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NRW muss wieder funktionieren – vom Rathaus bis zum Klassenzimmer

12 min geschätz­te Lese­dau­er

Ob Schu­len gute Chan­cen bie­ten, Woh­nun­gen bezahl­bar blei­ben, Bah­nen zuver­läs­sig fah­ren oder Behör­den schnell ent­schei­den, wird vor Ort erlebt. Vie­le der ent­schei­den­den Regeln und Finan­zie­rungs­fra­gen wer­den jedoch im Land­tag beschlos­sen. Als Land­tags­kan­di­dat von Volt will ich mich beson­ders dafür ein­set­zen, dass Nord­rhein-West­fa­len sei­ne Kom­mu­nen stärkt, Chan­cen gerech­ter ver­teilt und end­lich zu einem moder­nen, hand­lungs­fä­hi­gen Staat wird.

Landespolitik beginnt vor der eigenen Haustür

Lan­des­po­li­tik klingt häu­fig abs­trakt. Sie fin­det schein­bar weit ent­fernt in Düs­sel­dorf statt, zwi­schen Haus­halts­plä­nen, Aus­schüs­sen und Geset­zes­ent­wür­fen.

Ihre Fol­gen erle­ben wir jedoch jeden Tag.

Wir erle­ben sie, wenn in einer Schu­le Unter­richt aus­fällt. Wenn eine Fami­lie kei­ne bezahl­ba­re Woh­nung fin­det. Wenn ein Antrag mehr­fach aus­ge­druckt, unter­schrie­ben und an ver­schie­de­ne Behör­den geschickt wer­den muss. Wenn eine Stadt­bahn unzu­ver­läs­sig fährt oder eine Kom­mu­ne not­wen­di­ge Inves­ti­tio­nen ver­schiebt, weil das Geld fehlt.

Vie­le die­ser Pro­ble­me wer­den den Städ­ten zuge­rech­net. Doch Köln kann sie nicht allein lösen. Die Stadt kann kei­ne Lehr­kräf­te aus­bil­den, kein lan­des­weit ein­heit­li­ches digi­ta­les Ver­wal­tungs­sys­tem schaf­fen und die struk­tu­rel­le Finan­zie­rung der Kom­mu­nen nicht selbst refor­mie­ren. Genau dafür gibt es Lan­des­po­li­tik.

Ich kan­di­die­re für den Land­tag, weil ich nicht akzep­tie­ren will, dass poli­ti­sche Ver­ant­wor­tung immer wei­ter­ge­reicht wird. Das Land zeigt auf die Kom­mu­nen, die Kom­mu­nen auf das Land und bei­de gemein­sam auf den Bund. Für die Men­schen, die auf eine funk­tio­nie­ren­de Schu­le, eine Woh­nung oder einen Behör­den­ter­min war­ten, ist die­ses Zustän­dig­keits-Ping­pong bedeu­tungs­los.

Poli­tik muss Pro­ble­me lösen – nicht nur erklä­ren, wer angeb­lich nicht zustän­dig ist.

Die Warnsignale sind unübersehbar

Im Abgangs­jahr 2025 ver­lie­ßen in Nord­rhein-West­fa­len 7.430 jun­ge Men­schen eine all­ge­mein­bil­den­de Schu­le ohne Abschluss. Das waren 4,2 Pro­zent aller Schul­ab­gän­ge­rin­nen und Schul­ab­gän­ger und damit der höchs­te Anteil seit zehn Jah­ren. 2015 hat­te der Anteil noch bei 2,2 Pro­zent gele­gen. Hin­ter jeder Zahl steht ein jun­ger Mensch, des­sen beruf­li­che und gesell­schaft­li­che Chan­cen erheb­lich ein­ge­schränkt wer­den.

Gleich­zei­tig stie­gen die Schul­den der nord­rhein-west­fä­li­schen Gemein­den und Gemein­de­ver­bän­de in ihren Kern­haus­hal­ten Ende 2025 auf rund 64,1 Mil­li­ar­den Euro. Das waren 15,7 Pro­zent mehr als ein Jahr zuvor und der höchs­te Anstieg seit 2017. Wenn die kom­mu­na­len Haus­hal­te dau­er­haft unter Druck ste­hen, feh­len Mit­tel für Schu­len, sozia­le Ein­rich­tun­gen, Biblio­the­ken, Sport­an­la­gen, Schwimm­bä­der, Stra­ßen und öffent­li­chen Nah­ver­kehr.

