Die Bundesregierung will eine Zuckergetränkesteuer einführen und Bundeskanzler Friedrich Merz kündigt an, die Stromsteuer für alle auf das europäische Minimum zu senken. Wir unterstützen beides.
Gute Vorschläge verdienen Unterstützung. Und eine solide Finanzierung.
Eine Kilowattstunde entspricht 860 Kilokalorien. Energie ist nicht gleich Energie. In Form von zu viel Kalorien schadet sie unserer Gesundheit. In Form von Kilowattstunden muss sie bezahlbar bleiben.
Die Bundesregierung will eine Zuckergetränkesteuer einführen und Bundeskanzler Friedrich Merz kündigt an, die Stromsteuer für alle auf das europäische Minimum zu senken. Wir unterstützen beides. Beide Grundgedanken sind fest in unserer Programmatik verankert.
Eine nach Zuckergehalt gestaffelte Steuer setzt bei den Herstellern an: Wer weniger Zucker in seine Getränke gibt, zahlt weniger. Das schafft Anreize für gesündere Produkte und kann langfristig unser Gesundheitssystem entlasten.
Eine niedrigere Stromsteuer entlastet Haushalte und Unternehmen. Sie macht außerdem den Umstieg auf elektrische Antriebe und Wärmepumpen attraktiver. Das verbindet bezahlbare Energie mit Klimaschutz.
Bei der Finanzierung bleibt der Kanzler allerdings vage und verweist auf erhofftes Wirtschaftswachstum. Wir schlagen vor, zusätzlich dort anzusetzen, wo der Staat klimaschädliches Verhalten steuerlich begünstigt.
Klimaschädliche Subventionen abbauen, Entlastung ermöglichen.
Dazu gehört, die Steuerbefreiung für fossiles Kerosin zu beenden: auf innerdeutschen Flügen beginnen und gemeinsam mit unseren europäischen Partnern eine möglichst umfassende Besteuerung voranbringen.
Dazu gehört auch, das Dienstwagenprivileg abzuschaffen, insbesondere die Begünstigung privat genutzter Verbrenner. Wer seinen Wagen selbst bezahlt, finanziert über seine Steuern bislang Vorteile mit, von denen vor allem Menschen mit höheren Einkommen profitieren.
Unser Ziel ist der konsequente Abbau aller klimaschädlichen Subventionen. Die dadurch entstehenden finanziellen Spielräume können helfen, eine niedrigere Stromsteuer dauerhaft zu finanzieren. Dafür braucht es einen konkreten Zeitplan und eine belastbare Berechnung der tatsächlichen Mehreinnahmen.
Ergänzend setzen wir auf eine wirksame europäische CO₂-Bepreisung mit sozialem Ausgleich. Mindestens ein Drittel der Einnahmen soll direkt an die Menschen zurückfließen. Bestehende Einnahmen dürfen dabei nicht doppelt verplant werden.
Die Zuckergetränkesteuer soll der Gesundheitsvorsorge und der Entlastung des Gesundheitssystems dienen. Für günstigeren Strom sollten wir vor allem jene Steuervergünstigungen überprüfen, die unseren Klimazielen entgegenstehen.
Wir unterstützen die Bundesregierung, wenn sie sinnvolle Schritte geht. Und wir erwarten, dass sie auch den Mut aufbringt, überholte Privilegien anzupacken.
Weniger Kalorien, günstigere Kilowattstunden, mehr Volt. 💜
