In ihrer ersten Sitzung nach der Sommerpause hat die Bezirksvertretung Chorweiler am 24. September 2026 zahlreiche Maßnahmen für mehr Lebensqualität im Kölner Norden auf den Weg gebracht. Die Beschlüsse reichen vom Umwelt- und Landschaftsschutz über die Unterstützung des Karnevals bis hin zu Maßnahmen gegen Einsamkeit.
Die wichtigsten Beschlüsse im Überblick
Im Rahmen des Stadtklima- und Stadtverschönerungsprogramms sollen mehrere konkrete Projekte umgesetzt werden:
- Schilfpflanzungen am Pescher See
- eine zusätzliche Sitzbank in Blumenberg
- eine intensive Reinigung des Fühlinger Sees
- Blumenzwiebeln für Kreisverkehre im Stadtbezirk
Für die Karnevalszüge im Stadtbezirk stellt die Bezirksvertretung insgesamt 10.000 Euro bereit. Damit wird das überwiegend ehrenamtlich organisierte Brauchtum in unseren Veedeln unterstützt.
Auch der Schutz des Landschaftsschutzgebietes am Pescher See wurde bekräftigt. Zudem sollen die Hochwasserschutzmauer zwischen Merkenich und Worringen gereinigt und dort vorhandener Wildwuchs beseitigt werden.
Maßnahmen gegen Hitze und Einsamkeit
Die großen Plätze in Chorweiler sollen besser an die Folgen des Klimawandels angepasst werden. Die Verwaltung soll dafür geeignete Maßnahmen zur Klimafolgenanpassung entwickeln. Gerade stark versiegelte Flächen können sich im Sommer erheblich aufheizen. Deshalb müssen Aufenthaltsqualität und Hitzeschutz künftig stärker zusammengedacht werden.
Ebenso wichtig ist der beschlossene Auftrag für ein Konzept gegen Einsamkeit im Stadtbezirk Chorweiler. Einsamkeit betrifft Menschen jeden Alters und ist längst nicht mehr nur ein individuelles, sondern auch ein gesellschaftliches Problem. Begegnungsorte und niedrigschwellige Angebote können dabei einen wichtigen Beitrag leisten.
Passend dazu sollen an der Kirschbaumallee in Blumenberg Picknickgruppen aufgestellt werden. Sie schaffen neue Möglichkeiten für Begegnungen, gemeinsame Pausen und nachbarschaftlichen Austausch.
Einheitliche Postleitzahl für die Kriegerhofstraße
Ein weiteres Anliegen betrifft die Kriegerhofstraße, die bislang unterschiedlichen Postleitzahlbereichen zugeordnet ist. Die Bezirksvertretung setzt sich für eine Vereinheitlichung ein. Was zunächst wie ein kleines Verwaltungsthema klingt, kann die Orientierung erleichtern und Missverständnisse bei Anschriften und Zustellungen vermeiden. Dass die Post auf diese seltsame SPD‑Idee eingeht, ist aber absolut chancenlos.
Starkes Signal für EDELGARD
Über den Stadtbezirk hinaus setzt die Bezirksvertretung ein wichtiges Zeichen für EDELGARD. Das Kölner Projekt bietet Frauen, Mädchen und queeren Menschen Schutz und Unterstützung bei Belästigung, Bedrohung und sexualisierter Gewalt.
Fraktionsübergreifend wurde die Finanzierung von EDELGARD für die kommenden Jahre ausdrücklich in den Änderungsantrag zum städtischen Haushaltsentwurf aufgenommen. Die endgültige Entscheidung liegt nun beim Rat der Stadt Köln. Es bleibt zu hoffen, dass dieser dem deutlichen Signal aus Chorweiler folgt und die notwendige Finanzierung dauerhaft absichert.
Viele der gefassten Beschlüsse wirken auf den ersten Blick vielleicht klein. Für die Menschen vor Ort können sie jedoch einen spürbaren Unterschied machen: ein sauberer See, ein geschütztes Landschaftsgebiet, ein schattigerer Platz, eine neue Sitzmöglichkeit oder ein Treffpunkt gegen Einsamkeit.
Entscheidend ist jetzt, dass aus den Beschlüssen auch konkrete Verbesserungen werden. Ich werde deshalb aufmerksam verfolgen, wie und wann die Verwaltung die Maßnahmen umsetzt. Denn ein politischer Beschluss darf nicht das Ende einer Debatte sein – er muss der Anfang der Umsetzung sein.
Weitere Informationen zur Sitzung finden sich im Ratsinformationssystem der Stadt Köln.
