[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/populismus-macht-uns-nicht-staerker-er-macht-uns-aermer\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/populismus-macht-uns-nicht-staerker-er-macht-uns-aermer\/","headline":"Populismus macht uns nicht st\u00e4rker. Er macht uns \u00e4rmer.","name":"Populismus macht uns nicht st\u00e4rker. Er macht uns \u00e4rmer.","description":"6 min gesch\u00e4tzte Lesedauer Populismus verspricht einfache Antworten auf komplizierte Fragen. 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Doch am Ende zahlen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger, Unternehmen und Kommunen den Preis: mit weniger Vertrauen, weniger Investitionen, schw\u00e4cheren Institutionen und sinkendem Wohlstand.Es klingt oft verf\u00fchrerisch einfach: Die da oben sind schuld. Die Eliten betr\u00fcgen das Volk. Die Institutionen stehen im Weg. Die Presse l\u00fcgt. Die Wissenschaft ist gekauft. Die Gerichte behindern den angeblichen Volkswillen. Und irgendwo wartet eine starke F\u00fchrungsperson, die endlich \u201eaufr\u00e4umt\u201c.Genau das ist der Kern des Populismus. Er lebt davon, eine Gesellschaft in zwei Lager zu spalten: hier das angeblich reine Volk, dort die angeblich korrupte Elite. Das klingt k\u00e4mpferisch. Es klingt nach Klarheit. Es klingt f\u00fcr manche sogar nach Demokratie. In Wahrheit ist es das Gegenteil von verantwortlicher Politik.Denn Demokratie ist nicht die Herrschaft der lautesten Parole. Demokratie ist das m\u00fchsame, manchmal langsame, aber unverzichtbare Verfahren, Konflikte friedlich auszutragen, Macht zu begrenzen, Minderheiten zu sch\u00fctzen und Entscheidungen \u00fcberpr\u00fcfbar zu machen. Wer diese Regeln verachtet, besch\u00e4digt nicht nur den politischen Anstand. Er besch\u00e4digt auch die wirtschaftliche Grundlage unseres Wohlstands.Das wird in politischen Debatten viel zu selten klar ausgesprochen: Demokratie, Rechtsstaat und offene Gesellschaft sind keine Luxusg\u00fcter f\u00fcr gute Zeiten. Sie sind harte Standortfaktoren.Unternehmen investieren dort, wo Regeln gelten. Menschen gr\u00fcnden dort, wo Eigentum gesch\u00fctzt ist, Gerichte unabh\u00e4ngig sind, Verwaltung funktioniert und politische Entscheidungen nicht jeden Morgen per Bauchgef\u00fchl ge\u00e4ndert werden. Besch\u00e4ftigte brauchen Sicherheit. Familien brauchen Planbarkeit. Kommunen brauchen verl\u00e4ssliche Rahmenbedingungen. Wer st\u00e4ndig Misstrauen gegen Institutionen s\u00e4t, s\u00e4gt deshalb nicht nur am demokratischen Ast. Er s\u00e4gt am wirtschaftlichen Fundament.Die Forschung zeigt das inzwischen ziemlich deutlich. Daron Acemoglu, Suresh Naidu, Pascual Restrepo und James A. Robinson kommen in ihrer vielbeachteten Arbeit zu dem Ergebnis, dass Demokratie einen positiven und robusten Effekt auf das Bruttoinlandsprodukt hat; Demokratisierung erh\u00f6he das Pro-Kopf-BIP langfristig deutlich, unter anderem durch mehr Investitionen, bessere \u00f6ffentliche G\u00fcter, Reformf\u00e4higkeit und weniger soziale Unruhe.Auch die Bilanz populistischer Regierungen ist ern\u00fcchternd. Manuel Funke, Moritz Schularick und Christoph Trebesch haben populistische Regierungschefs seit 1900 untersucht. Ihr Ergebnis: Nach 15 Jahren liegt das Pro-Kopf-BIP in L\u00e4ndern mit populistischer F\u00fchrung im Durchschnitt rund zehn Prozent niedriger als in einem plausiblen Vergleichsszenario ohne populistische Regierung. Populismus geht demnach h\u00e4ufig mit schw\u00e4cherer makro\u00f6konomischer Stabilit\u00e4t, institutioneller Erosion und wirtschaftlicher Desintegration einher. .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5 , .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5 .postImageUrl , .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5 .centered-text-area { min-height: 80px; position: relative; } .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5 , .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5:hover , .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5:visited , .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5:active { border:0!important; } .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5 .clearfix:after { content: \"\"; display: table; clear: both; } .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5 { display: block; transition: background-color 250ms; webkit-transition: background-color 250ms; width: 100%; opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -moz-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -o-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -webkit-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); } .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5:active , .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5:hover { opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; } .