Auch auf dem Woh­nungs­markt rei­chen die bis­he­ri­gen Ergeb­nis­se nicht aus. Im Jahr 2025 wur­den in Nord­rhein-West­fa­len 37.185 Woh­nun­gen fer­tig­ge­stellt. Das waren 9,4 Pro­zent weni­ger als 2024. Gleich­zei­tig stieg die durch­schnitt­li­che Ange­bots­mie­te für wie­der­ver­mie­te­te Woh­nun­gen im ers­ten Halb­jahr 2025 lan­des­weit auf 9,84 Euro pro Qua­drat­me­ter. In Groß­städ­ten wie Köln lie­gen die Prei­se deut­lich höher.

Die­se Zah­len zei­gen: Nord­rhein-West­fa­len hat nicht nur ein­zel­ne Bau­stel­len. Es gibt ein struk­tu­rel­les Pro­blem bei der Hand­lungs­fä­hig­keit unse­res Staa­tes.

Richtige Schritte reichen noch nicht aus

Es wäre falsch zu behaup­ten, das Land habe über­haupt nichts unter­nom­men.

Nord­rhein-West­fa­len über­nimmt inzwi­schen fast neun Mil­li­ar­den Euro kom­mu­na­ler Alt­schul­den. Das ist für vie­le betrof­fe­ne Städ­te und Gemein­den eine wich­ti­ge Ent­las­tung. Im Jahr 2025 wur­den außer­dem rund 2,37 Mil­li­ar­den Euro aus der öffent­li­chen Wohn­raum­för­de­rung für 13.356 Woh­nun­gen bewil­ligt. Ein neu­es zen­tra­les NRW-Por­tal für digi­ta­le Ver­wal­tungs­leis­tun­gen befin­det sich im Auf­bau. Auch die Orga­ni­sa­ti­on des Schie­nen­per­so­nen­nah­ver­kehrs wird refor­miert.

Die­se Maß­nah­men erken­ne ich aus­drück­lich an.

Aber poli­ti­sche Pro­gram­me müs­sen an ihren Ergeb­nis­sen gemes­sen wer­den. Eine Ent­schul­dung hilft nur begrenzt, wenn gleich­zei­tig neue struk­tu­rel­le Defi­zi­te ent­ste­hen. Ein Rekord bei den För­der­zu­sa­gen löst die Woh­nungs­not nicht, wenn die Zahl der tat­säch­lich fer­tig­ge­stell­ten Woh­nun­gen sinkt. Ein gemein­sa­mes Inter­net­por­tal ist noch kei­ne voll­stän­dig digi­ta­le Ver­wal­tung, wenn die Ver­fah­ren dahin­ter wei­ter­hin nach der Logik von Papier­ak­ten funk­tio­nie­ren.

NRW braucht des­halb nicht nur zusätz­li­che För­der­pro­gram­me. NRW braucht eine neue Arbeits­wei­se.

Starke Kommunen statt permanenter Mangelverwaltung

Volt NRW hat die Hand­lungs­fä­hig­keit der Kom­mu­nen zu Recht zu einem zen­tra­len The­ma für die Land­tags­wahl gemacht. Denn die Kom­mu­ne ist der Ort, an dem Staat für die meis­ten Men­schen kon­kret wird.

Das Land muss sei­ne Städ­te und Gemein­den so finan­zie­ren, dass sie ihre Auf­ga­ben zuver­läs­sig erfül­len kön­nen. Wer einer Kom­mu­ne eine neue Auf­ga­be über­trägt, muss auch die voll­stän­di­ge und dau­er­haf­te Finan­zie­rung sicher­stel­len. Es darf nicht sein, dass ein neu­es Gesetz in Düs­sel­dorf beschlos­sen wird und die Rech­nung anschlie­ßend im Köl­ner Rat­haus lan­det.

