[{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"NewsArticle","@id":"https:\/\/www.bachhausen.de\/wer-den-co%e2%82%82-preis-einfriert-friert-die-klimakrise-nicht-ein\/#NewsArticle","mainEntityOfPage":"https:\/\/www.bachhausen.de\/wer-den-co%e2%82%82-preis-einfriert-friert-die-klimakrise-nicht-ein\/","headline":"Wer den CO\u2082-Preis einfriert, friert die Klimakrise nicht ein","name":"Wer den CO\u2082-Preis einfriert, friert die Klimakrise nicht ein","description":"6 min gesch\u00e4tzte LesedauerDie Bundesregierung verkauft kurzfristige Entlastung als Vernunft. Tats\u00e4chlich nimmt sie der Energiewende Milliarden weg \u2013 und l\u00e4dt die Rechnung bei unseren Kindern ab. 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Tats\u00e4chlich nimmt sie der Energiewende Milliarden weg \u2013 und l\u00e4dt die Rechnung bei unseren Kindern ab.Die Bundesregierung will den CO\u2082-Preis 2027 offenbar nicht wie vorgesehen steigen lassen. Stattdessen soll der bestehende Preiskorridor von 55 bis 65 Euro je Tonne CO\u2082 auch im kommenden Jahr fortgef\u00fchrt werden. Das Bundesumweltministerium begr\u00fcndet dies mit dem Beschluss, die CO\u2082-Bepreisung im nationalen Brennstoffemissionshandel im Jahr 2027 stabil zu halten. Hintergrund ist auch die Verschiebung des europ\u00e4ischen Emissionshandels ETS 2 auf 2028.Das klingt zun\u00e4chst technisch. Es klingt nach Gesetzes\u00e4nderung, Preiskorridor, \u00dcbergangsregelung. Aber hinter diesen n\u00fcchternen Begriffen steht eine politische Entscheidung mit gro\u00dfer moralischer Tragweite.Die Regierung greift in ein zentrales Klimaschutzinstrument ein. Sie bremst den CO\u2082-Preis aus. Sie nimmt dem Klima- und Transformationsfonds Einnahmen. Und sie tut das in einer Zeit, in der wir eigentlich schneller werden m\u00fcssten: beim Ausbau erneuerbarer Energien, bei der Sanierung von Geb\u00e4uden, bei g\u00fcnstigerem Strom, bei sauberer Mobilit\u00e4t, bei moderner Infrastruktur.Laut einer Berechnung des Forums \u00d6kologisch-Soziale Marktwirtschaft droht dem Klima- und Transformationsfonds 2027 durch das Einfrieren des CO\u2082-Preises eine Finanzierungsl\u00fccke von rund vier Milliarden Euro. Diese Zahl ist keine amtliche Haushaltsrechnung, sondern eine Berechnung des F\u00d6S im Auftrag von EWS Sch\u00f6nau, Naturstrom und Green Planet Energy. Aber sie zeigt sehr deutlich, worum es geht: um Milliarden, die f\u00fcr Klimaschutz und Energiewende fehlen k\u00f6nnen.Vier Milliarden Euro sind nicht irgendeine abstrakte Zahl. Vier Milliarden Euro k\u00f6nnen dar\u00fcber entscheiden, ob Busse h\u00e4ufiger fahren, ob Schulen energetisch saniert werden, ob Familien beim Umstieg auf klimafreundliche W\u00e4rme unterst\u00fctzt werden, ob Strom bezahlbarer wird, ob Kommunen endlich investieren k\u00f6nnen, statt immer nur Mangel zu verwalten.Wer heute an diesen Investitionen spart, spart nicht wirklich. Er verschiebt Kosten. Und zwar auf diejenigen, die sich heute noch nicht wehren k\u00f6nnen: auf unsere Kinder.Ich sage es deutlich: Eine Regierung, die Klimaschutzmittel k\u00fcrzt und gleichzeitig den CO\u2082-Preis politisch klein h\u00e4lt, vers\u00fcndigt sich an unseren Kindern.Denn die Klimakrise wartet nicht auf bessere Haushaltslagen. Sie macht keine Pause, nur weil eine Koalition Angst vor unpopul\u00e4ren Entscheidungen hat. Hitzesommer, Starkregen, \u00fcberlastete St\u00e4dte, vertrocknete B\u00f6den, besch\u00e4digte Infrastruktur und steigende Gesundheitsrisiken sind l\u00e4ngst Realit\u00e4t. Gerade wir in Nordrhein-Westfalen wissen, was Extremwetter anrichten kann. Und gerade Familien, Kinder, \u00e4ltere Menschen und Menschen mit wenig Geld leiden am st\u00e4rksten unter den Folgen einer Politik, die zu lange z\u00f6gert. .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1 , .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1 .postImageUrl , .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1 .centered-text-area { min-height: 80px; position: relative; } .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1 , .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1:hover , .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1:visited , .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1:active { border:0!important; } .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1 .clearfix:after { content: \"\"; display: table; clear: both; } .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1 { display: block; transition: background-color 250ms; webkit-transition: background-color 250ms; width: 100%; opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -moz-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -o-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -webkit-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); } .