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5 .centered-text-area { width: 100%; position: relative; } .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5 .ctaText { border-bottom: 0 solid #fff; color: #000000; font-size: 16px; font-weight: bold; margin: 0; padding: 0; text-decoration: underline; } .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5 .postTitle { color: #FFFFFF; font-size: 16px; font-weight: 600; margin: 0; padding: 0; width: 100%; } .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5 .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; color: #000000; border: none; border-radius: 3px; box-shadow: none; font-size: 14px; font-weight: bold; line-height: 26px; moz-border-radius: 3px; text-align: center; text-decoration: none; text-shadow: none; width: 80px; min-height: 80px; background: url(https:\/\/cdn.shortpixel.ai\/spai\/q_lossy+ret_img+to_auto\/www.bachhausen.de\/wp-content\/plugins\/intelly-related-posts\/assets\/images\/simple-arrow.png)no-repeat; position: absolute; right: 0; top: 0; } .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5:hover .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; } .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5 .centered-text { display: table; height: 80px; padding-left: 18px; top: 0; } .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5 .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5-content { display: table-cell; margin: 0; padding: 0; padding-right: 108px; position: relative; vertical-align: middle; width: 100%; } .uee62d071c1c87e9b91ce3b8e6abaa5a5:after { content: \"\"; display: block; clear: both; } Auch interessant:&nbsp; B\u00fcrokratieabbau ja. Demokratieabbau nein.Das passt zu dem, was man im politischen Alltag beobachten kann. Populismus l\u00f6st Probleme selten. Er bewirtschaftet sie. Er braucht die Wut, die Kr\u00e4nkung, das Gef\u00fchl des Kontrollverlustes. Deshalb hat er auch kein echtes Interesse daran, Vertrauen wiederherzustellen. Er braucht Misstrauen als Treibstoff.Das ist gef\u00e4hrlich, weil viele Sorgen, aus denen Populismus entsteht, real sind. Steigende Mieten sind real. \u00dcberforderte Verwaltungen sind real. Abstiegs\u00e4ngste sind real. Einsamkeit, schlechte Infrastruktur, kaputte Schulen, fehlende Arzttermine, hohe Energiepreise und das Gef\u00fchl, nicht mehr geh\u00f6rt zu werden, sind real. Wer das kleinredet, macht es Populisten leicht.Aber aus realen Problemen folgen keine falschen L\u00f6sungen. Eine Gesellschaft wird nicht gerechter, wenn sie S\u00fcndenb\u00f6cke sucht. Eine Wirtschaft wird nicht st\u00e4rker, wenn sie Institutionen ver\u00e4chtlich macht. Ein Land wird nicht souver\u00e4ner, wenn es internationale Zusammenarbeit zerst\u00f6rt. Eine Stadt wird nicht lebenswerter, wenn Politik nur noch aus Emp\u00f6rung besteht.Gerade in K\u00f6ln, im K\u00f6lner Norden und in unseren Veedeln wissen wir doch, worauf es ankommt: funktionierende Schulen, bezahlbares Wohnen, sichere Wege, gute Kitas, verl\u00e4sslicher Nahverkehr, starke Vereine, soziale Orte, Respekt im Alltag und eine Verwaltung, die erreichbar ist. Nichts davon entsteht durch Geschrei. Nichts davon entsteht durch Feindbilder. Und nichts davon wird besser, wenn demokratische Institutionen geschw\u00e4cht werden.Populismus ist auch f\u00fcr Unternehmen ein Problem. Investoren verlangen h\u00f6here Renditen, wenn politische Unsicherheit steigt. Das verteuert Kapital, dr\u00fcckt Bewertungen und erschwert Investitionen. Der Finanzmarktforscher Claudio Sch\u00fctz kommt in seiner Arbeit zu dem Ergebnis, dass Populismus die Unsicherheit an den M\u00e4rkten erh\u00f6ht, die von Investoren verlangten Renditen steigen l\u00e4sst und damit die Eigenkapitalkosten von Unternehmen erh\u00f6ht.Das klingt technisch, hat aber eine sehr praktische Bedeutung: Wenn Kapital teurer wird, wird weniger investiert. Wenn weniger investiert wird, entstehen weniger Arbeitspl\u00e4tze, weniger Innovationen und weniger Zukunftschancen. Populismus mag sich als Anwalt der kleinen Leute ausgeben. Am Ende zahlen gerade die Menschen den Preis, die auf stabile L\u00f6hne, gute \u00f6ffentliche Leistungen und eine funktionierende Wirtschaft angewiesen sind. .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab , .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab .postImageUrl , .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab .centered-text-area { min-height: 80px; position: relative; } .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab , .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab:hover , .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab:visited , .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab:active { border:0!important; } .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab .clearfix:after { content: \"\"; display: table; clear: both; } .