[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/nord-stream-2-pipeline-betreiber-klagt-gegen-eu-sanktionen\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/nord-stream-2-pipeline-betreiber-klagt-gegen-eu-sanktionen\/","headline":"Nord Stream 2: Pipeline-Betreiber klagt gegen EU-Sanktionen","name":"Nord Stream 2: Pipeline-Betreiber klagt gegen EU-Sanktionen","description":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechseln Russland Nord Stream 2: Pipeline-Betreiber klagt gegen EU-Sanktionen Um die Zukunft der Nord-Stream-Pipelines ringen US-Investoren, Russland und die EU. Europ\u00e4ische Sanktionen sollten Spekulationen \u00fcber einen amerikanisch-russischen Energie-Deal zulasten Europas ein Ende setzen. 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Europ\u00e4ische Sanktionen sollten Spekulationen \u00fcber einen amerikanisch-russischen Energie-Deal zulasten Europas ein Ende setzen. Doch die Betreiberfirma wehrt sich und klagt.                    von                                Alexej Hock13. Januar 2026                                Ein Mitarbeiter von Nord Stream 2 steht auf der Molchempfangsstation f\u00fcr die Ostseepipeline Nord Stream 2 in der Gas-Anlandeanlage. Urspr\u00fcnglich sollte die Pipeline f\u00fcr Erdgas aus Russland Ende 2019 in Betrieb gehen. Knapp acht Milliarden Euro wurden bereits in die Pipeline investiert. Derzeit fehlen noch 150 des insgesamt 2.360 Kilometer langen Doppelstrangs der deutsch-russischen Erdgaspipeline Nord Stream 2.                            Die Betreiberfirma von Nord Stream 2 geht rechtlich gegen EU-Sanktionen vor, die eine Wiederinbetriebnahme der Gas-Pipelines ausschlie\u00dfen sollen. Das Unternehmen mit Sitz in der Schweiz hat bereits im Oktober eine Klage gegen den Rat der Europ\u00e4ischen Union eingereicht. Sie will erreichen, dass die j\u00fcngsten Versch\u00e4rfungen der Sanktionen vom Juli 2025 g\u00e4nzlich \u2013 oder alternativ in Abstufungen \u2013 zur\u00fcckgenommen werden. Die EU hat den Vorgang erst am Dienstag in ihrem Amtsblatt \u00f6ffentlich gemacht.Die Frage nach der Zukunft der Nord Stream-Pipelines ist nach der russischen Invasion in die Ukraine zu einer geopolitischen Machtfrage geworden. Sollen die R\u00f6hren auf dem Boden der Ostsee gewartet werden, um sie im Falle eines Waffenstillstandes in der Ukraine f\u00fcr einen Energie-Deal zwischen Trump-nahen US-Investoren und Russland nutzen zu k\u00f6nnen? Recherchen von CORRECTIV und iStories hatten entsprechende Pl\u00e4ne \u00f6ffentlich gemacht.Oder soll das Projekt, ein Symbol der verfehlten Energiepolitik Deutschlands und Europas, ein f\u00fcr alle Mal Geschichte sein? Im Juli 2025 hat die EU umfassende Sanktionen gegen die beiden Pipeline-Projekte Nord Stream und Nord Stream 2 verabschiedet, um jegliche zuk\u00fcnftigen Verkaufs- und Betriebsszenarien zu unterbinden.Die EU-Sanktionen beinhalten seitdem ein vollst\u00e4ndiges Verbot von Gesch\u00e4ften, die etwa eine Fertigstellung, die Wartung, den Betrieb und eine k\u00fcnftige Nutzung der Pipelines erm\u00f6glichen. Lediglich klar definierte Ausnahmen m\u00fcssen seitdem genehmigt werden.Dagegen geht die Nord Stream 2 AG nun vor. Sie beantragt eine g\u00e4nzliche Streichung der neuesten Versch\u00e4rfung, bei der es auch um das erste der beiden Nord Stream Projekte geht. Hilfsweise soll es nur um Nord Stream 2 gehen. Zumindest jedoch soll das Transaktionsverbot und die von der EU vorgegebene Genehmigungspflicht f\u00fcr Zahlungen und Gesch\u00e4fte gestrichen werden.Die Deutsche Umwelthilfe zeigt sich alarmiert. Bundesgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Sascha M\u00fcller-Kraenner warnt, dass sich Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) nicht l\u00e4nger auf die Wirksamkeit der Sanktionen verlassen k\u00f6nne.\u201eMerz muss selber daf\u00fcr sorgen, dass ein Betrieb von Nord Stream 2 dauerhaft unm\u00f6glich wird. Wir fordern Kanzler Merz auf, der Pipeline die immer noch g\u00fcltige deutsche Betriebsgenehmigung zu entziehen\u201c, sagt M\u00fcller-Kraenner. \u201eDieses fossile Megaprojekt darf nicht erneut zum Spielball f\u00fcr Putin und seine geopolitischen und fossilen Interessen werden.\u201cDie Pipelines Nord Stream 1 und 2 sind im September 2022 nach der russischen Invasion in die Ukraine durch Explosionen besch\u00e4digt worden. Lediglich ein Strang von Nord Stream 2 blieb unversehrt. Nord Stream 2 ist allerdings nie in Betrieb gegangen. Eine Betriebsgenehmigung wurde erteilt, jedoch ist das Zertifizierungsverfahren infolge des russischen Angriffskrieges gestoppt worden.Im Mai 2025 entging die Nord Stream 2 AG durch einen Schuldenschnitt ihrer Gro\u00dfgl\u00e4ubiger der Insolvenz. Dadurch konnte das Unternehmen weiter nach Investoren suchen, was Ger\u00fcchte \u00fcber einen amerikanisch-russischen Deal zulasten Europas und eine m\u00f6gliche k\u00fcnftige Inbetriebnahme befeuerte. CORRECTIV hatte dar\u00fcber berichtet, dass im Juli 2025 Wartungsarbeiten an Nord Stream 2 durchgef\u00fchrt werden sollten. Die Europ\u00e4ische Union reagierte mit den Sanktionsversch\u00e4rfungen.Die Interessen der Nord Stream 2 AG gegen die EU vertritt der deutsch-franz\u00f6sische Anwalt\u00a0 Bertrand Malmendier, der sich auch in anderen F\u00e4llen f\u00fcr russische Staatsinteressen einsetzt. So vertritt er den \u00d6lkonzern Rosneft in Deutschland und setzt sich daf\u00fcr ein, dass Rosneft seine Anteile an der Raffinerie PCK in Schwedt behalten kann und Sanktionen aufgehoben werden.Die Bundesregierung hatte die Raffinerie PCK unter staatliche Treuhandverwaltung gestellt und die Lieferung von russischem \u00d6l nach Schwedt gestoppt. Auch diese Beteiligungen waren nach Recherchen von CORRECTIV im Gespr\u00e4ch f\u00fcr einen m\u00f6glichen amerikanischen-russischen Energie-Deal.Redigat &amp; Faktencheck: Ulrich KraetzerZur Quelle wechselnAuthor: Finn Sch\u00f6neck"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Nord Stream 2: Pipeline-Betreiber klagt gegen EU-Sanktionen","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/nord-stream-2-pipeline-betreiber-klagt-gegen-eu-sanktionen\/#breadcrumbitem"}]}]