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Gleich­zei­tig müs­sen wir den För­der­dschun­gel lich­ten. Kom­mu­nen ver­brin­gen zu viel Zeit damit, klein­tei­li­ge För­der­an­trä­ge zu schrei­ben, Ver­wen­dungs­nach­wei­se zu erstel­len und immer neue befris­te­te Pro­jek­te auf­zu­set­zen. Beschäf­tig­te, die För­der­bü­ro­kra­tie bear­bei­ten, feh­len anschlie­ßend bei der Pla­nung und Umset­zung.

Ich will mich des­halb für mehr­jäh­ri­ge, ver­läss­li­che und mög­lichst frei ein­setz­ba­re Finan­zie­rungs­bud­gets ein­set­zen. För­der­ver­fah­ren müs­sen ein­heit­lich, voll­stän­dig digi­tal und nach­voll­zieh­bar sein. Finanz­mit­tel müs­sen stär­ker danach ver­teilt wer­den, wo sozia­le Auf­ga­ben, Bevöl­ke­rungs­ent­wick­lung und Infra­struk­tur­be­darf beson­ders groß sind.

Für Köln und gera­de für den Stadt­be­zirk Chor­wei­ler bedeu­tet das: Das Land darf sozia­le Her­aus­for­de­run­gen nicht nur sta­tis­tisch erfas­sen. Es muss Schu­len, Jugend­hil­fe, Quar­tiers­ar­beit, öffent­li­che Räu­me und Ver­kehrs­in­fra­struk­tur ent­spre­chend aus­stat­ten.

Bildungschancen dürfen nicht von der Postleitzahl abhängen

Ein intel­li­gen­ter Staat beginnt für Volt mit guter Bil­dung. Moder­ne Schu­len gehö­ren des­halb zu den aus­drück­lich genann­ten Leucht­turm­the­men der Par­tei.

In Nord­rhein-West­fa­len hängt der Bil­dungs­er­folg noch immer zu stark vom Eltern­haus, vom Ein­kom­men und vom Wohn­ort ab. Das ist unge­recht – und es ist wirt­schaft­lich kurz­sich­tig. Ein Land, das über Fach­kräf­te­man­gel klagt, darf nicht gleich­zei­tig Tau­sen­de jun­ge Men­schen ohne Abschluss zurück­las­sen.

Ich will, dass Schu­len ihre Mit­tel stär­ker nach dem tat­säch­li­chen Unter­stüt­zungs­be­darf ihrer Schü­le­rin­nen und Schü­ler erhal­ten. Schu­len in her­aus­for­dern­den Stadt­tei­len brau­chen klei­ne­re Lern­grup­pen, Schul­so­zi­al­ar­beit, psy­cho­lo­gi­sche Unter­stüt­zung, mul­ti­pro­fes­sio­nel­le Teams und eine ver­läss­li­che digi­ta­le Aus­stat­tung.

Lehr­kräf­te müs­sen sich wie­der stär­ker auf das Unter­rich­ten kon­zen­trie­ren kön­nen. Dafür brau­chen Schu­len mehr Ver­wal­tungs­un­ter­stüt­zung, grö­ße­re Ent­schei­dungs­spiel­räu­me und weni­ger klein­tei­li­ge Berichts­pflich­ten. Qua­li­fi­ka­tio­nen von Lehr­kräf­ten aus ande­ren EU-Staa­ten müs­sen schnel­ler und nach­voll­zieh­ba­rer aner­kannt wer­den, ohne die not­wen­di­gen Qua­li­täts­stan­dards zu sen­ken.

Auch beruf­li­che Bil­dung ver­dient mehr Auf­merk­sam­keit. Nord­rhein-West­fa­len braucht star­ke Berufs­kol­legs, moder­ne Werk­stät­ten, bes­se­re Berufs­ori­en­tie­rung und eine enge­re Zusam­men­ar­beit zwi­schen Schu­len, Hoch­schu­len, Hand­werk und Unter­neh­men.

Chan­cen­ge­rech­tig­keit bedeu­tet nicht, allen Schu­len das Glei­che zu geben. Sie bedeu­tet, jeder Schu­le das zu geben, was sie für erfolg­rei­che Bil­dung benö­tigt.

