Wann geht es in Köln-Kreuzfeld weiter? Wann können die ersten Wohnungen entstehen? Und wann stehen Schulen, Kitas und die notwendige Verkehrsanbindung bereit? Für unseren Stadtbezirk sind das entscheidende Fragen. Die Menschen im Kölner Norden brauchen eine nachvollziehbare Perspektive, wie sich der geplante neue Stadtteil entwickeln soll.
Deshalb habe ich die demokratischen Fraktionen und Mandatsträgerinnen und Mandatsträger der Bezirksvertretung Chorweiler angeschrieben. Ich habe sie gebeten, gemeinsam aktiv zu werden und zur nächsten Sitzung eine Anfrage an die Verwaltung einzubringen. Das Ziel ist klar: Wir brauchen belastbare Informationen darüber, wann und wie es mit Kreuzfeld weitergeht.
Gemeinsam für unseren Stadtbezirk
Bereits am 28. September hatte ich um die Einbringung einer entsprechenden Anfrage gebeten. Nun habe ich mich ausdrücklich an alle demokratischen Kräfte in der Bezirksvertretung gewandt. Denn die Entwicklung Kreuzfelds ist eine Zukunftsaufgabe, die weit über einzelne Parteigrenzen hinausreicht.
Eine gemeinsame Anfrage wäre ein deutliches Signal: Unser Stadtbezirk erwartet konkrete Fortschritte und einen transparenten Zeitplan. Bei einem Vorhaben dieser Bedeutung müssen Politik und Öffentlichkeit nachvollziehen können, welche Schritte als Nächstes anstehen, welche Hindernisse bestehen und wie diese überwunden werden sollen.
Welche Fragen die Verwaltung beantworten soll
Mit meinem Entwurf möchte ich insbesondere klären lassen, wie weit die Technische Masterplanung fortgeschritten ist und wann sie abgeschlossen werden soll. Darüber hinaus soll die Verwaltung die nächsten Meilensteine benennen – von der Bauleitplanung und der Beteiligung der Öffentlichkeit über die Erschließung bis zum Baubeginn und zum Bezug der ersten Wohnungen.
Auch die bisherigen Überlegungen zu einer olympischen Nutzung müssen transparent eingeordnet werden: Welche Bestandteile sind in die Planung eingeflossen? Was wird weiterverfolgt, was muss überarbeitet werden und welche Auswirkungen hat das auf Zeitplan und Kosten?
Ebenso wichtig ist die Frage, wie sich die Entwicklung beschleunigen lässt. Können einzelne Planungsschritte parallel bearbeitet werden? Welche Entscheidungen stehen noch aus? Und was braucht die Verwaltung, um das Projekt voranzubringen?
Dabei geht es um mehr als den Bau von Wohnungen. Ein neuer Stadtteil braucht von Anfang an eine funktionierende Infrastruktur. Deshalb soll die Verwaltung auch erläutern, wie Schulen, Kitas, soziale und gesundheitliche Angebote sowie die Verkehrsanbindung rechtzeitig zur Verfügung stehen können.
Verlässliche Informationen statt offener Fragen
Ein belastbarer Zeitplan bedeutet nicht, dass sich jede Schwierigkeit im Voraus ausschließen lässt. Er bedeutet aber, Ziele zu benennen, Verantwortlichkeiten deutlich zu machen und Verzögerungen offen zu erklären. Wo heute noch keine verlässlichen Termine möglich sind, muss die Verwaltung sagen, woran das liegt und wann die Voraussetzungen dafür geschaffen werden sollen.
Deshalb rege ich auch eine regelmäßige öffentliche Berichterstattung über den Fortschritt des Projekts an. Die Menschen in Chorweiler sollen erfahren, was erreicht wurde und wo weiterhin Handlungsbedarf besteht.
Ich hoffe, dass die demokratischen Fraktionen und Mandatsträgerinnen und Mandatsträger meine Bitte aufgreifen und die Anfrage gemeinsam einbringen. Für Ergänzungen und die Abstimmung des Entwurfs stehe ich zur Verfügung.
Kreuzfeld ist für die Zukunft unseres Stadtbezirks zu wichtig, um zentrale Fragen zum weiteren Vorgehen offen zu lassen. Ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass wir endlich Klarheit bekommen und aus den Planungen konkrete Fortschritte werden.
