[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/neuer-lokaljournalismus-fuer-lindau-kolumna-setzt-auf-qualitaet-statt-klicks\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/neuer-lokaljournalismus-fuer-lindau-kolumna-setzt-auf-qualitaet-statt-klicks\/","headline":"Neuer Lokaljournalismus f\u00fcr Lindau: Kolumna setzt auf Qualit\u00e4t statt Klicks","name":"Neuer Lokaljournalismus f\u00fcr Lindau: Kolumna setzt auf Qualit\u00e4t statt Klicks","description":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechseln StartHub Neuer Lokaljournalismus f\u00fcr Lindau: Kolumna setzt auf Qualit\u00e4t statt Klicks Seit 2024 gibt es mit Kolumna ein neues lokales Nachrichtenmagazin f\u00fcr die Region Lindau. 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Gegr\u00fcndet wurde es von Ronja Straub und Julia Baumann-Scheyer, zwei Journalistinnen mit langj\u00e4hriger Erfahrung im Lokaljournalismus. Ziel des Projekts ist es, die Medienvielfalt in der Region zu st\u00e4rken und eine fundierte Alternative zum zunehmend reichweitenorientierten Journalismus zu bieten. Zum Angebot von Kolumna geh\u00f6ren in erster Linie ein kostenloser t\u00e4glicher Newsletter, vertiefende Beitr\u00e4ge f\u00fcr zahlende Abonnentinnen und Abonnenten auf der Website sowie ein Podcast.                    von                                Svenja Schilling17. Juni 2025                                Ronja Straub auf der CORRECTIV.Lokal Konferenz I Foto: CORRECTIV                            Der Weg zur Gr\u00fcndung: Aus Kritik wurde ein KonzeptDie Idee zu Kolumna entstand aus der wachsenden Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen im klassischen Lokaljournalismus. Ronja Straub und Julia Baumann-Scheyer waren zuvor in der Lindauer Lokalredaktion der Schw\u00e4bischen Zeitung t\u00e4tig. Dort r\u00fcckten zunehmend Klickzahlen und digitale Reichweite in den redaktionellen Mittelpunkt \u2013 ein Trend, der aus ihrer Sicht im lokalen Kontext oft an den Bed\u00fcrfnissen der Leserinnen und Lesern vorbeiging. Es fehlte an Raum f\u00fcr sorgf\u00e4ltige Recherchen, tiefere Einordnungen und echten Dialog mit der Community. Mit Kolumna wollten sie genau hier ansetzen: ein journalistisches Angebot schaffen, das die Region Lindau differenziert abbildet und den Anspruch verfolgt, mehrstimmig, transparent und nah an den Menschen vor Ort zu berichten.Angebote und FormateDas Hauptprodukt von Kolumna ist ein werkt\u00e4glich erscheinender Newsletter. Er umfasst f\u00fcnf Rubriken: Kurznachrichten, gute Nachrichten, eine Community-Umfrage, \u201eWas wurde aus?\u201c sowie eine vertiefende Recherche. Der kostenlose Newsletter ist bewusst kompakt gehalten und enth\u00e4lt Verlinkungen zur Website, auf der ausf\u00fchrliche Beitr\u00e4ge zu finden sind \u2013 diese stehen allerdings ausschlie\u00dflich zahlenden Abonnentinnen und Abonnenten zur Verf\u00fcgung. Seit Anfang Februar 2025 betreibt Kolumna au\u00dferdem einen Podcast, der sich den Geschichten der Menschen aus der Region Lindau widmet. Perspektivisch sind zudem eine Sch\u00fcler*innenredaktion und die Organisation verschiedener Veranstaltungen geplant.So finanziert sich KolumnaDas Gesch\u00e4ftsmodell von Kolumna basiert aktuell auf zwei Standbeinen: Einem Abo- sowie einem Anzeigen-Modell.Das Abo-Modell umfasst verschiedene Abo-Stufen. W\u00e4hrend der Crowdfunding-Kampagne konnte ein Abonnement f\u00fcr 7,50\u20ac abgeschlossen werden. Aktuell sind das Basisabo f\u00fcr 12\u20ac und das F\u00f6rderabo f\u00fcr 25\u20ac erh\u00e4ltlich. Zus\u00e4tzlich gibt es ein F\u00fcr-Alle-Abo, welches kostenlos ist und Personen mit geringem Einkommen beziehen k\u00f6nnen. Hierzu m\u00fcssen sie lediglich eine E-Mail mit kurzer Begr\u00fcndung an das Koluma-Team schreiben. Trotz Abo-Modell ist es Kolumna wichtig, niemanden von ihrer Berichterstattung auszuschlie\u00dfen und einen breiten, demokratischen Diskurs zu f\u00f6rdern. Die Leistungen, die die Abonnentinnen und Abonnenten erhalten, sind bei allen Abo-Stufen identisch. Sie bekommen den Newsletter, Zugang zu allen Artikeln auf der Website, einen ausf\u00fchrlichen Veranstaltungskalender und k\u00f6nnen den Kolumna-Podcast h\u00f6ren.Nach langen \u00dcberlegungen haben sich die Gr\u00fcnderinnen von Kolumna au\u00dferdem dazu entschieden, Anzeigen im Newsletter, auf der Homepage, im Podcast und bei Instagram zu schalten \u2013 aber alles sorgf\u00e4ltig ausgew\u00e4hlt und in abgeschw\u00e4chter Form, so dass der Lesefluss nicht gest\u00f6rt wird. Zur Koordination der Anzeigen arbeitet ein Anzeigenleiter