Der Pescher See ist ein wertvoller Natur- und Erholungsraum im Kölner Norden. Doch Erholung darf nicht bedeuten, dass Anwohnende unter lauter Musik, Hinterlassenschaften und offenen Feuerstellen leiden. Deshalb begrüße ich ausdrücklich die Initiative der CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Chorweiler, die Situation am See zu beruhigen und die Menschen an der angrenzenden Pestalozzistraße zu entlasten.
Vorgesehen sind gezielte Kontrollen, eine bessere Beschilderung sowie eine Bepflanzung des Uferbereichs. Dafür stellt die Bezirksvertretung zunächst 3.000 Euro aus den Stadtverschönerungsmitteln bereit.
Besonders sinnvoll finde ich den Ansatz, Kontrollen zu den Zeiten durchzuführen, in denen die Probleme tatsächlich auftreten. Wenn Anwohnende vor allem an Wochenenden und in den Abendstunden durch Partys und Grillfeuer belastet werden, müssen die zuständigen Stellen gerade dann präsent sein. Kontrollen zu anderen Tageszeiten können diese Belastungen nur unzureichend erfassen.
Auch die vorgeschlagene Uferbepflanzung verdient Unterstützung. Ein fachgerecht geplanter Schilfgürtel kann dazu beitragen, sensible Uferbereiche zu schützen und die intensive Nutzung des Strandes einzudämmen. Welche Bepflanzung am konkreten Standort geeignet ist, sollte die Verwaltung unter ökologischen Gesichtspunkten prüfen. Entscheidend ist, dass die Maßnahme dem Landschaftsschutz dient und dauerhaft gepflegt wird.
Offene Feuerstellen sind gerade bei Trockenheit ein ernst zu nehmendes Problem. Die Sorgen der Menschen, deren Häuser unmittelbar an das Gelände grenzen, verdienen Aufmerksamkeit. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass ihre Hinweise ernst genommen werden und auf politische Beschlüsse auch konkrete Maßnahmen folgen.
Als Landtagskandidat von Volt unterstütze ich gute Vorschläge unabhängig davon, welche demokratische Partei sie einbringt. Die CDU hat hier ein wichtiges Anliegen der Anwohnenden aufgegriffen. Die breite Zustimmung in der Bezirksvertretung ist ein gutes Signal für eine sachorientierte Zusammenarbeit im Kölner Norden.
Jetzt kommt es auf die Umsetzung an. Die Verwaltung sollte rechtzeitig vor der nächsten warmen Jahreszeit deutlich machen, welche Maßnahmen wann erfolgen. Ebenso wichtig ist es, die Anwohnenden einzubeziehen und später zu überprüfen, ob sich die Situation tatsächlich verbessert hat.
Der Pescher See soll ein Ort bleiben, an dem Natur geschützt wird und Menschen Ruhe finden. Rücksichtnahme, wirksame Kontrollen und eine ökologisch sinnvolle Gestaltung des Ufers können dazu einen wichtigen Beitrag leisten.