Digitalisierung muss das Leben einfacher machen

Volt for­dert für Nord­rhein-West­fa­len seit Jah­ren eine kla­re und gebün­del­te Ver­ant­wor­tung für die Digi­ta­li­sie­rung. Die Idee eines Digi­tal­mi­nis­te­ri­ums ist des­halb mehr als eine orga­ni­sa­to­ri­sche Fra­ge. Sie steht für ein­deu­ti­ge Zustän­dig­kei­ten, gemein­sa­me Stan­dards und eine Ver­wal­tung, die aus Sicht der Men­schen gedacht wird.

Das neue NRW-Por­tal kann dafür ein sinn­vol­ler Aus­gangs­punkt sein. Ent­schei­dend ist jedoch, was hin­ter der Benut­zer­ober­flä­che geschieht.

Mein Ziel ist eine Ver­wal­tung nach dem Once-Only-Prin­zip: Bür­ge­rin­nen, Bür­ger und Unter­neh­men sol­len Anga­ben, die einer Behör­de bereits vor­lie­gen, grund­sätz­lich nicht immer wie­der neu ein­rei­chen müs­sen. Dafür benö­ti­gen wir kom­pa­ti­ble Regis­ter, siche­re Schnitt­stel­len und eine ein­heit­li­che digi­ta­le Iden­ti­tät.

Ver­wal­tungs­leis­tun­gen müs­sen von Anfang bis Ende digi­tal bear­bei­tet wer­den kön­nen. Ein ein­ge­scann­tes For­mu­lar, das anschlie­ßend aus­ge­druckt und intern per Haus­post wei­ter­ge­lei­tet wird, ist kei­ne Digi­ta­li­sie­rung.

Das Land soll­te ver­stärkt auf offe­ne Stan­dards und wie­der­ver­wend­ba­re Soft­ware set­zen. Nicht jede Kom­mu­ne muss die­sel­be Anwen­dung auf eige­ne Kos­ten neu ent­wi­ckeln oder ein­kau­fen. Erfolg­rei­che Lösun­gen müs­sen lan­des­weit genutzt und wei­ter­ent­wi­ckelt wer­den kön­nen.

Dabei darf Digi­ta­li­sie­rung nie­man­den aus­schlie­ßen. Per­sön­li­che Bera­tung, tele­fo­ni­sche Erreich­bar­keit und bar­rie­re­freie Ange­bo­te müs­sen erhal­ten blei­ben. Ein moder­ner Staat ist digi­tal, aber nicht unper­sön­lich.

Bezahlbares Wohnen ist eine öffentliche Aufgabe

Die öffent­li­che Wohn­raum­för­de­rung des Lan­des ist ein wich­ti­ges Instru­ment. Doch nicht die Höhe eines För­der­top­fes ent­schei­det über den Erfolg, son­dern die Zahl der Woh­nun­gen, die tat­säch­lich ent­ste­hen und dau­er­haft bezahl­bar blei­ben.

Öffent­li­che För­de­rung muss des­halb kon­se­quent an lang­fris­ti­ge Miet­preis- und Bele­gungs­bin­dun­gen geknüpft wer­den. Kom­mu­na­le Woh­nungs­un­ter­neh­men, Genos­sen­schaf­ten und gemein­wohl­ori­en­tier­te Bau­trä­ger brau­chen einen ver­läss­li­chen Zugang zu Finan­zie­rung und Grund­stü­cken.

Gleich­zei­tig müs­sen Bau- und Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren ein­fa­cher und voll­stän­dig digi­tal wer­den. Unter­schied­li­che Anfor­de­run­gen dür­fen nicht erst nach Mona­ten sicht­bar wer­den. Bau­her­ren brau­chen früh­zei­tig Klar­heit über Regeln, Zustän­dig­kei­ten und Fris­ten.

Ein­fa­cher zu bau­en bedeu­tet aber nicht, schlech­te Quar­tie­re zu bau­en. Woh­nun­gen benö­ti­gen Schu­len, Kin­der­ta­ges­stät­ten, Grün­flä­chen, sozia­le Ein­rich­tun­gen, Nah­ver­sor­gung und eine gute Anbin­dung an Bus und Bahn. Wer Woh­nungs­bau und Infra­struk­tur getrennt plant, erzeugt die Pro­ble­me der Zukunft.

