[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/studie-die-groesste-taetergruppe-wird-systematisch-verschwiegen\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/studie-die-groesste-taetergruppe-wird-systematisch-verschwiegen\/","headline":"Studie: Die gr\u00f6\u00dfte T\u00e4tergruppe wird systematisch verschwiegen","name":"Studie: Die gr\u00f6\u00dfte T\u00e4tergruppe wird systematisch verschwiegen","description":"Ja, die Medien verschweigen dir was beim Thema Kriminalit\u00e4t. Aber anders, als dir immer eingeredet wird. Eine neue Studie zeigt: Die gr\u00f6\u00dfte Gruppe an Tatverd\u00e4chtigen wird systematisch verschwiegen. 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Aber anders, als dir immer eingeredet wird. Eine neue Studie zeigt: Die gr\u00f6\u00dfte Gruppe an Tatverd\u00e4chtigen wird systematisch verschwiegen.Wenn es um Kriminalit\u00e4t geht, dann berichten Medien sehr viel h\u00e4ufiger \u00fcber ausl\u00e4ndische Tatverd\u00e4chtige \u2013 und so gut wie nie \u00fcber deutsche. Das zeigt eine neue Auswertung von hunderten Zeitungs- und TV-Berichten f\u00fcr 2025. Wird die Herkunft von Tatverd\u00e4chtigen bei Gewalttaten genannt, geht es fast immer um Ausl\u00e4nder. Und wenn der Tatverd\u00e4chtige Deutscher ist, wird das meist weggelassen.Das verzerrte Bild von Kriminalit\u00e4t in den Medien ist heute schlimmer als fr\u00fcher. Der st\u00e4ndig wiederholte Vorwurf von Rechten, es gebe \u201eeine L\u00fcckenpresse\u201c und man \u201ed\u00fcrfe \u00fcber Kriminalit\u00e4t nicht alles schreiben\u201c, hat gewirkt. Allerdings anders, als man zuerst denkt. Es ist die Kriminalit\u00e4t von Deutschen, die inzwischen kaum noch in Medien vorkommt. Und das, obwohl Deutsche mit Abstand die meisten Straftaten ver\u00fcben.Ein Beispiel: Im Februar 2025 f\u00e4hrt ein junger Afghane in M\u00fcnchen mit dem Auto in eine Gewerkschafts-Demo. Zwei Menschen sterben. Alle Medien berichten ausf\u00fchrlich, teilweise mit Live-Schalten von vor Ort. Die ARD sendet einen \u201eBrennpunkt\u201c. Keine drei Wochen sp\u00e4ter: In Mannheim f\u00e4hrt ein 40-J\u00e4hriger in eine Menschenmenge und t\u00f6tet ebenfalls zwei Menschen. Als bekannt wird, dass der Tatverd\u00e4chtige (nicht T\u00e4ter!) ein Deutscher ohne Migrationshintergrund ist, flaut die Berichterstattung ab. Es gibt nur halb so viele Berichte, einen ARD-Brennpunkt gibt es nicht. Die Medien interessieren sich nicht f\u00fcr alle F\u00e4lle gleicherma\u00dfen.Nur halb so viele Artikel zu Mannheim wie zu Magdeburg &amp; M\u00fcnchenAusl\u00e4ndische Tatverd\u00e4chtige dreimal h\u00e4ufiger in MedienDas ist kein Sonderfall, wie neue Zahlen zeigen: In TV-Berichten werden zu 95 Prozent Ausl\u00e4nder als Tatverd\u00e4chtige genannt, wenn die Herkunft erw\u00e4hnt wird. In Zeitungsberichten sind es 91 Prozent. Eine starke Verzerrung. Zum Vergleich: Laut polizeilicher Kriminalstatistik machen Ausl\u00e4nder ein Drittel (34,3 Prozent) der Tatverd\u00e4chtigen bei Gewalttaten aus.Damit kommen ausl\u00e4ndische Tatverd\u00e4chtige in Medienberichten dreimal h\u00e4ufiger vor, als es ihrem tats\u00e4chlichen Anteil an Gewalttaten entspricht, so der Medien-Forscher Thomas Hestermann f\u00fcr den Mediendienst Integration. Er erforscht seit Jahren die Kriminalit\u00e4tsberichte in deutschen Medien. Die Medien w\u00fcrden heute h\u00e4ufiger die Nationalit\u00e4t nennen: Jeder dritte Zeitungsbericht nennt inzwischen die Herkunft, in TV-Berichten ist es jeder Vierte. Und die Verzerrung war noch nie so stark wie in diesem Jahr.Die stille ZensurUmgedreht bedeutet das, obwohl 66 Prozent der Tatverd\u00e4chtigen Deutsche sind, werden sie nur in 9 Prozent der Zeitungsberichte oder 5 Prozent der Fernsehberichte erw\u00e4hnt \u2013 eine krasse Zensur!Jetzt denkst du bestimmt: Klar, warum sollte man das jedes Mal erw\u00e4hnen, wenn ein Straft\u00e4ter Deutscher ist? Ist doch normal! Und das ist genau der Punkt: Die Herkunft sollte \u00fcberhaupt nur erw\u00e4hnt werden, wenn sie etwas mit der Tat zu tun