[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/ruecktritt-eines-katholischen-pfarrers-bislang-nicht-bekannte-vorwuerfe-und-ein-brisantes-gutachten\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/ruecktritt-eines-katholischen-pfarrers-bislang-nicht-bekannte-vorwuerfe-und-ein-brisantes-gutachten\/","headline":"R\u00fccktritt eines katholischen Pfarrers: \u201eBislang nicht bekannte Vorw\u00fcrfe\u201c und ein brisantes Gutachten","name":"R\u00fccktritt eines katholischen Pfarrers: \u201eBislang nicht bekannte Vorw\u00fcrfe\u201c und ein brisantes Gutachten","description":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechseln Missbrauch in der katholischen Kirche R\u00fccktritt eines katholischen Pfarrers: \u201eBislang nicht bekannte Vorw\u00fcrfe\u201c und ein brisantes Gutachten Ein kirchliches Gutachten im Bistum Passau zeigt gravierende Grenz\u00fcberschreitungen eines Pfarrers. 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Nach einer Anfrage von CORRECTIV trat der Pfarrer zur\u00fcck. Die Gr\u00fcnde, so das Bistum, seien aber \u201ebislang nicht bekannte Vorw\u00fcrfe\u201c.                    von                                Marcus Bensmann20. M\u00e4rz 2025                                Im Bistum des Bischofs von Passau, Stefan Oster (re.) trat ein Pfarrer zur\u00fcck. Streit gibt es offenbar um ein Gutachten \u00fcber den Pfarrer. Foto: Peter Back \/ picture alliance \/ Geisler Foto Express                            Ein angeblich \u201ebeliebter\u201c Pfarrer im Bistum Passau tritt zur\u00fcck, doch die Gr\u00fcnde bleiben\u00a0 im Dunkeln. Das bayerische Bistum schreibt in einer heutigen Presseerkl\u00e4rung von \u201ebislang nicht bekannten Vorw\u00fcrfen\u201c. Es d\u00fcrfte aber auch mit einem brisanten Gutachten \u00fcber den Pfarrer zu tun haben.Die Erkl\u00e4rung des Bistums folgte nur kurz nach einer CORRECTIV-Anfrage zu einem vertraulichen Gutachten des \u201eunabh\u00e4ngigen Ansprechpartners bei geistlichem Missbrauch\u201c im Bistum Passau, Helmut H\u00f6fl, die CORRECTIV zugespielt wurde. In dem 151-seitigen Gutachten wird dem Pfarrer \u201egeistiger Missbrauch\u201c vorgeworfen. Der Priester soll Jugendliche auf kirchlichen Fahrten zu exzessivem Trinken von Alkohol verleitet haben. In dem Gutachten hei\u00dft es: \u201eBesonders besorgniserregend sei, dass das Verhalten des Priesters klare ,grooming-artige\u2018 Z\u00fcge tr\u00e4gt: Er testet und \u00fcberschreitet Grenzen und schafft ein Umfeld, in dem die Jugendlichen zunehmend weniger in der Lage sind, riskante oder unangemessene Situationen als solche zu erkennen.\u201c Unter Grooming versteht man eine Methode von Erwachsenen, Vertrauen bei Jugendlichen und Kindern zu erschleichen \u2013 m\u00f6glicherweise zur Vorbereitung sexuellen Missbrauchs. Im Fall des Pfarrers gibt es aber keine Hinweise darauf, dass es zu sexuellem Missbrauch gekommen ist. In dem Gutachten geht es auch um Mobbing-Vorw\u00fcrfe gegen\u00fcber Gemeindemitgliedern, die diese Missst\u00e4nde kritisiert hatten.Gutachten: Mobbingvorw\u00fcrfe gegen Kritiker\u00a0Die Presseerkl\u00e4rung des Bistums auf die CORRECTIV-Anfrage ist widerspr\u00fcchlich. Auf der einen Seite \u00fcbernimmt sie Vorw\u00fcrfe der Studie, die sie als Verdacht einstuft: \u201eSeit einiger Zeit gebe es Verd\u00e4chtigungen gegen seine Person, die ihm schwerwiegendes Fehlverhalten in der Jugendarbeit unterstellten\u201c, hei\u00dft es in der Presseerkl\u00e4rung, der Umgang mit Alkohol st\u00fcnde im Fokus. \u201eZudem werde er seit einigen Monaten auch der geistlichen Manipulation verd\u00e4chtigt\u201c. Das sei aber nicht der Grund des R\u00fccktritts. Das Bistum schreibt, dass der Pfarrer in einem Gottesdienst eine \u201efalsche Behauptung\u201c aufgestellt habe, die Mobbing gegen Kritiker des Pfarrers ausgel\u00f6st habe. Laut der Presseerkl\u00e4rung habe sich der Pfarrer f\u00fcr eigenes Fehlverhalten entschuldigt: \u201eGegen\u00ad\u00fcber der Bis\u00adtums\u00adlei\u00adtung hat er erkl\u00e4rt, die eige\u00adnen Feh\u00adler, die letzt\u00adlich f\u00fcr die ent\u00adstan\u00adde\u00adne Eska\u00adla\u00adti\u00adon urs\u00e4ch\u00adlich waren, zu bedau\u00adern.