[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/tag-nach-der-bundestagswahl-dpa-meldung-ueber-vergabe-des-innenministeriums-ist-erfunden\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/tag-nach-der-bundestagswahl-dpa-meldung-ueber-vergabe-des-innenministeriums-ist-erfunden\/","headline":"Tag nach der Bundestagswahl: DPA-Meldung \u00fcber Vergabe des Innenministeriums ist erfunden","name":"Tag nach der Bundestagswahl: DPA-Meldung \u00fcber Vergabe des Innenministeriums ist erfunden","description":"Dieser Artikel stammt von CORRECTIV.Faktencheck \/ Zur Quelle wechseln Bundestagswahl 2025 Tag nach der Bundestagswahl: DPA-Meldung \u00fcber Vergabe des Innenministeriums ist erfunden Einen Tag nach der Bundestagswahl berichtet das rechtspopulistische Internetportal Nius, der CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz \u00fcberlasse das Innenministerium der SPD. 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Nius bezieht sich dabei auf eine Meldung der Nachrichtenagentur DPA, doch die hat es nie gegeben.                     von                                Kimberly Nicolaus26. Februar 2025                                Das B\u00fcrogeb\u00e4ude der Deutschen Presse-Agentur in Friedrichshain-Kreuzberg, Berlin (Foto: Schoening \/ Imagebroker \/ Picture Alliance)                                        Behauptung                    Die Nachrichtenagentur DPA habe am 24. Februar 2025 berichtet, dass Friedrich Merz der SPD das Innenministerium \u00fcberlassen wolle.                        Aufgestellt von:     Nius                            Datum:                24.02.2025            Quelle            Bewertung        Falsch\u00dcber diese Bewertung                            Falsch. Eine solche DPA-Meldung gibt und gab es nicht. CDU-Chef Friedrich Merz sowie das rechtskonservative Magazin Junge Freiheit, das zuvor die Behauptung in seiner Berichterstattung aufgriff, bezeichnen die DPA-Meldung als \u201egef\u00e4lscht\u201c. Ein DPA-Nachrichtenchef dementiert, dass die Nachrichtenagentur eine solche Meldung ver\u00f6ffentlicht hat. Nius l\u00f6schte seine Nachricht zu der gef\u00e4lschten Meldung.    Das rechtspopulistische Internetportal Nius von Ex-Bild-Chef Julian Reichelt ver\u00f6ffentlichte am Tag nach der Bundestagswahl die Nachricht, CDU-Chef Friedrich Merz habe bei einer Pr\u00e4sidiumssitzung festgelegt, das Innenministerium der SPD zu \u00fcberlassen. Das habe zuvor die Nachrichtenagentur DPA berichtet.Dass es diese Nius-Meldung gab, obwohl sie inzwischen nicht mehr abrufbar ist, belegen mehrere Screenshots in Sozialen Netzwerken. Darunter eine archivierte Version des Nius-Beitrags auf Facebook sowie ein weiterer Facebook-Beitrag, der eine entsprechende Link-Vorschau zur Nius-Webseite zeigt. Andere Beitr\u00e4ge in Sozialen Netzwerken verbreiten die angebliche Nachricht weiter.Die DPA-Meldung, die Nius als Quelle f\u00fcr seine Berichterstattung nutzt, ist jedoch erfunden.Einer der Facebook-Beitr\u00e4ge, die zu der erfundenen Nachricht auf der Nius-Webseite verlinken (Quelle: Facebook; Screenshot und Schw\u00e4rzung: CORRECTIV.Faktencheck)DPA-Nachrichtenchef dementiert, Meldung \u00fcber Vergabe des Innenministeriums ver\u00f6ffentlicht zu habenFroben Homburger, einer der Nachrichtenchefs der DPA, dementierte auf X: Die DPA habe keine solche Meldung ver\u00f6ffentlicht. Froben Homburger, Nachrichtenchef bei der DPA, wies die Berichte \u00fcber die DPA-Meldung als falsch zur\u00fcck (Quelle: X; Screenshot: CORRECTIV.Faktencheck)Zudem sprach Friedrich Merz bei einer Pressekonferenz am Tag nach der Bundestagswahl von einer \u201egef\u00e4lschten Nachricht\u201c im Namen der DPA, in der es hei\u00dft: \u201eWir h\u00e4tten angeblich \u00fcber die Verteilung der Ressorts gesprochen.\u201c Diese angebliche Meldung geistere durch Soziale Netzwerke mit dem Zeitstempel 24. Februar 2025, 9:17 Uhr, so Merz weiter. Er stellt klar: \u201eWir haben kein einziges Wort \u00fcber Personal verloren, weil das zum jetzigen Zeitpunkt einfach noch zu fr\u00fch ist.\u201cW\u00e4re eine DPA-Meldung \u00fcber die angebliche Entscheidung des CDU-Chefs Friedrich Merz ver\u00f6ffentlicht worden, h\u00e4tten viele Medienh\u00e4user die Meldung \u00fcbernommen und dar\u00fcber berichtet. Davon ist auszugehen, weil Entscheidungen \u00fcber die Verantwortlichkeiten von Ministerposten von \u00f6ffentlichem Interesse sind. Mehrere Stichwortsuchen zeigen jedoch, dass es dazu keine Medienberichte gab.Junge Freiheit entschuldigt sich f\u00fcr Ver\u00f6ffentlichung und bezeichnet DPA-Meldung als \u201egef\u00e4lscht\u201cAuf Nachfrage, woher die angebliche DPA-Meldung stammt, antwortete uns Nius: \u201eDie Meldung entstammt einer Whatsapp-Gruppe der CDU und wurde von der CDU selbst verbreitet.\u201c Darauf entgegnet CDU-Pressesprecher Armin Peter: \u201eWir \u00e4u\u00dfern uns dazu nicht, denn uns ist nicht bekannt, auf welche Whatsapp-Gruppe hier Bezug genommen wird. Offizielle Accounts der CDU Deutschlands haben die gef\u00e4lschte Meldung aber mit Sicherheit nirgendwo verbreitet.\u201cWeiter schreibt Nius, dass telefonisch bei der DPA niemand erreichbar gewesen sei, weshalb Nius die Meldung bereits nach wenigen Minuten aus dem Live-Ticker entfernt habe.Auch das rechtskonservative Magazin Junge Freiheit ver\u00f6ffentlichte die von Nius verbreitete angebliche DPA-Meldung, doch bezeichnet sie inzwischen als \u201egef\u00e4lscht\u201c. Die Junge Freiheit entschuldigte sich in einer Richtigstellung bei seinen Leserinnen und Lesern: \u201eUnser Vers\u00e4umnis war es, nicht in die Gegenrecherche gegangen zu sein und zu \u00fcberpr\u00fcfen, ob das stimmen kann.\u201c\u00a0Alle Faktenchecks rund um die Bundestagswahl 2025 lesen Sie hier.Redigatur: Steffen Kutzner, Matthias BauZur Quelle wechselnAuthor: Kimberly Nicolaus"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Tag nach der Bundestagswahl: DPA-Meldung \u00fcber Vergabe des Innenministeriums ist erfunden","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/tag-nach-der-bundestagswahl-dpa-meldung-ueber-vergabe-des-innenministeriums-ist-erfunden\/#breadcrumbitem"}]}]