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Tote 13-Jährige missbraucht, Moria, Gedenkminute: Die widerlichsten AfD-Aktionen

Autor und verantwortlich für den Artikel: Volksverpetzer (siehe unten

Abgrundtief hässlich“ reicht nicht mehr aus

Sprachwissenschaftler gestehen dem durchschnittlichen deutschen Muttersprachler einen Wortschatz von bis zu 16.000 Wörtern zu. Eigentlich sollten diese doch durchaus ausreichen, um alle Eventualitäten des Lebens zu beschreiben.

Um die, auf dem Radar des Verfassungsschutz taumelnde AfD in den letzten 72 Stunden ansatzweise korrekt zu beschreiben, muss ich gerade leider passen. Wir kennen das Niveaulimbo ja alle schon ein paar Jahre, aber den „Kreativen“ dieser Partei ist einfach jedes Mittel für ihre Agenda recht, hier fehlt es bei der Partei im Sturzflug an Grenzen, die sie im anderen Kontext doch so gerne einfordert.

Widerwärtiges, menschenfeindliches Niveaulimbo

Ich möchte nicht zu sehr auf Punkte eingehen, die einfach keine Diskussion wert sind, da möchte ich gerne Prof. Dr. Christian Drosten in Gedanken zitieren. Ja, hier haben wir als „Gutmenschen“ dann UNSERE Grenze, daher nur ganz kurz im Schnelldurchlauf meine Nominierten für die eventuell widerwärtigsten Posts und Aktionen des Jahres, überraschenderweise alle aus September 2020, alle aus den letzten 72 Stunden.

Nominierung 1: AfD erfindet Todesursache von 13-Jähriger.

Ein 13-jähriges Mädchen erleidet auf dem Nachhauseweg im Schulbus ein medizinischer Notfall, sie kann nicht mehr gerettet werden. Die Todesursache ist unklar. Wir schließen uns den Wünschen unserer Freunde bei „Die Insider“ an, solch unfassbares Leid, so eine Tragodie können nur solche Menschen ein paar Stunden später instrumentalisieren, die die Kontrolle über ihr Leben verloren haben – und damit meine ich ausnahmsweise nicht den Jogginghosen-Rebellen und „Reiskanzler“.

Wenn so etwas mit einer „Maske“ in Zusammenhang steht, dann mit derer, die bei der AfD längst gefallen ist. Weiter werden wir uns hier aus Respekt für die Hinterbliebenen nicht an Spekulationen beteiligen.

Wir sollten alle mittlerweile wissen, dass „Masken“ zwar nicht immer höchsten Tragekomfort bieten, aber weder Teufelswerk, noch Wundermittel sind – sie helfen uns einfach unspektakulär, die Pandemie einigermaßen in den Griff zu bekommen. Hört auf Experten, aber nicht auf die, die gerne mal wieder eine große Bühne suchen, aber fast länger aus dem Job raus sind, als Raider Twix heisst.

Sorry, Pandemie-Leugner: Alle Experten sagen, Masken wirken (Bhakdi ist keiner)

Wohl eine der wenigen Masken, die beim vernünftigen Menschen für Übelkeit sorgen sollte, wird schließlich von der AfD selbst vertrieben:

So heuchlerisch kassiert die AfD mit der Maskenpflicht ab

Nominierung Nummer 2: Spekulationen über Moria

Nominierung Nummer 2 geht an unser aller „Freundin“ Alice Weidel mit ihrem niederträchtigen Kommentar zum unglaublich schrecklichen Unglück in Moria. In Brandstiftung ist sie halt Expertin, leider sind Grenzschließungen aktuell für sie auf ihren Reisen aus der Wahlheimat Schweiz nicht vorgesehen. Auch hier gehe ich inhaltlich jetzt nicht auf diesen zutiefst bösartigen Blödsinn ein, sondern Gedenke der Opfer und der Katastrophe, auf das Thema selbst werden wir sicherlich ganz bald noch einmal in angemessener Art und Weise eingehen können.

Außerdem verhinderte die AfD mit ihren Stimmen im Bundestag die Einberufung einer aktuellen Stunde zu Moria:

Nominierung Nummer 3: AfD solidarisiert sich mit Verfassunsfeinden

Bei Nominierung Nummer 3 bin ich mir nicht sicher, welche Gedenkminute seitens der AfD klischeebehafteter schon auf niedrigerem Niveau instrumentalisiert wurde, daher reicht es nicht für einen Top-Platz, nur für eine Erwähnung, auch wenn ich in diesem Fall sogar Christian Linder einmal recht gebe, dass demokratisches Verhalten diametral anders aussieht.

Hier haben wir bei der AfD schon menschenverachtenderes Verhalten erlebt, wie z.B. die Holocaust-Gedenkminute mit totem Fuchs im Thüringer Landtag, das große Wundern bleibt also aus.

AfD-Frau trägt toten Fuchs zum Auschwitz-Gedenktag – Füchse werden vergast

Fazit:

Tatsächlich ist es eine Kunst, die unterirdischen Provokationen täglich immer wieder so einzuordnen, wie sie es verdient haben. Wir dürfen sie nicht ignorieren, nicht hinnehmen, wir müssen sie immer wieder methodisch durchleuchten, jedoch ohne ihnen die große Bühne oder Glanz zu überlassen.

Auch ein interessanter Artikel:  Teile diese Infos, um den notleidenden Menschen in Moria zu helfen

Gerne würde ich sagen: „WIR haben Besseres zu tun“, aber leider muss sich eine Gesellschaft genau und äußerst intensiv mit dieser Hetzpropaganda auseinandersetzen.
Zeigen wir ihnen endlich, dass sie auf großer Bühne nichts verloren haben und diese Bühne uns gehört. Immer wieder, nie genug. Kein Fußbreit den Faschisten, egal wo auf dieser Welt.

Artikelbild: shutterstock.com / Screenshots

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Andreas Kossiski - Oberbürgermeister für Köln