätze vorgesehen. Eine neue Buslinie soll die einzelnen Bereiche des Veedels erschließen.

Eine zentrale Verbindung für den Fuß- und Radverkehr soll durch die grüne Mitte bis zum S-Bahnhof Blumenberg führen. Im östlichen Abschnitt ist dafür laut dem Bericht ein sechs Meter breiter Weg mit getrennten Flächen für beide Verkehrsarten geplant. Hinzu kommen Maßnahmen zum Umgang mit Regenwasser: Es soll möglichst vor Ort versickern, gespeichert oder erneut genutzt werden. Für die Wärmeversorgung wird unter anderem ein Nahwärmenetz geprüft.

Die entscheidenden offenen Fragen liegen bei der übergeordneten Verkehrsanbindung. Erforderlich sind der Ausbau des Blumenbergswegs samt Anschluss an die A57 sowie die Ertüchtigung der S-Bahn-Station Blumenberg. Dabei ist die Stadt auf die Zusammenarbeit mit weiteren Beteiligten angewiesen, darunter das Land Nordrhein-Westfalen, die Deutsche Bahn und go.Rheinland. Diese Abhängigkeiten hatte die Verwaltung bereits im Frühjahr 2026 beschrieben.

Nach der nun veröffentlichten Darstellung kann Kreuzfeld erst entwickelt werden, wenn die notwendige Infrastruktur gesichert ist oder verlässlich mit ihrer Umsetzung gerechnet werden kann. Für die künftigen Bewohnerinnen und Bewohner ist das wesentlich: Ein neues Veedel braucht von Beginn an eine funktionierende Anbindung an den übrigen Kölner Norden und die Innenstadt.

Dass die technische Masterplanung schon länger vorliegt, ist ebenfalls dokumentiert. In einer [Verwaltungsantwort vom April 2026](https://mandari.de/insight/vorgaenge/45ed9d57-b03e-5dee-9eea-22d4822cab32/) heißt es, ihre Inhalte seien im Herbst 2025 finalisiert worden. Die Veröffentlichung wurde damals mit den weiteren Schritten der Olympiabewerbung verknüpft. Zugleich stellte die Verwaltung klar, dass Kreuzfeld auch ohne einen Olympia-Zuschlag weiterverfolgt werden soll.

Als nächster politischer Schritt ist dem Bericht zufolge die Vorstellung der Ergebnisse am 3. Dezember 2026 im Ausschuss für Stadtentwicklung und regionale Zusammenarbeit sowie in der Bezirksvertretung Chorweiler vorgesehen. Zusätzlich müssen die notwendigen Bebauungspläne erarbeitet werden, um Baurecht zu schaffen. Die Stadt beschreibt die Bauleitplanung als weiteren erforderlichen Planungsschritt.

Ein verbindlicher Termin für den Baubeginn wird weiterhin nicht genannt. Mit dem Abschluss der technischen Masterplanung liegt eine wichtige Grundlage vor. Ob daraus zügig neuer Wohnraum entsteht, hängt nun besonders von verbindlichen Fortschritten bei Straße, S-Bahn und den weiteren Planungsverfahren ab.

Weitere Informationen zum Projekt und zum Planungsverfahren bietet die [offizielle Projektseite der Stadt Köln](https://www.stadt-koeln.de/artikel/68620/index.html). Die verlinkte [Mitteilung im Ratsinformationssystem](https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=130076) führt zu den aktuellen Planungsunterlagen.