[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"Article","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/nicht-die-deutschen-sind-zu-faul-die-politik-schaut-nur-zu-oft-zurueck\/#Article","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/nicht-die-deutschen-sind-zu-faul-die-politik-schaut-nur-zu-oft-zurueck\/","headline":"Nicht die Deutschen sind zu faul \u2013 die Politik schaut nur zu oft zur\u00fcck","name":"Nicht die Deutschen sind zu faul \u2013 die Politik schaut nur zu oft zur\u00fcck","description":"6 min gesch\u00e4tzte LesedauerEs ist bequem, Deutschlands wirtschaftliche Schw\u00e4che als deutsches Sonderproblem zu erz\u00e4hlen. 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Es klingt einfach, es klingt markig, und es passt gut in politische Reden: Die Deutschen m\u00fcssten nur wieder mehr arbeiten, mehr leisten, weniger klagen, dann werde schon alles gut. Doch diese Erz\u00e4hlung greift zu kurz. Sie verschiebt Verantwortung von der Politik auf die Menschen \u2013 und sie blendet aus, dass viele gro\u00dfe Volkswirtschaften gerade mit sehr \u00e4hnlichen Problemen k\u00e4mpfen.Der Blick in die USA zeigt das deutlich. Die amerikanische Wirtschaft wirkt auf den ersten Blick robuster als die deutsche. Doch ein erheblicher Teil dieser St\u00e4rke h\u00e4ngt mit massiven Investitionen in K\u00fcnstliche Intelligenz, Rechenzentren, Software, Forschung und digitale Infrastruktur zusammen. Die Federal Reserve Bank of St. Louis kommt zu dem Ergebnis, dass KI-nahe Investitionskategorien 2025 einen deutlich sichtbaren Beitrag zum realen US-Wachstum geleistet haben; in den ersten drei Quartalen 2025 machten diese Kategorien zusammen rund 39 Prozent des gesamten US-BIP-Wachstums aus.Das ist beeindruckend. Aber es bedeutet eben auch: Nimmt man diesen Investitionsboom gedanklich heraus, sieht die US-Wirtschaft weniger gl\u00e4nzend aus. Dann erkennt man auch dort eine Wirtschaft, die unter hohen Kosten, Unsicherheit, schwankender Nachfrage und gro\u00dfem Anpassungsdruck steht. Die USA sind nicht deshalb st\u00e4rker, weil alle pl\u00f6tzlich flei\u00dfiger geworden w\u00e4ren. Sie profitieren derzeit davon, dass sehr viel Kapital in Zukunftstechnologien flie\u00dft.Deutschland hat dieses Problem nicht allein. Auch China k\u00e4mpft mit einer schwachen Binnennachfrage. Der Internationale W\u00e4hrungsfonds beschreibt Chinas Wachstum zwar als widerstandsf\u00e4hig, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass die inl\u00e4ndische Nachfrage ged\u00e4mpft ist \u2013 unter anderem wegen der Immobilienkrise und eines schwachen sozialen Sicherheitsnetzes, das die Menschen vorsichtiger beim Konsum macht.Auch in Deutschland ist der schwache Konsum ein Kernproblem. Die EU-Kommission erwartet f\u00fcr Deutschland nur ein geringes Wachstum und verweist unter anderem auf Energiepreise, schwache Exporte, hohen Wettbewerbsdruck aus China und eine ged\u00e4mpfte Konsumstimmung. F\u00fcr 2026 prognostiziert sie lediglich 0,6 Prozent Wachstum, f\u00fcr 2027 0,9 Prozent. .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208 , .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208 .postImageUrl , .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208 .centered-text-area { min-height: 80px; position: relative; } .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208 , .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208:hover , .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208:visited , .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208:active { border:0!important; } .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208 .clearfix:after { content: \"\"; display: table; clear: both; } .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208 { display: block; transition: background-color 250ms; webkit-transition: background-color 250ms; width: 100%; opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -moz-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -o-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -webkit-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); } .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208:active , .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208:hover { opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; } .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208 .centered-text-area { width: 100%; position: relative; } .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208 .ctaText { border-bottom: 0 solid #fff; color: #000000; font-size: 16px; font-weight: bold; margin: 0; padding: 0; text-decoration: underline; } .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208 .postTitle { color: #FFFFFF; font-size: 16px; font-weight: 600; margin: 0; padding: 0; width: 100%; } .