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1:active , .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1:hover { opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; } .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1 .centered-text-area { width: 100%; position: relative; } .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1 .ctaText { border-bottom: 0 solid #fff; color: #000000; font-size: 16px; font-weight: bold; margin: 0; padding: 0; text-decoration: underline; } .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1 .postTitle { color: #FFFFFF; font-size: 16px; font-weight: 600; margin: 0; padding: 0; width: 100%; } .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1 .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; color: #000000; border: none; border-radius: 3px; box-shadow: none; font-size: 14px; font-weight: bold; line-height: 26px; moz-border-radius: 3px; text-align: center; text-decoration: none; text-shadow: none; width: 80px; min-height: 80px; background: url(https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/plugins\/intelly-related-posts\/assets\/images\/simple-arrow.png)no-repeat; position: absolute; right: 0; top: 0; } .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1:hover .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; } .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1 .centered-text { display: table; height: 80px; padding-left: 18px; top: 0; } .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1 .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1-content { display: table-cell; margin: 0; padding: 0; padding-right: 108px; position: relative; vertical-align: middle; width: 100%; } .u60b32e101b40b4c2464b877de3f017f1:after { content: \"\"; display: block; clear: both; } Auch interessant:&nbsp; Die Regierung besteuert nicht Reichtum. Sie besteuert AufstiegNat\u00fcrlich darf Klimapolitik nicht sozial blind sein. Niemandem ist geholfen, wenn Menschen mit kleinen Einkommen steigende Heiz- oder Spritkosten nicht mehr stemmen k\u00f6nnen. Deshalb braucht es Ausgleich. Deshalb braucht es direkte Entlastung f\u00fcr diejenigen, die sie wirklich brauchen. Deshalb brauchen wir g\u00fcnstigeren Strom, bessere Alternativen zum Auto, bezahlbare Sanierungen, verl\u00e4sslichen \u00d6PNV und eine klare R\u00fcckgabe von Einnahmen an B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger.Aber genau daf\u00fcr braucht der Staat Geld.Es ist unehrlich, den CO\u2082-Preis einzufrieren und gleichzeitig so zu tun, als k\u00f6nne die Transformation trotzdem aus der Portokasse bezahlt werden. Klimaschutz ist kein Luxusprojekt. Klimaschutz ist Daseinsvorsorge. Er ist Schutz vor k\u00fcnftigen Sch\u00e4den. Er ist Wirtschaftspolitik. Er ist Sozialpolitik. Und er ist eine Frage von Generationengerechtigkeit.Wer fossile Energie k\u00fcnstlich billiger h\u00e4lt, macht klimafreundliche Alternativen weniger attraktiv. Wer dem Klima- und Transformationsfonds Mittel entzieht, schw\u00e4cht genau jene Investitionen, die den Alltag der Menschen langfristig g\u00fcnstiger und sicherer machen k\u00f6nnten. Das ist doppelt falsch: Es h\u00e4lt uns l\u00e4nger abh\u00e4ngig von \u00d6l und Gas und nimmt gleichzeitig Geld f\u00fcr den Ausstieg aus dieser Abh\u00e4ngigkeit weg.Politik darf nicht nur auf die n\u00e4chste Schlagzeile schauen. Politik muss Verantwortung \u00fcbernehmen. Das hei\u00dft auch: ehrlich sagen, was ist. Ja, der Umbau unseres Energiesystems kostet Geld. Ja, soziale H\u00e4rten m\u00fcssen abgefedert werden. Ja, B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger brauchen Planungssicherheit. Aber Planungssicherheit entsteht nicht dadurch, dass man notwendige Entscheidungen vertagt. Sie entsteht durch klare Regeln, verl\u00e4ssliche Investitionen und einen Staat, der nicht bei jedem Gegenwind einknickt.Volt steht f\u00fcr eine Politik, die europ\u00e4isch denkt und vor Ort handelt. Beim Klimaschutz hei\u00dft das: Wir brauchen europ\u00e4ische L\u00f6sungen wie den ETS 2, aber wir d\u00fcrfen nationale Verantwortung nicht einfach wegschieben, nur weil Europa den Start verschiebt. Wenn Europa ein Jahr sp\u00e4ter beginnt, muss Deutschland dieses Jahr nutzen, um sich besser vorzubereiten \u2013 nicht, um Klimaschutz auszubremsen. .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488 , .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488 .postImageUrl , .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488 .centered-text-area { min-height: 80px; position: relative; } .