hat. Aber es scheint, als ob viele Journalisten in den letzten Jahren dazu \u00fcbergegangen sind, sie bei Ausl\u00e4ndern lieber immer zu nennen. Sonst k\u00f6nnte einem ja noch jemand vorwerfen, sie wegzulassen.Nichts kann Vorurteile so sehr triggern wie Berichte zu Verbrechen und Migration. Deswegen nennen Journalisten die Nationalit\u00e4t von Straft\u00e4tern \u201ein der Regel\u201c nicht, so der Deutsche Presserat in seinen Empfehlungen. Der Presserat ist die freiwillige Selbstkontrolle der deutschen Medien. Die Herkunft sollte nur bei schweren Straftaten genannt werden und wenn sie zum Verst\u00e4ndnis der Tat wichtig ist. Aber auch hier gab es \u00c4nderungen. Und das hat mit der K\u00f6lner Silvesternacht zu tun.Indirekte Folge der K\u00f6lner SilvesternachtAn Silvester 2015 wurden in K\u00f6ln hunderte Frauen Opfer sexueller \u00dcbergriffe. Die meisten T\u00e4ter kamen aus Algerien oder Marokko. Der deutsche Presserat \u00e4nderte daraufhin 2017 seine Empfehlungen. Nun reichte auch ein \u201ebesonderes \u00f6ffentliches Interesse\u201c aus, um \u00fcber die Herkunft von Tatverd\u00e4chtigen zu berichten. Zu mehr Klarheit hat das aber offenbar nicht gef\u00fchrt. Medien nennen jetzt h\u00e4ufiger die Nationalit\u00e4t \u2013 und sie nennen sie fast nur noch bei Ausl\u00e4ndern.Nur um das noch mal festzuhalten: Es geht nicht darum, die Herkunft von Straft\u00e4tern zu verschweigen. Nat\u00fcrlich m\u00fcssen Medien weiter \u00fcber \u201eAu\u00dfergew\u00f6hnliches\u201c berichten k\u00f6nnen. Aber etwas \u201eanderes als die Vergr\u00f6\u00dferung des Au\u00dfergew\u00f6hnlichen ist die Verzerrung\u201c, so Hestermann. Es geh\u00f6rt zur Sorgfaltspflicht von Journalisten und Redaktionen, von Fall zu Fall abzuw\u00e4gen, ob die Herkunft genannt wird. \u201eReine Neugier ist kein geeigneter Ma\u00dfstab\u201c, sagt auch der Presserat.\u201eHei\u00dft der Tatverd\u00e4chtige Jan, bleibt die Nationalit\u00e4t unerw\u00e4hnt.\u201cWie schwierig das ist, zeigt das Beispiel der \u201eMesserangriffe\u201c. So berichtet zum Beispiel die Deutsche Presseagentur \u00fcber die Nationalit\u00e4t von Messerangreifern, wenn die Taten \u201ein gro\u00dfer \u00d6ffentlichkeit stattfinden, Kinder verletzt werden oder es Hinweise auf einen politischen, religi\u00f6sen oder kulturellen Hintergrund gibt\u201c.Nur scheinen alle diese \u201eAusnahmen\u201c nur bei ausl\u00e4ndischen T\u00e4tern eine Rolle zu spielen. In Berichten \u00fcber Messerkriminalit\u00e4t nannten Medien die Herkunft fast immer nur bei Ausl\u00e4ndern, wie eine Untersuchung von 2023 zeigte. Obwohl die H\u00e4lfte aller Tatverd\u00e4chtigen bei Messerangriffen Deutsche sind. \u201eHei\u00dft der Tatverd\u00e4chtige etwa Siegfried, Jan oder Hartmut, bleibt die Nationalit\u00e4t unerw\u00e4hnt\u201c, fasst Hestermann zusammen.Nachgeben gegen\u00fcber rechtem DruckEin weiterer Grund liegt bei der Polizei: Die Polizeibeh\u00f6rden in Nordrhein-Westfalen und Bayern haben dieses Jahr erkl\u00e4rt, sie wollten ab jetzt immer die Herkunft von Tatverd\u00e4chtigen nennen \u2013 also bei Ausl\u00e4ndern wie bei Deutschen. Die Beh\u00f6rden begr\u00fcndeten das mit der \u201eDiskussion \u00fcber die Nationalit\u00e4t von Tatverd\u00e4chtigen in den sozialen Medien\u201c. Man wolle so mehr Transparenz erreichen.Der Presserat warnte vor dieser Schein-Transparenz. Und die neuen Zahlen zeigen: Tats\u00e4chlich scheint die vermeintliche Transparenz dazu zu f\u00fchren, dass Medien immer einseitiger \u00fcber Straftaten berichten. Eine Einseitigkeit, die direkt rassistischen Vorurteilen und der rechtsextremen AfD in die H\u00e4nde spielt. Ein Rechtsruck in der Medienlandschaft, den niemand anspricht.Artikelbild: fizkes, shutterstock.comZur Quelle wechseln"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Studie: Die gr\u00f6\u00dfte T\u00e4tergruppe wird systematisch verschwiegen","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/studie-die-groesste-taetergruppe-wird-systematisch-verschwiegen\/#breadcrumbitem"}]}]