Gera­de die Situa­ti­on pro­ble­ma­ti­scher Woh­nungs­be­stän­de in Chor­wei­ler zeigt zudem, dass Eigen­tum Ver­ant­wor­tung bedeu­tet. Das Land muss Städ­te dabei unter­stüt­zen, gegen erheb­li­che bau­li­che Män­gel, dau­er­haf­te Ver­nach­läs­si­gung und unzu­mut­ba­re Wohn­ver­hält­nis­se wirk­sam vor­zu­ge­hen.

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Mobilität muss zuverlässig sein

Die Men­schen stei­gen nicht auf Bus und Bahn um, weil die Poli­tik es ihnen emp­fiehlt. Sie stei­gen um, wenn das Ange­bot zuver­läs­sig, sicher, bezahl­bar und ein­fach nutz­bar ist.

Das Land kann über das nord­rhein-west­fä­li­sche ÖPNV-Gesetz, die Orga­ni­sa­ti­on des Regio­nal­ver­kehrs und die För­de­rung kom­mu­na­ler Schie­nen­in­fra­struk­tur viel ver­än­dern. Die geplan­te Bün­de­lung von Pla­nung, Betrieb und Abstim­mung im Schie­nen­per­so­nen­nah­ver­kehr ist ein sinn­vol­ler Ansatz. Gleich­zei­tig besteht bei Stadt- und Stra­ßen­bahn­net­zen ein erheb­li­cher Erneue­rungs­be­darf.

Ich will mich dafür ein­set­zen, dass Inves­ti­tio­nen nicht erst dann erfol­gen, wenn Anla­gen, Brü­cken und Fahr­zeu­ge bereits an ihrer Belas­tungs­gren­ze ange­kom­men sind. Infra­struk­tur braucht lang­fris­ti­ge Pla­nung und dau­er­haf­te Finan­zie­rung.

Fahr­plä­ne, Tickets und Fahr­gast­in­for­ma­tio­nen müs­sen über Ver­kehrs­ver­bün­de hin­weg funk­tio­nie­ren. Beson­ders in einem euro­päi­schen Grenz­land wie Nord­rhein-West­fa­len dür­fen Mobi­li­täts­an­ge­bo­te nicht an Ver­wal­tungs­gren­zen enden.

Klimaschutz und wirtschaftliche Erneuerung gehören zusammen

Nord­rhein-West­fa­len ist ein Indus­trie­land. Kli­ma­neu­tra­li­tät kann des­halb nur gelin­gen, wenn sie mit tech­no­lo­gi­scher Inno­va­ti­on, ver­läss­li­cher Ener­gie­ver­sor­gung und guten Arbeits­plät­zen ver­bun­den wird.

Volt steht für den beschleu­nig­ten Aus­bau erneu­er­ba­rer Ener­gien und eine euro­pä­isch gedach­te Wirt­schafts­po­li­tik. Das bedeu­tet für mich: schnel­le­re und rechts­si­che­re Geneh­mi­gungs­ver­fah­ren, leis­tungs­fä­hi­ge Strom­net­ze, Spei­cher, kom­mu­na­le Wär­me­pla­nung und eine stär­ke­re Betei­li­gung der Men­schen vor Ort.

Unter­neh­men brau­chen Pla­nungs­si­cher­heit statt stän­dig wech­seln­der För­der­ku­lis­sen. Hoch­schu­len, Start-ups, Mit­tel­stand und Indus­trie müs­sen stär­ker mit­ein­an­der ver­bun­den wer­den. Öffent­li­che Beschaf­fung kann gezielt Inno­va­tio­nen för­dern, statt immer nur bereits eta­blier­te Lösun­gen ein­zu­kau­fen.