\u201cPressestelle des Bischofs \u201enicht neutral\u201cIn der Pressemitteilung kritisiert das Bistum ausdr\u00fccklich das Gutachten \u00fcber den Pfarrer: Darin w\u00fcrden \u201eSachverhalte unrichtig dargestellt und widerlegbare Behauptungen aufgestellt\u201c. Das Bistum habe deswegen sogar eine Anwaltskanzlei hinzugezogen. Der R\u00fccktritt des Pfarrers erfolgt so offenbar nicht wegen der Studie, sondern wegen neuer Vorw\u00fcrfe: \u201eNach\u00addem dem Bis\u00adtum Anfang die\u00adser Woche neue, bis\u00adlang nicht bekann\u00adte Vor\u00adw\u00fcr\u00adfe \u00fcber\u00admit\u00adtelt wur\u00adden, wird der Sach\u00adver\u00adhalt nun\u00admehr zur trans\u00adpa\u00adren\u00adten Auf\u00adkl\u00e4\u00adrung den staat\u00adli\u00adchen Ermitt\u00adlungs\u00adbe\u00adh\u00f6r\u00adden vorgelegt\u201c. Das Bistum schreibt nicht, welche \u201eSachverhalte\u201c es meint und worauf sich die Vorw\u00fcrfe beziehen.\u00a0\u201eDie Pressestelle des Bistums ist nicht neutral: sie hat nicht zu beurteilen, ob der Pfr. \u2018beliebt\u2018 sei\u201c, schreibt der Verfasser der vom Bistum kritisierten Studie. Die unabh\u00e4ngige Kommission zur Aufarbeitung des sexuellen Kindesmissbrauchs solle aufzeigen, \u201ewie das Bistum einseitig arbeitet\u201c, schreibt H\u00f6fl gegen\u00fcber CORRECTIV.\u00dcber zwei Jahre scheute der Bischof, so die Studie, harte Konsequenzen, nachdem erste Vorw\u00fcrfe im Sommer 2023 \u00fcber das Verhalten des Pfarrers auf einer Jugendfahrt bekannt geworden waren. Die Vorw\u00fcrfe richteten sich gegen einen \u201ebeliebten\u201c Geistlichen, wie auch das Bistum heute schreibt. Aus dem Gutachten geht hervor, dass er es offenbar schaffte, die Kirche wieder zu f\u00fcllen und vor allem wieder mehr Jungen als Messdiener zu gewinnen.\u00a0Das lange Abwarten des Bischofs \u00fcberraschtDie katholische Kirche in Deutschland und weltweit wird seit \u00fcber 20 Jahren von Berichten \u00fcber klerikalen Missbrauch ersch\u00fcttert. Seither hat die Kirche in Deutschland Aufkl\u00e4rung und Pr\u00e4vention versprochen. Die grenz\u00fcberschreitende N\u00e4he eines charismatischen Priesters zu Jugendlichen zeigt sich in den bekannten F\u00e4llen als ein oft wiederkehrendes Muster.\u00a0Auch der Fall des notorischen Missbrauchspriesters Peter H. zeigt dies deutlich. Dieser missbrauchte seit Mitte der 1970iger Jahren in verschiedenen Gemeinden regelm\u00e4\u00dfig Jungen. H. sorgte ab Ende der 1980iger Jahren \u00fcber zwei Jahrzehnte in den oberbayerischen Gemeinden Garching an der Alz und Engelsberg ebenfalls f\u00fcr volle Kirchen und scharte \u00fcber 100 Messdiener um sich, unter denen er dann seine Opfer suchte. Das vom Erzbistum M\u00fcnchen und Freising beauftragte Missbrauchsgutachten zeigte, dass H. unter dem Schutz der Bisch\u00f6fe ungehindert seine Taten vollziehen konnte. CORRECTIV recherchiert seit 2019 intensiv zu diesem Fall und konnte zeigen, dass selbst der verstorbene deutsche Papst Benedikt XVI. \u00fcber die Gef\u00e4hrlichkeit des Priesters wusste, aber nichts unternahm. Einer der Opfer, Andreas Perr, verklagt das Erzbistum M\u00fcnchen und Freising auf Schadenersatz. Das Verfahren l\u00e4uft noch.Redaktion: Justus von DanielsZur Quelle wechselnAuthor: Justus von Daniels"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"R\u00fccktritt eines katholischen Pfarrers: \u201eBislang nicht bekannte Vorw\u00fcrfe\u201c und ein brisantes Gutachten","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/ruecktritt-eines-katholischen-pfarrers-bislang-nicht-bekannte-vorwuerfe-und-ein-brisantes-gutachten\/#breadcrumbitem"}]}]