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab { display: block; transition: background-color 250ms; webkit-transition: background-color 250ms; width: 100%; opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -moz-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -o-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -webkit-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); } .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab:active , .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab:hover { opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; } .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab .centered-text-area { width: 100%; position: relative; } .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab .ctaText { border-bottom: 0 solid #fff; color: #000000; font-size: 16px; font-weight: bold; margin: 0; padding: 0; text-decoration: underline; } .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab .postTitle { color: #FFFFFF; font-size: 16px; font-weight: 600; margin: 0; padding: 0; width: 100%; } .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; color: #000000; border: none; border-radius: 3px; box-shadow: none; font-size: 14px; font-weight: bold; line-height: 26px; moz-border-radius: 3px; text-align: center; text-decoration: none; text-shadow: none; width: 80px; min-height: 80px; background: url(https:\/\/cdn.shortpixel.ai\/spai\/q_lossy+ret_img+to_auto\/www.bachhausen.de\/wp-content\/plugins\/intelly-related-posts\/assets\/images\/simple-arrow.png)no-repeat; position: absolute; right: 0; top: 0; } .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab:hover .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; } .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab .centered-text { display: table; height: 80px; padding-left: 18px; top: 0; } .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab-content { display: table-cell; margin: 0; padding: 0; padding-right: 108px; position: relative; vertical-align: middle; width: 100%; } .u1cbfcc85ab770f05a0c75536a5d390ab:after { content: \"\"; display: block; clear: both; } Auch interessant:&nbsp; Der Kriegskeynesianismus wird sowohl unter- als auch \u00fcbersch\u00e4tztDie entscheidende politische Antwort kann deshalb nicht lauten: Wir verbieten Wut. Sie muss lauten: Wir nehmen Sorgen ernst, ohne den demokratischen Kompass zu verlieren.Das bedeutet: Politik muss wieder besser erkl\u00e4ren, was sie tut. Sie muss Fehler eingestehen. Sie muss Entscheidungen nachvollziehbar machen. Sie muss schneller werden, ohne rechtsstaatliche Verfahren zu schleifen. Sie muss zuh\u00f6ren, ohne jedem Vorurteil hinterherzulaufen. Und sie muss liefern: bei Wohnen, Bildung, Infrastruktur, Integration, Digitalisierung, Klima, Sicherheit und sozialem Zusammenhalt.Demokratische Politik darf nicht arrogant auftreten. Aber sie darf auch nicht \u00e4ngstlich werden. Sie muss klar sagen: Wer die Demokratie ver\u00e4chtlich macht, gef\u00e4hrdet nicht nur Minderheiten, Medien oder Parlamente. Er gef\u00e4hrdet den Wohlstand aller.Denn Wohlstand entsteht nicht nur in Fabriken, B\u00fcros, Werkst\u00e4tten und Start-ups. Er entsteht auch in Institutionen. In Vertrauen. In verl\u00e4sslichen Regeln. In freien Medien. In unabh\u00e4ngigen Gerichten. In Parlamenten, die streiten d\u00fcrfen. In Verwaltungen, die dem Recht verpflichtet sind und nicht einer Partei. In einer Stadtgesellschaft, die unterschiedliche Menschen zusammenh\u00e4lt, statt sie gegeneinander auszuspielen.Populismus verspricht Kontrolle und produziert Unsicherheit. Er verspricht St\u00e4rke und schw\u00e4cht Institutionen. Er verspricht Wohlstand und macht Gesellschaften \u00e4rmer.Deshalb ist der Kampf gegen Populismus keine Aufgabe f\u00fcr Sonntagsreden. Er geh\u00f6rt mitten in die Kommunalpolitik, in die Wirtschaftspolitik, in die Sozialpolitik und in die t\u00e4gliche Arbeit vor Ort. Wer Demokratie st\u00e4rkt, st\u00e4rkt auch den Standort. Wer Vertrauen schafft, schafft Zukunft. Wer Probleme l\u00f6st, nimmt Populisten den Raum.Die offene Gesellschaft ist kein Selbstl\u00e4ufer. Sie muss jeden Tag verteidigt, verbessert und erneuert werden. Nicht mit \u00dcberheblichkeit. Nicht mit Moral von oben. Sondern mit klarer Haltung, guter Politik und dem festen Willen, die realen Probleme der Menschen besser zu l\u00f6sen als jene, die nur von ihnen leben.teilen&nbsp;&nbsp;teilen&nbsp;teilen&nbsp;teilen&nbsp;teilen&nbsp;teilen&nbsp;E-Mail&nbsp;\u00c4hnliche Beitr\u00e4ge:Tankrabatt ad\u00e9 \u2013 aber wann investieren wir endlich in die Zukunft?B\u00fcrokratieabbau ja. Demokratieabbau nein.Wohneigentum darf kein Privileg f\u00fcr Kapitalanleger sein"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Populismus macht uns nicht st\u00e4rker. Er macht uns \u00e4rmer.","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/populismus-macht-uns-nicht-staerker-er-macht-uns-aermer\/#breadcrumbitem"}]}]