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Twitter-Hack: Drei Jahre Haft für Teenager aus Florida

Graham C., die Schlüsselfigur hinter einem Twitter-Hack, muss für drei Jahre in Jugendhaft. Am Dienstag legte der 18-jährige ein Geständnis vor den US-Behörden in Florida ab. Zum Zeitpunkt der Tat war Graham C. erst 17 Jahre alt und damit minderjährig. Das Gericht hat ihn für die illegale Übernahme von prominenten und verifizierten Twitter-Konten verurteilt.

Über die gekaperten Konten setzte er individuell angepasste Tweets ab, die ahnungslose Nutzer:innen zur Zahlung von Bitcoins aufforderten. Das Schema war so simpel wie effizient: Wer eine bestimmte Summe an Bitcoins bezahlt, sollte vom Kontoinhaber angeblich die doppelte Menge zurückbekommen. Auf diese Weise hat der Täter rund 120.000 US-Dollar erbeutet. Betroffen waren sowohl Konten von Einzelpersonen wie Barack Obama, Kanye West und Bill Gates, als auch von Unternehmen wie Apple oder Coinbase, einer Handelsplattform für Kryptowährungen.

Bereits zwei Wochen nach dem Angriff ist die Justiz dem Hacker über IP-Adressen, Bitcoin-Konten und einer belastenden Aussage auf die Schliche gekommen. Neben Graham C. hat die Polizei zwei weitere Männer im Alter von 19 und 22 Jahren festgenommen, die den Minderjährigen damals unterstützt haben sollen und ebenfalls verklagt wurden.

Zugang über Twitterteam

Twitter teilte nach dem Hack mit, dass eine Reihe an Mitarbeiter:innen dem sogenannten „Social Engineering“ zum Opfer fiel. Die Angreifer seien über die Ausnutzung menschlicher Schwächen an Login-Daten für interne Firmensysteme wie Admin-Panels gelangt und haben so Zugang zu den betroffenen Konten erhalten. Im Rahmen von Social Engineering-Angriffen geben sich Kriminelle beispielsweise als Techniker:innen oder Spezialist:innen für IT-Sicherheit von großen Unternehmen aus, um sich sensible Informationen zu beschaffen. Motherboard berichtete dagegen von einem Twitter-Angestellten, der den Hackern gegen Bezahlung half

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Obwohl durch den Hack ein beträchtlicher finanzieller Schaden entstand, hielten sich die sicherheitspolitischen Auswirkungen in Grenzen. Immerhin könnten durch die Nutzung einflussreicher und verifizierter Twitter-Konten zwischenstaatliche Konflikte befeuert und folgenschwere Kommunikationsangriffe betrieben werden.

Auch für Graham C. hätte es noch schlimmer ausgehen können: Er entgeht einer Verurteilung nach Erwachsenenstrafrecht, weil er mit den Behörden kooperierte.


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