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208 .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; color: #000000; border: none; border-radius: 3px; box-shadow: none; font-size: 14px; font-weight: bold; line-height: 26px; moz-border-radius: 3px; text-align: center; text-decoration: none; text-shadow: none; width: 80px; min-height: 80px; background: url(https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/plugins\/intelly-related-posts\/assets\/images\/simple-arrow.png)no-repeat; position: absolute; right: 0; top: 0; } .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208:hover .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; } .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208 .centered-text { display: table; height: 80px; padding-left: 18px; top: 0; } .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208 .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208-content { display: table-cell; margin: 0; padding: 0; padding-right: 108px; position: relative; vertical-align: middle; width: 100%; } .u7d5d467f5cb41bc37a5232bbb90c3208:after { content: \"\"; display: block; clear: both; } Auch interessant:&nbsp; CDU macht Druck f\u00fcr Carsharing im K\u00f6lner Norden \u2013 SPD Fraktion schweigtDas ist keine Geschichte von nationaler Faulheit. Es ist eine Geschichte von Unsicherheit.Menschen konsumieren nicht, weil ihnen ein Kanzler sagt, sie sollen optimistischer sein. Menschen konsumieren, wenn sie Vertrauen haben: in stabile Einkommen, bezahlbare Energie, planbare Mieten, funktionierende Infrastruktur und eine Politik, die Zukunft gestaltet statt Vergangenheit zu verkl\u00e4ren. Wer den B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern st\u00e4ndig einredet, sie seien zu bequem, zu teuer oder zu anspruchsvoll, darf sich nicht wundern, wenn sie vorsichtig werden und ihr Geld zusammenhalten.Nat\u00fcrlich braucht Deutschland Reformen. Nat\u00fcrlich m\u00fcssen B\u00fcrokratie abgebaut, Genehmigungen beschleunigt, Energiepreise gesenkt und Investitionen erleichtert werden. Auch die Bundesregierung spricht von Wettbewerbsf\u00e4higkeit, Energiekostenentlastungen, besseren Abschreibungen und B\u00fcrokratieabbau. Das ist nicht falsch. Aber es ist nur ein Teil der Antwort.Der andere Teil lautet: Ohne Nachfrage, ohne Kaufkraft, ohne Vertrauen und ohne glaubw\u00fcrdige Zukunftsinvestitionen bleibt jede Reformrhetorik hohl.Deutschland wird nicht st\u00e4rker, wenn die Politik den Menschen schlechte Laune vorwirft. Deutschland wird st\u00e4rker, wenn der Staat die Bedingungen schafft, unter denen Menschen und Unternehmen wieder investieren, konsumieren und Risiken eingehen k\u00f6nnen. Dazu geh\u00f6ren moderne Schulen, digitale Verwaltung, leistungsf\u00e4hige Netze, bezahlbare Energie, eine echte KI-Strategie, bessere Weiterbildung und eine Industriepolitik, die nicht nur alte Gesch\u00e4ftsmodelle sch\u00fctzt, sondern neue erm\u00f6glicht.Auch bei den Entlassungen wird oft zu einfach argumentiert. KI ist nicht pauschal der Grund, warum Unternehmen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abbauen. Ja, es gibt F\u00e4lle, in denen KI tats\u00e4chlich Arbeitspl\u00e4tze ersetzt oder Umstrukturierungen beschleunigt. Aktuelle US-Daten von Challenger, Gray &amp; Christmas zeigen sogar, dass KI in den USA 2026 inzwischen besonders h\u00e4ufig als Grund f\u00fcr Stellenabbau genannt wird. Im Mai 2026 entfielen demnach 38.579 angek\u00fcndigte Jobk\u00fcrzungen auf KI als Begr\u00fcndung, 40 Prozent aller gemeldeten K\u00fcrzungen in diesem Monat.Aber daraus folgt nicht, dass \u201edie KI\u201c allein schuld ist. H\u00e4ufig ist KI auch ein bequemes Etikett f\u00fcr Probleme, die schon vorher da waren: \u00fcberzogene Einstellungen w\u00e4hrend der Corona-Digitalisierung, schlechtes Kostenmanagement, verfehlte Strategien, hoher Zinsdruck oder der Versuch, Investitionen in neue Gesch\u00e4ftsbereiche durch Personalabbau anderswo zu finanzieren. KI ist dann nicht die eigentliche Ursache, sondern der Vorwand oder der Beschleuniger. .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025 , .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025 .postImageUrl , .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025 .centered-text-area { min-height: 80px; position: relative; } .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025 , .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025:hover , .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025:visited , .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025:active { border:0!important; } .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025 .clearfix:after { content: \"\"; display: table; clear: both; } .