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488 , .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488:hover , .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488:visited , .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488:active { border:0!important; } .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488 .clearfix:after { content: \"\"; display: table; clear: both; } .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488 { display: block; transition: background-color 250ms; webkit-transition: background-color 250ms; width: 100%; opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -moz-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -o-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); -webkit-box-shadow: 0 1px 2px rgba(0, 0, 0, 0.17); } .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488:active , .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488:hover { opacity: 1; transition: opacity 250ms; webkit-transition: opacity 250ms; background-color: #8E44AD; } .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488 .centered-text-area { width: 100%; position: relative; } .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488 .ctaText { border-bottom: 0 solid #fff; color: #000000; font-size: 16px; font-weight: bold; margin: 0; padding: 0; text-decoration: underline; } .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488 .postTitle { color: #FFFFFF; font-size: 16px; font-weight: 600; margin: 0; padding: 0; width: 100%; } .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488 .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; color: #000000; border: none; border-radius: 3px; box-shadow: none; font-size: 14px; font-weight: bold; line-height: 26px; moz-border-radius: 3px; text-align: center; text-decoration: none; text-shadow: none; width: 80px; min-height: 80px; background: url(https:\/\/www.bachhausen.de\/wp-content\/plugins\/intelly-related-posts\/assets\/images\/simple-arrow.png)no-repeat; position: absolute; right: 0; top: 0; } .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488:hover .ctaButton { background-color: #9B59B6!important; } .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488 .centered-text { display: table; height: 80px; padding-left: 18px; top: 0; } .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488 .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488-content { display: table-cell; margin: 0; padding: 0; padding-right: 108px; position: relative; vertical-align: middle; width: 100%; } .uc5d344ab9fd428b6904492d92924e488:after { content: \"\"; display: block; clear: both; } Auch interessant:&nbsp; K\u00f6lns Stadtkasse wird leerer: Schluss mit dem wahllosen GeldverbrennenGerade in unseren Veedeln entscheidet sich, ob die Energiewende gelingt. Nicht in Sonntagsreden, sondern im Alltag: bei der Frage, ob Bus und Bahn verl\u00e4sslich sind. Ob Wohnungen bezahlbar und im Winter warm bleiben. Ob Strompreise sinken. Ob Kinder in \u00fcberhitzten Klassenr\u00e4umen lernen m\u00fcssen. Ob Kommunen handlungsf\u00e4hig sind. Ob Menschen Vertrauen haben, dass Klimaschutz nicht gegen sie gemacht wird, sondern f\u00fcr sie.Deshalb ist diese Entscheidung der Bundesregierung so falsch. Sie verkauft kurzfristige Ruhe als soziale Politik. In Wahrheit schw\u00e4cht sie die Investitionen, die soziale Sicherheit morgen erst m\u00f6glich machen.Wir brauchen das Gegenteil: einen verl\u00e4sslichen CO\u2082-Preis, klare soziale Entlastung, transparente Verwendung der Einnahmen und massive Investitionen in klimafreundliche Infrastruktur. Wer Klimaschutz ernst meint, muss die Einnahmen aus der CO\u2082-Bepreisung konsequent f\u00fcr Transformation und Ausgleich nutzen \u2013 nicht zum Stopfen allgemeiner Haushaltsl\u00f6cher.Unsere Kinder werden uns nicht fragen, ob eine Gesetzes\u00e4nderung haushaltspolitisch bequem war. Sie werden fragen, ob wir gehandelt haben, als noch Zeit war.Die Antwort der Bundesregierung f\u00e4llt bisher besch\u00e4mend aus.teilen&nbsp;&nbsp;teilen&nbsp;teilen&nbsp;teilen&nbsp;teilen&nbsp;teilen&nbsp;E-Mail&nbsp;\u00c4hnliche Beitr\u00e4ge:Tankrabatt ad\u00e9 \u2013 aber wann investieren wir endlich in die Zukunft?B\u00fcrokratieabbau ja. Demokratieabbau nein.Wohneigentum darf kein Privileg f\u00fcr Kapitalanleger sein"},{"@context":"https:\/\/schema.org\/","@type":"BreadcrumbList","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Wer den CO\u2082-Preis einfriert, friert die Klimakrise nicht ein","item":"https:\/\/www.bachhausen.de\/wer-den-co%e2%82%82-preis-einfriert-friert-die-klimakrise-nicht-ein\/#breadcrumbitem"}]}]