Euro­pa ist dabei kein zusätz­li­cher Tages­ord­nungs­punkt. Euro­pa ist eine Metho­de. Nord­rhein-West­fa­len muss sys­te­ma­tisch prü­fen, wel­che Lösun­gen in ande­ren euro­päi­schen Regio­nen bereits funk­tio­nie­ren, und sie an unse­re Bedin­gun­gen anpas­sen. Genau die­sen euro­päi­schen Erfah­rungs­aus­tausch stellt Volt in den Mit­tel­punkt sei­ner Lan­des­po­li­tik.

Politik muss transparenter werden

Ein hand­lungs­fä­hi­ger Staat braucht Ver­trau­en. Ver­trau­en ent­steht nicht durch Wer­be­kam­pa­gnen, son­dern durch nach­voll­zieh­ba­re Ent­schei­dun­gen.

Öffent­li­che Infor­ma­tio­nen soll­ten grund­sätz­lich zugäng­lich sein, ohne dass Bür­ge­rin­nen und Bür­ger erst kom­pli­zier­te Anträ­ge stel­len müs­sen. Ver­trä­ge, Gut­ach­ten, Lob­by­kon­tak­te und Ent­schei­dungs­grund­la­gen müs­sen im recht­lich mög­li­chen Umfang trans­pa­rent ver­öf­fent­licht wer­den.

Bür­ger­be­tei­li­gung darf außer­dem nicht erst begin­nen, wenn ein Pro­jekt prak­tisch fer­tig geplant ist. Bei gro­ßen Infra­struk­tur- und Stadt­ent­wick­lungs­pro­jek­ten müs­sen Men­schen früh­zei­tig ein­be­zo­gen wer­den. Bür­ger­rä­te kön­nen die par­la­men­ta­ri­sche Demo­kra­tie ergän­zen, indem sie unter­schied­li­che gesell­schaft­li­che Per­spek­ti­ven struk­tu­riert in poli­ti­sche Ent­schei­dun­gen ein­brin­gen.

Trans­pa­renz bedeu­tet nicht, dass am Ende alle einer Ent­schei­dung zustim­men. Sie bedeu­tet, dass alle nach­voll­zie­hen kön­nen, war­um und auf wel­cher Grund­la­ge sie getrof­fen wur­de.

Dafür will ich mich besonders einsetzen

Als Land­tags­kan­di­dat von Volt im Wahl­kreis Chor­wei­ler will ich die Hand­lungs­fä­hig­keit des Staa­tes zu einem Schwer­punkt mei­ner Kan­di­da­tur machen.

Ich will mich beson­ders für einen ver­bind­li­chen Pakt zwi­schen Land und Kom­mu­nen ein­set­zen: Neue Auf­ga­ben müs­sen voll­stän­dig finan­ziert, För­der­pro­gram­me ver­ein­facht und Inves­ti­tio­nen lang­fris­tig abge­si­chert wer­den.

Ich will ein Bil­dungs­sys­tem, das Schu­len nach ihrem tat­säch­li­chen Bedarf unter­stützt und kei­nen jun­gen Men­schen wegen sei­ner Her­kunft, des Ein­kom­mens sei­ner Eltern oder sei­ner Post­leit­zahl zurück­lässt.

Ich will eine Ver­wal­tung, bei der Daten grund­sätz­lich nur ein­mal ange­ge­ben wer­den müs­sen und Anträ­ge voll­stän­dig digi­tal bear­bei­tet wer­den kön­nen.

Ich will, dass öffent­lich geför­der­te Woh­nun­gen lang­fris­tig bezahl­bar blei­ben und Städ­te wirk­sam gegen unzu­mut­ba­re Wohn­ver­hält­nis­se vor­ge­hen kön­nen.

Und ich will eine Lan­des­po­li­tik, die von erfolg­rei­chen euro­päi­schen Lösun­gen lernt, statt die­sel­ben Pro­ble­me in 16 Bun­des­län­dern immer wie­der neu zu bear­bei­ten.

NRW braucht kei­ne Poli­tik, die für jedes Pro­blem eine neue Zustän­dig­keits­er­klä­rung fin­det. NRW braucht eine Poli­tik, die Ver­ant­wor­tung über­nimmt, Zie­le mess­bar macht und Ergeb­nis­se lie­fert.

Dafür kan­di­die­re ich. Und dafür will ich mich im Land­tag beson­ders ein­set­zen.

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