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025 { display: block; transition: background-color 250ms; webkit-transition: background-color 250ms; width: 100%; opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -moz-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -o-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -webkit-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); } .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025:active , .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025:hover { opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; } .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025 .centered-text-area { width: 100%; position: relative; } .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025 .ctaText { border-bottom: 0 solid #fff; color: #000000; font-size: 16px; font-weight: bold; margin: 0; padding: 0; text-decoration: underline; } .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025 .postTitle { color: #FFFFFF; font-size: 16px; font-weight: 600; margin: 0; padding: 0; width: 100%; } .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025 .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; color: #000000; border: none; border-radius: 3px; box-shadow: none; font-size: 14px; font-weight: bold; line-height: 26px; moz-border-radius: 3px; text-align: center; text-decoration: none; text-shadow: none; width: 80px; min-height: 80px; background: url(https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/plugins\/intelly-related-posts\/assets\/images\/simple-arrow.png)no-repeat; position: absolute; right: 0; top: 0; } .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025:hover .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; } .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025 .centered-text { display: table; height: 80px; padding-left: 18px; top: 0; } .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025 .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025-content { display: table-cell; margin: 0; padding: 0; padding-right: 108px; position: relative; vertical-align: middle; width: 100%; } .u5ee6921352b76affcb987b8235f9d025:after { content: \"\"; display: block; clear: both; } Auch interessant:&nbsp; Bedenken first ist keine VerkehrspolitikDas gilt besonders f\u00fcr die deutsche Automobilindustrie. Wenn Hersteller und Zulieferer Stellen abbauen, liegt das nicht daran, dass ein Chatbot pl\u00f6tzlich Autos zusammenschraubt. Es liegt an jahrelang verschleppten Entscheidungen, an der Elektromobilit\u00e4t, an hohen Kosten, an internationalem Wettbewerb, an schwacher Nachfrage und an politischer Unsicherheit. Bosch und ZF haben 2025 zusammen mehr als 20.000 Stellenstreichungen angek\u00fcndigt; die Begr\u00fcndungen lagen in Marktdruck, Wettbewerb, Kostenl\u00fccken und Problemen im Transformationsprozess der Zulieferindustrie.Das Problem ist also nicht, dass die Zukunft kommt. Das Problem ist, dass Deutschland zu oft so tut, als k\u00f6nne man sie aufhalten.Genau hier liegt der Denkfehler vieler politischer Debatten. Es wird zu viel dar\u00fcber gesprochen, wie man alte St\u00e4rke zur\u00fcckholt, und zu wenig dar\u00fcber, wie neue St\u00e4rke entsteht. Die alte Industriegesellschaft wird verkl\u00e4rt: Export\u00fcbersch\u00fcsse, Verbrennungsmotor, billige Energie, sichere Absatzm\u00e4rkte, Weltmarktf\u00fchrung aus Tradition. Doch diese Welt kommt nicht zur\u00fcck. Wer Politik f\u00fcr die Vergangenheit macht, produziert Stillstand.Die Aufgabe der Bundesregierung w\u00e4re nicht, den Menschen Moralpredigten \u00fcber Arbeit und Leistung zu halten. Die Aufgabe w\u00e4re, Zukunftspolitik zu machen: Investitionen in Digitalisierung, KI, Bildung, Forschung, Energieinfrastruktur, bezahlbares Wohnen, \u00f6ffentliche Verwaltung und Kaufkraft. Nicht Nostalgie schafft Wohlstand, sondern Vertrauen in morgen.Deutschland hat kein Faulheitsproblem. Deutschland hat ein Zukunftsproblem. Und das l\u00f6st man nicht, indem man die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger beschimpft. Man l\u00f6st es, indem man ihnen Gr\u00fcnde gibt, wieder an dieses Land zu glauben.\u00c4hnliche Beitr\u00e4ge:Unfall in Richtung K\u00f6ln: Motorradfahrer f\u00e4hrt in Mercedes \u2013 A57 wieder freiWer Innovation fordert, darf Zukunft nicht ausbremsenVolt sucht mit Trainingsprogramm \u201eNext Generation Politics\u201c politische Talente"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Nicht die Deutschen sind zu faul \u2013 die Politik schaut nur zu oft zur\u00fcck","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/nicht-die-deutschen-sind-zu-faul-die-politik-schaut-nur-zu-oft-zurueck\/#breadcrumbitem"}]}]