auf Provisionsbasis f\u00fcr Kolumna.Zudem haben die Gr\u00fcnderinnen zu Beginn einen Gr\u00fcndungszuschuss vom Arbeitsamt erhalten, wodurch sie sich im ersten halben Jahr kein Gehalt auszahlen mussten. Obwohl sich Kolumna grunds\u00e4tzlich durch das Abo- und Anzeigen-Modell finanzieren soll, strebt das Lokalmedium F\u00f6rderungen an \u2013 unter anderem vom Media Forward Fund.Das macht Kolumna zum community-basierten MediumCommunity-Journalismus spielt schon seit Beginn eine gro\u00dfe Rolle f\u00fcr Kolumna. Zur Vision geh\u00f6rt es, nicht nur Nachrichten f\u00fcr die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger aus der Region Lindau zu erstellen, sondern auch ein Forum zu schaffen, in dem \u00fcber aktuelle Themen diskutiert werden kann. Dieser Austausch soll sowohl im digitalen Raum als auch vor Ort bei Veranstaltungen stattfinden.Um ein Produkt zu entwickeln, das den Bed\u00fcrfnissen der Zielgruppe gerecht wird, hat Kolumna vor dem Start eine Umfrage mit Personen aus unterschiedlichen Gesellschaftsschichten durchgef\u00fchrt und so die Bedarfe abgefragt. Basierend auf dieser Umfrage hat Kolumna die Kernthemen der Befragten in den Newsletter einbezogen: einen \u00dcberblick \u00fcber das Stadtgeschehen, konstruktive Nachrichten mit L\u00f6sungsvorschl\u00e4gen sowie positive Berichterstattung.Dar\u00fcber hinaus bezieht Kolumna die Leserinnen und Leser regelm\u00e4\u00dfig \u00fcber Community-Umfragen im Newsletter ein, bildet die Ergebnisse in der n\u00e4chsten Ausgabe ab und recherchiert so gemeinsam mit der Community. Und, auch wenn es aktuell keine offenen Redaktionsr\u00e4ume gibt, suchen die Journalist*innen den Kontakt zu den Leuten, indem sie ihren Laptop immer mal an neuen Orten aufschlagen, wo sie mit Menschen ins Gespr\u00e4ch kommen k\u00f6nnen.Die gr\u00f6\u00dften HerausforderungenDie gr\u00f6\u00dfte Herausforderung f\u00fcr Kolumna besteht zum einen darin, eine breitere \u00d6ffentlichkeit zu erreichen. Der Newsletter wird derzeit vor allem von Personen abonniert, die sich bereits f\u00fcr Lokaljournalismus interessieren. Schwieriger ist es, dar\u00fcber hinaus weitere Zielgruppen zu erschlie\u00dfen. Ein Ansatz, um diesem Problem zu begegnen, sind Pop-up-Redaktionen in Stadtteilen, in denen eher schwer erreichbare Menschen leben. Auf diese Weise m\u00f6chte Kolumna auf seine Arbeit aufmerksam machen und mehr Menschen f\u00fcr Lokaljournalismus begeistern.Zum anderen sollte Kolumna urspr\u00fcnglich als gGmbH \u2013 also als gemeinn\u00fctziges Unternehmen \u2013 gegr\u00fcndet werden. Allerdings wurde der Antrag auf Gemeinn\u00fctzigkeit vom Finanzamt abgelehnt, da nicht nachgewiesen werden konnte, dass mindestens 50 % der Aktivit\u00e4ten von Kolumna gemeinn\u00fctzig sind. Journalismus gilt nach aktueller Rechtslage nicht als gemeinn\u00fctzig, weshalb rein journalistische T\u00e4tigkeiten nicht unter diese Kategorie fallen. Kolumna muss daher nun einen anderen Weg einschlagen. Die Erkenntnis: Wer als Medienunternehmerin oder -unternehmer ein gemeinn\u00fctziges Unternehmen gr\u00fcnden m\u00f6chte, muss den gemeinn\u00fctzigen Fokus klar in den Vordergrund stellen \u2013 sowohl in der Au\u00dfenkommunikation als auch durch Aktivit\u00e4ten wie Workshops, Veranstaltungen oder andere Non-Profit-Angebote.Die ErfolgsfaktorenEin zentraler Erfolgsfaktor von Kolumna war der starke Start durch eine erfolgreiche Crowdfunding-Kampagne, bei der bereits 700 Abonnentinnen und Abonnenten gewonnen werden konnten. So konnte Kolumna einen Proof-of-Concept vorweisen und belegen, dass ihr Produkt gefragt ist.Zudem erwies sich die Wahl von Lindau als Standort als weiterer Erfolgsfaktor. Mit rund 26.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist die Stadt zwar klein, aber durch zahlreiche engagierte Multiplikator*innen sprach sich das neue Angebot schnell herum. Das zeigt, dass kleinere St\u00e4dte trotz begrenzter Reichweite gro\u00dfes Potenzial f\u00fcr lokal verankerten Journalismus bieten k\u00f6nnen. Sicherlich hilfreich war auch, dass die Gr\u00fcnderinnen zuvor bereits als Lokaljournalistinnen in der Region gearbeitet hatten \u2013 ihre Namen waren bekannt und sie verf\u00fcgten \u00fcber ein gutes lokales Netzwerk.Zur Quelle wechselnAuthor: Svenja Schilling"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Neuer Lokaljournalismus f\u00fcr Lindau: Kolumna setzt auf Qualit\u00e4t statt Klicks","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/neuer-lokaljournalismus-fuer-lindau-kolumna-setzt-auf-qualitaet-statt-klicks\/#breadcrumbitem"}]}]